Forum: Kultur
Guter Vorsatz für 2018: Erkennen, wie unwichtig man ist
REUTERS

Warum machen wir uns unsere kurze Zeit auf dieser Erde eigentlich so schwer? Lassen Sie uns in diesem neuen Jahr gemeinsam unsere Endlichkeit und Irrelevanz akzeptieren - es könnte für Frieden sorgen.

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meinung3000 06.01.2018, 07:19
1. Der schönste Artikel im SPON

Niemals habe ich einen derart guten Artikel im Spon gelesen, der alles Relevante auf den Punkt bringt. Dabei super geschrieben, dezent und deutlich ironisch, zynisch, frustriert, realistisch ..... Danke dafür.

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trackingerror 06.01.2018, 07:55
2.

Frau Berg, der Mensch ist ein referenzabhängiges Entscheidungssubjektes. Kahnmann/Tversky zeigten bereits, dass Subjekte dazu neigen, Verluste kognitiv stärker zu bewerten als betragsmäßig gleich hohe Gewinne. Das erklärt auch, wieso man im Allgemeinen dazu neigt, seine Ängste zu übertreiben. Die Referenz wird zunächst in Bezug auf unmittelbar wahrnehmbare Aspekte bezogen. Folglich wird die eigene Endlichkeit gar nicht wahrgenommen, da der eigene Tod so weit weg erscheint. Das erklärt m.E. vielleicht auch, wieso alte Menschen erst im hohen Alter vernünftiger werden bzw. erst dann die eigene Irrelevanz einem erst klar wird. Ergo, bedarf es im jungen Altet eines sehr hohen Maßes an geistiger Reife, um sich der eigenen Emdlichkeit und Irrelevanz bewußt zu werden. Jedoch besitzen allenfalls 1 % der Menschen im jungen Alter diese geistige Reife.

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marthaimschnee 06.01.2018, 08:06
3. richtig und doch falsch

denn Sie machen einen verhängnisvollen Fehler, Frau Berg: Sie pauschalisieren! Korrekt ist, daß sich einige zu wichtig nehmen, vor allem von denen an der Spitze. Diese überschätzen nicht nur ihre Wichtigkeit, sie sind auch arrogant und ignorant genug um auszuschließen, daß sie auf dem falschen Weg wandeln könnten. Umgekehrt geht es jedoch der namenlosen Masse, diese unterschätzt ihre Wichtigkeit. Das bedeutsamste Beispiel ist wohl die Umweltverschmutzung, diese wird sich nur in den Griff bekommen lassen, wenn die Masse sich bewegt. Dazu muß jeder Einzelne erkennen, daß er relevant für das Ergebnis ist, jeder einzelne bekommt damit eine Bedeutung.

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arnesaknussem 06.01.2018, 08:10
4. sehr schön

das haben Sie jetzt aber mal richtig Klasse auf den Punkt gebracht, Frau Berg. Auch wenn ich viele Ihrer Beiträge manchmal richtig doof finde (besonders, wenn's um Mann/Frau geht). Dieser hier ist gelungen. Sollte man auch gerne mal dem einen oder anderen Vollpfosten in der Politik unters Kopfkissen legen - und auch dem einen oder anderen "besorgen" Wutbürger. Mann, Mann - als ob einem die Flüchtlinge etwas wegnehmen können, was man eh nicht mitnehmen kann...

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MaikFreier 06.01.2018, 08:23
5. Jepp

Sehe ich genauso. Zeit ist eine stärkere Kraft als wir. Und sich selbst nicht zu ernst nehmen führt zu innerer Ausgeglichenheit. Zitat aus einem Buch, dass ich gerade lese und sehr interessant fand: ? Wünschen bedeutet, dass der Nektar der Gegenwart nicht ausgekostet wird, weil wir zu viel Energie aufbringen damit, die Zukunft herbeizusehnen?.

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andreasm.bn 06.01.2018, 08:42
6. genialer Artikel,...

dem kann ich wirklich gar nix mehr hinzufügen, perfekt! Auf den Punkt gebracht.
Der Mensch ist so ziemlich das Unwichtigste auf diesem Planeten und ohne ihn würde es dem Planeten wesentlich besser gehen. Die einzige Art, die sich an der Zerstörung von Ressourcen weidet, chapeau!

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Maria-Galeria 06.01.2018, 08:54
7. Bin da anderer Meinung

Jeder ist wichtig. Habe da einmal gelesen jede Art ist so ausgerüstet dass sie im jeweiligen Ökosystem überleben kann, eben auch wir. Er ging sogar soweit dass die Erhaltung der Art oberste Priorität hat. Gehen wir mal davon aus dass es die Menschheit so wie sie heute ist und auch technisch sehr weit fortgeschrittene Hochkulturen die absolut verschwunden sind, schon länger gibt als angenommen und unsere klugen Religionsbücher Weisheiten beinhalten die eben auch darauf abzielen wie z.B. in der Bibel der Spruch, gehet hinaus und mehret euch. Interessant ist doch dass wir alle mit einem gewissen gleichen Potential ausgestattet sind, siehe unser Gehirn. Mag schon sein dass die Situation im allgemeinen unter unseren Händen supp optimal ist, genauso wie sie es festgestellt haben und wir uns permanent wie in einer Herde Pferde oder so um Vormachtspositionen rangeln, aber unsere Forscher auf dem Gebiet der Geologie und so weiter haben ja schon mehr Umwälzungen durch absolute Katastrophen, wie gigantomanische Meteoriteneinschläge, Supervulkanausbrüchen mit mehr als katastrophalen Folgen festgestellt bei denen vermutlich nur ein ganz geringer Teil der jeweiligen Bevölkerung überlebt hat, aber der Überrest hat es immer wieder geschafft von vorne anzufangen mit den Überresten des noch vorhanden Wissens und Hardware, gibt z.B. die Sage vom untergegangenen Atlantis oder auch Godwanaland, der auseinandergebrochene Kontinent. Nach derartigen Katastrophen sind einfach auch nur ein paar gut informierte helle Köpfe übrig geblieben, die der tumpen (unwissenden) übrigen Bevölkerung göttliche Botschaften in den Kopf setzten eben wie z.B. gehet hinaus und mehret euch, mit dem Wissen das Überleben der Art über Äonen ist nur gesichert durch die Masse, denn die nächste gewaltige Katastrophe kommt bestimmt. Deshalb jeder ist wichtig und ein paar besonders helle Köpfchen werden sich schon entwickeln die dann als Anführer tauglich sind, danach. Also jeder ist wichtig egal auf welche Position er in unseren heutigen Gesellschaften verortet ist, denn wer übrig bleibt steht einfach in den Sternen.

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robthe 06.01.2018, 09:05
8. Genieße das Leben

"Das Licht der Sonne sehen zu können bedeutet Glück und Freude. Genieße froh jeden Tag der dir gegeben ist!
Genieße dein Leben, bevor es zu Ende geht, wie eine silberne Schnur zerreißt oder eine goldene Schale zerbricht, wie ein Krug an der Quelle in Scherben...
Dann kehrt der Leib Erde zurück, aus der entstanden ist, und der Lebensgeist geht zu Gott, der ihn gegeben hat."
Quelle: Kohelet 11 und 12
Frau Berg, Sie haben eine uralte Weisheit treffend neu formuliert.

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elpepino 06.01.2018, 09:29
9.

"denn Sie machen einen verhängnisvollen Fehler, Frau Berg: Sie pauschalisieren!"

Und Sie nicht?

"Korrekt ist, daß sich einige zu wichtig nehmen, vor allem von denen an der Spitze. Diese überschätzen nicht nur ihre Wichtigkeit, sie sind auch arrogant und ignorant genug um auszuschließen, daß sie auf dem falschen Weg wandeln könnten. Umgekehrt geht es jedoch der namenlosen Masse, diese unterschätzt ihre Wichtigkeit."

Zur Kolumne:

Vielen Dank Frau Berg! Das ist dieses Jahr bis jetzt definitiv mein Lieblingstext.

Ist das Gedicht von Ihnen? Ich konnte leider keinen Urheber finden. Das würde mich sehr interessieren.

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