Forum: Kultur
"Hobbit" am Ende: Auf den Wolkenkuckuckskontinenten der Fantasy
AP/ Warner Bros.

Der letzte "Hobbit" kommt ins Kino, und damit ist endlich vorerst wieder Schluss mit dem eskapistischen Unsinn, der sich Fantasy nennt. Die Abrechnung eines leidenschaftlichen Tolkien-Verächters.

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Ridcully 10.12.2014, 23:32
50. Nun, dann eine heilsame Empfehlung:

die Scheibenwelt-Bücher von Terry Pratchett.
Da steckt viel, viel mehr drin als Heldenepos oder coming of age-Internatsgeschichte ...

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histo4535 10.12.2014, 23:33
51. Willkommen in den 1970ern

Ah ein Artikel der sich zu den Wurzeln der Eskapismuskritik des "Spiegels" in den 1970er Jahren begiebt. Man könnte meinen, dass man in den letzten Jahren darüber hinweg gekommen ist. Wenn man denn einen Artikel hat der sich in den Spheren der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts bewegt, wäre es angebracht eine gleiche Sprache zu verwenden. Man könnte aber auch sagen, dass man sich auf die 1970er zurück besinnt, als man sich zwar auch in einer Krisenzeit befand, diese aber im Nachinein nicht so extrem war. Ja dieses Rückbesinnen, fast möchte man es nicht sagen, aber es ist unausweigerlich eine Fluchtbewegung. Das würde aber aber eine schreckliche Schlussfolgerung beinhalten, denn es fällt auf, man ist selbst ein Eskapist. Es bleibt aber die Frage offen warum die englische Schreibweise von Mossul gewählt wurde.

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ohminus 10.12.2014, 23:35
52.

Zitat von Wheredoyouwanttogotoday?
Bei Harry Potter war für mein Verständnis sehr schön deutlich, dass gerade die traditionellen vermeintlich Guten eben auch böse sein können und es jedes Mal darauf ankommt, abzuwägen und zu prüfen, was richtig sein könnte und was nicht.
Aha. Und selbstverständlich zeichnet sich Komplexität dadurch aus, dass alles so schön deutlich ist...

Kleiner Tip: Die Figuren bei Tolkien sind komplexer, als man denkt. Aber dazu muss man sich ein wenig tiefer mit der Thematik beschäftigen, anstatt die üblichen Klischees runterzubeten und so zu tun, als sei das Buch 2010 geschrieben worden und nicht ein halbes Jahrhundert vorher. Auch wenn die Deutsche Tolkiengesellschaft den Slogan "Ohne Tolkien keine Fantasy!" verwendet, so ist doch die Einordnung von Tolkien selbst durchaus problematischer - denn ein echtes Fantasy-Genre als solches gab es zu seiner Zeit nicht, auch wenn es einzelne Geschichten gab, die heute unter "Fantasy" subsumiert werden. Das ist auch ein Thema, bei dem Arno Frank auf die Nase gefallen ist.

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dergenervte 10.12.2014, 23:35
53.

Ach Herr Frank, anscheinend wollen sie nur provozieren.
Wie man sieht tut Ihnen auch noch die Leserschaft den gefallen. Jetzt können Sie sich zurück lehnen und genießen.
Ich werde mich daran nicht beteiligen, es ist mir einfach zu albern.
Nur noch eins. Sie haben Null Ahnung von dem was sie schreiben.
Einen schönen Abend noch.

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joann 10.12.2014, 23:41
54. Immer wieder lustig, Sapies zu finden,

die Illusionen als Zeitverschwendung betrachten. Dabei spricht vieles dafür, dass die intellektuelle Hauptkunst des menschlichen Gehirns eben die ist, Illusionen zu erzeugen - das reiht Tolkien gleich hinter Homer.

Mit Realität haben wir's ja ganz tatsächlich nicht so.
Sogar religiöses Denken soll nun genetisch sein !
Sind Vertreter der nackten Vernunft auf einmal falsche Propheten ?

Andererseits, ist Game of Thrones nicht irgendwo widerwärtig realistisch ?

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FunkR 10.12.2014, 23:47
55. Fehlender Zynismus

Wo bleibt denn der clevere Zynismus bei ihrem Essay, was diesem Artikel fehlt? Über die Schlacht der 5 Völker bekommen Sie doch sonst nur über die Glaubenskongregation IS etwas berichtet. Das liefert Ihnen und den Lesern doch genug Realismus im Gegenzug bei fast gleicher Thematik.
Lassen Sie die Menschen wenigstens im Kino träumen, egal wie es anderen gefällt. Für diese Kino-Story zahlen wir freiwillig Geld. Im Gegenzug zahlen wir behauptet unfreiwillige Beiträge für eine mehrfache Völkerschlacht im Nahen Osten.

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sanctum 10.12.2014, 23:58
56.

Kenne einige Leute die im Tolkien Universum gedanklich nicht mitkommen. Aber muss man dann gleich so draufschlagen. Gibt kaum bessere Geschichten.

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MiniMoogMe 11.12.2014, 00:00
57.

Ich verstehe nicht, was für eine Laus Arno Frank über die Leber gelaufen ist. Der ganze Artikel trieft nur so vor Galle, dass man sich fragen muss, ob wirklich so was oberflächliches und harmloses wie ein Literatur- und Filmgenre der wirkliche Grund für diesen Wutausbruch sein konnte. Ich sage ganz offen: ich verehre die Bücher namens "Herr der Ringe". Aber alles andere von Tolkien finde ich langweilig, die restlichen Vertreter des Fantasygenres interessieren mich nicht, die Filme fand ich okay als eigenständiges Werk, nicht als Verfilmung der Bücher. "Herr der Ringe" hat meine Ethnologie- und Linguistikseele gerührt, für mich ist dieses Werk vergleichbar mit Gilgameschepos, Edda, Kalevala, Nibelungensaga, Beowulf etc. Warum werden diese als Urgesteine unserer Kultur behandelt, "Herr der Ringe" wird aber mistrauisch beäugt? Homer ist meiner Meinung nach genauso sehr ein Fantasyautor wie Tolkien (und vice versa). Für mich hat Tolkien eigentlich mehr Gemeinsamkeiten mit bekannten und unbekannten Autoren von historischen Epen als mit anderen modernen Fantasyautoren. Er hat sich nämlich erfolgreich gegen den Postmodernismus gewährt. Nicht dass an Postmodernismus irgendwas schlecht wäre, aber ich kann sehen wie manche Leute das als ihre einzige Realität akzeptieren und alles andere, das sich im Bereich des idealistischen, archetypischen, fantastischen, metaphorischen usw. bewegt, sie vergrätzt.

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Big_Jim 11.12.2014, 00:03
58. Ganz ehrlich?

Wer Herr der Ringe nicht als das bezeichnet was es ist, nämlich ganz großes Kino, der hat einfach keine Ahnung vom Medium Film. So einfach ist das...

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heikoprasse 11.12.2014, 00:25
59. Sehr schön

wie Sie hier den Advocatus Diaboli geben - aber mich überzeugen Sie nicht. Für einen Fantasy-Hasser, der nur gezwungenermaßen in Berührung mit dem Genre gekommen ist, kennen Sie sich viel zu gut aus. Netter Versuch!

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