Forum: Kultur
"Hart aber fair" zu Armut und Reichtum: "Nein, nein, nein. Faktencheck!"
WDR/Oliver Ziebe

Bei "Hart aber fair" ging es um Mieten als soziale Frage - und die Sendung lief ab wie ein Wettrennen. Hubertus Heil warb für einen europäischen Mindestlohn. Und Oskar Lafontaine gab den Märchenexperten des Abends.

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75er 07.05.2019, 09:31
40. Mindestlöhner...

Zitat von hegoat
@ schlaubischlumpf: Ihr Name scheint Programm zu sein, denn so einen Quatsch habe ich selten gelesen. Was hat ein Mindestlöhner von 1% Zinsen? Er könnte sich nicht einmal Eigentum leisten, wenn er 1% Zinsen rauskriegen würde. Oder er verschuldet sich bis an sein Lebensende, falls er überhaupt eine Bank findet, die ihm den Eigentumskauf finanziert. Mann, mann, manche Leute leben echt in ihrer Filterblase.
… hätten dann vielleicht etwas mehr in ihre Ausbildung investieren sollen, dann wären sie keine Mindestlöhner.

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n.wemhoener 07.05.2019, 09:39
41.

Zitat von schlaubischlumpf
Jeder in Deutschland hat und hatte in den letzten Jahren die Möglichkeit Immobilien zu kaufen. Die Zins lag teilweise unter einem Prozent. Jeder Arbeitnehmer wäre in der Lage gewesen sich einen Kredit zu nehmen. Auch hätte nun jedermann von den Preisanstiegen profitieren können. Aber getraut haben sich die wenigsten. Nun ist das Gejammer groß, dass immer nur die Gleichen Geld verdienen würden. Geld zu verdienen mit Investitionen bedeutet zu aller Erst immer Risiko! Hier wird aber nur der Erfolg gesehen. Und zum zitieren Wohnungsbau möchte ich gerne sagen, für all diejenigen die seit Jahren kein Einkommen generieren stehen ums Osten des Landes viele Wohnungen frei. Und übrigens, beschweren sie sich nicht bei den Eigentümern, sondern bei denjenigen, welche für die niedrigen Zinsen und die hohe Zuwanderung verantwortlich waren, da dies wissenschaftlich nachweislich die Preise in die Höhe trieben.
Ja, schon klar. Jeder kann Millionär werden, nur nicht alle.
Sie haben offenbar die Sendung gar nicht gesehen.
Denn dort wurde erwähnt, dass z.B. Leute mit einem befristeten Arbeitsplatz keinen Kredit für eine Immobilie bekommen.

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demokrat2 07.05.2019, 09:40
42. FDP-Wirtschaftsfreund Lambsdorff ......

...... gab hilfreiche Anregungen für den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses. Das sei die beste Vorsorge für Altersarmut. Immonilienmakler Gröner machte aber deutlich, woher die Moneten beim Wohnungsbau weiter kommen sollten: von den privaten Investoren. Ein Mietstopp würde nur dazuz führen, dass diese Privaten Finanziers nicht so viel investieren würden, wenn ein Mietstopp drohe. Dass der Staat junge Familien auch mit finanziellen Hilfen für den Kauf von Wohnraum animieren könnte, das gefiel ihm weniger. Das Bauen sollte in den Händen von Leuten bleiben, die investieren wollten. Die etwas abschätzige Bezeichnung "Märchenerzähler"für Lafontaine ist gut verpackt. Obwohl jeder der Denken kann, seinen Ausführungen zustimmen mußte. Die "Werktätigen", das heißt die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, müssten ja berogen worden sein, sonst hätten Frau Klatten und Herr Quandt nicht das Milliardenvermögen. Das brachte den "Graf" auf die Palme, der dann seine Idee vom "Kaufen" offerierte. Obwohl er weiß, dass das die Löhne und Gehälter nicht hergeben. Es reicht ja manchmal nicht zum Leben.

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quidquidagis1 07.05.2019, 09:44
43. Haben Sie schon mal eine..

Zitat von schlaubischlumpf
Jeder in Deutschland hat und hatte in den letzten Jahren die Möglichkeit Immobilien zu kaufen. Die Zins lag teilweise unter einem Prozent. Jeder Arbeitnehmer wäre in der Lage gewesen sich einen Kredit zu nehmen. Auch hätte nun jedermann von den Preisanstiegen profitieren können. Aber getraut haben sich die wenigsten. Nun ist das Gejammer groß, dass immer nur die Gleichen Geld verdienen würden. Geld zu verdienen mit Investitionen bedeutet zu aller Erst immer Risiko! Hier wird aber nur der Erfolg gesehen. Und zum zitieren Wohnungsbau möchte ich gerne sagen, für all diejenigen die seit Jahren kein Einkommen generieren stehen ums Osten des Landes viele Wohnungen frei. Und übrigens, beschweren sie sich nicht bei den Eigentümern, sondern bei denjenigen, welche für die niedrigen Zinsen und die hohe Zuwanderung verantwortlich waren, da dies wissenschaftlich nachweislich die Preise in die Höhe trieben.
..Bank von innen gesehen?Der Zinssatz hängt immer noch von der Bonität des Kreditnehmers ab.Ich befürchte,da wären Millionen Kreditanträge gar nicht erst bearbeitet worden!

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quidquidagis1 07.05.2019, 09:45
44. und die Filterblase wurde uns..

Zitat von hegoat
@ schlaubischlumpf: Ihr Name scheint Programm zu sein, denn so einen Quatsch habe ich selten gelesen. Was hat ein Mindestlöhner von 1% Zinsen? Er könnte sich nicht einmal Eigentum leisten, wenn er 1% Zinsen rauskriegen würde. Oder er verschuldet sich bis an sein Lebensende, falls er überhaupt eine Bank findet, die ihm den Eigentumskauf finanziert. Mann, mann, manche Leute leben echt in ihrer Filterblase.
..ja eingeredet"Ein Land ,in dem wir gut und gerne leben"!

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licht_und_schatten 07.05.2019, 09:50
45.

Es ist schon klar, dass die Nachfrage nach Wohnungen in Großstädten schon immer sehr hoch war. Allerdings sollte man sich die Frage stellen, wieso sich die Situation so extrem zugespitzt hat.
Seit 2015 sind über 2 Mio. Menschen in Deutschland aufgenommen worden. Jedes Jahr kommen ca. 200.000 hinzu. Dass dadurch die Nachfrage nach Wohnraum immer weiter steigt, ist absolut normal.
Bevor man also das System in Frage stellt, sollte man zuerst die Ursachen beleuchten.

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labuday 07.05.2019, 09:50
46. was genau meinen Sie mit Hälfte des Einkommens für Miete ?

Zitat von hegoat
Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Wer mehr als die Hälfte seines Einkommens für Wohnen ausgibt, ist arm. Die Grenze wird in der Regel bei einem Drittel angesetzt. Zu Lambsdorffs Marie-Antoinette-Spruch fällt einem gar nichts mehr ein. Aber wirtschaftspolitisch steuern wir eh ja wieder auf das Mittelalter zu - die Feudalherren besitzen alles, Land, Wohnraum, Arbeitsplätze; die Bevölkerung muss in deren Unternehmen arbeiten um deren Wohnungen zu mieten. Wie krank ist das? Und zur Arbeit geht's mit dem Auto, dass aber eigentlich der VW-Bank gehört.
Brutto oder netto ?
Die Nettomiete - das ist die, die der Vermieter/Eigentümer berechnet und erhält - das ist nicht ganz - aber fast - die Hälfte der Brutto-(Warm-) Miete.
Die andere Hälfte verursachen die Müllabfuhr, die Straßenreinigung, die Abfallentsorgung, Hausstrom und Hauswasser, Heizkosten, Versicherung, Abwasser, Winterabgaben, Grundsteuer - also Sachen, für die ein Vermieter NICHTS kann, sondern sogar zwangsweise im Auftrag des Staates den Mietern abknöpfen muß (sonst wird er selbst zwangsversteigert).
Also WARUM geht es eigentlich gegen den Vermieter und nicht gegen den Staat, der das >Bauen und Vermieten durch immer weitere Auflagen verteuert.,
Wieso soll der Vermieter/Eigentümer eigentlich enteignet werden und nicht der Staat ?
Ungestraft und mit reiner Weste erhöht der Staat/das Land(die Kommune die Grundsteuern (die letztlich ein Mieter zahlen muß) in NRW z.b. innerhalb von 3 Jahren (zur Zeit der Roten Socken) um 100 %. Wieso ist das eigentlich nicht Ziel vion Enteignungen?
Genauso dresit erhöhen Kommunen die Wassergbühren, die Abfallgebühren, die Straßenreinigung, die Abfallgebühren JEDES Jahr - ohne Nachweis einer Wirtschaftlichkeit. Dito immer mehr Zusatzsteuern auf Strom, der diesen dann natürlich auch nicht günstiger macht.
Die Enteignungsforderung geht total am Ziel vorbei - geht gegen den Staat auf die Straße - da trefft ihr immer die Richtigen.

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karlo1952 07.05.2019, 09:55
47. @ 41. n.wemhoener - Ja, jeder kann Millionär werden.

Das ist bis heute noch " the American dream". Und das glauben dort auch noch die meisten, obwohl es denen teilweise noch schlechter geht als bei uns. Also immer weiterträumen und daran glauben und arbeiten. Aber auch dort haben Leute im Niedriglohnbereich keine Chance, und daran wird sich auch nie etwas ändern, auch bei uns nicht. Da hilft nur träumen.

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Sonia 07.05.2019, 09:59
48. Ich sehe einiges anders

Wann gab es Zeiten, dass der Bürger darauf bestehen konnte, an einem bestimmten Ort zu wohnen? Schon meine Großeltern pendelten weite Wege, um zur Arbeit zu kommen. Wohnungen dort, wo die Arbeit war, konnten sie nicht bezahlen, wie viele ihrer Kollegen auch nicht. Wer sich einigermaßen über das Leben in den USA auskennt, dem ist bekannt, dass dort ganz andere Wege zurückgelegt werden, um zur Arbeit zu kommen. Hier wird gejammert, geklagt, die Politik soll dafür sorgen, dass ich aus dem Bett praktisch gleich nebenan arbeiten kann. In allen Hauptstädten der Welt ist Wohnen im Innenstadtbereich für normale Einkommensbürger selten möglich - es sei denn, man schraubt seine eigenen Ansprüche herunter. Heute ist es doch schon unzumutbar, wenn 2 Kinder sich ein Zimmer teilen sollen, an Küchen werden Ansprüche gestellt, als habe man eine Familie mit 10 Kindern zu versorgen. Vielleicht gibt es einmal einen Artikel dazu, was die Miete im Innenstadtbereich von Hamburg oder München 1980 kosteten - z.B. 2 Zimmer, 60 qm, und, was zu dieser Zeit das Einkommen eines kinderlosen Ehepaars - er vielleicht Elektriker, sie Verkäuferin, war. Ich erlebe Studenten, die es für unzumutbar halten, in WGs zu leben, da wird das eigene Appartement gebraucht. Und eine Stunde bis zur Uni, geht gar nicht, dagegen geht man auf die Straße. In meinem Umfeld wird gependelt, tgl. insgesamt 3 Stunden und, niemand jammert, höchstens, weil die öffentlichen Verkehrsmittel in einem saumäßigen Zustand sind. Rein in die Stadt und sich freuen, abends raus ins Grüne, Kinder im Garten toben sehen, diese plötzliche Ruhe genießen. Jeder mag nach seinen Ansichten leben, aber dass das möglich ist, kann nicht Aufgabe des Staates sein. Er hat sozialen Wohnraum zu schaffen für menschenwürdiges Leben, aber nicht für jeden mit dem Ausblick, den der sich wünscht.

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dislozierter 07.05.2019, 10:00
49. Alle reden über die steigende Spaltung,

aber Lambsdorf empfiehlt eiskalt den Menschen die ein bisschen Geld haben, in die Armut anderer, also steigende Mieten, zu investieren. Lafontaine anscheinend zu alt um darauf zu reagieren. Bei Heil fragt man sich, ob er nicht doch zur CDU gehört. Der Rest nickt sogar zustimmend. Naja, Kevin Kühnert kann nicht überall dabei sein.

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