Forum: Kultur
"Hart aber fair" zum Islam: Sendung mit Denkfehler
WDR/Dirk Borm

Kann man den Islam ausgrenzen und gleichzeitig Muslime integrieren? Das wollte Frank Plasberg wissen. Nach viel Krawall kamen seine Gäste zu dem Schluss: Die Fragestellung ist zu unpräzise.

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kleinsteminderheit 10.04.2018, 04:37
1. Notwendige Diskussion

Wenn 76% der Deutschen ein Problem mit dem Islam haben, während fast 5 Millionen Muslime in Deutschland leben, ist eine offene Debatte hierzu mehr als überfällig.
Selten prallten die Positionen derart ungebremst aufeinander wie in der gestrigen Sendung. Was bleibt ist die Gewissheit, dass weder idealistische Verklärung , noch Problemtrance uns hier weiter bringen. Dazugehörigkeit ist mehr als Anwesenheit. Integration ist der Prozess der dazwischen liegt. Diese Integration ist kein Selbstläufer sondern muss ein gesellschaftliches Ziel sein. Eine eine offene Debatte über Integration ist überfällig und vielleicht ist dies der Grund, warum so viel Skepsis gegenüber dem Islam besteht.

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dasfred 10.04.2018, 04:37
2. Wenn ich nachher meine Frühstücksbrötchen hole

dann treffe ich im Supermarkt auf Christen, Muslime und Atheisten. Und ob man es glaubt oder nicht, die Religion hat keinerlei Einfluss auf deren Arbeit oder ihren Umgang mit uns Kunden, die auch wiederum aus allen Teilen der Welt kommen und unterschiedliche Konfessionen haben. Diese ganze mediale Diskussion erzeugt erst Probleme, die im Alltag gar nicht bestehen. Beim Gespräch mit Nachbarn unterscheide ich nicht nach Herkunft und Religion, sondern nur nach Sympathie. Wer sich unbedingt an islamischen Fundamentalisten abarbeiten will, sollte das dann auch an christlichen Fundamentalisten tun. Da sind dann die Unterschiede auch nicht mehr so groß.

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f.orenstöpsel 10.04.2018, 05:20
3. Die Sendung hat einiges offenbahrt

"Ich finde es toll, dass man heute fast stolz ist, zu sagen:
Ich habe multikulturellen Background." Comedian @enissaamani bei
#hartaberfair , las ich auf dem H&F Twitter Account .
Ihr Debut hat diese Dame bei mir in TV Total vor Jahren gehabt,
als sie über "Nazieess" und "doitsche" Tugenden witzelte.
Da Sie ja ohne weiteres links von ihr die Redefreiheit nicht einschränken würde, frag ich mich was diese Dame von den Spruch hält, den Johannes Rau mal sagte,
"Man kann nicht stolz sein auf etwas, was man selber gar nicht zu Stande gebracht hat, sondern man kann froh sein oder dankbar dafür,
dass man Deutscher ist. Aber stolz kann man darauf nicht sein [...].
Stolz ist man auf das, was man selber zu Wege gebracht hat." -
am 16. März 2001.
Würde ich sagen, "ich bin stolz ein Deutscher zu sein", und hätte
augenscheinlich "kein "Migrationshintergrund",wäre ich eine
Vorlage für ihre nächste Show.Ich würde dringendst dem ÖR-TV
empfehlen ihre Gage demnächst an ein paar Einsichten abhängig
zu machen,sollte sie weiterhin zum kabarettistischen Portfolio
der ÖR Sender gehören.

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vö123 10.04.2018, 05:46
4. Auftritt & Selbstdarstellung

......Enissa Amani "Igit...Igit" !

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franxinatra 10.04.2018, 05:57
5. Es sind auf den Tag genau nur 20 Jahre her...

dass in Nordirland sich Katholiken und Protestanten nicht mehr an die Gurgel gehen; in den USA ist es fast ein Kavaliersdelikt, wenn Abtreibungskliniken angegriffen werden. Ganz abgesehen von der Duldung von nicht mit der Verfassung und den Menschenrechten vereinbaren Prinzipien insbesondere in der katholischen Kirche. Vor diesem Hintergrund den religiösen Wahn von Minderheiten am Islam fest zu machen ist gelindet gesagt bigot:die Fragen sind tatsächlich völlig falsch gestellt!

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tuscreen 10.04.2018, 06:00
6.

Im Prinzip ist die Sache doch ganz einfach: der Islam ist eine Religion, die 1. noch keine Aufklärungsphase wie das Christentum durch hat, 2. alle Nichtmuslime als Ungläubige bezeichnet und ihnen Gott weiß was androht, 3. ein archaisches Frauenbild propagiert, in dem die Frau nur Verfügungsmasse des Ehemannes ist und 4. einen Alleinherrschaftsanspruch stellt.

Und das Schlimmste: überall auf der Welt gibt es genügend Muslime, die diese Vorgaben tatkräftig zur Realität werden lassen.

Was bitteschön erwarten denn die Leute, die sich offen zu einer solchen Doktrin bekennen?

Das ist so, als würde ich der AFD beitreten, aber gleichzeitig jeden davon überzeugen wollen, dass ich total für Zuwanderung und fremde Kulturen im eigenen Land bin. Wenn mir das dann keiner glaubt, brauch ich mich auch nicht zu beschweren.

"Opferrolle, Opferrolle" trifft es schon ausnehmend gut.

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Ontologix II 10.04.2018, 06:04
7. Immerhin hat Joachim Hermann anerkannt ...

... dass unsere Gesellschaft nicht nur auf christlich-jüdischen Werten basiert, wie Volker Kauder nicht müde wird zu betonen, sondern auch auch auf griechischen und römischen, sowie solchen der Aufklärung. Wie im Islam steht nämlich auch in der Bibel kein Wort von Menschenrechten und Demokratie. Und im Koran schon gleich gar nicht.
Von den Griechen erbten wir das Denken und die Kultur, von den Römern die staatliche Ordnung. Von den Monotheismen wurden wir intellektuell nicht verwöhnt, sondern lediglich mit transzendentalen Heilsversprechen abgelenkt.
Ich würde sagen: Geistesgeschichtlich stellt der Islam einen Rückschritt hinter unsere mühevoll erworbene Offene Gesellschaft dar und gehört demnach nicht zu uns. Aufgeklärte und säkulare Muslime kann ich mir eher als Teil unserer Gesellschaft vorstellen als fundamentalistische Evangelikale.
So gesehen hat Seehofer nicht ganz unrecht.

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hevopi 10.04.2018, 06:08
8. Wir haben in Deutschland Glaubensfreiheit,

daran zweifelt doch kein Mensch. Im Islam gibt es aber viele Gläubige, die da etwas durcheinander bringen. Wenn ein Muslim in Deutschland lebt, hat er alle Rechte und Pflichten, wie alle deutschen Staatsbürger. Wenn er allerdings der Überzeugung ist, sich nicht an die Rechte und Pflichten zu halten oder auch noch die alten Bekenntnisse des Koran so interpretiert: Tötet alle Kuffar (Nichtgläubige), dann hat er in Europa nichts zu suchen. Auch die Kritik, dass Muslime zu wenig gegen Islamisten einsetzen (keine Gläubigen, sondern Killer) hat nichts mit der Ablehnung zu tun, sondern wird aus den schrecklichen Ereignissen durch das Verhalten von Islamisten abgeleitet. Die endlosen Diskussionen sind meiner Meinung nach überflüssig, alle Menschen die hier leben und sich an die Gesetze und die Verfassung halten sind herzlich willkommen und dort eine Ablehnung zu vertreten ist von vorgestern.

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Brave 10.04.2018, 06:23
9. immer wieder

Abendfüllende Diskussionen über das Thema Islam. Und immer wieder die gleichen Argumente. Immer wieder muss ich mir anhören, dass der Islam friedlich ist, immer wieder wird dann über soziale Brennpunkte, Terror, soziale Ausgrenzung bei Bewerbungen und Ablehnung gesprochen. Klar wurde gestern auch, dass 75% nicht hinter dem Islam stehen und diesen ablehnen. Aber immer wieder finden sich auch welche, die sagen, wir hätten keine Probleme mit dem Islam und es sei eine friedliche Religion. Diese Diskussionen werden und wohl noch über Jahrzehnte begleiten. Ich für meinen Teil habe mir eine Meinung gebildet. Diese basiert ebenfalls auf jahrzehntelangen Erfahrungen.

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