Forum: Kultur
"Hart aber fair"-Talk: Hoffnung auf eine zweite Staffel "Brexit"
WDR/ Oliver Ziebe

Frank Plasberg fragte: "Sorry, liebe Briten: Wer nimmt euch jetzt noch ernst?" Seine Gäste suchten geschlossen nach einem gedeihlichen Ausweg aus der ernsten Lage - nur einer tanzte aus der Reihe.

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odapiel 09.04.2019, 04:38
10. Doll hat recht

Zum einen ist schlicht zu viel "splendid isolation" in den Briten, zum anderen sind das alles keine Diskussionsstandpunkte, sondern patriotisches Selbstverständnis. Daran ändert sich nichts mehr. Und zum Dritten geht Lernen nur über einen schmerzhaften Erkenntnisprozeß in solchen Dingen. Kontinentaleuropäer verstehen den Begriff "insular" nicht wirklich.

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dasfred 09.04.2019, 05:51
11. Ein bisschen Doll ging es ja zu

Ansonsten war es wieder eine Diskussion über ungelegte Eier. Es gibt vor der Europawahl durchaus Themen, die zu einer besseren Meinungsbildung beitragen können. Ob man zum Brexit eine Meinung hat, ist mittlerweile egal. Da liegt die ganze Entscheidung beim britischen Parlament. Diese Art von Diskussion hätten die Briten damals vor dem Referendum gebraucht. Aber wie schon im Text erwähnt, wenn das eine Netflix Serie wäre, für mich ein Grund mehr, keine Serien zu sehen.

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gossenphilosoph 09.04.2019, 06:05
12. Desaster in Serie?

Es erstaunt mich immer wieder was Menschen so alles unterhaltsam finden. Wäre es Fiktion und nicht Realität, die Arbeitsplätze kostet und damit Existenzen zerstört und Leiden bei den betroffenen Menschen verursacht. Menschen die so etwas in der Realität unterhaltend finden haben durch den Marquise de Sade eine Bezeichnung erhalten. Auch wenn das Gezerre in Großbritannien dazu verführen mag es mit der zynischen Brille zu betrachten, so darf eines nicht vergessen werden. Wenn die Briten eine weitere Verlängerung erhalten dann wackelt der Schwanz mal wieder mit dem Hund und mensch muß die EU fragen :"Wer soll euch noch ernst nehmen? ". Die Folgen wären fatal. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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hevopi 09.04.2019, 06:12
13. Ich vermisse in allen

Analysen, warum sich die Mehrheit in GB für den Brexit entschieden hat. Natürlich spielte bei den Umfragen die nicht offene Diskussion mit allen Folgen eine wichtige Rolle, es war aber auch die Angst der Bevölkerung vor immer mehr Zuwanderung. Die gleichen Gründe für einen politischen Richtungswechsel findet zur Zeit ja in ganz Europa statt.

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spon-1251928072146 09.04.2019, 06:47
14. Jemandem eine zarte Lanze winden???

"Die zarte Lanze, die Kühnert dem Labour-Chef Jeremy Corbyn winden möchte...".
Was soll das denn heißen? Geht es um das zarte Pflänzchen der Bewerderung für Corbyn, dem Kühnert Kränze winden und für den er eine Lanze brechen möchte?

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fanasy 09.04.2019, 07:09
15. Binnenmarkt

Binnenmarkt ja schön und gut, das ist wirtschaftlich sicherlich das vernünftigste. Aber die Integrität der EU ist für den sozialen Frieden noch viel wichtiger. Die EU wird gesprengt, wenn wir den Briten das geben, was sie wollen und dafür einen Flickenteppich an Freiheiten (Personenfreizügigkeit nein, Kapitalverkehr ja, Dienstleistung nein, Warenverkehr ja) schaffen. Wem soll man dann noch erklären, dass das eigene Land sich an die Regeln zu halten habe. Der Deal ist für beide Seiten ein guter Kompromiss. Die Kröten sind nun mal zu schlucken, und wenn GB das nicht verstanden hat, was ihnen im Falle des No Deal blüht, dann tut es mir leid. Die EU DARF NICHT nachgeben, es geht um ihr langfristiges Überleben.

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Ralf1234 09.04.2019, 07:15
16. Herr Doll hat recht

Wenn die Briten jetzt durch die ganzen Diskussionen angeblich zur Besinnung kommen und Feuer und Flamme für die EU sind, dann führt am Beitritt zum Schengenraum und und der Eurozone kein Weg vorbei. Dass sollen sie beim zweiten Referendum mal zur Wahl stellen: Brexit oder EU-Complete-Membership. Dann wäre ich mal gespannt wie groß der Anteil für die EUU wäre.

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kublaikhan2 09.04.2019, 07:18
17. Dieser ganze Herr Röttgen

mit seiner Arroganz, Rechthaberei und schneidender Stimme ist das Gegenteil eines Sympathieträgers und wird nie und nimmer direkte Wahlen gewinnen.
Die Art und Weise, wie die Briten die EU vorführen, zeigt deren Schwäche und erzeugt den Wunsch: So viel Europa wie nötig, so wenig wie nötig, so wenig Europa wie möglich.

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fatherted98 09.04.2019, 07:36
18. Frustrierend...

....eine Diskussion ohne Highlights.....kein Wunder bei den Gästen. Das Gejammer der "Deutschen Bäckerin" zuerst...die jetzt ihre Zutaten teuerer einkaufen muss....tja...wird nicht nur sie treffen, wenn es zum Brexit kommt. Immerhin konnte die Dame wiederholt auf die sozialen Probleme (Klassengesellschaft) vor allem in England hinweisen (Oxbridge Absolventen). Dann der "Wirtschaftsexperte" von der Welt....der seine Weisheiten wohl in der eigenen Zeitung gelesen hatte...weder kam von ihm eine neues Statement noch inhaltliche Anregungen. Das Kompliment ein "Wüterich" zu sein, war bei den farblosen Kommentaren wohl eher ein Kompliment.
Dann Herr Glees aus GB. Ein Paradebeispiel für einen arroganten Briten....sein hämisches Lachen hätte einem den Hals schwellen lassen können.....leider kam außer diesem hämischen Lachen bei jeder unpassenden Gelegenheit....nichts neues, außer das man die Briten verstehen müsse und Rücksicht nehmen solle....und er ja eigentlich in der EU bleiben möchte....nettes Statement....interessiert nur keinen (weder hier noch in Britannien).
Daneben ein absolut farbloser Herr Kühnert....SPD Funktionär....der immerhin eine Meinung hatte....diese aber weder lautstark noch oft vertrat (warum der überhaupt da war fragte man sich...wahrscheinlich gab es sonst wo in Berlin an diesem Abend keine Schnittchen). Immerhin ein Statement hätte man hervorheben können...."vor allem die akademisch gebildeten profitieren von Europa"....gute Erkenntnis....nur leider ging man nicht darauf ein....weil in Medien- und Politikkreisen sowieso die Meinung vorherrscht, dass der denkende Mensch erst mit einem Bachelor befähigt wird, mitzureden. Leider vergisst man dabei, dass auch die "anderen" noch wählen dürfen....
Zu guter letzt Herr Röttgen....unverzichtbar in solchen Diskussionen wenn man wirklich sonst niemanden bekommt der sich in die Sendung setzen will....nervtötende Wiederholungen das es ein Chaos und Katastrophe (Weltuntergang) geben würde, wenn man den harten Brexit durchführen würde....immerhin kann man sich ausrechnen das hinter den Kulissen bei Merkel/Macron schon die Entscheidung getroffen wurde, den Brexit zu verlängern. Fazit: Es wird wohl zu einer Verlängerung kommen....nach dem Motto...."ein Schrecken ohne Ende". Was das allerdings für die Europawahl bedeuten wird....das wurde nicht thematisiert....das man durch eine solche Entscheidung gerade die Europagegner stärken wird, dass wird man wohl erst am Wahlabend oder danach richtig erkennen...dann ist der Katzenjammer wieder groß und jeder fragt sich wie es so weit kommen konnte.

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22tango 09.04.2019, 07:57
19. The Oscar goes to

John Bercow in der besten Nebenrolle!

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