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Griechenland-Talk bei Günther Jauch: Stoiber schreit den Grexit herbei
DPA

Griechenland kurz vor dem Euroaustritt? Die EU vor dem Auseinanderfallen? Die Lage in der Eurozone hat sich drastisch zugespitzt, entsprechend hitzig war die Debatte bei Günther Jauch.

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viwaldi 29.06.2015, 03:09
1. .

Komisch, ändern wollen immer die das Wirtschaftssystem, die noch mehr Kohle haben wollen. Aber die, die seit Jahren dafür arbeiten müssen um anderen ihre Träume zu finanzieren, die haben keine Lust dazu. Auch das ist Demokratie, wenn die Mehrheit einfach mal sagt: es reicht. Niemand hat die Griechen daran gehindert, im Februar oder März mit den Gläubigern eine Einigung zu erzielen und diese dann als Referendum dem Volk vorzulegen. Dies aber wenige Stunden vor Auslaufen der Deadline zu machen und wochenlang die Verhandlungspartner vor den Kopf zu stoßen, die Nerven muss man erstmal haben. Am Ende hat die Syriza Regierung gezeigt, wie undemokratisch sie im Kern ist: das Volk muss jetzt bluten für ihre ideologische Verblendung und wirtschaftliche und politische Unfähigkeit. Aber das ist bei Kommunisten immer so, gar nichts neues.

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kaiser-k 29.06.2015, 03:33
2. Kakofonie

Herr Paraskevopoulos konnte einem bei dem Nord-Süd-Dialog tatsächlich leid tun: Die Polemik des kläffenden Stoibers (wer hat den Mann eigentlich jemals ernst genommen?) ließ diesen immer selbstgefällig zum Glas greifen, den Zuschauer eher reflexartig am Lautstärkeregler fummeln. Mit kleineren Avancen konnte der charmante Grieche bei der tiefgekühlten Frau Kohl selbst am Schluss nicht mehr landen. Und Oberkommissar Regling hätte den 'armen Griechen' sichtlich gerne im Keller mal ordentlich in die Mangel genommen, wenn ihm's die gut gelernte diplomatische Ruhe nicht verboten hätte. Tja, aber leider bestätigte auch Herr Paraskevopoulos selbst dann doch nur das Bild, das man zur Zeit von Syriza hat: ein weltfremder, verantwortungsloser Haufen weitlinker Sozialromantiker, die tatsächlich nicht begreifen (wollen), in welche Katastrophe sie ihr Land gerade steuern. Schade, er war der einzige in der Runde, mit dem man gerne mal einen Uzo oder zwei getrunken hätte.

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mariameiernrw 29.06.2015, 03:45
3. Die sinkenden Löhne sind ein Erfolg

Wenn man jetzt einmal jede linke Ideologie und Empörung beiseite lässt, steht fest: Die sinkenden Löhne sind ein Erfolg.
Die griechische Produktivität lässt solche hohen Löhne nicht zu. In den letzten Jahren wurden hohe Steigerungsraten bei den Löhnen durch Kredite gedeckt. Doch irgendwann muss man diese Kredite auch zurückzahlen.
Der ESM-Chef kann doch nichts dafür, dass die Griechen jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt haben.

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SichtausChina 29.06.2015, 03:47
4. Der letzte Satz hat es in sich!

Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern die Agenda des Konzernfeudalismus: das Volk darf demokratisch jeden wählen, der das tut was dem Großkapital nützt. Weder in Palästina, noch in Ägypten, noch in Griechenland, noch in Thailand war der Westen auf Seiten der demokratisch gewählten Regierung (in Peru, Ukraine und Iran haben die USA gar aktiv gegen die demokratisch gewählte Regierung gekämpft). Wählen ist nur gestattet, solange das Volk brav die richtigen wählt. Die Griechen hatten nie das "Recht auf Selbstbestimmung", Deutschland machte immer klar, dass die Griechische Regierung tun muss, was Merkel sagt, egal wer an der Macht ist. Und Merkel wiederum sagt bekanntlich was die USA wollen. Deren Regierung wird schon im Wahlkampf durch Milliarden"spenden" eingekauft. Aber man nennt das dann alles Verschwörungstheorie und damit erspart man sich jede Diskussion über die Bedeutung dieser Tatsachen.

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Mi.St. 29.06.2015, 03:50
5. Kompletter Realitätsverlust!

Stoiber: Großbritannien ist wichtiger als Griechenland, er hat Recht.2:0 für Großbritannien.
Griechischer Berater der Regierung(intellektueller)
Erklärt uns wie man einkauft,
Man schiebt die Kreditkarte in einen BankAutomaten!
Es wird Zeit das die intelligenten Griechen eingreifen!

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badolfshitler 29.06.2015, 03:56
6. Ej. Pscht. Bro.

Christoph. Keule. Hör ma, du rezensierst eine RTL-Sendung. Deine Argumente sind aber geistig schwächer, als das es deine Sprache lanciert. "Malevolent"? Wär irgendwie angebracht, wenn der Artikel geist- und wendungsreich wäre. Aber.... nö.

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simon.meister6 29.06.2015, 04:05
7.

Das ist der zweite Artikel den ich in SPON zum Thema lese heute morgen. Das Motto ist, böse Welt, arme Griechen. Das diese die letzten 30 Jahre hunderte Milliarden dankend angenommen haben und teilweise immer noch auf dem Geld sitzen, davon kein Wort. Auch davon kein Wort, dass sich die Griechen, deren Volksvermögen hunderte von Milliarden beträgt, mal selber helfen könnten, zb mit dem Bezahlen von Steuern. Seltsames Verständnis.

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nofreemen 29.06.2015, 04:16
8. Alle gegen einen

Stoibers Auftritt war peinlich. Er tat so als ob Deutschlands Wohlstand von ihm pernönlich aufgegleist wurde. "Warum machen sie es nicht wie wir in Deutschland, dann ginge es ihnen in Griechenland auch besser". "Alle anderen haben es geschafft nur sie nicht, weil sie nicht wollen". Man schicke Steuber 6 Monate nach Grienland und der Sauladen ist saniert. Von all den Arbeitslosen in Portugal, Spanien etc. kein Wort, aber alle haben es geschafft. Steuber war peinlich. Es waren durchwegs Banken- und Finsnzvertreter am Werk gegen ein Mann, der sich in einer Fremdsprache, nicht schlecht zur Wehr setzte. Auch Lösungsansätze gab es keine, dafùr schlaue Sprüche. Es werde ùber den Verbkeib des Euris abgestimmt obwohl dad Volk

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Krittler 29.06.2015, 04:26
9. 4 gegen 1

Eine überraschend richtige Beurteilung von Christoph Twickel über die gestrige Jauch-Sendung. Dieses Mal zeigte sich Jauch auch nicht nur als unfähiger Moderator einer Polit-Talk-Sendung sondern nahm gleich Partei ein und gesellte sich zu den Syriza Beschimpfern. Frau Kohl trat in unangenehmer Weise als wenig informierte Fachfrau und keifende Gegnerin der griechischen Regierung auf. Von den anderen beiden alten Männern war nichts anderes zu erwarten. So hetzten 4 gegen einen, der dieser Übermacht und den auf ihn einprasselnden Beschimpfungen naturgemäß nicht viel entgegenzusetzen hatte. Dieses erbärmliche Schauspiel, wie eine linke Regierung in Europa demontiert werden soll, sei es durch Unruhen oder durch Putsch, war erschreckend. Eher wird in der EU eine ultrarechte Putsch-Regierung geduldet, als eine soziale und ihrem Volk dienliche Regierung. Mit welcher Überheblichkeit und durch welcher Verlogenheit das Elend vieler Griechen von den Teilnehmern der gestrigen Jauch-Runde hingenommen wird, ist erschreckend. Bleibt nur die Genugtuung, dass diese Sendung auch bereits dem Untergang geweiht ist.

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