Forum: Kultur
"Hart aber fair" zur Europawahl: "Die Politik ist ein ganzes Stück weit sprachlos"
WDR/Oliver Ziebe

Europa hat gewählt, und Frank Plasbergs Gäste diskutieren über die Folgen für Deutschland: Hat die AfD ihr Potenzial ausgeschöpft? Bricht der grüne Erfolg ein wie ein Soufflé? Und wer berät eigentlich AKK?

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Ragnar the Bold 28.05.2019, 09:41
70.

Das größte Problem der etablierten Parteien ist die fehlende Diskussionkultur. Und das ist das größte Problem, schliesslich sind das Profis. Also wenn der Youtuber Inhalte liefert, die mit Quellen belegt, wird alles andere gemacht als die Inhalte angesprochen. Da wird die Person beleidigt, das Medium in Frage gestellt, schlimmster Whataboutism betrieben. Ich freu mich echt das die Arbeitslosenzahl so niedrig ist, keiner der Politiker hat meines Wissens nach konkret gesagt, was sie dafür getan haben. So ist es für mich so, als würde man gelobt werden wollen, dass das Wetter schön ist.Und die Arbeitslosenzahl ist nicht Inhalt des Youtube Videos. Bzw. die wurde im Rahmen des Vergleichs Arbeitsplätze Solarstrom vs. RWE konkret angemerkt. Nun darauf kann man dann vielleicht eingehen...tut man aber nicht.

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kuac 28.05.2019, 09:46
71.

Zitat von kritischer-spiegelleser
Ein Kurs in Politik für eine etwas naive grüne Dame. Mit sah das wie eine Nachhilfestunde aus. Fachkompetenz sieht anders aus!
Sie hatte auf die gestellten allgemeinen Fragen kompetent geantwortet. Gäbe es sachliche Fragen, hätte sie womöglich auch sachlich kompetent geantwortet.

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Post-postfaktisch 28.05.2019, 09:47
72. Kein Vorwurf, aber schade für Sie, dass sie ihre Träume verkaufen...

Zitat von touri
Sie sagen es, "Viele KIDS haben kein Interesse an Besitz, sondern an Sinn". Die Kids werden aber Erwachsen, gehen arbeiten, gründen Familien, ändern ihre Prioritäten. Mein Vater z.B. verbrachte seine Jugend in den 60er und 70er Jahren und war dem jugendlichen Zeitgeist entsprechend sehr links. Heute würde ich ihn als Mitte/Rechts bezeichnen. Bei mir ähnlich, in meiner Jugend habe ich auch noch stellenweise ganz andere Ansichten vertreten als heute. Früher oder später weicht bei den Meisten der Idealismus dem Pragmatismus. Außer man hat Geld, dann sieht die Welt wieder ein Stück anders aus.
Wir haben mit einem mittleren sechsstelligen Jahresgehalt irgendwann aufgehört zu konsumieren und unseren Besitz verschenkt. Heute mit knapp 60 haben wir wenig Geld, viel Zeit für uns und unsere Freunde und Kinder, tun wozu wir Lust haben und genießen das Leben. Ich berate immer einmal Unternehmen, die den Wertewechsel nicht hinbekommen. Seit wir dem Geld nicht mehr hinterherlaufen ist das Leben tausendmal bunter und schöner. Googeln Sie mal die fünf größten Dinge, die Sterbende bedauern. Ich wünsche Ihnen auf Ihrem Weg in jedem Fall ein erfülltes Leben.

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Post-postfaktisch 28.05.2019, 09:51
73. Schlaukopf!!

Zitat von schmidthomas
endlich die Fakten zur Kenntnis nehmen. https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/uno-prognose-weltbevoelkerung-im-jahr-2100-11-2-milliarden-a-1045920.html Es ist weltfremd und lächerlich, die Bürger Deutschlands weiter mit grünen Desinformationsstrategien zu behelligen. Unser (D) Anteil an der Produktion von klimaschädlichen Stoffen soll bei ca. 1% liegen. Auch wenn wir ab sofort Nullkommanull CO2 produzieren, wird sich global gar nichts ändern. Man beachte das Wachstum der Weltbevölkerung, besonders jenes in Afrika und muss erkennen, dass die Probleme in der wachsenden Überbevölkerung liegen. 2,4 Milliarden Bevölkerungszuwachs bis 2050. das entspricht dem mehrfachen (ca. 5x) der EU-Wahlbevölkerung. Das daraus folgende Problem lautet: Warum wird diese wichtige Tatsache nicht in die Diskussion einbezogen?Wer ist willens, dies laut zu sagen und den Klimagläubigen, sowie den Schulschwänzern zu verklickern? Fazit: Wir retten gar nichts. Noch nicht einmal unseren Verstand.
1. wenn Sie in den Ländern mal gewesen sind, wissen Sie, was dort gedacht wird: „wir wollen einmal so leben, wie in D“

2. wenn in einem der am höchsten industrialisierten Ländern der Welt grünes Leben funktioniert, geht es auch woanders.

3. wir verkaufen der Welt entweder Autos oder Umwelttechnik und moderne Infrastruktur. Wenn wir das nicht tun, machen es die Chinesen.

Kurzum: was wir hier tun, hat weltweiten Einfluss.

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almeo 28.05.2019, 09:59
74.

Zitat von futrakun
Analyse: sind junge Wähler dumm?Vermutlich nicht, aber fern von jeglicher Realitätswahrnehmung. [...]
Ach je, diese Hasstiraden immer gegen alles neue, junge und andere. Nein, junge Menschen die für die Grünen gestimmt haben, fahren danach sicher nicht mit dem SUV zum einkaufen, die haben nämlich meistens (noch) gar kein Auto, leben irgendwo in WGs und interessieren sich tatsächlich für die Frage, ob sie in 10 Jahren sich noch Gedanken darüber machen können, Kinder zu bekommen, oder ob da der Karren schon an die Wand gefahren ist. Mir ist klar, dass viele Menschen (wie wohl Sie auch) große Angst davor haben, dass die Brieftasche dünner wird, das Auto kleiner und die Urlaube teurer, aber daran werden wir uns wohl gewöhnen müssen. Dicke Brieftasche aber MeckPomm eine Wüste dürfte für viele unter 30 wohl keine Alternative mehr sein...

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almeo 28.05.2019, 10:10
75.

Zitat von touri
Sie sagen es, "Viele KIDS haben kein Interesse an Besitz, sondern an Sinn". Die Kids werden aber Erwachsen, gehen arbeiten, gründen Familien, ändern ihre Prioritäten. [...]
und genau das passiert ja eben immer weniger! Junge Häuslebauer schauen darauf, dass ihr Wohneigentum weniger Energie verbraucht, Solarzellen hat, Pelletöfen etc. Sie versuchen auf das Auto zu verzichten oder kaufen ein E-Fahrzeug, vermeiden dreimal im Jahr nach Malle zu fliegen, sind Vegetarier, sportlich aktiv und bedeutend mehr daran interessiert, ihr Work-Life-Balance im Auge zu behalten, als nur viel Kohle nach Hause zu bringen. Diese Idee, dass Menschen in der Jugend "links" und "grün" sind, später dann, tja, mitte-rechts und konservativ, ist einfach überholt. Das war vielleicht in den 80ern mal so, aber ist sicher inzwischen nicht mehr der Fall...

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minimalmaxi 28.05.2019, 10:12
76.

Zitat von futrakun
Analyse: sind junge Wähler dumm?Vermutlich nicht, aber fern von jeglicher Realitätswahrnehmung.Wenn man sich die Daten der Umweltverschmutzer weltweit ansieht,dann ist Deutschland einer der letzten im Ranking,soll aber die Welt retten,dieser Stecknadelkopf auf der Weltlandkarte.Nein-dumm sind die Grünen nicht,aber immer halb besoffen von ihrer Ideologie,die immer mehr zum "Religionsersatz" mutiert.Wir sind die Guten und tun was für die Zukunft unserer Erde und man kann nicht persönlich dafür bestraft werden,wenn die Daten nicht stimmen..So wird jeden Tag eine neue Kuh durchs Dorf getrieben-Theorien herausposaunt und es gibt halt jedem Grünen ein warmes Gefühl:ich hab was unternommen.Das beruhigt,wenn man in sein SUV steigt und zum Supermarkt um die Ecke fährt!!!
Allein Ihr abgdroschenes SUV-Beispiel zeigt, das auch sie eine eindimensionale Realitätswahrnehmung haben. Es gibt sehr viele Beispiele, in denen Deutschlnd ein großer und rücksichsloser Umweltverschmutzer ist; selbst in der EU auf den hinteren Plätzen. Ich hoffe, die jungen Wähler lassen sich von solchen ideologisch gefärbten Äußerungen nicht weiter einschüchtern und wählen Parteien und Programme, die für ihre Zukunft wichtig sind.

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touri 28.05.2019, 10:15
77.

Zitat von Post-postfaktisch
Wir haben mit einem mittleren sechsstelligen Jahresgehalt irgendwann aufgehört zu konsumieren und unseren Besitz verschenkt. Heute mit knapp 60 haben wir wenig Geld, viel Zeit für uns und unsere Freunde und Kinder, tun wozu wir Lust haben und genießen das Leben. Ich berate immer einmal Unternehmen, die den Wertewechsel nicht hinbekommen. Seit wir dem Geld nicht mehr hinterherlaufen ist das Leben tausendmal bunter und schöner. Googeln Sie mal die fünf größten Dinge, die Sterbende bedauern. Ich wünsche Ihnen auf Ihrem Weg in jedem Fall ein erfülltes Leben.
Kann man alles machen und ich kann die Gegenreaktion gut verstehen, da ich davon ausgehe, dass Sie sich für ein sechstelliges Gehalt auch den allerwertesten aufgerissen haben. Aber ich vermute auch, das Sie soviel behalten haben, das sie sich ansonsten keine großen sorgen machen müssen. Bezahltes Eigenheim z.B.

Mein Beitrag hatte im übrigen auch wenig mit "dem Geld hinterherlaufen" zu tun. Mein Vater war z.B. alleinerziehend und musste für mich und noch zeitweise für meinen Bruder (der ist dann recht schnell studieren gegangen) sorgen. Er hatte nie den Luxus eines sechstelligen Gehaltes oder die Möglichkeit darauf zu verzichten. Als Industriearbeiter war seine Sorge, das es der Industrie gut geht, damit er für die Familie sorgen konnte, aber auch durchaus für starke Gewerkschaften, damit von dem Betriebsergebnis auch was beim Arbeiter ankam. Mit dem Alter kam natürlich die Rentenfrage zunehmend in den Fokus. Andere Prioritäten, wie ich schon schrieb. Das sind alles Punkte, die keine Kernkompetenzen der Grünen sind, im Gegenteil. Die CDU und SPD haben bereits sehr viel für den Umweltschutz getan (auch auf Druck der Grünen hin), die Flüsse und Seen sind wieder Sauber, den Wäldern gehts gut und selbst der Wolf fühlt sich hier wieder heimisch. Sicher kann noch viel getan werden, daher finde ich es gut, das es die Grünen gibt, aber wirklich wählen? Eher nicht.

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almeo 28.05.2019, 10:21
78.

Zitat von funkstörung
[...] der faktencheque besagt deutschland ist für 2 % des weltweiten co2 ausstosses verantwortlich. will heißen, man kann etwas machen, aber die auswirkungen wären selbst bei einer reduzierung auf 0 überschaubar. [...]
Das ist ja hier auch völlig irrelevant. Es geht nicht darum, dass Deutschland alleine den CO2 Ausstoß der Welt auf Null bringt. Es geht darum, mit gutem Beispiel vorweg zu gehen und Anreize zu geben, das andere Länder folgen. Dazu geht es um Technologie. Photovoltaik war mal ein deutscher Exportschlager. Jetzt bauen halt Chinesen die Dinger und entwickeln mal nebebei Solarautobahnen mit befahrbaren Panels zur Stromgewinnung. Schafft man in Deutschland irgendwie nicht. Der Transrapid fährt auch nur in China. Batterie- und Antriebstechnik haben wir jetzt schon verloren. Was kommt als nächstes? Deutschland ist weder Agrarland noch geeignet, um Billigprodukte aus gewaltigen Fabrikkomplexen zu pumpen, das können andere besser. Deutschland ist Hochtechnologieland, und da liegt auch die Zukunft. Egal ob das nun Stromspeicher sind, moderne Wind- oder Gezeitenkraftwerke, Recyclinganlagen, Technik für Co2-neutrale Agrarproduktion, Alternativen für Plastik, Niedrigenergiebaustoffe, moderne Wohnkonzepte, urbane Verkehrsregelung... Da bliebe genug, mit dem man auf der Welt in Zeiten des Klimawandels Geld verdienen könnte.

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kuac 28.05.2019, 10:22
79.

Zitat von mwroer
..."Wenn die #Erstwähler mal ihr eigenes Geld verdienen und selber spüren wer das alles bezahlen muss sieht die #Wahl vielleicht auch wieder anders aus." Die Wahl *sieht* meistens anders aus wenn man selber Geld verdient, wenn man selber alles bezahlen muss und wenn man letztlich die Verantwortung, die unmittelbare finanzielle, für eine Familie trägt....
Ist das nicht unsolidarisch? Ich lasse erstmal meine Ausbildung von den Steuerzahlern bezahlen und dann habe ich keine Lust, wenn ich dran bin?
Oder, Ich fahre immer Auto und sehe nicht ein warum ich ÖPNV mit meinen Steuergeldern finanzieren soll?

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