Forum: Kultur
Hausbesetzung in Berlin: Schöner wohnen aktuell
Bjoern Kietzmann

Nicht die Hausbesetzungen in Berlin sind skandalös - ein Skandal ist es vielmehr, Wohnungen als Spekulationsobjekte leer stehen zu lassen. Panik vor steigenden Mieten ist für viele seit Jahren das prägende Hauptstadt-Gefühl.

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dieter-ploetze 22.05.2018, 15:57
1. na also, geht doch

frau Stokowski schreibt eine kolumne, der ich voll zustimmen kann. das haette ich bis jetzt niemals fuer moeglich gehalten. von einem wunder will ich nicht gleich sprechen, aber irgendwie wundersam.

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gracie 22.05.2018, 15:59
2. Hausbesetzung in Berlin !

Und hoffentlich bald auch anderswo. Es ist an der Zeit, denn wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.

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brahmavihara 22.05.2018, 15:59
3. Skandalös ist beides

"Nicht die Hausbesetzungen in Berlin sind skandalös - ein Skandal ist es vielmehr, Wohnungen als Spekulationsobjekte leer stehen zu lassen." Skandalös ist beides. Hausbesetzungen sind keine Antwort auf die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. Wer sich artikulieren möchte, kann parteipolitisch aktiv werden, kann eine Bürgerinitiative gründen, kann Demos veranstalten. Die widerrechtliche und kostenlose Nutzung fremden Eigentums ist keine akzeptable Form des demokratischen Diskurses.

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whitewisent 22.05.2018, 16:06
4.

Werte Frau Stokowski! Es ist hat toll, daß Sei eine eigene Kolumne bei SPON haben, wo Fakten nicht viel zählen, aber trotzdem dürfte man von jemanden wie Ihnen erwarten, die aktuelle Berichterstattung ein wenig zu kennen, und darum mit bestimmter Polemik sehr sparsam zu sein.
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/hausbesetzungen-in-neukoelln--das-gespraechsangebot-gilt-weiterhin--30435618

In dem Interview stellt der Geschäftsführer des Hausverwaltung des Gebäudes in Neukölln die Sache sehr ausführlich dar. Das Haus ist schlicht einsturzgefährdet. Und darum zog die Kita, welche das Gebäude bis dahin nutzte aus, um nach der erfolgten Sanierung wieder einzuziehen. Also nicht immer stimmt der bloße Augenschein, und man lässt sich im jugendlichen Eifer zu etwas hinreißen, was am Ende lebensgefährlich für sich und andere sein kann.

Auch hat der Hintergrund vieler Aktivisten gar nichts mit der Wohnungsnot in der Stadt zu tun! Sie verfügen bereits über Wohnraum in dieser Stadt, und suchen vielmehr ein komplettes Gebäude für ihre Vorstellungen von Wohnen und Zusammenleben. Vieleicht etwas verklärt durch das Jubiläum der Kommune 1, aber auch die besetzte nicht ein Wohnhaus während der Baumaßnahmen.

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DianaSimon 22.05.2018, 16:06
5. Nutzungsänderung

In Stuttgart hatte der Gemeinderat vor Jahren beschlossen, daß es einer Genehmigung bedarf, wenn man für eine Wohnung eine Nutzungsänderung vorsieht, sie also z.B. in einen Friseursalon umnutzen will. Genauso wurde das Leerstehenlassen einer Wohnung angesehen und als Nutzungsänderung ohne Genehmigung angesehen und geahndet. So weit ich mich erinnere hat dieses Instrument ganz gut funktioniert.

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moritz27 22.05.2018, 16:08
6. Wird ein Objekt

besetzt, also genutzt, für die Nutzung die ortsübliche Miete verlangen und gut ist. Oder wollen die Besetzer nur gratis wohnen, wie die Nassauerin bei Frau Stokowski?

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Phil2302 22.05.2018, 16:09
7. Aufruf zu Straftaten

"Gibt es ein Recht dazu? Eine Pflicht sogar, wenn man die Zeit hat und die sonstigen Ressourcen." Anders ist das nicht zu verstehen. Aber hey, wir haben es ja verstanden: Wenn für linke Belange zu Straftaten aufgerufen wird, dann ist das in Ordnung.

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David K. 22.05.2018, 16:14
8. Aufruf zum Unrechtstaat

Es mag dem linken Duktus entsprechen, sich qua politischer Gesinnung im moralischen Recht zu sehen, aber vernunftgelenkt sind die Aussagen der Autorin dennoch nicht. Ich glaube nicht, dass der städtische Frieden gewahrt wäre, wenn es ein allgemeines Gesetz gäbe, dass Menschen zunächst selbst entscheiden dürften, ob ein leerstehendes Gebäude dies aufgrund einer amoralischen Handlung seines Besitzers tut. Um dann im nächsten Schritt auch noch kurzerhand über Legislative, Judikative und Exekutive hinweg entscheiden dürften, unmittelbare Gewalt anzuwenden und den Besitzer de facto zu enteignen.
Eben dieses Vorgehen kennzeichnet eine Dikatur oder kurz: einen Unrechtsstaat. Genau dafür setzt sich die Autorin ein, wenn man ihre Argumentation weiterdenkt - dem muss alles andere als Vernunft zugrundeliegen.

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ruzoe 22.05.2018, 16:17
9. Endlich mal eine Schreibe,

die in das Thema galoppiert wie eine gesengte Sau! Diepgen und Lummer wissen ein Liedchen davon zu singen, aber jetzt ist die nächste Generation dran, also laßt es krachen! Und dir danke, Maggie...

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