Forum: Kultur
"Hart aber fair"-Talk: Hoffnung auf eine zweite Staffel "Brexit"
WDR/ Oliver Ziebe

Frank Plasberg fragte: "Sorry, liebe Briten: Wer nimmt euch jetzt noch ernst?" Seine Gäste suchten geschlossen nach einem gedeihlichen Ausweg aus der ernsten Lage - nur einer tanzte aus der Reihe.

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Watschn 09.04.2019, 09:10
40. Man muss einfach sehen....

Zitat von FiedelKastor
....langfristig würde das übrige Europa davon nur profitieren. Wir sollten eigentlich froh darüber sein, daß die Briten sich so entschieden haben, deren Rosinenpickerei wäre auf ewig weiter gegangen, ohne einer Möglichkeit sie loszuwerden.
Das vornehmlich die Kontinentaleuropäer (insb. D u. F) in den feinen EU-Rosinenkuchen -der er bis Ende der Neunziger mal war- die Maden reingelassen haben, und ihn...in ein Schei..kuchen verwandelten..... (Einführung des verfehlten Euro, überdehnte Eurowährungszone mit Folge deren Überschuldung, aktuell ca. 120-facher Bruch der Euro-No-Bail-Out-Clause, ausstehende dt. Target-Forderungen von fast 1 Billion Euro, Schengen aber kein EU-Aussengrenzschutz, EU-Tolerierung bzw. gar unbewusste? Förderung der illegalen Migration in die EU seit mind. 15 Jahren (aufgr. EU-Beschluss des Haager Programms 2004), Mio-Armutsmasseneinwanderung überw. islam.-archaischer Kulturen via unkontr. Grenzen nach DE, folglich Asyl/-Migrationspolitik-Zwist in der EU, drohende EU-Spaltung, Aufnahme teils unfitter EU-Beitrittsländer aus Südosteuropa, dt. Alleingang auch in der EU-Energiepolitik).....
Das kann man nicht den Briten in die Schuhe schieben, mit der verqueren Losung 'Rosinenpicken'...Aus den ehem. Rosinen ist durch solche verfehlte EU-Politik (insb. durch DE u. F) Schei... geworden..

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fungel99 09.04.2019, 09:10
41. @dkh

ich lebe seit 9 Jahren in der Schweiz und glauben Sie mir: bashing findet hier genauso statt und die hochgelobte direkte Demokratie führt v.a. zu einer unglaublichen Polemik in der öffentlichen Debatte, die die In Deutschland sogar noch übertrifft. Beim fishing for votes ist jedes Mittel recht ausser Fakten. Und ähnlich wie in Ungarn oder Polen sind v.a. die Anderen Schuld, wahlweise die EU, USA, Flüchtlinge, Migranten oder einfach die Ausländer (den Unterschied zwischen Flüchtlingen und Migranten kennt eh keiner).
Dies nur mal, um denjenigen die Realität zu zeigen, die glauben, die direkte Demokratie wäre das „bessere“ politische System.

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ichliebeeuchdochalle 09.04.2019, 09:12
42.

Zitat von theodtiger
... Und dass, obwohl jeder Beobachter glasklar sehen kann, dass die EU mit dem UK ein ausgewogenes Austrittsabkommen ausgehandelt hat
Sie wissen aus den letzten 500 Brexit-Foren-Beiträgen von mir, daß wir auf der selben Seite der Themse stehen ... aber da muß selbst ich extrem schmunzeln.

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Ezechiel 09.04.2019, 09:12
43. Was die Biten wollen.

Ich habe mir gestern Plasberg und vorgestern Anne Will angesehen. Es wird immer gesagt und geschrieben, die Briten wüssten nicht was sie wollen. Was sie wollen wurde von Herrn Hands und Herrn Glees klar gesagt. Kosten- und Pflichtenfrei im Binnenmarkt bleiben. Wenn man das den Briten heute morgen um 10:00 anbieten würde, hätten wir spätestens um 12:00 die Zustimmung des Unterhauses mit einer überwältigenden Mehrheit. Die Fristverschiebung wird m.E. nur beantragt weil man glaubt, die EU doch noch weichkochen zu können. Die Hoffnung ist auch nicht unbegründet, weil die Bundeskanzlerin gebetsmühlenartig sagt, dass es auf keinen Fall einen harten Brexit geben darf. In Berlin glaubt man offensichtlich, das Nachgeben gegenüber GB bis nach der Europawahl verschieben zu müssen, damit das bei den Wahlen keinen Schaden anrichtet. Es könnte aber sein, dass dieser Schuss nach hinten losgeht.

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taglöhner 09.04.2019, 09:13
44. Nichts in den Mund legen

Zitat von matbhmx
"Denke" der Briten: Wir wollen im Markt bleiben, aber aus den politischen Institutionen raus! Heißt übersetzt: Wir wollen am EU-Markt teilnehmen, aber keine Pflichten eingehen. Reine Rosinenpickerei! Und es sind die deutschen Weichspüler, die schon wieder die Felle der eigenen Industrie wegschwimmen sehen, die lilalü den Briten Fristen ohne Ende gewähren wollen. Nochmals: Die Briten sollen gehen! Sie können jederzeit wiederkommen, dann aber ohne Pfund, als Mitglied des Schengen-Raums und ohne jede Money-back-Aktion. Die Briten träumen von ihrem Empire - das längst bedingungslos weg ist. Und genau das, genau das muss den Briten klar gemacht werden, damit sie zu Verstand kommen! Nur wenn die Briten begreifen, dass sie auf dieser Welt nicht gebraucht werden, dass die alten Empire-Zeiten vorbei sind, nur dann werden sie europafähig!
Stimmt doch gar nicht. Die Nichtwahrnehmung politischer Rechte reduziert doch keineswegs die Pflichten. Abgesehen von der Beteiligung an den Wahlen vielleicht, was man vertraglich vereinbaren kann. Corbyns Plan läuft ja de Facto nahezu auf das Gleiche hinaus.
Nur dass die Glees-Idee einen späteren Wiedereintritt unnötig macht.
Die Denke von Glees ist absolut ehrenwert und aus britischer Sicht exotisch, aber kreativ.

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uglyripper 09.04.2019, 09:16
45.

Zitat von wick.eurocon
Es zeigt sich immer wieder ,dass Die EU Politiker nur eines können sich zu Tode reden ohne jegliches Ziel zu erreichen.Wenn die Wirtschaft so funktionieren würde wären wir alle bankrott. Schluss mit diesem hin und her OHNE JEGLICHE RESULTATE. Die EU ist gleich eines Affenparlaments geworden.
Ach, herrlich, morgens aufstehen, einen Kaffee und erstmal einen netten Frustbeitrag in irgendein Forum absetzen.
Dass die EU mit dem aktuellen "Affentheater" um den Brexit herzlich wenig zu tun hat, im Gegenteil sogar angenehm klar und einmütig positioniert ist - geschenkt.

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theodtiger 09.04.2019, 09:17
46. demokratisch legitimierte Weiterentwicklung zur EU

Zitat von undog
Nein, sind sie nicht; denn die EWG bot Freihandel mit viel weniger politischen Zwängen / Kröten. Wir benötigen eine Rücknahme jener "Brüsseler Kröten", welche die nächsten Mitglieder zum Austritt motivieren.
Völlig irrig! Die Weiterentwicklung der EWG zur EU ist aus sehr guten Gründen in einer Vielzahl von demokratisch legitimierten Vertragsänderungen (jeweils mit Ratifizierungen in allen Parlamenten und teils auch Volksabstimmungen: insgesamt 5 Runden an der Zahl) erreicht worden. Die heutige EU entspricht einigermaßen den Erfordernissen in einer globalisierten Welt mit neuen Schwergewichten wie China und weniger wohlgesonnene USA. Unser deutsches und europäisches Wirtschafts- und Sozialmodell einschließlich unserer kulturellen Vielfalt bei gesunder Umwelt können wir nur mit und in der EU sichern. Eine Rückabwicklung wäre schlicht reaktionär - was auch in der Vergangenheit immer zum Scheitern verurteilt war.

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wie_immer_oder 09.04.2019, 09:22
47. Wenn ich es recht....

verstanden habe, liegt seit dem 29.3.19 alles in der der Hand der EU. GB darf sich was wünschen, mehr aber auch nicht. dies ist im Unterhaus noch nicht angekommen. Es scheint mir, als ob sie in einer Blase sitzen ohne oben und unten, rechts und links. Realitätsfremd

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ichliebeeuchdochalle 09.04.2019, 09:27
48.

Der aktuelle Lieblings-Brite der Deutschen, Mr. Glees, hat es auf den Punkt gebracht. Sie wollen politisch zu 100% raus und wirtschaftlich zu 100% drin sein. Ich brachte vor Wochen das Beispiel dafür: Rendite-Berechnung einer Geldanlage, die nicht nach einer Unbekannten aufgelöst werden kann und nur im Iterationsverfahren (Annäherung) gelöst werden kann. Die rastlosen unverbindlichen Abstimmungen im Parlament sind das politische Iterationsverfahren.

Das Problem ist klar: Die Briten halten sich für so wichtig, daß sie denken, sie könnten das durchsetzen. Nicht 80% (Beispiel) wie Kanada, Norwegen, Schweiz sondern nein, den Briten steht natürlich, obwohl dann außerhalb der EU stehend, 100% Teilhabe am Wirtschaftsteil der EU zu.

Wenn die Briten ein Referendum vorgelegt bekämen nicht mit einer Entweder-Oder-Frage sondern mit zwei Fragen:

Frage 1: Wollen Sie politisches Mitglied (ohne Wirtschaft) der EU sein ... Ja/Nein

und Frage 2: Wollen Sie reines Wirtschaftsmitglied in der EU sein ... Ja/Nein

würden die Wähler gar nicht so viel anders abstimmen als die Politiker im Unterhaus. Selbst den Schotten geht es ja nur um den Wirtschaftsvorteil durch die EU.

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lobro 09.04.2019, 09:33
49. Ungültige Wahlen

Zitat von janko01
Da die Brexiters eindeutig gelogen haben, haben einige/viele diesen Lügen geglaubt und für Brexit gestimmt, müssten die Wahlen als ungültig erklärt werden. So sollte eigentlich die Demokratie funktionieren. Auch das sieht man jetzt: Die Demokratie, gerade dann, wenn es ernst wird, funktioniert nicht richtig. Dann kommen zur Geltung eher persönliche Interessen als Gemeinwohl.
Dann müssten ja praktisch fast alle Wahlen für ungültig erklärt werden. Nirgends wird so viel gelogen, wie im Wahlkampf. (Keine Mehrwertsteuererhöhung, keine Autobahnmaut, keine Groko usw.)

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