Forum: Kultur
"Hart aber fair" zum "Equal Pay Day": Sie haben's sich verdient
WDR/Dirk Borm

Zum "Equal Pay Day" lud Frank Plasberg zur Gehaltsverhandlung. Aber statt zu diskutieren, wie sich etwas ändern könnte, zerfiel die Runde in zwei Fraktionen rund um die Frage: Wer ist schuld?

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FocusTurnier 19.03.2019, 06:51
10. Sozialistische Binsen

Die Worte der Lobbyistin Platen

" "Es ist ungerecht, wenn manche Berufe besser bezahlt werden als andere.""

sind ja nun mal ziemlich dumm und deuten auch das an, was die Politik erreichen will: den Einheitslohn. Es soll keine Unterscheidung mehr in den Lohnzahlungen geben, die teilzeitarbeitende Frseurin in MeckPomm bekommt dann das gleiche Gehalt wie ein vollzeitarbeitender Ingenieur bei Audi in Ingolstadt. So sieht die Traumwelt der Equality-Ritter aus. Noch schlimmer fand ich da nur noch die SPD. die in Berlin auf einer EqualPay-Veranstaltung meinte, daß es nicht sein kann, daß Berufe, an denen man an Maschinen heruschraubt, so gut bezahlt werden.
Ich hoffe, die SPD-Mitglieder reparieren ihre Autos selber.....und fragen sich mal irgendwann, warum sie keiner mehr wählt.

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chrisw 19.03.2019, 07:08
11.

Immer diese Diskussion, dass das Ehegattensplitting abgeschafft werden soll. So ein Humbug. Fakt ist, dass dann viele Familien finanziell erheblich schlechter aufgestellt wären, weil die Frauen kennen gleichwertigen Job wie ihr Mann hat. Außerdem müssten dann beide Vollzeit arbeiten, was dann wieder extra Kinderbetreuung kostet.

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underdog 19.03.2019, 07:15
12.

Wer etwas verändern will, muss erst einmal die Ursachen analysieren. Der gängige Opferduktus, also, dass Frauen von Männern/der Gesellschaft/usw. diskriminiert werden und allein darauf die Gehaltsdifferenzen beruhen, ist ein ideologisch gefärbter Zirkelschluss ohne solide Grundlage: Zuerst wird in den Raum gestellt, dass Frauen weniger verdienen, weil sie benachteiligt werden - und die Benachteiligung leitet man dann daraus ab, dass sie weniger verdienen.

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Lagrange 19.03.2019, 07:16
13.

Naja wenn man Kinder haben möchte, muss man halt einfach akzeptieren, dass nur ein Elternteil im Beruf erfolgreich sein kann und das finde ich auch vollkommen in Ordnung so.
Dazu ist es aus meiner Sicht wichtig, dass die Frauen dazu bereit sind, 6-8 Wochen nach der Geburt wieder Vollzeit zu arbeiten und der Mann dafür Elternzeit macht.
Auf der anderen Seite müssen wir Eltern steuerlich bevorzugegen, indem wir das Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting umwandeln.
Generell finde ich, dass wir in den letzten Jahren verdammt große Fortschritte gemacht haben, immerhin ist die finanzielle Benachteiligung der Frau so alt wie die Menschheit. Ich finde wir brauchen hier einfach mehr Zeit. Jeder der das bezeifelt, sollte mal in Youtube nach 7. Sinn, Frauen am Steuer suchen.

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leopold123 19.03.2019, 07:27
14.

Sorry aber hier wurde jetzt extrem viel um den heißen Brei geredet, ohne mal genau zu benennen, was sich der Spiegel zur Reduzierung des Pay Gaps vorstellt. Ok Abschaffung des Ehegattensplittings unterstütze ich auch, weil ich eh nie heiraten werde. Und sonst? Ich meine die objektiven Gründe liegen auf der Hand (Teilzeit, schlechte Branchen, keine Lust auf Führungspositionen). Will man jetzt per Gesetz die Unternehmen zwingen, Teilzeit wie Vollzeit zu bezahlen? Oder das Rewe ihre Kasserinnen bezahlt wie BMW ihre Manager? Oder Quoten für leitende Angestellte vorgibt, auch wenn sich Frauen nicht einmal auf die Position bewerben? Der Spiegel sieht den Gesetzgeber in der Pflicht,
aber was ist hier überhaupt die Pflicht?

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Bibs1980 19.03.2019, 07:28
15. Die Elite versteht nicht

Frau Schröder ist die Marie Antoinette des 21. Jahrhunderts. Sie und ihr Mann gehören zur privilegierten Klasse, die überhaupt in der Lage sind, die Wahl zu haben, ob sich Vollzeit um Kinder und Familie kümmert oder nicht. Welche normale Familie kann es sich leisten, auf das zweite Einkommen zu verzichten. Zumal derjenige, der sich für die Familie entscheidet, extreme Einschnitte bei der Rente in Kauf nimmt mitsamt Gefahr der Altersarmut. Frau Schröder selbst hat durch ihre Zeit im Bundestag bereits für sich Altersbezugs-Ansprüche von monatlich 3700 Euro angesammelt. Die Damen muss sich keine Sorgen machen und kann daher so konservativ-dämlich daher quatschen.

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Friedrich der Streitbare 19.03.2019, 07:34
16. Das Vaterproblem

existierte natürlich auch schon bei unserer Eheschließung vor 42 Jahren. Die Absprache war, dass wenn meine Frau Kinder wolle, sie sich darum kümmern müsse - im traditionellen Sinne. Hat sie gern gemacht und ich meine Karriere. Sonst wären wir kinderlos geblieben, was mir auch keine Probleme bereitet hätte. Das war ein von beiden Seiten akzeptierter Lebensentwurf, der eine stabile und glückliche Ehe hervorgebracht hat. Den lasse ich mir auch von noch so vielen Emanzipationsbemühten nicht schlecht reden. Chacun a sa facon.

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Eine Wahrheitssuchende 19.03.2019, 07:36
17. Wettbewerbswirtschaft

Die Aussage aus dem Artikel verstehe ich nicht: „Und Henrike Platen, Unternehmensberaterin und Initiatorin des Equal Pay Day musste Binsen aussprechen wie: ‚Es ist ungerecht, wenn manche Berufe besser bezahlt werden als andere.‘“
Das ist doch der Kern unseres Gesellschaftssystems. Lebten wir im Sozialismus, könnte ich die Klage ja verstehen, aber so?

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fatherted98 19.03.2019, 07:42
18. es wird ganz anders kommen...

...gestern im TV noch der Vorschlag....an statt Frauen Gehälter zu erhöhen und damit bei gleicher Leistung anzugleichen....die Männergehälter einfach kürzen (Die Dame die das vorschlug: Da werden die Männer endlich sehen wie es ist mit wenig auszukommen!)....noch Fragen?

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m82arcel 19.03.2019, 07:44
19.

"An jenem Tag im Jahr also, der die 21 Prozent (West: 22, Ost 7) Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen symbolisch markiert - bis zum 18. März haben Frauen für umme gearbeitet." Das ist in der Form genauso falsch, als würde ich behaupten, bis zu diesem Tag hätten Frauen gar nicht gearbeitet, sondern auf Kosten ihrer Männer gelebt.
Es ist nunmal so, dass Männer und Frauen die gleichen Chancen haben. Wenn Frauen aber manche Berufe nicht ergreifen wollen (zB laut Bitkom ca. 15 Prozent weibliche Bewerber im IT Bereich), kann man sie nicht zwingen. Ich hatte die Doku "No more Boys and Girls" gesehen, fand sie sehr interessant und denke, dass viele Ursachen für unterschiedliche Berufswahlen gezeigt wurden. Und nur hier kann man auch dagegen angehen, indem man zB Mädchen "Angst" vor Technik, Mathematik und Naturwissenschaft gar nicht erst anerzieht. Aber das müssen in erster Linie die Eltern machen - und schaue ich mich in meinem Bekanntenkreis um, sind da die Rollenbilder schon deutlich weniger stark ausgeprägt, als noch in meiner Kindheit. Die Auswirkungen werden wir jedoch erst in einigen Jahren sehen. Zum jetzigen Zeitpunkt Quoten, Gesetze und "mehr Geld" zu fordern, ohne die Verantwortung der Frauen selbst zu berücksichtigen, halte ich daher für falsch. Frauen müssen es in größerer Zahl auch einfach selbst wollen: angefangen bei der Wahl der Ausbildung, bis hin zum Engagement in Parteien.
Und ein Letztes noch: ja, soziale Berufe sind zu schlecht bezahlt. Aber eine Bezahlung ähnlich der zu Fachkräften in der freien Wirtschaft wird kaum möglich sein, denn irgendwo muss das Geld auch herkommen. Man kann natürlich die Kosten für Pflege, etc anheben und dadurch die Mitarbeiter besser bezahlen, aber auch das Geld muss zunächst jemand verdienen, bevor er/sie es für die Pflege aufbringen kann.

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