Forum: Kultur
"Hart aber fair"-Talk: Hoffnung auf eine zweite Staffel "Brexit"
WDR/ Oliver Ziebe

Frank Plasberg fragte: "Sorry, liebe Briten: Wer nimmt euch jetzt noch ernst?" Seine Gäste suchten geschlossen nach einem gedeihlichen Ausweg aus der ernsten Lage - nur einer tanzte aus der Reihe.

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meteneptun 09.04.2019, 10:53
70.

Ich hatte bisher angenommen, dass solche irrsinnigen Schauspiele wie Brexit Demokratieneulingen wie der Türkei vorbehalten sind und Demokratieerfinder wie UK und Griechenland davon verschont sein müssten. Ich verfolge nun mit Erstaunen, was sich die UK für einen Irrsinn erlaubt, denke aber, dass wir ein Erbarmen für dieses sympathische Volk haben und warten sollten, bis es wieder zur Vernunft zurück findet..

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siryanow 09.04.2019, 11:00
71.

1.April 2020: das prittische Parlament hat die 7238zigste Vorlage zum Brexit abgelehnt.
Die Monty Python Truppe kann nicht mehr.
Fish & Chips sind nur noch in Cottbus zu bekommen.
Tea-time in the afternoon faellt mangels Tea und time auf unbestimmte Zeit aus.
Lieschen Winsor und die Iren sind längst in Cottbus auf Schloss Gripsholm-Frythmypythm. Inzwischen hat sie es sich anders ueberlegt und macht nun in Kiel-Nippes auf Tanz -Prinzessin.Juergen Klopp hat inzwischen ‘nen prittische Pass und pocht auf ein 27zigstes Referendum.

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alleverrücktgeworden 09.04.2019, 11:13
72. mittlerweile haben alle nur noch Brexit Migräne

die Initiatoren des brexit haben ihre kohle längst auf die Channel Inseln oder gleich nach Singapur bzw. British virgin Islands gebracht. keiner kann bislang die Vorteile eines greatbritain ohne die EU faktisch aufzeigen.
die Zeiten an denen sich GB und das einst starke Pfund an den amerikanischen Dollar koppelten sind lange vorbei. mir ist es ein absolutes Rätsel, warum diese ganze Energie, diese ganze zeit und vor allem das ganze geld das dieser aufstand der "sans dents" , der Rentnerabteilung Englands, kostet, nicht verwendet um die Europäische Union zu modernisieren, es für alle Länder und Bürger besser zu gestalten : aber das ist ja auch sinn und zweck der Übung gewesen. Europa zu schwächen, geopolitisch hat es perfekt funktioniert. Wer auch immer die einstigen Geldgeber und Auftraggeber waren die genau so ein Schlamassel wollten. hinzukommt aber leider auch, und da geht England mit der Schweiz Hand in Hand, ein Patriotismus und Nationalismus von vorvorgestern. Aber was bringt der Brexit England konkret ? Weder schürfen sie noch Smaragde in Indien, noch
haben sie eine Vormachtstellung in Afrika, und die Zeiten in denen Lawrence von Arabien durch die Wüste ritt sind auch lange vorbei. Walfang ist verboten, und Fuchs Pelz will auch keiner mehr tragen. Wie will England sich in Zukunft auf dem Weltmarkt etablieren ?!? sie haben doch schon jetzt Milliarden verloren, das Pfund hat bereits jetzt 30-40% seit Brexit eingebüsst. Wie will sich Schottland ohne EU Subventionen in der Landwirtschaft über Wasser halten ? Also man kann nur beten und hoffen, das England wie auch immer zu einem zweiten Referendum kommt, oder der Brexit abgesagt wird. Wenn man sich nicht einig wird, dann ist das eben so.

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Mikrator 09.04.2019, 11:17
73. Abkühlphase bis nach den Wahlen

1. Im Moment sind alle Beteiligten erschöpft und die EU hat jetzt turnusmässig Wahlkampf. Es gilt mit den neuen Abgeordneten aus Schweden, Finnland , Italien und Deutschland die wahrscheinlich neuen Mehrheitsverhältnisse zu konsolidieren.
2. Das Vereinigte Königreich muss sich erst einmal vereinigen, oder neue Koaltionen ausserhalb der beiden Traditionsparteien schliessen. Vorher aber Exit as soon as possible.
3. Meine Position ist bewusst anders als die Meisten in den Foren , ich will bedingte Rosinenpickerei nach Regeln der EU für beide Vertragspartner. Canada Plus auf Gegenseitigkeit. Die EU wird selbstverständlich ebenfalls Bedingungen stellen bezügl. begrenzter Personenfreizügigkeit und Grenzkontrollen für bestimmte Produkte. Geben und Nehmen. Ausserdem kann man wie bei Canada auch eine Schlichtungskammer mit 7 Personen installieren ausserhalb des EuGH.
Damit wäre für GB in einer möglichen Handelsuniom, nicht gemeinsamem Markt, mehr Einfluß gegeben als für die Türkei oder Norwegen.
Warum will ich dass ? Weil Europa vielschichtiger ist als die EU im Lissabon Vertrag. Und nicht nur die Starken wie Deutschland und Frankreich sich unsolidarisch benehmen dürfen, sondern nur die etwas dafür zahlen oder abgeben im Austausch. Dies gilt auch für Ungarn und Dänemark. Die EU soll sich ebenfalls "locker machen".
3. Ich bin aber wirtschaftsfreundlich und denke an Arbeitsplätze und strategisch gegen USA und China. Da muss man Prioritäten setzen . GB ist wichtiger als die Slowakei oder Portugal. Wenn der Preis stimmt und beiden weiterhilft. Wenn man sich nicht einigen konnte, schade, aber dann können die Britten versuchen wieder über die Wellen zu bestimmen ( Britannia rules the waves ) , aber nicht den Takt der EU der Zukunft..

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eggshen 09.04.2019, 11:18
74. Sie...

Zitat von wick.eurocon
Es zeigt sich immer wieder ,dass Die EU Politiker nur eines können sich zu Tode reden ohne jegliches Ziel zu erreichen.Wenn die Wirtschaft so funktionieren würde wären wir alle bankrott. Schluss mit diesem hin und her OHNE JEGLICHE RESULTATE. Die EU ist gleich eines Affenparlaments geworden.
verwechseln da gerade etwas. EU, UK,...ich weiß, da kommt man irgendwann durcheinander. Aber ich stimme Ihnen zu - der aktuelle Zustand des britischen Parlaments (=UK) ist schon bedenklich.
Das meinten Sie doch jetzt, oder?

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MioMioMimi 09.04.2019, 11:20
75.

Ich kann Nikolaus Doll nur zustimmen. Die Briten werden keine überzeugten Europäer und müssen mit ihrem "allen überlegen Empire" mal so richtig auf die Nase fallen.

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taglöhner 09.04.2019, 11:20
76.

Zitat von karlo1952
mehr gewollt, als der EWG beizutreten. Zu allen weiteren Entwicklungen, bis hin zur EU sind sie gezwungen, bzw. mit Zugeständnissen gedrängt worden. Das war von Anfang an falsch. Europa täte es gut, wenn wir wieder zur EWG zurückkehren würden. Alles andere wollen die Bürger mit ihrem nationalistischen Denken nicht.
Geben Sie mal eine Quelle für Ihre Behauptungen.

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alleverrücktgeworden 09.04.2019, 11:22
77.

Zitat von cobaea
Cameron hatte im Vorfeld des Referendums versprochen, die Regierung werde das Ergebnis auf jeden Fall anerkennen und umsetzen. Es anschliessend als "April, April! War nicht so gemeint und ist nicht bindend" zu erklären, wäre nicht nur politischer Selbstmord gewesen, sondern müsste auch allen die Haare zu Berg stehen lassen, die sonst immer reklamieren, "die da oben machen sowieso, was sie wollen". Man könnte natürlich ein weiteres Referendum durchführen. Undemokratisch wäre das nicht. Ob es eine gute Idee wäre, ist eine andere Frage. Man sollte in die Überlegungen einbeziehen, dass vor einem solchen Referendum ein Abstimmungskampf stattfindet. Und der wäre weitaus erbitterter als 2016 - und würde von beiden Seiten dieses Mal mit den gleichen Mitteln (wenn auch vielleicht nicht mit den gleichen Sprüchen) geführt. Die gesellschaftliche Spaltung wäre anschliessend kaum mehr zu reparieren - egal, wie das Ergebnis wäre. Bei einer Bestätigung des ersten Ergebnisses, wären die Remainer auf Jahre völlig marginalisiert und der Brexit wäre trotzdem noch nicht vollzogen. Bei einem zur ersten Abstimmung konträren Ergebnis, wären die Leaver stinksauer und fühlten sich absolut betrogen. Ukip und Konsorten erhielten massenhaften Zulauf. Da das Mehrheitswahlsystem zudem Koalitionen und Kompromisse nicht begünstigt, würden die Leaver die innenpolitische Lage und die Situation des UK in der EU massiv beherrschen.
Was heisst denn Politischer Selbstmord ? Ist doch völlig egal ob der eine oder andere dusselige Politiker über die Klippe sinnbildlich geht. Es geht um England, es geht um Schottland, es geht um Irland, es geht um die EU. Es geht um Millionen von Menschen, die ordentlich leben wollen und sollen.
Wissen Sie, Sie reden Hier über einen "Prime Minister" der einst und wieder Stockbroker war und ist, seine Millionen in offshore accounts gemacht hat. Und genau da heute weitere Millionen scheffelt.
Und ob May oder Corbyn anfangen für Unicef zu arbeiten, oder in den Highland Whiskey zu brauen . Who cares ?

In October 2010, David Cameron inherited £300,000 from his father's estate. Ian Cameron, who had worked as a stockbroker in the City of London, used multimillion-pound investment funds based in offshore tax havens, such as Jersey, Panama City, and Geneva, to increase the family wealth. In 1982, Ian Cameron created the Panamanian Blairmore Holdings, an offshore investment fund, valued at about $20 million in 1988, "not liable to taxation on its income or capital gains", which used bearer shares until 2006.

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Mike Macke 09.04.2019, 11:24
78. Die mir fehlende Alternative:

Aus meiner Sicht wäre die sauberste Lösung diese: GB sollte am 12.3.19 raus aus der EU, und könnte am 13.3 mit EU-Beitrittsverhandlungen beginnen. Es ist ja nicht so, dass wesentliche Bedenken (Menschenrechtsverletzungen wie in der Türkei oder Haushaltsprobleme wie in Griechenland) einen Neueintritt verunmöglichen würden. Während der Verhandlungen könnte der bisherige "Briten-Rabatt" fallen, eventuell könnten auch weitere Änderungen für GB herausspringen, z.B. die Aufnahme in den Euro bei Wiedereintritt. Wenn ein Ergebnis der Beitrittsverhandlungen z.B. in drei Jahren vorliegt, kann das nächste Referendum folgen - die meisten Briten wissen dann vielleicht, was sie nach dem Brexit nicht so toll fanden, aber auch Dinge, die sie vielleicht schätzen lernten, wenn sie plötzlich fehlen. Besser als eine "Unendliche Geschichte" wäre das allemal.

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alleverrücktgeworden 09.04.2019, 11:26
79. David Cameron........

In October 2010, David Cameron inherited £300,000 from his father's estate. Ian Cameron, who had worked as a stockbroker in the City of London, used multimillion-pound investment funds based in offshore tax havens, such as Jersey, Panama City, and Geneva, to increase the family wealth. In 1982, Ian Cameron created the Panamanian Blairmore Holdings, an offshore investment fund, valued at about $20 million in 1988, "not liable to taxation on its income or capital gains", which used bearer shares until 2006.

Aus dem Guardian im Januar 2019:
“I wonder what David Cameron is doing today,” tweeted Anneka Rice on Tuesday. “Cotswold pub lunch? Golf?” The TV and radio presenter is not principally known for her political comment, but it was clear, more than 30,000 likes and 5,000 retweets later, that she had captured something of the public mood. As his successor as prime minister endured an unprecedented drubbing in parliament with the rejection of her deal with the EU, where was the man who had set the Brexit boulder careering downhill in the first place?
The answer came the following morning, when Cameron, wearing shorts and warmly tanned from a recent family holiday at a £1,728-a-night resort in Costa Rica, was stopped by reporters on the doorstep of his Notting Hill home.

His principal pastime, in the 16 months since, has been to work on his £800,000 memoirs, as yet untitled and reportedly already topping more than 400,000 words, having purchased a £25,000 designer shed last year in which to put down his thoughts. (He has since bought another one, and a holiday house – to add to his London and Cotswolds homes – in Cornwall.)

Last month it was confirmed that the parliamentary authorities had cleared Cameron to lead a new £750m UK-China investment fund, whose backers include Lord Chadlington, a Tory peer and close friend of the former PM.


Na dann ist doch alles klar.......

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