Forum: Kultur
GroKo-Talk bei Plasberg: "Als Selbstzweck zu sagen, ich gehe aus der Koalition raus,
WDR/Oliver Ziebe

Frank Plasberg blieb hartnäckig, Norbert Walter-Borjans standhaft vage. Ob er die SPD aus der Großen Koalition führen will, ließ er offen. Was er aber sagte: Die Grundrente sei für ihn eine "Sollbruchstelle".

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gossifu 05.11.2019, 06:23
1. Und wieder eine Sendung zum Vergessen

Der Eine durfte gegen die Sozialversicherung hetzten, der Andere laberte sehr polemisch was vom armen Steuerzahler, der zwar nicht mit einer Mehrbelastung von 2 Milliarden wegen der fehlenden Bedürftigkeitsprüfung belastet werden darf, erzählte aber nicht, dass seine Partei dies aber durchwinken würde, wenn die Unternehmen um 10 Milliarden Steuererleichterungen bekommen. Da interessiert ihn der normale Arbeiter nicht mehr. Und der Superjournalist Plasberg fragt nicht mal nach. Ist ähnlich wie hier beim Spiegel. Kein Nachfragen mehr, kein Darstellen der Hintergründe. Die 4. Macht hat sich abgeschafft. Ich musste wegschalten, wie so oft in den letzten Monaten.

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BeuteHessin 05.11.2019, 06:30
2. Sollbruchstelle

Wenn ich noch ein weiteres Mal das Wort "Sollbruchstelle" höre oder lese, das in der gestrigen Sendung zum Lieblingswort des Moderators mutierte, werde ich der SPD empfehlen, einen Nachhilfekurs Vertragswesen zu belegen. Was man unterschreibt, das gilt - jedenfalls für Otto Normalverbraucher. Und im Koalitionsvertrag steht
eine Bedürftigkeitsprüfung.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen und das beschreibt ganz nebenbei auch den Zustand der Groko.

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dirkcoe 05.11.2019, 06:39
3. Ich finde es gut

wenn Politiker eben nicht in jede Talk Show laufen um dort die immer gleichen Worthülsen abzusondern. Einen Standpunkt zu haben und zu vertreten ist viel überzeugender.

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sarapo29 05.11.2019, 07:03
4. Halbzeitbilanz

Letztlich wurde das Dilemma der Groko hier gut zusammengefasst: Es geht in der Politik eben nicht nur darum, Punkte ins Fleißheftchen geschrieben zu bekommen. Und um die Frage von Frank Plasberg in der Sendung aufgreifen: Ja, da ist der Wähler*in immer auch ein stückweit undankbar. Die Menschen wollen eben nicht nur still verwaltet werden sondern -meiner Meinung nach- wollen sie dass die Zukunft der Gesellschaft und des Landes gestaltet wird. Und das mit klaren Entwürfen und richtungsweisenden Entscheidungen. Aber das bietet die große Koalition eben nicht. Nur darum steht sie in den Umfragen dort wo sie eben steht und deswegen ist ihr Ende besser als ein ewiges weiter so bis das Fleissheft zwar voll, das Wahlvolk aber dafür demokratisch leer ist.

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Remotesensing 05.11.2019, 07:22
5. Mir unverständlich

warum permanent KGE ein?eladen wird. Keine Ahnung von Nichts, Hohlformeln, grüne Arroganz in Reinform. Dann besser irgendjemanden von der Strasse einladen, zufallsmässig rausgegriffen, da wäre mehr Substanz aus dem realen Leben.

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wolfman11 05.11.2019, 07:52
6. Unerträglich

Diesmal empfand ich die Diskussion durchaus interessanter als in vergleichbaren Sendungen dieses Formates. Würde der Moderator denn seine Gäste und die Diskussion sich mal entwickeln lassen. Man hat stets den Eindruck, er müsse unbedingt noch die vorproduzierten Filmchen unterbringen. Da wird dann gern auch mal ein Diskussionsstrang abgewürgt. Das macht es schwer - manchmal unmöglich - dieser Sendung zu folgen.

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m.w.r. 05.11.2019, 07:53
7. Unhöflich.

Zitat von Remotesensing
warum permanent KGE ein?eladen wird. Keine Ahnung von Nichts, Hohlformeln, grüne Arroganz in Reinform. Dann besser irgendjemanden von der Strasse einladen, zufallsmässig rausgegriffen, da wäre mehr Substanz aus dem realen Leben.
Wer oder was ist der oder das "KGE" das sie da erwähnen? Ist das Ausschreiben von Namen nicht mehr modern, oder spartdas Zeit und wenn ja für was?

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fatherted98 05.11.2019, 07:54
8. Wer wissen will..

....warum die "Volksparteien" Stimmen verlieren....muss sich nur solche Sendungen angucken.....Politiker die nur um sich selbst und ihre Partei kreisen....dazu linke Journalisten die alles...aber auch alles doof finden....schon aus Langeweile kann man da nicht mehr sein Kreuz machen.

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motoko_kusanagi 05.11.2019, 08:15
9. Fundament

Zum Begriff "Fundament" fehlt mir der wichtige Hinweis, dass stabile Wahlperioden ein Kennzeichen unserer gegenwärtigen parlamentarschen Demokratie ist.
Ganz im Gegensatz zur Weimarer Republik, deren erodierendes Wahl-auf-Wahl in fast jahrestakt die Nazis an die Macht gebracht haben.
Von daher ist es nun von ungefähr, dass der Mob in einer aufgepeitschten irrationalen Athmosphäre wie Pegida in Dresden und anderswo permanent "Merkel muss weg" kreischen, während BK Merkel nach wie vor über eben diese Jahre hinweg nach wie vor die beliebteste Politikerin ist. Die kampagne der antidemokratisch gesinnten AFD zielt in ihrem ganzen Wesen nach Zersetzung und Aushöhlung im Vertrauen des liberal demokratischen Rechtsstaates.
Historisch zeigt sich ja, da bestimmte Ereignisse im guten wie im schlechten wie eine politische Welle durchs Land schwappt und politische Meinungen als Trend mittelfristig beeinflußt; sei es 1928 oder 2015, sei es der Vietnamkrieg oder Tschernobyl...
Daraus folgt aus politischen Kalkül just dann Neuwahlen zu fordern, weil aktuell mal das politische Meinungsbild so oder so ist.
Aus diesem Grunde - obwohl ich kein GROKO-Fan bin - halte ich volle Wahlperioden für ein hohes gesellschaftliches Gut. Ob man innerhalb dieser vier Jahre noch Konstellationen oder den Koalitionsvertrag ändert, kann man ausloten (was ich eher für gering einschätze, da auch sehr einschneidend).
Wie es auch kommen mag: Ich hoffe bei einer neuen Bundestagswahl werden sich viele viele Bürger und Bürgerrinnen daran erinnern, dass sie die jetzige (dann abgelaufene) GROKO der FDP zu verdanken hatten, die ein nicht-regieren besser als Falsch-regieren befand und aus der Regierunsgverantwortung floh.
Solche Partei braucht niemand und gehört konsequent aus dem Bundestag und den Landtagen abgewählt.

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