Forum: Kultur
"Hart aber fair" zum Brexit: "Die Vernunft ist aus dem Fenster geworfen"
WDR/Dirk Borm

Frank Plasberg rief diesmal wegen des Brexits den Notstand aus: Ist er der "Anfang vom Ende Europas"? Die Gäste waren sich uneins - und erörterten die Frage, ob Angela Merkel auch noch am britischen EU-Austritt schuld ist.

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Gjulch 15.01.2019, 11:06
80. Dann hat doch Spiegel etwas mit Plasberg gemeinsam...

.... Weltuntergangsszenarien wo man hinschaut. Hier wird dramaturgisch ein medienwirksames Schauspiel aufgebaut, das über Monate Auflagen garantiert um dann letztendlich wie immer zu implodieren. Aber nicht ohne dass parallel das nächste Drama schon in Inszenierung ist. So ermüdend, Ihr Medien... Und so transparent.

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funkstörung 15.01.2019, 11:07
81. kraft

merkels schuld ist natürlich übertrieben und dem heutigen oberflächlichem zeitgeist geschuldet immer einen schuldigen benennen zu wollen um sich nicht mit lästiger tiefenanalyse beschäftigen zu müssen.

auffällig war jedoch wie frau merkel sich für den verbleib griechenlands in der EU aufgeopfert und himmel und hölle in bewegung gesetzt hat um dies möglich zu machen, während sie sich in bezug auf die briten merkwürdig still und unbeteiligt verhalten hat.

vielleicht reichte die kraft nur für die griechen.

wie jemand schon damals richtig bemerkte man bemüht sich um die falschen und die richtigen läßt man ziehen.

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gruffelo 15.01.2019, 11:10
82. Natürlich hat sie das

Selbstverständlich hat AM einen entscheidenden Beitrag am Ausgang des Brexit Votums gehabt. Das gemeinhin als Sieg der Populisten und Nationalisten verstandenen Leave Votum der Briten wurde entscheidend durch die Angst vor unkontrollierter und fremd- (dh. deutsch-) gesteuerter Überfremdung und allgemeinem Kontrollverlust (wie er zur Zeit des Brexit Votums in D zu beobachten war) getrieben. Das haben mir persönlich viele Briten quer durch die sozialen Klassen bestätigt. Das werden jetzt viele AM Anhänger nicht gerne hören, es entspricht aber den Tatsachen.

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Schartin Mulz 15.01.2019, 11:11
83. Wer genau

Zitat von n.wemhoener
Das Ergebnis des Referendums ist durch niedrige Beteiligung der jungen Briten und sehr hohe Beteiligung der Alten entstanden. "Wir Jungen müssen ausbaden, was die Alten entschieden haben."
hat denn den Jungen verboten,sihc an dem Referendum zu beteiligen?
Ganz so wichtig scheitn ihnen der Verbleib in der EU wohl nicht gewesen zu sein.
Es macht schon schwindelig, wie seit der Brexit-Entscheidung eine demokratische Abstimmung realtiviert wird. Es ist abgestimmt worden und das wars. So geht Demokratie.

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curiosus_ 15.01.2019, 11:16
84. Was jetzt?

Zitat von koch-51
So positiv es war, mit Anthony Glees einen sympathischen "typischen" Engländer zu präsentieren, der den landläufigen Vorstellungen von einem Vertreter der Konservativen entsprach und dennoch ein glühender "remainer" ist, so wurde leider auch deutlich, dass er dennoch eine Fehlbesetzung war. Indem er den Zusammenhang zwischen Angela Merkels Flüchtlingspolitik und dem Brexitvotum der Briten postulierte, lieferte er Beatrix von Storch eine Steilvorlage, die sie nicht mal zu kommentieren brauchte. Das war auch durch die ARD - Korrespondentin Julie Kurz nicht mehr einzufangen. Allein dadurch misslang die Bloßstellung von Beatrix von Storch.
Laut des Artikels hat Frau von Storch das Thema aufgebracht, die anderen sind dann gefolgt. Laut Ihnen war das anders, was stimmt?

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markniss 15.01.2019, 11:16
85. Nicht wirklich

Zitat von mostly_harmless
Offenbar verklären Sie diese Zeit im Rückblivck, Streit war - genau wir heute - in der EU an der Tagesordnung. Die Auftritte von Thatcher in der EU sind legendär https://www.youtube.com/watch?v=pDqZdZ5iZdY
Ne, da verkläre ich nichts. Thatcher war schon eine besondere Marke. ;) Aber das einzige, worum es damals ging, war, dass Thatcher weniger Geld in die EU einzahlen wollte und die EU insgesamt für zu teuer empfand. Das ist im Vergleich zu dem Ärger, den wir heute in der EU haben, eher zum Schmunzeln.

Ich kann mich nicht entsinnen, dass wir jemals mit Frankreich, Italien, Griechenland oder sonstwem ernsthaften Streit gehabt hätten.

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meineeiermity 15.01.2019, 11:19
86. Merkel schuld?

Erstmal muss sich jeder der Frau Merkel eine Schuld zuschiebt sein Verhalten in der globalisierten Welt hinterfragen. Warum flüchten die Menschen, was könnte mein Anteil sein? Wie kann ich es verändern? Doch in der Regel sind es ja die Anderen und Fehler bei einem Selber sind nicht zu finden.
Dazu kommt das in der Runde gesagt wurde das sich GB nach der EU Osterweiterung direkt alle Arbeiter aus den neuen EU Partnerländern willkommen hieß und von denen überrannt wurde. Billige Arbeiter für Gewerke und Industrie, wie bei uns in den 90zigern. Es ging nicht in dem Maße um Flüchtlinge wie die AfD Vertreterin es gerne hätte.
Merkel, Trump, Macron, Erdogan, Urban, Salvini und Co. sind doch die Ergebnisse unseres Lebens ansonsten hätte man sie nicht zur Wahl gestellt und gewählt.

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Ontologix II 15.01.2019, 11:22
87. Die Briten waren schon immer europaskeptisch ...

... nachdem ihnen de Gaulle zwei Mal die Türe vor der Nase zugeschlagen und sie als nicht reif für die EWG erklärt hatte. Ich war zufällig in London, als nach de Gaulles Abgang im britischen Unterhaus die Abstimmung über den EWG-Beitritt stattfand. Vor dem Parlament eine riesige Demonstration gegen den Beitritt, aber Edward Heath gewann die Abstimmung. Die Skepsis gegen Souveränitätsverluste an Brüssel blieb bestehen.
Damals hatten wir noch eine europäische WIRTSCHAFTS-Gemeinschaft, der die Mehrheit der Briten auch 2016 zugestimmt hätte. Was selbst europafreundliche Briten oft ablehnen, ist eine POLITISCHE Union, wie sie von Europaromantikern wie Kohl und Merkel propagiert wurde. Europa ja - Brüssel nein. Gemeint ist ein europäischer Zentralstaat.
Merkel ist nicht alleine schuld am Brexit, aber mitschuld. Nicht nur wegen ihrer Grenzöffnung, sondern auch wegen ihrer forcierten Integrationspolitik.
Meine britischen Freunde sind todtraurig bis verzweifelt über den Brexit. Egal wie die heutige Abstimmung ausgeht, das Kind ist in den Brunnen gefallen, und die deutsche Regierung hat mitgeschubst.

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timdreher1978 15.01.2019, 11:26
88. Grotesk, dass der Sender immer wieder die

Nazis (Entschuldigung, ich meinte natürlich die Rechtspopulisten) einlädt, um möglichst emotionale Stimmung zu erzeugen bzw. die Quoten zu puschen. Dadurch gibt man der Irrationalität ein Forum. Anschließend wundert sich die Nation, dass die "Vernunft aus dem Fenster geworfen wurde".

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luwigal 15.01.2019, 11:29
89. Der Brexit lehrt uns,

Zitat von andreasbln
Der Brexit ist Sache der Briten. So oder so wird es kommen. Aber was lehrt uns der Brexit ? Darüber wird nie richtig diskutiert. Sinn und Unsinn derartiger Referenden, die Tür und Tor für Populismus öffnen. Sinn und Unsinn einer einfachen Mehrheit. Bei derartige knappen Ergebnissen werden Länder, die ein Referendum ausloben immer zerrissen zurückbleiben. Die Gesellschaft ist gespalten. Kann man solche grundlegenden Richtungswechsel wirklich mit einfacher Mehrheit entscheiden ?
dass es nicht sein darf, dass hauchdünne einfache Mehrheiten anläßlich Volksentscheidungen das existentielle Wohlergehen eines ganzen Landes bestimmen. ... entweder z.B. zwei-Drittel-Mehrheiten oder Abstimmungszwang. Ich ziehe Letzteres vor, niemand sollte danach sagen können, er hat seinen Teil, egal in welcher Weise, nicht für das Ergebnis eingebracht. So etwas wie den Brexit sollte es nicht geben. Wieviele Prozent aller Briten waren es gleich wieder, die tatsächlich für den Brexit stimmten? Es waren zwar mehr als 50% der abgegebenen Stimmen, aber nur um 37 % aller abstimmberechtigten Briten stimmten für den Brexit..

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