Forum: Kultur
"Hart aber fair" zu Terrorismus: "Ich will Angst haben und zu Hause bleiben dürfen"
WDR/ Oliver Ziebe

Gibt es angesichts der Terroranschläge schon eine Bürgerpflicht zum Mut? Das wollte Frank Plasberg wissen, seine Gäste gaben eine eindeutige Antwort. Immer wieder kam die Rede auf ein anderes Gefühl - Angst.

Seite 9 von 26
carlitom 20.06.2017, 09:25
80.

Oh, wie großartig. Die Journalistin "darf" jetzt also Angst haben. Und was findet sie daran so toll, dass sie auf diesem "Recht" demonstrativ bestehen muss?

Angst ist immer negativ und hat gar keinen Nutzen außer Destruktion.
Sorge mag berechtig sein und Vorsicht sicher auch. Natürlich suche ich nicht das Risiko und wäge auch mal ab. Aber was an Angst so verkämpfenswert sein soll, leuchtet nicht ein.

Wenn sie das auch ihren Kindern vermittelt, wundert es mich nicht, dass überall nur noch Angsthasen rumlaufen. Es ist übrigens ein bekanntes Phänomen, dass Änste in den wenigsten Fällen im Menschen selbst angelegt sind. Die meisten, allermeisten Ängste werden angezüchtet, also durch elterliches Vorbild oder die Umgebung anerzogen. Und das ist nie was Gutes, denn Angst lähmt, aber hilft nicht. Sie macht handlungsunfähig und verhindert klare, vernünftige Entscheidungen.

Beitrag melden
olli0816 20.06.2017, 09:26
81. Ich finde solche Diskussionen ermüdend

Was soll denn der Erkenntnisgewinn sein? Es wird doch nur unsere Ohnmacht ausgedrückt, weil wir nichts anderes tun können, als diese Idioten nach verübten Anschlag zu töten. Auch eine Direktive, wie man über solche Sachen denken soll, finde ich vollkommen überflüssig. Manche haben Angst, manche wollen simpel keinen Kontakt mehr zu Moslems und auch keine Flüchtlinge mehr und andere wie dieser Engländer werden aggressiv und verüben Anschläge ggü. Moslems.

Das Hauptproblem ist, dass religiöse Menschen (nicht nur Moslems) für die Gesellschaft schon immer über Gebühr anstrengend sind/waren. Wenn sie sich radikalisieren, dann gibt es keine Lösungen mehr. Das ist genau das, womit wir mit einigen Moslems konfontiert sind. Machen kann man nicht viel, außer sie nach verübter Tat aus dem Verkehr ziehen, was jetzt schon geschieht. Man kann natürlich auch preventiv vorgehen und die aufälligen Leute inhaftieren. Aber hatten wir das nicht schon mal? Wo will man die Grenze ziehen? Eine unbeantwortbare Frage, weil zu viel Strenge bringt nichts und genau das Gegenteil auch nicht. Also muß jeder selber schauen, wie er mit seinen Ängsten/Aggressionen klar kommt. Staatserziehendes Fernsehen wirds aber nicht richten. Von daher schaue ich mir so einen Müll nicht an.

Beitrag melden
funxxsta 20.06.2017, 09:27
82. Vieln Dank für den Einwand, werter Gandalf

Zitat von gandalf446
Das ist falsch! Der Einsatz von Pfefferspray ist in Notwehrsituationen erlaubt. Allerdings ist der Einsatz von Pfefferspray streng geregelt und auch nur in Notsituationen erlaubt, in denen Leben oder Gesundheit der einsetzenden Person in Gefahr ist.
Eine eher unklare Gesetzeslage diesbezgl.
Siehe http://wp.drschmitz.de/taetigkeitsfelder/waffenrecht/waffenstrafrecht/pfefferspray/
Der Einsatz von Pfefferspray erfüllt den Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung nach § 224 StGB.
Aber geschenkt....wer glaubt mit Pfefferspray in der Tasche sicherer zu sein, ist wohl generell eher seinen Emotionen als seiner Ratio verhaftet. Verhaftet...grins

Beitrag melden
wahrsager26 20.06.2017, 09:28
83. An thrust. 26. Nr72

Nein, das ganze Volk muss nicht auf die Couch .Es muss nur das getan werden was nötig ist , nämlich bei Zeiten wegzusperren.Aber uns geht es zumindest in der Politik mehr darum von irgendwelchen Freiheiten zu sprechen und sich zu beweihräuchern.Die Freiheit ist zu Ende , wenn man das Radieschen von unten besehen muss.Zu allen Zeitgenossen , die gerne Terroropfer mit übrigen Unfällen vergleichen , sei folgendes gesagt:Heimtücke ist schlimmer als ein Unfall aus einer Verkettung von unglücklichen Unständen.Leider erschließt sich das nur selten und Statistiken üben scheinbar eine große Anziehungskraft aus-erscheinen mit aber untauglich zu sein! Danke

Beitrag melden
newest_2 20.06.2017, 09:28
84. Keine Bürgerpflicht..

Aber für jeden , der/die etwas Ehre im Leib hat, sollte es selbstverständlich sein, sich nicht einschüchtern zu lassen und Haltung zu zeigen! Wieso sind "Haltung" und "Mit" eigentlich keine Tugenden mehr?! Ein Land ist schließlich kein Walldorf-Kindergarten! Und Haltung kann man übrigens auch von den Muslimen bei uns verlangen! Zu sagen, der Terror habe nichts mit dem Islam zu tun, ist wie zu behaupten, die Inquisition hätte nichts mit der katholischen Kirche zu tun gehabt!!

Beitrag melden
carlitom 20.06.2017, 09:28
85.

Zitat von stefan.p1
Wenn der Staat nicht mehr für die Sicherheit seiner Bürger sorgt , spricht man von Staatsversagen. Und das hat uns Merkel mit Ihrer Politik der offenen Grenzen und den damit unkontrollierten Zuzug von moslemischen Flüchtlingen eingebrockt. Den nächsten Schritt der Eskalalation wurde uns gerade in London vorgemacht.
Unsinn. Gerade Großbritannien ist das beste Beispiel dafür, dass auch der Staat, der "für die Sicherheit seiner Bürger" alles tut, ein gewisses Lebensrisiko nicht versichern kann. Das muss jeder normal und klar denkende Mensch nun mal akzeptieren. Es ist sowieso total absurd, dem Staat alles überlassen zu wollen. Kommen Sie aus der DDR? Von dort kenne ich diese Denkweise.

Wir sind selbst erwachsene souveräne Menschen, die eigenverantwortlich handeln und entscheiden. Und niemand kann alle Risiken ausschließen.

Beitrag melden
carlitom 20.06.2017, 09:31
86.

Zitat von crewmitglied27
Goßveranstaltungen und Städte zu meiden. Das wird den Staat zu einem Umdenken in Sachen innerer Sicherheit zwingen. Erst durch wirtschaftlichen Schaden und Zusammenbrechen eines Wirtschaftszweigs, der von "Events" lebt, wird der Staat zum Handeln gezwungen. Vielleicht kann er aber auch erst durch einen Streik der Sicherheitskräfte dazu gebracht werden, seine Polizisten besser vor Gewalttätern zu schützen und dann, im Nachgang auch seine Bürger.
Wie stellen Sie sich das vor: "Schutzhaft" (also um Sie zu schützen) für alle Muslime, alle, die Ihnen nicht passen, die schief kucken oder dunkel Haare/Haut/Augen haben? Was genau erwarten Sie?

Beitrag melden
Darwins Affe 20.06.2017, 09:31
87. Türkische Perspektiven

Zitat von thrust26
Ich empfinde es als äußerst bedrohlich, dass wir für gefühlte(!) Bedrohungen immer weiter echte(!) Freiheiten aufgeben. Objektiv betrachtet gibt es hunderte Dinge in unserem Alltag, welche weit gefährlicher für uns sind. Und diese haben die meisten akzeptiert. Und wer sich davor fürchtet und deshalb zuhause bleibt, wird psychologisch behandelt. Anscheinend gehört jetzt ein ganzes Volk auf die Couch. Man müsste eigentlich den Terroristen zu ihrem Erfolg gratulieren, wie sie (zusammen mit unseren eigenen "Sicherheitspolitikern") äußerst effizient, mit minimalem Aufwand (fast) eine komplette Bevölkerung in Angst treiben. Soweit, dass diese auch noch so reagiert, wie es die Terroristen gut finden. Schlimm, ganz schlimm.
1) Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am 16.03.: »Bald könnten in Europa auch Religionskriege beginnen, und sie werden beginnen.«
2) Der türkische Präsident Erdogan: am 23. 03.: «Wenn ihr euch weiterhin so benehmt, wird morgen kein einziger Europäer, kein einziger Westler auch nur irgendwo auf der Welt sicher und beruhigt einen Schritt auf die Straße setzen können«

Beitrag melden
Hans_Suppengrün 20.06.2017, 09:33
88.

Zitat von mitverlaub
den Terroristen den Mittelfinger zeigen und mein Leben ohne Angst genauso leben, wie bisher, aber nur, wenn ich Politiker bin, der mit gepanzerter Limousine und Bodygards durch die Gegend fährt. Ich als Normalbürger werde von dieser Kaste den oft polizeibekannten, frei herumlaufenden Islamistenmördern ausgeliefert, und kann mich gegen keinen Anschlag, der auf dem Weihnachtsmarkt oder bei einer Veranstaltung stattfindet, zur Wehr setzen. Man kann nur Glück haben, davongekommen zu sein.
Klar, sie haben echt Glück gehabt.

Bei 80 Millionen Bundesbürgern in diesem Land sind im Jahr 2016 tatsächlich 11 Menschen bei Terroranschlägen in Deutschland getötet worden. Damit kommt man auf den geradezu unglaublichen Prozentsatz von: 0,00001375 Prozent aller Bundesbürger!!!

Wahnsinn! Da muss man sich schon fragen, wie man das nur überleben konnte...

Beitrag melden
carlitom 20.06.2017, 09:33
89.

Zitat von Ostseeland
Es geht doch gar nicht um den Terrorismus der sich in Anschlägen äußert. Es geht um den täglichen kleinen Terror der sich mit Mord, Todschlag, Messerstechereien, Vergewaltigungen auch von Kindern äußert. Der macht Angst und verunsichert die Menschen.
Sie haben sicher Belege für die Vergewaltigungen (auch noch Mehrzahl) von Kindern, die vielen Morde usw. durch Muslime? Oder ist das wieder mal nur AfD-/Pegida-Propaganda? Sie stellen einfach in den Raum, dass das Alltag wäre und häufig vorkomme. Wie häufig denn im Vergleich zu "Einheimischen"?

Ich wette, Sie haben keine Ahnung, aber ganz viel Glauben an die Parolen.

Beitrag melden
Seite 9 von 26
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!