Forum: Kultur
"Hart aber fair" zum "Equal Pay Day": Sie haben's sich verdient
WDR/Dirk Borm

Zum "Equal Pay Day" lud Frank Plasberg zur Gehaltsverhandlung. Aber statt zu diskutieren, wie sich etwas ändern könnte, zerfiel die Runde in zwei Fraktionen rund um die Frage: Wer ist schuld?

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herbert 19.03.2019, 05:03
1. Erbaermlich wenn alleinerziehende Frauen einen Job suchen

sie wollen gleichberechtigt wie andere Frauen am Leben teilnehmen, doch es scheitert an
Kindergartenplaetze. Und wenn einer da ist, dann machen die Kindergaerten erst spaet auf und schliessen frueh.
Also muss man den Job absagen.

Als politiches Beispiel
In Rheinland Pfalz haben alleinerziehende Frauen inen Vorrang fuer einen Kindergartenplatz.
In Hessen ist kaum ein Kindergartenplatz zu finden und da ist es schlecht einen Job als Frau zu bekommen, weil die CDU Gruenen Regierung niht den Durchblick hat.
Im uebrigen haben Asylkinder noch vor den Deutschen und Alleinerziehenden einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz.
Fazit
Wie sollen alleinerziehende Frauen am Leben mit einem Job teilnehmen koennen, wenn der Staat schlicht alles verbaut

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Listkaefer 19.03.2019, 05:09
2. In meinem beruflichen Umfeld ...

... habe ich überwiegend Frauen erlebt, die ohne Beisshemmungen voll und ganz beruflichen Einsatz zeigten ebenso wie viele Männer, und dabei als Richterinnen, Ingeninieurinnen, Chemikerinnen ... exakt dasselbe verdienten, wie die parallel mit ihnen zusammen arbeitenden Männer. Teilzeit kam bei ihnen aber öfter vor. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es ihnen deshalb schlechter ging. Das war ihre Form von Selbstoptimierung und Prioritätensetzung. Aber bei Teilzeit kommt man (zu recht) weniger gut in Leitungspositionen, die immerhin Präsenz erfordern. Mag sein, dass sich daraus die 6% ergeben.

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dasfred 19.03.2019, 05:45
3. Zu viel Gähn. Stimmt.

Was kaum angesprochen wird, ist die Tatsache, dass starke Hierarchien immer zur stufenweisen Auslese führt. Da fallen schon mal die raus, die sich länger im Elternzeit begeben. Dazu die, die nicht mit der nächsthöheren Ebene auf einer Wellenlänge schwimmen. Die Frau, die es trotzdem schafft, muss sich der männlichen Denke anpassen, um nicht sofort wieder gemobbt zu werden. Solange nicht Führungsstrukturen komplett umgebaut werden, wird sich nichts ändern. Dazu kommt, dass man bei klassischen Frauenberufen noch vor ein paar Jahrzehnten davon ausgegangen ist, dass das Fräulein nur arbeitet bis sie Frau ist. Dann geht sie zurück an den Herd und betreut den Mann. Sie sollte von ihrem Gehalt ja keine Familie ernähren. Daher sind heute noch Berufe mit ähnlicher Belastung und vergleichbarer Ausbildung sehr unterschiedlich bezahlt, obwohl es dafür keinen sachlichen Grund gibt. Frau Schröder forderte, die Frauen sollten dann doch gleich Männerberufe studieren. Es nützt ihnen nur nicht, wenn sie trotzdem bei den Männern nicht mitspielen dürfen, weil diese lieber einen mittelmäßigen Mann als eine gute Frau in ihre "Mannschaft" wählen. Frauen kommen oft nur in Führungspositionen, wenn die das Unternehmen selbst aufgebaut oder geerbt haben.

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quark2@mailinator.com 19.03.2019, 05:48
4.

Mal ne dumme Frage: Warum sollten Firmen Männer statt Frauen einstellen, wenn diese die gleiche Leistung für weniger Geld bringen ? Zumal die Personalabteilungen meist einen hohen weiblichen Anteil haben. Das Problem zu definieren, was für einen Arbeitgeber "gleiche Leistung" bedeutet, ist eben schwierig. Zum Beispiel war bei uns zweimal im Jahr die halbe Firma in einen LKW zu laden, weil wir die ganze Elektronik zur Messe schleppen und dort den Stand aufbauen mußten. Dazu war eine Nacht Zeit und das Zeugs wog Anfang der 90er auch ordentlich was. So wurde halt auch die Körperkraft und Armlänge der Ingenieure jeweils bis an die Grenze ausgenutzt.

Ein anderer Aspekt wird auch regelmäßig nicht besprochen. Ein größerer und schwererer Mensch braucht mehr Nahrung, Kleidung und potentiell eine größere Wohnung. Früher konnte man mit mehr Körperkraft auch mehr Geld verdienen. Wenn man nun mit seinem gleichwertigen Kopf mehr Muskeln steuern kann, aber gleiches Gehalt für gleiche Stelle bekommt, dann wird man feststellen, daß ein 1,50m Mensch eine 100qm Wohnung größer findet, als jemand, der 1,85m groß ist. Was ich sagen will: Diese Dinge sind etwas komplizierter als immer getan wird.

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Wütender_Bürger? 19.03.2019, 05:56
5. Unter einem Stein gelebt!?

Uff, ist das jetzt der neueste Anglizismus für Möchtegernoriginelle? Mit solcher Wichtigtuerei tut man der Bedeutung der besprochenen Themen keinen Gefallen. Lenkt nur ab.

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Phil2302 19.03.2019, 06:09
6. Pech

"Wieso Frauen keine Männerberufe ergreifen? Weil die Vorbilder fehlen." Wer so denkt ist selbst Schuld. Von dieser Meinung kann mich niemand abbringen. Ich hatte auch kein Vorbild für meinen Beruf. Ich verstehe nicht, warum Frauen ein Vorbild brauchen, um ein technisches Fach zu studieren. Wem Geld kein Anreiz ist, dem ist nicht zu helfen. Daher wird sich diese Diskussion ewig im Kreis drehen, denn: Gleichberechtigung gibt es, Gleichheit dann eben nicht. Kann ich mit leben. Wer nicht will, der hat schon.

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Heinze 19.03.2019, 06:41
7. Mein Vorschlag gegen das pay gap

wäre eine 50% Männer Quote in allen "Frauenberufen" und "Frauen Studiengängen".
Folglich würden, Frauen in Männer Berufe auszuweichen und die Gehälter würden sich entsprechend angleichen.
PS. Wer das Wahlkampfgequatsche von Schulz für eine radikale Idee hält, muss sich nicht wundern, wenn sie/er bei Gehalts-verhandlungen übers Ohr gehauen wird.

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ayee 19.03.2019, 06:44
8. Manche Berufe mehr verdienen als andere?

Es soll eine Binse sein, wieso manche Berufe mehr verdienen als andere? Hat das vielleicht damit zu tun, dass manche Jobs komplexer sind, verantwortungsvoller, stressiger? Stellt sich ernsthaft jemand die Frage, wieso ein Arzt mehr verdient, als jemand am Fließband? Und wenn Frauen Vorbilder fehlen, ja wer soll da eingreifen? Soll der Staat Frauen zwingen, Informatik zu studieren und z.B. als Entwicklerinnen zu arbeiten? Gerne, das wäre ein Spass.

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Richard.M 19.03.2019, 06:45
9. Alle Jahre wieder...

...werden die gleichen abgedroschenen Themen aus der Mottenkiste geholt und aufgewärmt, und jedesmal wundere ich mich, wie unterschiedlich Weltsichten sein können. Wenn hier "Es ist unfair, wenn unterschiedliche Berufsgruppen unterschiedlich viel verdienen" als Binse, also banal aber wahr dargestellt wird, frage ich mich, was für ein Gerechtigkeitsempfinden manche Leute haben. Soll der Burger-Brater oder der Verkäufer genausoviel verdienen wie der Chefarzt oder der Maschinenbauingenieur? Ebenso wenig wird darüber geredet, dass Dienstleistungen, wenn sie nicht super hoch qualifiziert sind, allgemein weniger Geld einbringen als Berufe, in denen man Maschinen baut oder bedient, die in der Stunde Waren für tausende Euro herstellen.
Als nächsten werden dann die unterschiedlichen Interessenlagen von Frauen beiseite gewischt. Jaja, sie wollen sich mehr um die Familie kümmern, aber warum gibt es so wenig Frauen in Führungspositionen? Hmmmmm... vielleicht, weil sie wenigstens am Wochenende mal ihre Kinder sehen möchten?
Und so geht das dann weiter und weiter, bis zum nächsten Jahr, wo sich (Überraschung!) nix geändert haben wird.

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