Forum: Kultur
"Hart aber fair"-Talk über rechten Terror: Es war ein Trauerspiel
WDR/Dirk Borm

Frank Plasberg scheitert auf beispielhafte Weise daran, irgendeine Verbindung zwischen rechtem Terror und der AfD herzustellen. Weich und fair ist einem wie Uwe Junge nicht beizukommen.

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Joachim Kr. 02.07.2019, 10:00
10. Dann muss man diese Thematik wiederholen

Herr Plasberg und seine Redaktion hatten die Sendung wohl nicht ausreichend vorbereitet.
Die Gästeauswahl war vielleicht zu wenig konfrontativ und es gab keinen, der eingehakt hat, außer dem (sehr treffenden) Satz, dass Hass in der AfD nicht vorkomme, sondern Geschäftsgrundlage sei.
Nochmal ansetzen.

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wizzard74 02.07.2019, 10:03
11.

Zitat von peter-mich.schmidt
Mit meinem demokratischen Selbstverständnis ist das nicht in Einklang zu bringen.
Das ist der entscheidende Satz im Post. Sie schmeißen so viele Dinge unreflektiert durcheinander, dass jeglicher Sinn verloren geht.
Was sie mit "demokratischem Selbstverständnis" eigentlich meinen, ist, dass ihr persönliche Meinung doch bitteschön obsiegen solle.
Wenn nun die Diskutanden nicht in der Lage sind, Lügen als solche zu enttarnen und unliebsame Haltungen als solche klar zu definieren und zu benennen, dann hat das mit einem Mangel an Demokratie nichts zu tun.
Schlechten Ideen muss man mit klar formulierten besseren Ideen begegnen, Unwahrheiten muss man durch Logik und Fakten auseinandernehmen. Wer das nicht kann, verliert eine Diskussion.

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friedrich_eckard 02.07.2019, 10:11
12.

Vielleicht spricht sich bei den öffentlich-rechtlichen... allmählich einmal herum, dass Vertreter der Krrrräfte derrr nationalen Errrneuerrrung in solchen Sendungen schlicht nichts zu suchen haben. Wenn einer aus deren Reihen vor irgendeinem Parlament spricht dürfen Übertragungen allerdings nicht unterbrochen werden, das fällt dann tatsächlich unter Informationspflicht - damit hat es sich dann aber auch zu haben. Die Vertreter dieser Truppe haben nichts zu sagen, was öffentliches Interesse zu beanspruchen hätte, und ihre Wählerschaft mag sich, was sie hören und lesen will, anderswo besorgen - die entsprechenden Medien gibt es ja. Wir Zivilisierten aber wollen das nicht wissen!

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Europa-Realist 02.07.2019, 10:11
13. Fairness?

Man kann Plasberg und dessen Redaktion in keiner Weise den Vorwurf machen, der AfD und Herrn Junge in den Arsch gekrochen zu sein. Es ist die Aufgabe von Journalisten sachlich und möglichst objektiv aufzuklären und dabei nicht voreingenommen oder parteiisch zu agieren. Genau daran hat sich Herr Plasberg gehalten. Dass dem ein oder anderen das Ergebnis dieser Befragung nicht passt, ist ebenfalls legitim und unterliegt der Bewertung jedes einzelnen.
Wenn ich in Erinnerung rufe, wie ein Herr Lanz oder ein Herr Friedmann mit eher harmlosen und demokratisch gefestigten Personen wie z.B. einem Herrn Prof. Dr. Lucke in „Diskussionen“ umgegangen sind, frage ich mich schon, wohin unsere Diskussionskultur abgedriftet ist.
Die AfD und deren extremen Kreise bekämpft man nicht durch Vorverurteilungen, sondern nur durch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit deren Ansichten. In einigen Fällen wird man sich dann auch zugestehen müssen, dass die AfD auch Sorgen der (ost-)deutschen Bevölkerung anspricht. An diesen Wuzeln muss man ansetzen. Ein Plasberg-Bashing ist der falsche Weg.

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sternfeldthommy 02.07.2019, 10:12
14. ich habe eine andere Sendung gesehen Herr Arno

Nämlich eine, in der Herr Plasberg, so wie fast immer, einen hervorragenden Job gemacht hat, in dem er konsequente Fragen gestellt hat und sich nicht mit Wischi Waschi Antworten zufrieden stellen liess…
Der Herr Junge kam ganz schlecht weg gestern abend, da bin ich mir ganz sicher, das dies die allermeisten Zuschauer genau so gesehen haben. (außer natürlich die Rechtspopulisten) Mir fällt aber was ganz anderes auf: Bei SPON habe ich noch KEINE EINZIGE positive Kritik über unsere politischen Talksendungen wie Hart aber fair, Maischberger, Lanz, Will usw.seitens der Autoren gelesen. Für jede Sendung gibt es ganz GRUNDSÄTZLICH immer nur einen Verriß. Und das ist einfach nur noch lächerlich und extrem unglaubwürdig

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GeMe 02.07.2019, 10:15
15. Ich verfolge das was von der AfD im Internet

verbeitet wird schon lange. So auch die Tweets von Herrn Junge.
Ganz offensichtlich sind weder Journalisten, noch Politiker anderer Parteien und schon gar nicht der Verfassungsschutz willens oder in der Lage sich mit der AfD und deren rechtsextremistischen, fremden-, frauen-, islam-, juden- und homosexuellefeindlichen Inhalten zu beschäftigen. Gewalt wird in der AfD nur dann verurteilt, wenn sie AfDler trifft. Gegen anders denkende wird Gewalt nur oberflächlich verurteilt. Schaut man tiefer in die AfD, ist das Gegenteil der Fall.
Dass man dieser Partei und ihren Vertretern auch noch eine solche Bühne zur Selbstdarstellung und Relativierung bietet, ist kaum zu fassen.
Aber was soll man machen, wenn in einem Staat das Rechte Auge zugekniffen wird?
Heute abend werden ich mir erstmal die Jubelgesänge der AfD-Anhänger zum Auftritt von Herrn Junge bei Facebook ansehen.
Kritisieren kann man diese ja nicht, denn die AfD sperrt alle Kritiker auf ihren Seiten.

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dasfred 02.07.2019, 10:17
16. Meinen Dank an Arno Frank

Ich hatte heute Nacht gerade die ersten zehn Minuten der Aufzeichnung gesehen, als die Rezension von Herrn Frank erschien. Er hat ein Talent, Talkshows wirklich sehr gut zusammenzufassen, darum habe ich verzichtet, mir den Rest des Elends auch noch reinzuziehen. Die Opferrolle, die die AfD sich dauernd zuordnet, hat nichts mit ihren Rechtsextremen, die im Hintergrund die Partei leiten, zu tun. Die NPD konnte man in den Medien noch klein halten. Bei der AfD scheint mir mittlerweile Quote vor Inhalt zu gehen. Wenn Plasberg glaubt, er kann einen AfD Politiker vorführen, dann hat er jetzt gezeigt, er kann es nicht.

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D. Brock 02.07.2019, 10:18
17. Hallo ...

Zitat von binibona
Lieber SPON erwarten Sie jetzt in diesem Forum? Aufeinander einprügelnde Fronten, durchsetzt von rechten Trollen, die wie immer relativieren und sich selbst als Opfer darstellen? Ja, genau das wird passieren und dann sind sie auch nicht besser als die Talkdudelei die grade als zu weich umschrieben wurde.
... das wird passieren. Den rechten Trollen kann man aber klar machen - nein, sorry, das war ein Scherz, denen kann man nichts klar machen - man kann jedoch der Öffentlichkeit, die diese Beiträge liest, verdeutlichen um was es geht:
Es geht bei DIESEM Thema nicht direkt um rechtes Gedankengut, es geht NICHT um Relativierungen und Verharmlosung, es geht um die Kritik an der Gestattung der Möglichkeit durch die ARD!
Dass dies auch hier wieder passieren wird, steht fest. Den Trollen kann man jedoch zurufen, dass sie das Thema verfehlt haben, ... sollen sich - Achtung Wortspiel - woandershin trollen.

Es geht darum, dass die ARD es nicht schafft diese Methodik aufzudecken und noch nicht einmal ihr eigenes Thema gegen AfD-Relativierer durchzusetzen, womit sie einerseits der AfD wieder mal die Opferrolle gestattet und andererseits dabei hilft rechtsextremes Gedankengut als normal erscheinen zu lassen.
DAS ist das Thema!

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themistokles 02.07.2019, 10:18
18.

Junge als Gegner Höckes und eher "im linken Spektrum" der AfD? Weiß der Autor eigentlich, was er da schreibt? Hat er denn wenigstens mal nach Herrn Junge gegooglet? Der Stabsoffizier der Bundeswehr ist ein Vertreter der strammen rechtsaußen- Fraktion und scheut sich auch nicht, mit anderen rechtsradikalen Vertretern Seite an Seite zu marschieren:

https://www.wz.de/imgs/39/3/7/4/4/7/2/7/5/tok_5cef9e6cfd1e97cd932d561d08f49b38/w1200_h630_x1500_y806_a2f41305d44aab55.jpg

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upalatus 02.07.2019, 10:20
19. Um Kopf und Kragen geredet

Plasberg hat Junge reden lassen und hat damit dessen Gedankenwelt für alle klar vernehmbar hörbar gemacht. Ohne den Redner durch scharfe Gegenrede in die afd-geliebte unverstandene Opferrolle kommen zu lassen.

afd-Parteikollegen und Fans dürften hoch erfreut gewesen sein ob der blaunen Redezeit und dem dargestellten Inhalt. Dieser wurde von einem sogar Gemäßigten, einem angeblichen Widerpart zu Höcke, gefüllt.

Es war klar beim Zuhören zu erkennen, dass selbst der gemäßigte Flügel der afd einen Mord am politischen Gegner abwiegeln möchte.

Die dabei angewandte rethorische Gefeiltheit = Vernebelung mag bei manch Denkmüden/verweigerer und artverwandten Fans gut angekommen sein. Für einen hörenkönnenden Zuschauer wars ein Offenbarungseid der afd.

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