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"Hart aber fair" zur Essener Tafel: "Das ist arm, arm und arm"
DPA

Fremdenfeindlichkeit? Pragmatismus? Eine Schande? Frank Plasberg wollte von seinen Gästen wissen, was der Fall der Essener Tafel zeigt. Die Antworten waren divers.

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ruhepuls 06.03.2018, 10:21
80. Schon ein Kranker ist zu viel?

Zitat von Lankoron
das sind fast eine halbe Million Menschen....wie man die als "nur" bezeichnen kann, zeigt alles über den abgehobenen Zustand eines solchen Politikers. Schon ein armer wäre einer zuviel...aber bei einer halben Million Menschen so etwas als nebensächlich abzutun , das ist arm.
Würde man sagen: Schon ein Kranker ist zu viel, dann wäre schnell klar, wie unrealistisch so eine Forderung ist. Aber bei Armut denkt jeder, die könne man ja leicht vermeiden. Man muss ja nur... Ja, was muss man denn nur? Jedem, der ein bestimmtes Einkommen unterschreitet - aus welchem Grund auch immer - so viel staatlicherseits zu kommen lassen, dass es dem Durchschnittseinkommen entspricht? Oder was wäre denn das richtige Einkommen. Was muss sich jeder leisten können? Auch ein bedingungsloses Grundeinkommen ändert das nicht wirklich, weil die, die zusätzlich arbeiten, wieder die Messlatte dessen, was ein normaler Lebensstandard ist, nach oben verschieben.

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ichliebeeuchdochalle 06.03.2018, 10:25
81.

Zitat von gedu49
Aus eigener Erfahrung : ...
Mein aufrichtiger Dank für die Information. Ich kenne das ähnlich von meiner mittlerweile verstorbenen Mutter. 20 Euro über der Grundrente, 100 Euro Wohngeld (Mietbeihilfe), um 70 Euro gekürzt als sie für vier Kinder die Zusatzrente bekam.

Ich möchte das - an alle gerichtet die mitlesen - weiter hinterfragen: Wir hatten ja vor einigen Wochen den Fall hier lesen können, wo eine "arme" Rentnerin eine für sie alleine zu große Wohnung mit rund 700 Euro Miete bezuschußt haben wollte. Sie hat vor Gericht verloren. Nehmen wir einmal an, echt arme Renter auf dem Niveau der Grundsicherung ziehen in eine kleine 2-Zimmer Wohnung KDB, wo "das Amt" die Miete voll übernimmt. Und wir nehmen an, daß die keine Krankheiten hat, wo sie von der geringen Rente noch Zuzahlungen abdrücken muß.
Bekäme eine solche Grundrentnerin für die

- die Miete
- die Heizungskosten
- die Krankenversicherung
einen vollen Zuschuß vom Staat
- und nicht nur 50 oder 100 Euro für Lebensmittel pro Monat ... ich nehme da Bezug auf den Einspielfilm von "Hart aber Fair".

Es ist klar, daß eine solche Grundrentnerin (oder eben auch ein Grundrentner) "gesagt bekäme": Coca Cola ist nicht drin, trink Mineralwasser, das zahlen wir dir, aber kein Markenwasser. Tee ja, die Beutel aber nicht Meßmer sondern von Lord Nelson von der Discounter Eigenmarke. Nein, QVC brauchen Sie gar nicht erst gucken. Otto Versand ist zu teuer. Also in die Richtung.

Würde man als Betroffener - ohne Ausnahmefälle wie kaputte Waschmaschine - genug vom Staat bekommen, daß man satt wird mit drei einfachen Mahlzeiten am Tag und 2 Liter einfache günstige Getränke?

Info: Es geht um die Frage, ob Tafel wirklich FÜR ALLE nur Zusatz ist oder ob ein bestimmter Teil der Bevölkerung tatsächlich zwangsweise hungert, aus der Wohnung muß und "auf der Platte landet", nicht weil man überfordert ist sich alles einzuteilen sondern weil es einfach nicht reicht. Ich bitte wirklich mir beim Verstehen zu helfen. Danke

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tinosaurus 06.03.2018, 10:25
82. Rassismus

Zitat von agt69
Vielleicht sollte man diese ganze Diskussion um die Essener Tafel jetzt einfach mal beenden. Da haben Menschen, die sich ehrenamtlich um die Ärmsten in diesem Land kümmern, eine Entscheidung getroffen, weil sie mit der Situation überfordert waren. Aus den .....
Es ist schon eine Zumutung die Essener Helfer als Rassisten zu beschimpfen, obwohl ich deren Entscheidung auch nicht als sehr sinnvoll betrachte. Man hätte nicht alle Ausländer von der Tafel ausschließen müssen. Wenn es zu unzumutbaren Vorfällen kam, wo die Stärkeren die Schwächeren angriffen, dann hätte man vielleicht besser den Unanständigen und Gewaltbereiten, egal ob Deutsche oder Ausländer, ein Verbot erteilen sollen. Ansonsten finde ich es traurig genug, dass die Not der Menschen scheinbar mit Tafeln gemildert wird. Ebenso beschämend, dass frühmorgens Menschen schon in den Mülltonnen herum wühlen müssen. Hier die Armut einfach auszublenden, weil es die laut Statistik gar nicht geben dürfte, ist ein schlechter Witz. Der Professor in der Runde hat es auch richtig erkannt. Es ist eine Frage der schlechten Umverteilung. Warum also nicht jedem deutschen Bürger eine Grund-Rente von 1000 Euro zukommen lassen. Damit wäre die Altersarmut behoben und die entsprechenden Ängste ebenso.

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Freidenker10 06.03.2018, 10:28
83.

Zitat von cave68
das ist der einzigste Kommentar dem ich hier komplett zustimmen kann...man kann dem Gejammere über die ach so armen 10 Millionen "Armutsgefährdete" kaum noch ertragen. Ich jedenfalls habe hier in meiner ländlichen Region weder Obdachlosigkeit noch eine Tafel in der Nähe....also warum müssen alle eigentlich in der Stadt ........
Klingt romantisch! Alle sollen aufs Land ziehen, da sind die Mieten noch günstiger und man kann von 500 Euro leben. Frag mich nur was passiert wenn die leute vermehrt aufs Land ziehen würden? Würden dann dort nicht auch die Mieten explodieren, die Preise für alles steigen? Und mangels Jobs auf dem Land wären die Menschen auch Arbeitslos und müssten subventioniert werden. Und ob die ganzen Migranten auf dem Land so willkommen wären wage ich auch zu bezweifeln! Also diese wirklich einfach gestrickten Antworten helfen nicht die Bohne weiter!

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illimani 06.03.2018, 10:32
84. Hier eine Möglichkeit,

Zitat von Suppenelse
Ich kann der Behauptung, andere Tafeln hätten zwar dieselben Probleme, würden aber besser damit umgehen, nicht recht nachvollziehen. Denn was machen diese Tafeln anders? Es klingt auch im Artikel an: „Gruppen nach Zeiten getrennt, Ältere .......
wie man es anders machen könnte.So geht z.B. die Ausgabestelle Nidda der SCHOTTENER TAFEL e.V. das Problem folgendermaßen an.
Standen früher noch Familien mit Kleinkindern an erster Stelle, mit Öffnungszeiten vorher von 10.45 Uhr bis 11.30 Uhr, bekommen jetzt die „Asyl-Kunden“ vorher von 10.25 Uhr bis 10.45 Uhr exklusiven Zutritt. Deutsche Rentner und allein erziehende müssen warten und mit dem zufrieden sein, was nach den Asylanten bleibt.
Ein Aushang an der Tafel informiert die Kunden:
"Sehr geehrte Tafelkunden,
seit kurzem bedienen wir auch Kunden, deren Asylverfahren mit Anerkennungsstatus abgeschlossen wurde. Damit die Lebensmittel, die diese Kunden aus ihren Kundenkisten, die sie aus kulturellen und persönlichen Gründen nicht annehmen können den übrigen Kunden zugutekommen, werden wir die neuen Asyl-Kunden in der Zeit von ca. 10.25 Uhr bis 10.45 Uhr vorrangig bedienen.
Bitte haben Sie also Verständnis, dass – auch wenn diese Kunden später als sie am Tafelladen eintreffen -, diese dennoch vor ihnen bedient werden. Nur so können wir die zurückgereichten Waren ihnen zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen"

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oidamo 06.03.2018, 10:33
85.

Zitat von frank57
das die Pseudochristen die Armut in diesem Land verleugnen! 360 000 Obdachlose und 10 Mio an der Armutsgrenze zeigen deutlich das soziale Defizit von CDSU!
Bevor Sie irgendetwas von verleugnen etc. von sich geben, sollten Sie lieber erstmal selbst aufhören, Unwahrheiten zu verbreiten. Ich vermute zwar, dass dahinter bei Ihnen keine Absicht steckt, leider aber Unwissenheit, da sie offensichtlich den Unterschied zwischen Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit nicht kennen. Wie soll denn auf vernünfitgem Niveau diskutiert werden, wenn diejenigen, die (zurecht) Missstände anprangern, gar nicht wissen, von was sie überhaupt sprechen?
Abgesehen davon, ohne irgendetwas schönreden zu wollen: Die Anzahl der Wohnungslosen in Deutschland bis Anfang der 2000er Jahre deutlich höher (930.000 in 1996!) als heute (Quelle: BAG Wohnungslosenhilfe) und ist nach einem Tiefstand um 2006 erst seitdem stetig am Wachsen. Es handelt sich also keineswegs um ein neues Problem, aber eines dass unbedingt angegangen werden muss, damit bald nicht wieder die Zahlen aus den 90ern erreicht werden.
Zum Thema Obdachlosigkeit: Hier würde wohl ein Blick nach Finnland helfen, wo die Zahl der Obdachlosen seit Jahren stark rückläufig ist. In Helsinki gibt es inzwischen so gut wie keine Obdachlosigkeit mehr, und zwar, weil man begonnen hat, sich mit verschiedenen Programmen intensiv um die betroffenen zu kümmern. Und diese Programme, die die Leute wirklich aus der Obdachlosigkeit heraushelfen kommen laut Angaben der Verantwortlichen auf Dauer günstiger als nur an den Auswirkungen der Obdachlosigkeit herumzudoktern.

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Dokoqueen 06.03.2018, 10:33
86. Bitte verständlich!

Zitat von three-horses
Etwa eine Milion bei Tafel, das Andere von Verwandtenueber Wasser gehalten und noch einige mit zu viel Stolz. Arbeitslose, Hartz 4, Fluechtlinge, auch manche Rentner. Also nicht einmal 15 oder 17 Millionen. So ein kleines Haufen ......
Könnten Sie diesen Beitrag bitte nochmal überarbeiten und in verständlichem Deutsch verfassen?

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illimani 06.03.2018, 10:36
87. Falsch informiert.

Zitat von tinosaurus
Es ist schon eine Zumutung die Essener Helfer als Rassisten zu beschimpfen, obwohl ich deren Entscheidung auch nicht als sehr sinnvoll betrachte. Man hätte nicht alle Ausländer von der Tafel ausschließen müssen. Wenn es zu unzumutbaren.....
Die Essener hat nie und keine Ausländer von der Tafel ausgeschlossen, sie nehmen vorläufig nur keine neuen in der Liste mehr auf.

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anark 06.03.2018, 10:46
88.

Ich bin beim Zappen zufällig in der Sendung gelandet, der Anblick von Hüther und das Mantra von Plasberg, dass es Deutschland ja gut gehe (Gegenwärtig scheint sich jeder Medienschaffende zu dieser Bemerkung verpflichtet zu sehen.), haben meinen Aufenthalt in diesem Kanal rasant zu beenden.

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