Forum: Kultur
"Guardians of the Galaxy Vol. 2": Ooga-chaka, Ooga-chaka, Uaaaärgh!
Disney

Zu viel des Guten: Das Anti-Superhelden-Spektakel "Guardians of the Galaxy Vol. 2" überreizt das Erfolgsrezept des ersten Teils der Marvel-Reihe bis zur Übelkeit. Da hilft auch kein niedlicher Baby-Groot.

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Celegorm 26.04.2017, 16:12
40.

Zitat von Institutsmitarbeiter
Ich konnte dem ersten Film nichts abgewinnen. Ein Problem von Superheldenfilmen ist ja das Fehlen von Konsequenzen. Man weiß, dass dem Helden letztlich nichts passieren wird, insbesondere heute, wenn bereits die nächsten drei Filme angekündigt sind. Selbst wenn der Held stirbt, wird irgendein Grund gefunden, wie er wiederbelebt werden kann oder glaubt jemand ernsthaft, Superman wird nicht zur Justice League dazu stoßen?
Das ist nicht das Problem von Superhelden-Filmen bzw. Comic-Verfilmungen, sondern von praktisch allen Filmen für den Massenmarkt. Ganz einfach, weil das Publikum in grosser Mehrheit anscheinend ein Happy-End braucht. Filme ohne ein solches haben meist einen sehr schweren Stand, bereits ein Ende, das unklar bleibt oder Zwischentöne hat, wird als grosses Risiko betrachtet.

Persönlich finde ich auch das Schade, denn die spannendsten Filme sind für mich meist auch jene, bei denen man keine Ahnung hat, wohin die Geschichte gehen wird, und denen nichts heilig ist, selbst "Helden" nicht, wenn es die überhaupt gibt. Aber das breite Publikum will so etwas offensichtlich nicht, darüber können auch einzelne erfolgreiche Ausnahmen nicht hinweg täuschen. Das breite Publikum will einfach 2h in der eigenen Komfortzone beduselt werden und am Ende mit einem kitschig-fröhlichen Ende hinweg schmelzen.

Das Problem hat darum wie gesagt nichts mit der Gegenwart oder gar Superhelden zu tun, sondern ist ein generelles. Wenn Sie das nicht glauben, schauen Sie sich mal an, welche Filme früher kommerziell erfolgreich waren. Das waren auch damals nicht der "Godfather" oder "Apocalypse Now", sondern Star Wars und Indiana Jones, die nach dem praktisch gleichen Konzepte funktionieren, wie die meisten Superhelden-Filme heute.

PS: Im übrigen ist Ihre Aussage auch anders herum falsch: Wenn Sie meinen, Blockbuster-Superhelden könnten nicht deprimierend sein und sterben, dann schauen Sie sich aktuell mal "Logan" an.

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mendikant 26.04.2017, 18:29
41. Eine Frage,..

hat der Autor jemals einen Comic von den G.o.G. gelesen?
Die waren schon immer extrem überzeichnet.
Übrigens, keines der Teammitglieder hat auch nur eine Superheldenkraft.
Und natürlich kann Groot nur sagen : I` am Groot, der hat Stimmbänder aus Holz,
aus Holz, da gibt es keine vorgetragenen Sonette.
***
Die Guardians sind anders, und genau das macht sie so großartig.
Allen gemeinsam ist nicht nur, dass sie jeweils die letzten bzw. einzigen “Exemplare” ihrer Art sind,
sondern dass sie im Grunde Loser sind, Outlaws, gescheiterte Existenzen.
Sie sind Antihelden.
Und der Film ist nicht ARThouse, sondern Popcornkino.

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snickerman 26.04.2017, 18:41
42. Bla

Zitat von hman2
Auf welcher Rechtsgrundlage sollte das denn sein? Ein NDA hat SPON ganz sicher nicht verletzt..
Wenn man direkt aus der Presse-Vorpremiere kommt und noch vor offiziellem Kinostart hinausposaunt, wer der Bösewicht ist, obwohl diese Auflösung das zentrale Element des Filmes ist, kann ich mir zumindestens vorstellen, dass die Filmfirma darüber nicht besonders glücklich gewesen ist. Da hätte ich mir an deren Stelle die Spoileriten direkt vorgeknöpft...

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paysdoufs 26.04.2017, 18:52
43. Danke

Zitat von jeby
Das Superhelden und Scifi Genre hat den Vorteil, dass es kaum kulturabhängig ist. Das kommt in Amerika genauso gut an wie in Asien und Europa. Auch ist der Fokus nicht so auf lange Dialoge, was auch gut ist für die internationale Vermarktung. Weiterhin haben solche Filme im Ausland kaum Konkurrenz von gleichartigen heimischen Produktionen. So ist z.B. selbst die Filmindustrie eines relativ großen und reichen Landes wir Deutschland nicht mal ansatzweise in der Lage, so teure Filme zu produzieren. Außerdem sind Kinotickets teuer. Filme mit wenigen Special Effects profitieren von einer großen Leinwand weit weniger als bombastische Superhelden und Scifi Filme. Daher geben Leute eher Geld für die letzteren Filme aus und schauen sich andere nur auf dem Fernseher an.
(Auch an Vorposter MartinS)

Das klingt nachvollziehbar - und lässt befürchten dass sich dieser "Trend" in Zeiten globalisierter Märkte für Unterhaltungsprodukte noch sehr lange halten wird...

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paysdoufs 26.04.2017, 18:55
44.

Zitat von Institutsmitarbeiter
Ich konnte dem ersten Film nichts abgewinnen. Ein Problem von Superheldenfilmen ist ja das Fehlen von Konsequenzen. Man weiß, dass dem Helden letztlich nichts passieren wird, insbesondere heute, wenn bereits die nächsten drei Filme angekündigt sind. Selbst wenn der Held stirbt, wird irgendein Grund gefunden, wie er wiederbelebt werden kann oder glaubt jemand ernsthaft, Superman wird nicht zur Justice League dazu stoßen? (...)
Dementsprechend finde ich es auch süss wie sich hier im Forum manche ob der im Artikel enthaltenen Spoiler aufregen. Als ob man sich den Film aufgrund der Handlung ansehen würde... ;-)

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catstevens 26.04.2017, 20:01
45. Busted!

Ihr dürft nicht einfach so "Awesome" sagen, das Wort gehört einzig und allein in den Mund von Adam Savage von den Mythbusters ! Den Film kann man dann wohl auch mit einer Entscheidung der Mythbusters betiteln: Busted!

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Indigo76 26.04.2017, 21:31
46.

Zitat von henson999
Ein paar Spoiler lassen sich ja in so einem Text nicht vermeiden, aber muss man echt jede Überraschung breittreten?
Als ich am Tag vor meinem Kinobesuch von Star Wars Episode VII an einem Schulhof vorbei kam und ich ein Kind einem anderen sagen hörte: "Hast du gehört, dass Han Solo stirbt?" hatte ich ganz kurz eine Idee davon, wie Amokläufe entstehen.

Aber das ist ein zufälliger Spoiler, den man nicht verhindern kann. Aber wenn man sich von einem Film überraschen lassen will, und dann auf spon einen Artikel über genau diesen Film liest, dann ist man einfach selten dämlich.

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Innoa 26.04.2017, 22:51
47. So isser...

... der Andreas.

Hast es immer noch net verstanden, gell. Zu viel gespoilert in deinem eigenen Leben... und also lieber weitergeben als ganz ohne Substanz, wa. :)

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"Any fool can criticize, condemn, and complain -- and most fools do."

-- Dale Carnegie

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avada~kedavra 27.04.2017, 08:33
48. Soundtrack

Zitat von hman2
Der erste Teil war schon eine uninspirierte Anhäufung von VFX. In Hollywood glaubt man offenbar immer noch, dass man völlige Fehlen einer Handlung dadurch ersetzen kann, dass man die Special Effects einfach bis zum Geht-nicht-mehr aufdreht, nach dem Motto "Alles fliegt dem Zuschauer um die Ohren". Dazu noch ein völlig unpassender Soundtrack aus der Konserve. Es ist mir ein völliges Rätsel, wie Teil 1 erfolgreich sein konnte...
aus der "Konserve"? Meinen Sie damit nur da in dem Film Songs aus den 70ern und 80ern vorkommen und nichts neu komponiert wurde sei es schlecht?
Vielleicht überlegen Sie mal dass eine der Hauptfiguren in dem Film eben auf solche Musik "steht" und daher der Zuschauer diese auch vorgesetzt bekommt.
War bei Watchmen ähnlich.
Da hoffe ich noch auf ein Prequel im Sinne von "Before Watchmen"

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vincenoir 29.04.2017, 00:47
49. So, habe den Film jetzt gesehen

Vorneweg: Ich bin der Meckerer, der sich über dumme Dialoge und Scherenschnitt-Charaktere in Hollywood-Blockbustern beschwert. Ich schlafe bei zuviel Bumm-Bumm regelmäßig ein. Ich bin der, der bei Aussagen wie "Das ist Popcorn-Kino, da will ich nicht nachdenken" laut aufstöhnt. Ich bin also eigentlich der beste Freund der SPON-Filmkritiker - und Guardians of the Galaxy erhält von mir das Prädikat "Derbster Spaß seit Langem". Von der ersten bis zur letzten Minute einfach nur gut. Wenn man einen Film über sprechende Waschbären und grünhäutige Amazonen im Weltall machen will, dann macht man ihn genau so. Kleiner Hinweis für den Kritiker: Ein Film kann intelligent sein, auch wenn es nicht um die chilenische Agrarreform im 19. Jahrhundert geht, sondern um personifizierte Planeten. Also: Kritik ignorieren und reingehen!

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