Forum: Kultur
"Hart aber fair"-Talk: Hoffnung auf eine zweite Staffel "Brexit"
WDR/ Oliver Ziebe

Frank Plasberg fragte: "Sorry, liebe Briten: Wer nimmt euch jetzt noch ernst?" Seine Gäste suchten geschlossen nach einem gedeihlichen Ausweg aus der ernsten Lage - nur einer tanzte aus der Reihe.

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crossbow17 09.04.2019, 08:42
30. Herrn Röttgens Argumentation wär schlüssig

Die Briten sind von Populisten belogen worden und wissen heute besser als damals was auf sie zukommt. Man sollte sie klar entscheiden lassen ob sie das so wollen oder eben doch nicht. Mir scheint es so dass die Älteren aus den ehemals starken Industrien ihrer Vergangenheit nachtrauern, dem Empire sowieso, und deshalb so abgestimmt haben. Aber sie verbauen den Jungen und den nächsten Gerneration die Zukunft.

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undog 09.04.2019, 08:42
31. "Die Kröten sind nun mal zu schlucken..."

Zitat von fanasy
Binnenmarkt ja schön und gut, das ist wirtschaftlich sicherlich das vernünftigste. Aber die Integrität der EU ist für den sozialen Frieden noch viel wichtiger. Die EU wird gesprengt, wenn wir den Briten das geben, was sie wollen und dafür einen Flickenteppich an Freiheiten (Personenfreizügigkeit nein, Kapitalverkehr ja, Dienstleistung nein, Warenverkehr ja) schaffen. Wem soll man dann noch erklären, dass das eigene Land sich an die Regeln zu halten habe. Der Deal ist für beide Seiten ein guter Kompromiss. Die Kröten sind nun mal zu schlucken, und wenn GB das nicht verstanden hat, was ihnen im Falle des No Deal blüht, dann tut es mir leid. Die EU DARF NICHT nachgeben, es geht um ihr langfristiges Überleben.
Nein, sind sie nicht; denn die EWG bot Freihandel mit viel weniger politischen Zwängen / Kröten. Wir benötigen eine Rücknahme jener "Brüsseler Kröten", welche die nächsten Mitglieder zum Austritt motivieren.

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123rumpel123 09.04.2019, 08:43
32. Märcehn al al Glees

Herr Glees ist Politologe. Daher muss er wirtschaftliche Zusammenhänge nicht sehen und nicht erkennen.

Er behauptet dreist in der Sendung , die wallsicher Fischer hätten ihre Brexit-Entscheidung geändert, weil die walliser Fischer jetzt wüssten, dass sie ihren Fisch selber essen müssen. Dieses Märchen wird auch gerne in deutschen Foren verbreitet und geglaubt.

Leider liegt er da absolut daneben:https://www.icefreshseafood.de/de/ber/nachrichten/eu-l-nder-abh-ngig-vom-fischimport

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burlei 09.04.2019, 08:44
33. Nur mal zur Information ...

... für alle EU-Gegner und "Wille des Volkes"-Fans. Das britische Referendum vom 23. Juni 2016 war ein konsultatives Referendum und damit rechtlich nicht bindend. Cameron, damals Premierminister hätte dieses Referendum also ignorieren können. Zum "Willen des Volkes" wurde es erst durch die Nationalisten in Camerons Partei, den Torys hochstilisiert.

Warum sich heute ausgerechnet die "Wille des Volkes"-Prediger weigern, ein erneutes Referendum zur Ermittlung des "Volkswillens" durchzuführen, wissen wohl nur eingefleischte Nationalisten. Aber wahrscheinlich geht es auch gar nicht um den Volkswillen, sondern nur um den Willen einer kleinen Gruppe Egoisten und Nationalisten.

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DKH 09.04.2019, 08:51
34. Ja, aber

Zitat von frank.huebner
Das ist die Gefahr der Volksabstimmung. Die Briten hatten alle Informationen, wahre wie Lügen. Sie sind auf die Lügen und Übertreibungen reingefallen. Sie konnten es besser wissen. Nun zu sagen: Das Ergebnis passt nicht, das wäre undemokratisch. Das Volk hat gewählt, Cameron hat die Umsetzung des Votums garantiert. Pech gehabt. Man kann nicht wählen, bis das Ergbnis passt. Die einzig für mich demokratische Frm wäre der Brexit. Mit Neubeitrittsverhandlungen nach einem erneuten Votum. Das ganze Drama ist für mic eine Bestätigung, warum ich bei solchen Fragen gegen eine Volksabstimmmung bin. Man kann nicht prüfen, ob die Wähler überhaupt im Ansatz das Thema und die Folgen überblicken können. Und die Boulevardpresse, Propagandisten und Socialmedia-Beeinflusste können die "einfachen" Gemüter zubstark beeinflussen.
Man kann nicht prüfen ob die Wähler verstanden haben. Richtig. Aber man kann auch nicht prüfen ob Profipolitiker verstanden haben. Ich behaupte sogsr, manche Fragen sind so komplex, dass man gar nicht alle Folgen vorsussehen kann, es gibt alsi nicht richtig oder falsch. Wie sonst kommt es, dass intelligente Leute wie Wagenknecht und Merkel zu gewissen Fragen gegenteilige Meinung haben? Und da liegt der Vorteil der Volksabstimmung, die Bürger sind mit in der Pflicht und tragen Verantwortung für die Lage. Während dem (in Deutschland) die Diskussion über getroffene Entscheidungen in einer einzigen Wutrede über Politiker ausartet. Siehe Foren z.B. Im Spiegel. Der ist zu dumm, der macht nur für Dienstwagen, die hat noch nie was auf die Reihe gebracht. Solches bashing entfällt in einer direkten Demokratie mehrheitlich. Grussaus der Schweiz.

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InternetResearchAgency 09.04.2019, 08:55
35. @DKH Viel Meinung, wenig Ahnung?

Sie schreiben "Wieso sollen ausgerechnet Bürger eines Landes das keine Abstimmungen zu Sachfragen kennt, andern erklären, wie Demokratie funktionieren sollte. Wann haben Sie zum letzten Mal abgestimmt?" Es ist schon ein paar Jahre her, aber ich habe zuletzt bei der Volksabstimmung zur Finanzierung von Stuttgart 21 zu Sachfragen abgestimmt. Hat sich noch nicht in Ihre populistische 'Nur direkte Demokratie ist Volkes Wille' Blase rumgesprochen? Ich finde arrogante Kommentare wie Ihren immer wieder spannend: Mit der manipulierten Brexit-Volksbefragung haben sich alle Formen des Plebiszits in der Facebook-Ära diskreditiert. Egal wie sehr manche Leute dagegen wüten.

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ichliebeeuchdochalle 09.04.2019, 09:00
36.

Zitat von crossbow17
Die Briten sind von Populisten belogen worden und wissen heute besser als damals was auf sie zukommt. Man sollte sie klar entscheiden lassen ob sie das so wollen oder eben doch nicht.
Es gibt keine Rechts-Situation, die festlegt, daß Lügen im Wahlkampf die Wiederholung einer Wahl zur Folge hat. Es gibt kein "die haben damals gelogen und wenn wir die Wahrheit gewußt hätten, hätten wir DAMALS anders abgestimmt".

Was es gibt, ist eine neue Situation und das ist das Vorliegen des ausgehandelten Austritts-Vertrags. Daraus ergibt sich in 2019 eine andere Referendums-Frage als 2016. Nicht "Raus um jeden Preis, egal wie die Folgen sind" sondern "Raus oder nicht IN KENNTNIS des Austritts-Vertrags. Kenntnis heißt hier natürlich nicht, daß jeder Wähler den Vertrag gelesen und die knapp 600 Seiten verstanden hätte.

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123rumpel123 09.04.2019, 09:02
37. xxxx

Zitat von theodtiger
Aha, der Forist gibt zum besten: "Die EU ist gleich eines Affenparlaments geworden." und betreibt auch sonst nur EU bashing. Lernt man so schräge Kommentare zu verfassen in Sankt Petersburg oder auch in AfD Seminaren? Und dass, obwohl jeder Beobachter glasklar sehen kann, dass die EU mit dem UK ein ausgewogenes Austrittsabkommen ausgehandelt hat - und zwar geschlossen mit 27 Ländern und einem Parlament auf der EU Seite und einer völlig gespaltenen britischen Regierung und einem bisher zu keinem positiven Ergebnis fähigen Unterhaus im UK. Wie sich die EU angesichts des britischen Chaos und dem Ersuchen nach einer Verlängerung der EU Mitgliedschaft über den 12 April hinaus verhalten sollte, ist allerdings eine enorm komplexe Frage. Man kann die zwar aus dem Bauch heraus entscheiden wollen, wie es viele Foristen tun. Aber Staats- und Regierungschefs haben eine weitreichende Verantwortung und müssen die Fern- und Nebenwirkungen mit bedenken. Vermutlich werden sich noch die Historiker in 2050 darüber streiten, wie sich diese Entscheidungen des Frühjahr 2019 auf den Verlauf der Geschichte in den 2020er und 2030er Jahren ausgewirkt haben.
Pardon, da muss ich lachen.

Sie behaupten die EU hätte ein ausgewogenes Abkommen mit London abgeschlossen.

Wenn dem so wäre, stellt sich die Frage, warum das das britische Unterhaus nicht so sieht, und dieses Abkommen dreimal mit überwältigender Mehrheit abgewiesen hat.
Nicht knapp sondern mit überwältigender Mehrheit. Sie stricken da offensichtlich immer noch an einer Legende.

Und das dies absehbar als Legende enttarnt wird, können Sie im Stimmungswechsel gegenüber London ablesen, wenn es um die Frage der Brexit-Verschiebungen geht. Dieser Stimmungswechsel kommt nicht unbegründet.

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123rumpel123 09.04.2019, 09:06
38. xxxx

Zitat von karlo1952
mehr gewollt, als der EWG beizutreten. Zu allen weiteren Entwicklungen, bis hin zur EU sind sie gezwungen, bzw. mit Zugeständnissen gedrängt worden. Das war von Anfang an falsch. Europa täte es gut, wenn wir wieder zur EWG zurückkehren würden. Alles andere wollen die Bürger mit ihrem nationalistischen Denken nicht.
Richtig. Herr Gliees hat dies gestern abend ja auch dahingehend bestätigt, dass die Briten zwar eine wirtschaftliche Verbindung mit der EU möchten, aber ohne die Teilhabe an den politischen Institutionen.

Von daher ist klar, dass die Briten in der Tat keine überzeugten EU-Fans waren oder sind. Und natürlich auch durch ein weiteres Referendum auch nicht mehr werden.

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ichliebeeuchdochalle 09.04.2019, 09:08
39.

Zitat von 123rumpel123
Ich zitiere Sie: "Märcehn al al Glees"
Na, Kollege Rumpel, schon so früh morgens ... ähh ich sage mal "desorientiert" ... jetzt wird zumindest klarer, wie so mancher Beitrag von Ihnen in den letzten 3 Jahren zustande gekommen ist.

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