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"Hacksaw Ridge" von Mel Gibson: Superchrist geht durch die Hölle
Universum

"Hacksaw Ridge" ist ein schockierendes Gemetzel mit frommer Botschaft: Kein Gegensatz für Mel Gibson. Mit dem Film über einen realen pazifistischen Kriegshelden feiert er sein Comeback als Regisseur.

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mariomeyer 24.01.2017, 02:49
20. @Antalyaner, #6

Ich freue mich für Sie, dass Sie sich solche Filme in der Originalversion ohne Synchronisation ansehen. Das ist ganz, ganz toll. Wirklich, kein Flachs. Das gibt es viel zu selten. Ich hoffe, Ihr Beitrag regt viele andere Menschen an, es Ihnen gleichzutun. Das wäre wunderbar.
Zum Film: Ich fand "Hacksaw Ridge" reichlich verstörend, was an der aus meiner Sicht sehr schrägen Kombination aus Hyper-Frömmigkeit einerseits und Ultra-Gewalt andererseits lag. Das passte für mich nicht zusammen. Im Grunde ein Gewaltexzess-Porno, dem man das viel zu kurze Deckmäntelchen des christlichen Pazifismus' überzustülpen versuchte, um von der Freude an der Darstellung von übelster Gewalt abzulenken. Freunde solcher Pornos stört wahrscheinlich der leibhaftige Christenmensch mit seinem penetranten Gutmenschentum im Film; Menschen, die an einer filmischen Biografie eines "realen pazifistischen Kriegshelden" interessiert sind, dürfte das Gemetzel verstören. Ein sehr seltsamer Film, wie ich meine, denn er bringt zusammen, was nicht zusammen gehört. Blutwurst im Schokoladenmantel.

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3daniel 24.01.2017, 09:21
21. Habe den Film kurz vor Weihnachten

in Amerika gesehen. Es war eines dieser neuen Kinos mit ultrabreiten Sesseln und Fußstütze. Da lümmelte ich mich mit einem Kollegen im Sessel und dann brach das Inferno (auch in Form einer unglaublichen Audioabmischung) über uns herein. Ok die erste Stunde war doch sehr ungewöhnlich (weil ruhig) für einen Gibson Film dafür hat mich die zweite Hälfte einfach nur umgehauen im wahrsten Sinne des Wortes. ich war ein emotionales Wrack nach dem Film, das gemeinsame Abendessen haben wir gestrichen. Ich wusste auch so gut wie nichts über den Film nur das er als Pazifist/Sanitäter in den Krieg zieht. Das er so viele Menschen gerettet hat, haben wir erst im Film "erfahren". Der Film ist eine unglaubliche Erfahrung. Ich fand und finde die Gewaltdarstellung nicht übertrieben ich befürchte das war wirklich so. Das Einzige was mich wundert, der Film ist bei uns ab 16, sogar in USA war er rated R und es sind wahrlich keine Nacktszenen enthalten.

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sta-sendling 24.01.2017, 09:44
22. Nähere Hintergrundinformationen zum Inhalt

finden Sie auf unserer Website im Artikel: https://www.sta-sendling.de/desmond-doss-adventist-hacksaw-ridge

Ich denke man kann den Film und auch Mel Gibsons Haltung kritisieren und trotzdem wird in dem Film durch die Person Desmond Doss dargstellt, was sich viele Menschen wünschen. Einen persönlichen "Retter", jemand, der auf sie achtet und ihnen hilft. Wenn wir das durch diesen Film neu entdecken, dann ist schon einiges gewonnen. Egal ob christlich geprägt oder nicht. Interessant ist, dass selbst die härtesten Kritiker von Desmond zu jender Zeit selber sagten, dass es ein Wunder war, dass er nicht getötet wurde. Im eigentlichen Sinne war er kein Superheld, er hat einfach nur auf Gott vertraut, sein Leben ihm anvertraut. Gottes Segen!

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