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Hochhaus-Boom: "Londons Skyline ist außer Kontrolle"
Hayes Davidson

Mehr als 200 neue Wolkenkratzer wachsen in den kommenden Jahren in den Londoner Himmel - Stadtplaner sind entsetzt. Eine Ausstellung zeigt jetzt die Skyline der Zukunft. Sehen Sie hier den Vorher-Nachher-Vergleich.

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Leeuw 07.04.2014, 19:49
60. Ja, mehrere.

Zitat von sondevida
Wenn man sich Staedte weltweit anschaut, in Amerika, Asien Australien, sieht man, dass alle glech aussehen. Melbourne, Shanghai oder Toronto koennte ich von der Skyline nicht unterscheiden. Ueberall die gleichen Glasstuerme. Das eine europaeische Stadt da freiwillig hin will ist mir ein Raetsel. New York steht seine Skyline. Es ist eben New York und die einzige Wolkenkratzerstadt, die mit ArtDeko elementen und Steinfassaden bei aelteren Wolkenkratzern so etwas wie eine richte 'Altstadt' hat. Atlanta, Seattle, Peking oder Shanghai sehen irgendwie nach nichts aus.
Echt jetzt? Ok, geben Sie's zu: Sie waren noch nie in Melbourne, nie in Toronto, Beijing, Atlanta, Seattle und schon gar nicht in Shanghai. Oder nur nachts, aber selbst dann nicht. Im Übrigen hat der letzte Star Trek Film gezeigt, wie eine Fusion von Historie und Post-Postmoderne funktionieren kann. München, Hamburg, Berlin = Grossstädte? Kicher!

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Olaf 07.04.2014, 22:07
61.

Zitat von Number-Cruncher
Ich als gebürtiger Berliner lebe nun schon seit über 10 Jahren in London und muss Ihnen leider uneingeschränkt Recht geben. London ist einfach dynamisch, beweglich, manchmal auch kontrovers, aber immer interessant. Berlin ist einfach nur lahm mit einem Volltrottel als Bürgermeister.
Ja, es ist einfach nur Schade.

In den Städten, wo das Wachstum hingehört, passiert nichts. Dafür wird die Landschaft mit Windmühlen vollgestellt. Da gibt es keine Hemmungen, immer Größer und immer Weiter.

Dabei gibt kein besseres Symbol für tiefsten Provinzialismus und Freude am Stillstand als diese Dinger.

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koves 08.04.2014, 10:40
62. Hochhäuser sind nicht Platz sparend

Zitat von spon-facebook-10000523851
...als ganze Landstriche mit Beton vollzuschmeissen....
Da Hochhäuser sehr viel Erschließungsfläche für Aufzüge und Fluchttreppenhäuser benötigen und größere Abstandsflächen wegen der höheren Verschattung einhalten müss(t)en, sind sie im städtebaulichen Vergleich alles andere als Platz sparend. Städtebaulioch sind die zudem fragwürdig, da sie meist keine klaren Raumkanten ausbilden, keine Straßenzüge betonen. Sie sind genau das Gegenteil von dem, was wir an gründerzeitlichen Stadtvierteln mögen. Wenn diese hohen Häuser dann ihre besten Jahre hinter sich haben, sind trostlose Stadtwüsten aus Stahl, Glas und Beton entstanden.

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TGX 08.04.2014, 10:46
63. Also ...

... ich finde die Skyline der Stadt mit den -künftigen- Wolkenkratzern auf den Bildern sehr ansehnlich und gelungen. Und das sehen offensichtlich 2/3 der Londoner genauso. Dass ein paar wenige Architekten, Künstler etc. das nicht so empfinden (vermutlich weil sie nicht oder nicht mehr an den Ausschreibungen beteiligt sind) ... who cares ! Wenn man New York oder genauer gesagt Manhattan besucht, wird schnell feststellen, dass Wolkenkratzer einer Stadt nicht das Flair nehmen, sondern das Stadtbild unglaublich bereichern. Sie verdrängen nicht die alte Bausubstanz, sondern ergänzen sie um eine neue Note. Selbst in Manhattan gibt es ruhige Viertel mit Einfamilienhäusern, in denen man nicht auf die Idee käme, dass ein paar Blocks weiter z.B. das Empire State Building steht. Wolkenkratzer sind Ausdruck der Moderne, so wie es der Barock im 17./18. Jahrhundert war; also sollten sie auch gebaut werden.

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hardyhardy 08.04.2014, 11:55
64. Betonburgen in aller Welt

machen die Städte zu Wüsten. Architektonische Konformität lassen kreative Vorschläge im Keim ersticken. Ist diese neue Hässlichkeit evtl. der Spiegel unserer Gesellschaft?

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gumrak55 08.04.2014, 13:36
65. England...

hat doch keine produzierende Wirtschaft, wo kommt das Geld für die vielen Häuser her?

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gekkox 09.04.2014, 11:00
66. Geld

Zitat von gumrak55
hat doch keine produzierende Wirtschaft, wo kommt das Geld für die vielen Häuser her?
Seit wann wird heutzutage noch Geld mit Industrie gemacht. Geld verdient man heute durch Zocken an der Börse und da ist London die #1

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carlito61 24.04.2014, 03:42
67. London

Zitat von mjs2342
Und wo bleibt Berlin? Und wo Frankfurt? München braucht man ja gar nicht mehr zu erwähnen. Wieder einmal versinkt Deutschland im provinziellen...
Gut erkannt. Die Mafia wohnt und regiert hier wie die Made im Speck, und hat London für die Zukunft gefunden. Langfristige Interessensdynamik..... wollen Sie noch mehr wissen....

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koves 30.07.2014, 09:13
68. Reine Prestigebauten mit kurzer Halbwertszeit

Städtebaulich sind Wolkenkratzer neben Einfamilienhaus-Siedlungen das Unglücklichste, was man einer Stadt antun kann. Sie dominieren in perfider Weise das Stadtbild und wirken nach nur wenigen Jahrzehnten alt und heruntergekommen. Sanierungen sind dann häufig sehr aufwendig und lohnen zumeist nicht. Sie stehen schnell leer, werden dann wieder abgerissen und durch neue hohe Häuser ersetzt. Es entwickelt sich keine gewachsene Stadtstruktur, wie wir sie aus den Städten europäischer Metropolen, vor allem den Stadterweiterungen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert kennen. Diese beliebten und fast immer in Blockrandbebauung entstandenen Siedlungen der Zeit sind eine vom Maßstab und ihrer ordnenden Kraft her angenehme Struktur, die zudem sparsam in Bezug auf Bauland, Energieverbrauch und Ressourcen sind.
Hohe Häuser dagegen, insbesondere in der Größe, wie sie aus Prestigegründen seit 1945 in vielen Metropolen entstehen, sind vor allem wegen ihres enormen Bedarfs an Erschließungsfläche (viele Aufzüge, lange Flure) gar nicht sparsam! Will man zudem die starke Schattenwirkung, die von ihnen ausgeht nicht ignorieren und hält entsprechende Abstände untereinander, ist ihre Flächenausnutzung sogar eher ungünstig. Außer das Renommee ihrer Stadt und seiner Investoren spricht vieles eher gegen den Bau von Hochhäusern. Oder anders ausgedrückt (und wie man es an dem in dieser Hinsicht positiven Beispiel weil hochhausarmen Berlin sieht): Eine Stadt braucht sie schlichtweg nicht.

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