Forum: Kultur
Helfer-Syndrom: Der Selbsthass der Deutschen

Helfen ist gut, helfen ist edel. Aber warum haben die Menschen das nicht schon lange vor dem Eintreffen der Geflohenen getan?

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pumpernickl1811 06.02.2016, 12:22
1. ja stimmt, interessant

aber warum ist das so? Gilt das nur für Deutsche oder auch für andere Nationalitäten? Sie hätten das ruhig etwas weiter ausführen können.

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rantzau 06.02.2016, 12:27
2. Danke

mein Credo. Ich arbeite seit 20 Jahren mit Flüchtlingen, vollbezahlt und ausserhalb Deutschlands. Bei Heimatbesuchen war das Interesse an meinem Beruf zero. Was ich nicht schlimm finde, denn wie gesagt, ich war ausserhalb Europas. Allerdings fand ich es schon seltsam, daß erst als die Leutchen hier eintrafen, auf einmal so ein Hype enstand. Und vor allem, habe ich das Gefühl, vielen Menschen ging es eher um sich denn um die Sache. In der Kirche redete die Pastorin von Flüchtlingen, während das arme Rentnermütterchen in der Bank saß. Alles, was ein bisschen warnte (auch ich und meine Kollegen) musste aufpassen. Die "Flüchtlinge" sind zum grössten Teil perspektivsuchenden Migranten. Überall in den Talkshows sassen wütende LAGESO Kritikerinnen (meistens weiblich und sehr radikal, und Soialarbeiterinnen), es wurde achtlos am Penner,vorbeigestürmt. Refugees Welcome. OIch finde und fand das grottig. Kein Land würde so seine eigenen Schwachen vernachlässigen und sich auf Neuankömmlinmge stürzen.

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1qwert1 06.02.2016, 12:46
3.

Ein wirklich guter Artikel und interessante Betrachtungsweise.
Allerdings stört mich erneut der Begriff "biodeutsch" massiv. Sorry, aber ich empfinde ihn als zutiefst menschenverachtend.

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frank2013 06.02.2016, 12:51
4. willkommen bei uns selbst !

Wir haben ein narzistisches Selbstbild von uns und immer noch einen reflexhaften Nachkriegskomplex. Wir lieben uns selbst, weil wir ja so gut sind und hassen den Nachbarn, weil er ja ein Nazi ist, dabei wohnt in jedem von uns ein kleiner Blockwart. Wir sehen in uns den Samariter, der dem Fremden hilft, aber der Nachbar ist ein Loser, wenn er es nicht geschafft hat. Ich wohnte in der Ausbildung bei bürgerlichen Leuten, Akademikern, in Berlin. Als der Irakkrieg lief, wurde ein weißes Laken rausgehängt und als ein amerikanischer Offizier aus der Nachbarkaserne kam, eine amerikanische Flagge, im Urlaub in Südfrankreich war man selbstverständlich in einer Ecke des Campingplatzes nur mit einheimischen Franzosen zusammen, selbstverständlich. Im Zusammenhang mit einer Flüchtlingsdiskussion auf dem Sender Phönix äußerte sich irgendein Professor über die Deutschen am unteren Rand, an die der Moderator erinnerte, worauf der Prof.entgegnete, die könne man nicht in den Arbeitsmarkt integrieren, weil sie von der Quaifikation her nicht zur hochtechnisierten Wirtschaft passten, ach so? Das wird ja besser, weil man ja Flüchtlinge, die nicht mal die Sprache sprechen und oft keinen Abschluss haben, qualifizieren kann. Es ist richtig, im Moment giften wir uns alle an, weil das Fremde ja so viel besser ist, als wir. Ausländer merken diesen Selbsthass und verachten uns dafür. Sie verstehen das nicht und meinen, wir würden uns immer wieder in die Ecke drängen lassen. Ein türkischer Museumswärter sagte mir kürzlich, dass die Deutschen immer für alles zahlen müssen und in die Ecke gestellt werden. Ausgerechnet ein gedemütigtes, sich vor Schuld verzehrendes Volk, dass es bis heute es nicht schafft, sich selber zu achten und zusammenzuhalten, sieht im Fremden die Medizin gegen sich selbst, eine Gewaltbehandlung, die nach hinten los geht. Man kann dem Fremden nur auf Augenhöhe begegnen, wenn man zu sich selbst steht. Wieso hat die ganzen Jahre kaum jemand daran gedacht, Kinder in unseren prekären Familien zu unterstützen, etwa durch Vorlesen, Nachhilfe, Musik etc, Jugendämter schauten bei Misshandlungen weg, nicht aufgearbeitet sind die Missbrauchsfälle in den Internaten und Kirchen,Schulen verrotten, um ausgegrenzte Jungnazis in vielen Regionen hat sich kein Schwein gekümmert, statt zu versuchen, sie mit Nachschulungen, Sportangeboten, Handwerkswerkstätten mit diversen Angeboten etc etc. mit geeigneten Sozialarbeitern aus der ehemaligen Szene zurückzuholen.Es gibt zu wenig Stiftungen für Benachteiligte aus unserer Gesellschaft, aber beim anderen machen wir es ja besser.Deutschland, wir sind noch nicht reif für neue Experimente, das wird - nochmal - nach hinten losgehen, solange wir noch nicht unsere Mitte gefunden haben und lernen, dass die Achtung vor dem Fremden den Respekt uns selbst gegenüber und untereinander voraussetzt.

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rheinläufer 06.02.2016, 12:54
5. Verbinden statt spalten!

Was für eine verquere Meinung. So werden die Probleme und Phänomene nur herbei geredet. Und die Bevölkerung wird weiter gespalten. Vielmehr wäre es jetzt Aufgabe des Journalismus, Brücken zwischen den Lagern zu bauen!

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poetnix 06.02.2016, 12:55
6.

Die Frage des Tages, wenn nicht des Jahres!
Wir und unsere Wortbrei-Politnix haben keinen humanistischen Kompass mehr und reagieren nur noch auf Druck und wenn das Kind bereits im Brunnen liegt.
Merkel Politstil hat uns bereits zu einer kaum noch reaktionsfähigen Masse "erzogen", die erst dann ihren guten Charakter zeigt, wenn die Hütte brennt.

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Firewing6 06.02.2016, 12:58
7. Wir Deutschen sind Kinder

Die Erklärung für die aktuelle Entwicklung ist denkbar einfach: Wir Deutschen waren schon immer obrigkeitsabhängige Kinder mit Stimmungsschwankungen. Die Regierung hat mit "Wir schaffen das!" bei den Deutschen auf die Stimmungstaste gedrückt. Das hat es in der Vergangenheit kaum gegeben, denn damit hat man den deutschen Urinstinkt geweckt: Leidenschaft. Der Deutsche leidet gern und ist von Sinnsuche erfüllt. Das führte früher neben einem Aufstieg zur Weltmacht auch zu zwei Weltkriegen und einem Völkermord. Nach 1945 war man klug genug die deutsche Leidenschaft einzuschläfern. Das hielt 70 Jahre. Nun ist sie wieder da und wir brennen im Feuer unserer Leidenschaft. Ich kann nur hoffen, dass die Flammen bald erlöschen, denn schon regen sich unsere dunklen Seiten. Die Flüchtlingskrise muss ein Ende finden, sonst wird die Welt noch mit Jammer zurückblicken, dass alles so menschlich im Jahr 2015 anfing.

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hapeschmidt2 06.02.2016, 13:00
8. Es haben.....

Es haben schon immer Menschen sich für andere eingesetzt. Ehrenamtlich. Sei es um Obdachlose (Winterhilfen), Arme (Tafeln) oder Kinder (Vereine) usw usw.

Nur wurde über deren Tätigkeiten nie so ausführlich und jubelnd berichtet wie über die freiwilligen Flüchtlingshelfer.

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derbadener 06.02.2016, 13:01
9. guter Artikel

Schuld und Verantwortung sind nicht das Selbe:-) Deutschland hat Verantwortung und diese betrifft vorallem Menschen die schon Jahrzehnte hier leben und Steuern zahlen.

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