Forum: Kultur
Guter Vorsatz für 2018: Erkennen, wie unwichtig man ist
REUTERS

Warum machen wir uns unsere kurze Zeit auf dieser Erde eigentlich so schwer? Lassen Sie uns in diesem neuen Jahr gemeinsam unsere Endlichkeit und Irrelevanz akzeptieren - es könnte für Frieden sorgen.

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denkmal2013 06.01.2018, 20:39
90. Kompliment!

Sehr geehrte Frau Berg!
Danke für diesen Kommentar. Setzt er doch eine gehörige Portion Selbstreflektion, Gelassenheit, Leidensfähigkeit, Genügsamkeit, Bereitschaft zum Verzicht voraus.
Ich habe, seitdem ich meine eigene Bedeutungsschwangerschaft ausgetragen habe, soviel mehr vom Leben wie z.B. Genuss, Achtsamkeitsfähigkeit, Träume wahr werden lassen.
...und Alles, was ich oben beschrieben habe.
Ihr dankbarer, lebenslustiger Leser

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Troll-Oberkommando 06.01.2018, 20:39
91.

Der Text ist gut und schlecht zugleich. Was in wiederum gut macht. Zumindest hat er meine Aufmerksamkeit gekriegt. Mich stört die Diagnose dass Aggression und Wut auf eine Überbewertung des Selbst zurückzuführen seien oder derjenige sich selber zu wichtig nähme. Aggression ist u.a. Auch eine Begleiterscheinung von sozialer Ausgrenzung und Isolation - was ja mehr oder weniger ein Zeichen der Zeit ist (Vereinzelung / Vereinsamung /die durchindividualisierte Gesellschaft im Endstadium).

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upalatus 06.01.2018, 20:57
92.

Ich könnte eine Wichtigkeit meiner Person nicht nachfühlen oder sie irgendwie an was festmachen. Es ist sonnenklar, dass auch ohne mich samt und sonders alles (family inklusive) irgendwie weiterlaufen würde, vielleicht ein wenig anders (vielleicht gar für manche vorteilhafter), aber weiter. Ob man den Begriff 'Wichtigkeit' überhaupt anwenden kann? Würde ihn mit 'Bedeutung' ersetzen, das klänge auch nicht so dick.

Der unbelebten Welt ist meine Person eh komplettest schnuppe. Meine geliebten Orchideen werden sicher nicht zu meinem Begräbnis kommen....

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heinzgünther 06.01.2018, 21:07
93.

Zitat von gerhard.heinzmann
Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes. (Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916, mährisch-österreichische Schriftstellerin). Das Wissen um die Vergänglichkeit der Welt ist so alt wie der Mensch selbst. Was soll man also nun tun mit der kurzen Zeit die einem gegeben ist? Die von der Autorin beschriebene Sinn- und Hoffnungslosigkeit des Lebens sehe ich vorwiegend bei Menschen die keine Kinder haben; man erkennt irgendwann im Leben dass nach dem eigenen Leben nichts mehr kommt; kein Zweig zeigt in die Zukunft, nichts bleibt von der eigenen Existenz, nichts von all den schönen Dingen die man sich hart erarbeitet hat kann über die letzte Stufe hinaus mitgenommen werden. Menschen hingegen die Kinder haben sehen dass ein Teil von Ihnen weiter leben und die Zukunft gestalten wird. Daher geben wohl nur Kinder dem Leben einen Sinn der über den eigenen Tod hinaus reicht. Wer einsam lebt der stirbt auch einsam; und verzweifelt.
Ich denke sie haben recht, dass kinder dem leben einen gewissen sinn geben können.
Allerdings mag ich noch einen perspektivwechsel anbieten.

Ich denke viele Menschen suchen gar nicht nach etwas, dass ihrem leben sinn gibt.
Viele Leben einfach in den Bahnen in die sie gelenkt wurden. Wie vilee Menschen kennen sie, die unzufrieden in ihrem job sind? Wie viele von denen schon seit jahren? Wie viele ändern was daran? Wie viele warten sehnsüchtig auf die Rente?

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nobody_incognito 06.01.2018, 21:14
94.

Zitat von Troll-Oberkommando
Frustration entsteht laut Wikipedia aus Wunschversagung und ich denke dass die Wunschversagung in unserer Gesellschaft auf ganz anderem Level stattfindet als dass es keinen Orden und keine Weltherrschaft gibt. für viele geht es ums nackte Überleben, was die gemästete BabYboomer-Generation noch nicht erkannt hat. Z.b. Sind 40 Prozent der Alleinerziehenden in Berlin auf Harz 4. usw und so fort
Frustration entsteht m.E. eher aus Unverständnis bezüglich der Wunschversagung. Könnte man verstehen warum die Wünsche/Gebete versagt werden, hätte man zumindest inneren Frieden. Es kann auch sein, dass man dumme Wünsche hat und wenn die dann nicht versagt werden, hat man sich gänzlich in der Illusion verlaufen.

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anders11 06.01.2018, 21:16
95. und was wäre wenn...?

Und was wäre wenn wir doch nicht einfach verschwinden, sondern uns nach dem Abtreten hier vor unserem Schöpfer und Gott für unser Leben verantworten müssten und ewig weiter existierten...? was wäre wenn die Weihnachtsgeschichte doch war wäre und Gott in Jesus Christus Mensch geworden wäre, um uns ein Rettungsangebot für diese vor uns liegende Ewigkeit zu machen, um uns vor diesem absolut heiligen Gott eine Chance zu geben? Würde das nicht die Bedeutungslosigkeit unseres Daseins auf der Erde grundlegend verändern...?

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nobody_incognito 06.01.2018, 21:30
96.

Zitat von Koana
Bedeutungslosigkeit ist immanent........... das ist jedem klar denkenden Wesen wohl bewusst. Der dressierte Mensch gehört leider nicht zu dieser Gruppe, da man ihm das klare Denken ausgetrieben hat. Nur, auch dies ist eben vollkommen bedeutungslos und wir können lässig unsere letzten Generationen wüten lassen.
Bedeutungslosigkeit resultiert daraus, dass man nicht ernst genommen wird bzw. kein Gehör findet. Man müsste also erst mal anfangen sich selbst ernst zu nehmen bzw. überlegen bevor man was man sagt und sich dann selbst konsequent beim Wort nehmen. Wenn man nur redet um andere zu manipulieren, dann wäre es von anderen blöd, wenn sie einen ernst nehmen würden. Aber tatsächlich wird es so sein, dass die Kommunikation viel weniger dem Informationsaustausch als der Manipulation dient, d.h. es wird Schlauheit mit Intelligenz verwechselt und worin sollte das dann seine "Krönung" finden?

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fuffel 06.01.2018, 22:01
97. merkwürdige

Fingerübung...

Wenn ich dann damit fertig bin, mir selbst die Relevanz unterm Hintern wegzuphilosophieren - dann kommt das "Gute" in die Welt?

Relativistische Bedeutungslosigkeit ist ein sinnfreies Konzept, weil es einfach ALLES hinwegfegt...selbst die eigene Theorie. Es ist nicht wichtig ob ich unwichtig bin, wenn wir die kosmische Bühne betreten.

Das soll gute Laune machen? :)

Drei Fehler fallen mir sofort ins Auge:

Die "universale Zeitrechnung" gibt es gar nicht. Die Richtung des Zeitpfeiles, wie wir sie wahrnehmen ist mit dem Raum verschränkt.

"dass die Welt ohne sie weiter existiert" - das tut sie streng genommen gar nicht. Wie sollte die Welt für mich, ohne mich überhaupt existieren können?

und am Schlimmsten:
"Die schreckliche Wahrheit ist doch - die meisten Menschen auf der Welt können auf einen verzichten. Sie brauchen einen nicht." Diese Aussage braucht man nur ein bisserl umzustellen, um sich gänzlich von jeder sozialen Interaktion zu exkulpieren.
Natürlich so nicht von Ihnen gemeint, aber eigentlich eine Blaupause für eben das verantwortungslose Gemetzel, mit dem wir unseren schönen Planeten überziehen.

Doch, wir brauchen uns!

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volkerriegel@aol.com 06.01.2018, 22:08
98. Wer sich selbst zu wichtig nimmt, ist ein idiot. Aber....

Für sich selbst sollte man das wichtigste auf der Welt sein. Wobei das natürlich jeder auch anders sehen darf. Vieles hängt ja auch damit zusammen an was oder wen man glaubt, bzw ob man überhaupt etwas oder an etwas glaubt. Das bestimmt ganz stark die Sichtweise.

Und dann kommt da noch die Psyche dazu. Um so zu denken und zu handeln wie Frau Berg schreibt, braucht man eine einigermaßen gesunde Psyche. Jede Psychiater wird aber sagen, dass zwischen 5-10 % einer jeden Bevölkerung an der einen oder anderen psychischen Erkrankung leidet.

Gar nicht so selten findet man solche Menschen in Führungspositionen. Das könnte mit Erklären warum es Kriege gibt.

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nobody_incognito 06.01.2018, 22:24
99.

Zitat von volkerriegel@aol.com
Für sich selbst sollte man das wichtigste auf der Welt sein. Wobei das natürlich jeder auch anders sehen darf. Vieles hängt ja auch damit zusammen an was oder wen man glaubt, bzw ob man überhaupt etwas oder an etwas glaubt. Das bestimmt ganz stark die Sichtweise. Und dann kommt da noch die Psyche dazu. Um so zu denken und zu handeln wie Frau Berg schreibt, braucht man eine einigermaßen gesunde Psyche. Jede Psychiater wird aber sagen, dass zwischen 5-10 % einer jeden Bevölkerung an der einen oder anderen psychischen Erkrankung leidet. Gar nicht so selten findet man solche Menschen in Führungspositionen. Das könnte mit Erklären warum es Kriege gibt.
Psychische "Erkrankungen" sind ein Phänomen, welches an der Grenze zwischen Genen und Bewusstsein stattfindet. In vielen Fällen sollte man sie besser als "psychospirituelle Krisen" bezeichnen und der Ausweg liegt tatsächlich darin wo man sein "ICH" verortet, nämlich im eigenen vergänglichen Körper/Gen oder in der Seele. Demnach ist das eigene Seelenheil das wichtigste, wichtiger als die Welt, denn da bleibt nur Verzweiflung. Aber wenn sich alle mit ihrer Seele statt mit ihren Genen identifizieren würden, dann wäre die Welt damit gerettet.

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