Forum: Kultur
Harmonische Feiertage: Frauen als Stahlträger und Zuckerguss
DPA

Fröhliche Weihnachten, das heißt immer auch, fröhliche Tage in einer Welt, die von Frauen zusammengehalten wird. Frauen, die sich kümmern, weil es sonst niemand tut, weil sonst alles zusammenbricht.

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Lykanthrop_ 25.12.2018, 22:25
10.

Zitat von t_mcmillan
Wieder mal jemand, der meint, dass man den Frauen sagen muss, was sie tun sollen? In diesem Artikel zur Abwechslung von feministischer Seite. Einfach sein lassen. Lasst die Frauen doch einfach machen, wie sie wollen.
Lassen Sie Frau Stokowski doch den Sinn von Frauenzeitschriften hinterfragen. Sie haben für mich keinen, außer Die Nachfrage nach Voyeurismus und Diättipps zu decken. Zwei Bedürfnisse die jeder auf den Prüfstand stllen sollte der sie verspürt. Die Frauenzeitschriften landen nicht auf dem Index.

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grandpalais 25.12.2018, 22:30
11. Dieses völlig veraltete Frauenbild...

... von Frau Stokowski nervt. Die Welt entwickelt sich weiter, und sie kläfft noch immer alte Feindbilder aus dem Museum an. Come alive, ich liebe es, zu Weihnachten zu kochen und den Weihnachtsbaum zu schmücken. Gruss vom Bodensatz der Menschheit: einem weissen (!), deutschen (!!) Mann (!!!) :-D

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micha_sagt 25.12.2018, 22:33
12. Nein, danke.

So ein Beitrag muss sicher provozieren, um diskussionsanregend zu sein. Insbesondere auch für die spezielle Zielgruppe dieses Mediums?
Aber ehrlich, ist doch irgendwie alte Leier: Streik! - Als ob ich als Frau nicht selber entscheiden könnte inwieweit ich das alles (nicht) mitmache und für was ich mich (nicht) vereinnahmen lasse.
Als ob Männer keine Menschen wären, mit denen eine andere Form der Kommunikation möglich wäre als "Arbeitsniederlegung" (also da schwingt einem das eigene weibliche Selbstverständnis ja schon entgegen wenn man das nötig hat).
Und Lächeln darf ich schon mal gar nicht als Frau - es könnte ja sein, dass ich zum hegemonialen / männlichen Wohlwollen beitrage.
Ich wünsche mir schöne starke feministische Artikel, die anregend sind, ohne plakativ die kritisierte Gesellschaft zu reproduzieren, die nachdenklich machen und zum Lachen bringen und uns alle als Menschen sieht und weiterentwickelt. Frohe Weihnachten! ;-)

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G. Samsa 25.12.2018, 22:34
13.

"Frauen sind immer noch die Stahlträger und der Zuckerguss dieser Gesellschaft."
In Widerspruch dazu werden die zwanzig gefährlichsten Jobs der Welt fast ausschließlich von Männern ausgeführt:
https://pbs.twimg.com/media/DvOavX0XgAAbQya.jpg
(USA, 2015, Bureau of Labor Statistics)

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Kaufkraft 25.12.2018, 22:39
14.

Zitat von julista1430
Herrjeh, ich denke, wir Frauen können ganz gut selbst entscheiden, wie wir leben und wie wir sein wollen.
.... aber es ist nun mal die Aufgabe von Frau Strokowski Frauen zu sagen, wie sie sich zu verhalten haben, was sie tun sollen und was besser nicht, was sie denken sollen und was besser nicht. Das ist wichtig, denn ansonsten müssten Frauen von Männern anhören, wie sie sich zu verhalten haben, was sie tun sollen und was besser nicht, was sie denken sollen und was besser nicht.
Das mag vielleicht nicht sofort ersichtlich sein, jedoch ist es eine großartige Verbesserung. Es ist nun nicht mehr eine Vielzahl an Männern die unter Umständen sogar Widersprüchliches von Frauen erwarten / verlangen, sondern nur noch Frau Strokowski, die ganz zentral für alle Frauen entscheidet.
Ich hoffe ich spoiler jetzt nicht.... aber aktuell arbeitet Frau Strokowski an einem kleinen roten Buch, aktueller Arbeitstitel: "Worte der Vorsitzenden Strokowski". Diese Strokowski-Bibel wird großartig Zeiten mit sich führen.

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remedias.cortes 25.12.2018, 22:40
15. Verstehe ich nicht so ganz....

Die Welt retten, wenn Frauen sich genauso sch..... benehmen wie Männer? Was würden sie daraus lernen?
Vermutlich nix. Und zu dem Kind oder dem bärtigen Mann: Wann kommt sie, die Erlöserin, die Gütige und Sanfte?
Wann erbarmt sie sich wieder, die Große Mutter, ihrer Kinder? Die ganze gequälte Kreatur auf dieser Erde ,
Mütter und ihre Kinder, Tiere und Pflanzen sehnen sich nach ihr. Wir brauchen nicht weniger, wir brauchen mehr vom Frieden auf Erden !

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rabbit71 25.12.2018, 22:40
16. Es geht doch nichts über...

...ein gepflegtes Vorurteil, Verehrte Frau S. Die Unschuldsvermutung gilt auch in diesem Zusammenhang exklusiv nur für Frauen. Ich mittelalter, weisser Mann fühle mich jetzt ganz doll bedroht. Ich hab eine Frau, die denselben Anteil am häuslichen Glück, an Zufriedenheit, sm Laufen der Maschine „Familie“ und am Familieneinkommen trägt, und nicht auf die Idee käme, jemanden zu bestreiken, weil es uns alle dramatisch treffen würde sie selbst auch. Schaden ohne Nutzen. Wenn Sie, verehrte Frau Kolumnistin streiken würden, hoffe ich sehr für Sie, dass es jemand merkt, und Sie das dann glücklich macht. In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten auch Ihnen.

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melchor 25.12.2018, 22:41
17. Wir sind eben nicht gleich

Das klingt alles wieder so nach gleich, gleich, wir wollen gleich. Wenn Männer in der Situation... Kann man nicht einfach mal akzeptieren oder wenigstens die Möglichkeit in Betracht ziehen das wir eben, zumindest im Schnitt, unterschiedlich sind? Das Frauen manches besser können als Männer und umgekehrt? Viel wichtiger finde ich den Respekt und die Wertschätzung! Den müssen natürlich vor allem Männer die noch geistig im Patriarchat hängen noch lernen. Frauenstreik an Weihnachten? Bitte nicht! Das wäre nur unnötige Produktion von Chaos und Tränen! Jedenfalls solange Wertschätzung und Respekt da sind.
Wenn die Leistung der Frau an Weihnachten jedoch nicht gewürdigt wird, ja dann wäre ein solcher Streik jedoch mehr als angebracht wenn nicht gar notwendig. Ein Mann der solche Leistung nicht entsprechend achtet hat für mich ohnehin keine liebende Partnerin verdient! Und Nein, ich möchte damit keineswegs Frauen in heterosexuellen Beziehungen auf die liebende unterstützende Hausfrau reduzieren, falls derartige Vermutungen sich aufdrängen. Fröhliche Saturnalien/ Weihnachten/Jahresendfest/in...

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xse 25.12.2018, 22:41
18. ...

Was bei mir hängen blieb, als ich diesen Artikel gelesen, sind 3 Dinge.
1. Ich lebe offensichtlich in einer ganz anderen Welt, als die Autorin. Solange ich denken kann, kocht mein Vater an Weihnachten (und davor mein Opa) und zwar meist für bis zu 10-14 Personen an 3 Tagen. Er besorgt den Weihnachtsbaum und er kauft genauso Geschenke mit.
2. Es bleibt der Autorin überlassen, sich als Weihnachtsfrau oder Christkind zu verkleiden oder sich überhaupt am Weihnachtsfest zu beteiligen. Sie kann ja auch streiken. Es könnte ihr niemand verbieten.
3. Ich habe den Eindruck, für die Autorin geht es um Geschlechterkampf und um Spaltung. In ihrer Klage, was Frauen alles leisten oder zu leisten hätten, schwingt die Unterstellung an alle Männer mit, sich nicht oder wenigsten nicht genug zu kümmern. Dabei werden 50% der Bevölkerung einfach mal pauschal an den Pranger gestellt.
Im Übrigen sind es nicht Männer, die die genannten Klatschmagazine kaufen, sondern in der überwältigenden Mehrheit Frauen. Und keine wird dazu gezwungen.
Der Artikel hat was fanatisches.

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dasfred 25.12.2018, 22:43
19. Heute wird Margarete Stokowski ungerecht

Der alte weiße Mann ist zwar an fast allem Schuld. Nur Weihnachten hat er am liebsten seine Ruhe. Weihnachten ist ein Frauenfest, an dem alles so laufen muss, wie es schon bei Oma war. Und wie man es Stück für Stück von Mutter gelernt hat. Da ist das Essen vorbestimmt, die Höhe des Baumes, der Weihnachtsschmuck. Da besorgt die Frau den größten Teil aller Geschenke. Kein Tag des Jahres wird so extrem von Frauen dominiert, die zugleich Zeremonienmeisterinnen und Ausführende sind, weil der Mann zu fast nichts zu gebrauchen ist, außer den Weihnachtsbaum in den Ständer zu schrauben. Frau Stokowski, eine Familienmutter, die sich für dieses Fest nicht aufreibt, ist nicht glücklich. Männer sind zur Weihnachtszeit leicht zufriedenzustellen. Die kann man leicht glücklich machen. Frauen nie. Nimmt man ihnen Arbeit ab, ist es grundsätzlich falsch. Also lass Mamma sich austoben, nächste Woche besorgt Papa die Böller, Getränke und sorgt für das offene Feuer unterm Fondue Topf.

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