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Hilfe in der Flüchtlingskrise: Jetzt können wir alles in Frage stellen
DPA

Alles lässt sich in der Flüchtlingskrise hinterfragen: von der Art wie wir leben, bis zu der Art, wie wir bauen. Wir haben SPIEGEL ONLINE-Leser aufgerufen, Ideen und Initiativen der Flüchtlingshilfe vorzustellen. Die Reaktionen waren überwältigend.

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dirk1962 29.11.2015, 15:23
1. Schöne Utopie

Sicher dürfen die Gedanken auch mal in Utopien schweifen. Leider holt einen die harte Realität immer ganz schnell wieder ein. Mal ganz vorne Anfängen. Wer sagt uns denn eigentlich, dass die Flüchtlinge sich in unsere Gesellschaft integrieren wollen? Das bedeutet immerhin nichts weniger, als einen Großteil der eigenen Identität und Kultur über Bord zu werfen. Und wer sagt auf der anderen Seite, dass die Deutsche Bevölkerung die Flüchtlinge integrieren will? Setzen wir das alles einfach voraus, nur weil Merkel und selbsternannte Experten wie KGE das so wollen? Also weiter, was genau bedeutet denn Integration. Das bedeutet die Deutsche Sprache zu beherrschen, eine selbst bezahlte Wohnung und eine Arbeit zu haben, von der die eigene Familie unterhalten werden kann. Natürlich gehören auch soziale Kontakte zu Deutschen dazu, aber das lasse ich jetzt bewusst mal weg. Ich hinterfragen mal nur die einfachen Dinge. Wie viele der Flüchtlinge sind schon in Deutschkurse? Wie sieht die Sonderförderung der Kinder aus, um einen sinnvollen Schulbesuch zu ermöglichen? Wieviele der benötigten Wohnungen sind schon in Bau? Wie ist wirklich die schulische undberufliche Qualifikation der Flüchtlinge? Auf all diese einfachen Fragen haben wir keine Antworten. Warum nicht? Weil wir es entweder nicht wissen, oder, oder nicht mal feststellen können. Wenn wir ehrlich sind, haben wir nicht einmal angefangen, ernsthaft darüber nachzudenken, geschweige denn sind Fakten geschaffen worden. Also bisher nichts als heisse Luft, oder bestenfalls Absichtserklärungen. Aber wie schon gesagt, die Gedanken sind bekanntlich frei.

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aufdenpunktgebracht 29.11.2015, 15:27
2. Nicht in der Zukunft denken?

Ein Unterschied zwischen Mensch und Tier ist, daß sich der Mensch Gedanken über seine Zukunft macht. Dem Tier ist die Zukunft so ziemlich schnuppe. Das kann ein großer Vorteil sein. Es gibt keine Zukunftsängste, von denen der Mensch gerne geplagt ist und sich ständig Sorgen um darum macht. Angsthase nennt es der Autor. Sorgen machen wir uns um Familie, Job, Klima, Flüchtlingen u.v.a.m.

Vom Ansatz kann es befreiend sein, sich von der Zukunft zu lösen und in der Gegenward zu denken. Das kann aber auch nach hinten losgehen und ziemlich naiv sein.

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uksubs 29.11.2015, 15:27
3. sinnhaftigkeit

ich denke, die hilfe, die nun angeboten wird, ist auch der weg zu mehr sinnhaftigkeit. das wurde womöglich gar nicht bewußt gedacht, ich denke aber, es ist so. sehr viele singles, sehr viel dekadenz, sehr viel unnnütze freizeitbeschäftigung, etwa die jetzigen besuche auf den weihnachtsmärkten - dagegen ist ja das, was die flüchtlinge nun hinter sich haben, existenziell, und das, was sie brauchen, ebenso.
jedenfalls - es ist gut so!
und eben dies könnte unsere gesellschaft tatsächlich nachhaltig positiv verändern - und das ist auch gut so!

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eisbärchen_123 29.11.2015, 15:35
4. Deutschland wird sich rasch verändern müssen...

...denn schließlich hat die Flüchtlingskrise genug Potential um die EU endgültig zu sprengen. Dies wird - durch die extreme Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft - die Arbeitslosenzahlen sprunghaft ansteigen lassen. Dann sind kreative Lösungsansätze gefragt, deshalb diese jetzt schon mal fleißig sammeln, Herr Diez. Viel Spaß!!

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sag-geschwind 29.11.2015, 15:41
5. Positive Logik

Der Verlust von Sicherheit, insbesondere sozialer Sicherheit
ist keine "positive Logik", sondern ein kranker Auswuchs eines elitären Kapitalismus, der sich wieder ohne jede Skrupel gegen die Menschen wendet. Grauenhafte Wortverbiegerei!

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hinschauen 29.11.2015, 15:43
6.

Eine deutsch-syrische Truppe in Anlehnung an die multinationalen im spanischen Bürgerkrieg? Das ist der konkreteste Vorschlag? Haben Sie mal nachgelesen, wie der ausgegangen ist, der spanische Bürgerkrieg?

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sample-d 29.11.2015, 15:45
7.

Zitat von uksubs
(..)sehr viele singles, sehr viel dekadenz, sehr viel unnnütze freizeitbeschäftigung, etwa die jetzigen besuche auf den weihnachtsmärkten - dagegen ist ja das, was die flüchtlinge nun hinter sich haben, existenziell, und das, was sie brauchen, ebenso. jedenfalls - es ist gut so!
Sie denken Heirat und das Meiden von Weihnachtsmärkten führt zu einem wertvolleren Leben ? Na ich weiß nicht..

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bratwurst007 29.11.2015, 15:48
8.

Zitat von dirk1962
Das bedeutet die Deutsche Sprache zu beherrschen, eine selbst bezahlte Wohnung und eine Arbeit zu haben, von der die eigene Familie unterhalten werden kann. Natürlich gehören auch soziale Kontakte zu Deutschen dazu, aber das lasse ich jetzt bewusst mal weg.
Meine Güte, wie viele Deutsche wollen Sie da jetzt ausweisen?

Aber lassen wir das. Vorschlag: Sie gucken sich an, wie die das alle so machen mit den Flüchtlingen und der Integration und so und im Gegenzug machen Sie einfach so Ihr Ding weiter. Sie werden überrrascht sein, wie glücklich Sie damit werden... oder sind Sie das etwa nicht? Seit wann, seit Sommer oder schon ein bisschen länger. Mmhh... mal überlegen...

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freekmason 29.11.2015, 15:50
9.

Zitat von dirk1962
Sicher dürfen die Gedanken auch mal in Utopien schweifen. Leider holt einen die harte Realität immer ganz schnell wieder ein. Mal ganz vorne Anfängen. Wer sagt uns denn eigentlich, dass die Flüchtlinge sich in unsere Gesellschaft integrieren wollen? Das bedeutet immerhin nichts weniger, als einen Großteil der eigenen Identität und Kultur über Bord zu werfen. Und wer sagt auf der anderen Seite, dass die Deutsche Bevölkerung die Flüchtlinge integrieren will? Setzen wir das alles einfach voraus, nur weil Merkel und selbsternannte Experten wie KGE das so wollen? Also weiter, was genau bedeutet denn Integration. Das bedeutet die Deutsche Sprache zu beherrschen, eine selbst bezahlte Wohnung und eine Arbeit zu haben, von der die eigene Familie unterhalten werden kann. Natürlich gehören auch soziale Kontakte zu Deutschen dazu, aber das lasse ich jetzt bewusst mal weg. Ich hinterfragen mal nur die einfachen Dinge. Wie viele der Flüchtlinge sind schon in Deutschkurse? Wie sieht die Sonderförderung der Kinder aus, um einen sinnvollen Schulbesuch zu ermöglichen? Wieviele der benötigten Wohnungen sind schon in Bau? Wie ist wirklich die schulische undberufliche Qualifikation der Flüchtlinge? Auf all diese einfachen Fragen haben wir keine Antworten. Warum nicht? Weil wir es entweder nicht wissen, oder, oder nicht mal feststellen können. Wenn wir ehrlich sind, haben wir nicht einmal angefangen, ernsthaft darüber nachzudenken, geschweige denn sind Fakten geschaffen worden. Also bisher nichts als heisse Luft, oder bestenfalls Absichtserklärungen. Aber wie schon gesagt, die Gedanken sind bekanntlich frei.
also grundsätzlich bin ich der utopie, menschen als menschen zu behandeln zugeneigter, als der dystopie, die leute an einem grenzzaun erfrieren oder im mittelmeer ersaufen zu lassen.

im speziellen verstehe ich nicht, wieso man "einen Großteil der eigenen Identität und Kultur über Bord" werfen muss, um "die Deutsche Sprache zu beherrschen, eine selbst bezahlte Wohnung und eine Arbeit zu haben, von der die eigene Familie unterhalten werden kann".

alles ein bisschen widersprüchlich und herablassend gleichgültig, aber "die Gedanken sind bekanntlich frei."

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