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Hoffnung auf eine neue Welt: Pflegen Sie ihre Wut!
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Machen Konzerne und alte Männer so weiter, wird die Erde bald unbewohnbar sein. Wer für eine Zukunft der Gleichberechtigung und Rücksichtnahme ist, darf nicht länger schweigen. Wir sind viele!

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ruhepuls 02.03.2019, 16:49
1. Alte Frauen - statt alte Säcke?

Überall, wo Frauen an der Macht sind, tun sie das gleiche, wie die "alten Säcke". Was lernen wir daraus? Es ist "unten" immer einfach zu glauben, dass "oben" nur etwas anders gemacht werden müsste - und schon hätten wir eine bessere Welt. Bisher hat allerdings jeder und jede, die nach "oben" kamen, dann das gleiche getan, was sie vorher angeprangert hatten.

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Kurt Tucholsky 02.03.2019, 16:54
2. Ich bin weise, ohne Frage!

Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen

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Kurt Tucholsky 02.03.2019, 17:00
3. Frage

Wie sähe die heutige Welt aus, läge die Lebenserwartung eines Menschen bei 42,3 Jahre?

Hätte dann die CSU oder AfD eine ähnlich große Stammwählerschaft? Wären Klimawandelskeptiker weiterhin in derart behindender Art tätig? Gäbe es mehr Bienen?

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moritz27 02.03.2019, 17:04
4. Liebe Frau Berg,

es wäre tatsächlich schön, wenn Frauen sich mehr engagieren und zum Beispiel einmal zu mindestens 50% die Mitglieder von Parteien würden. Kostet halt Arbeit, Zeit und Kompromissbereitschaft. Und gerade bei letzterem fehlt es bei vielen "kämpferischen Frauen". Die wollen nämlich nur, dass ihre Meinung gilt und sich durchsetzt und sehen in einer Abstimmungsniederlage über ein Thema nicht etwa, dass sich vielleicht andere und bessere Argumente durchgesetzt haben, sondern betrachten es oft als persönliche Niederlage und Kränkung. Ich verzichte hier auf Namensnennungen oder selbst erlebte Beispiele. Übrigens leben in meinem Umfeld Frauen und Männer immer noch in lang anhaltenden liebevollen Beziehungen und befinden sich nicht im Kriegszustand. Helfen Sie mir. Was läuft in unserer Gegend falsch? Was müssen wir ändern, damit wir endlich auch die Wut entfachen können?

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Lykanthrop_ 02.03.2019, 17:09
5.

So mal eben kurz aus der Ferne ist Frau Berg wohl nichts besseres eingefallen, als eine alte abgewetzte Kolumne aufzutauen. Mal wieder sind es die bösen Männer, alles klar, wer denn sonst. Wie ist Frau Berg eigentlich nach Afrika gekommen, ich hoffe nicht mit dem Flugzeug.
Diese ausgelutschte Debatte um die bösen Männer.. dazu sind alle Kommentare geschrieben.
Die gute Jugend, die heute demonstriert und morgen wieder dem Konsumrausch verfällt ist das Bio Label auf dem Neusseländischen Apfel. Ein kleiner Fortschritt, aber keine Lösung.
Wir sollten uns selbst als Teil der Probleme sehen und nicht das Böse an einem Geschlecht festmachen, dann bleibt noch Hoffnung.

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dasfred 02.03.2019, 17:12
6. Die dumpfe Wut gegen den heiligen Zorn

Manchmal, wie bei den Kolumnen von Sibylle Berg, weiß ich nicht, wer ich bin und wo ich stehe. Als alternder Schwuler, aufgewachsen unter Frauen, könnte ich jede der von Frau Berg definierten Rollen ausfüllen. In der entsprechenden Verpackung nimmt man mir den alten weißen Mann ab, der sich weigert, seinen Machtanspruch zu teilen, in der Gewissheit, dass Frauen und Kinder nie den Durchblick bekommen. Als guter Lehrling und Kenner männlicher Verhaltensweisen sind mir aber auch die Schwachstellen des weißen Mannes bekannt. Die alte weiße Frau weiß ihren Mann zu nehmen. Schließlich wird sie ihn noch einige Jahre überleben. Sorgen machen mir die jungen weißen Frauen. Die die sich dem Mann unterwerfen um versorgt zu sein und die, die meinen, wenn sie selbst Erfolg haben wollen, müssen sie männliches Gehabe kopieren. Dabei sind die Frauen mit Erfolg und Einfluss in Wirklichkeit Menschen, die sich ihrer persönlichen Stärken bewusst sind. Sie haben es in der Hand, ihre Werte an die Jugend zu geben. Das Bewusstsein für gesundes Leben wird stärker von den Frauen, als von den Männern vermittelt. Nur sie können Einfluss darauf nehmen, dass intakte Natur besser ist, als ein leistungsstarkes Kraftfahrzeug. Das uns Wind und Sonne näher sind als Kohle und Atom. Seit die Welt eng vernetzt ist, begreifen immer mehr Menschen, dass der selbstverständliche Luxus bei uns mit Not und Elend in der dritten Welt erkauft wird.

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women_1900 02.03.2019, 17:26
7. Frau Berg hat noch Illusionen, das wäre schön

würde sie nicht gleichzeitig von alten Säcken schreiben. Ich, Ü 60, war einst in der Frauenbewegung sehr aktiv, war Mitgründerin eines Frauenvereins und Mitinitiatorin eines Frauenhauses in einer oberbayerischen Kleinstadt.
Was in den letzten Jahren jedoch so passiert, lässt mich die Füße still halten. Frauenbewegung ist out, Frauen selbst wollen den Rückschritt. Sie fühlen sich in ihren Teilzeitstellen wohl, wohl wissend dass sie einmal weniger Rente haben werden. Sie wollen Kinder gebären, auch um der Arbeitswelt entfliehen zu können. Und ist die Legende vom schädlichen demographischen Faktor gerade richtig. Es sind nicht wenige Frauen, die sich selbst zu Gebärmaschinen degradieren.
Ich beobachte in der Arbeit, wie junge Frauen wieder mit kurzen Röckchen und Schnuten "Karriere" bei den "alten Säcken" machen wollen. Wenn ich ihnen dann sage, dass auch sie einmal "alt" werden und ihnen dann nur ein #me... bleibt, bin ich die böse alte Säckin in der Arbeit und sie versuchen gegen mich zu intregieren.
Ich erlebe "Quotenfrauen", die den Posten nur aufgrund ihres kurzen Röckchens, nicht jedoch ihrer Fähigkeiten, erhielten. Kurzum: Frauen waren und sind noch immer die größten Feinde der Frauen. Die Quotenregelungen für Aufsichtsräte, wird niemals für die Kassiererin von der Discounterkasse und deren Töchter sein und dennoch bejubelten auch diese Frauen die Quotenregelung. Es ist halt auch wirklich anstrengend und mühsam durch Fähigkeit, Können und sozialer Kompetenz Karriere zu machen.
Mein persönlicher Protest ist: meine Arbeitszeit reduzieren und damit einhergehend meine Steuern und Beiträge zu den Sozialkassen zu mindern und weitere Aktionen, die meinen finanziellen Beitrag zum Irrsinn dieser Zeit reduziert.
Nein, ihr lieben jungen Frauen, ich mach da nicht mehr mit. Es war zu schmerzhaft, zu beobachten, wie gerade junge Frauen die Errungenschaften der Frauenbewegung über den Haufen warfen und die ehemaligen Frauen, die für Emanzipation kämpften, verachteten - #machteurensch...selbst. Kleiner Tip noch: das Feindbild "alter, weiser Mann" ist zu einfach, wenn auch bequem.

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lugj 02.03.2019, 17:42
8. ...und wir könnten noch viel mehr sein.

Aber dazu müssten sie aufhören zu spalten und aufhören die Grabenkämpfe zu befeuern.
Die Welt geht nicht zugrunde weil in den Konzernen und den Regierungen überwiegend Männer (noch) das sagen haben.
Die Welt geht zugrunde weil sie von habgierigen, kurzsichtigen und verantwortungslosen Menschen regiert wird. Menschen.
Diese Menschen gehören bekämpft, nicht irgendein abstraktes "Patriachat", denn es spielt keine Rolle ob diesen Menschen zufällig ein Schwanz gewachsen ist oder nicht. Frauen mit Macht stehen denen in nichts nach, was Habgier und Verantwortungslosigkeit betrifft.

Also bitte hören sie auf zu spalten.
Besinnen sie sich auf Gemeinsamkeiten.
Wir sind alle Menschen die gleichwohl unter den Mächtigen zu leiden haben.

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Müsel 02.03.2019, 17:48
9. Danke, Frau Berg!

Sie haben völlig Recht. Am Hambacher Wald konnten wir sehen, was geschieht, wenn Viele ihre Wut bündeln! Arbeiter*innen, Rentner*innen, Alte, Junge, aus allen Bundesländern und der Welt, konservative, moderate, extreme Menschen stellten sich gemeinsam gegen eine korrupte Politik und den Weltkonzern RWE. Keine Prügelorgie der Polizei, keine Verunglimpfung und kein Verbot vermochte die Umweltaktivisti und ihre zigtausenden Unterstützer*innen abzuschrecken. Sie erreichten bis jetzt zumindest Teilerfolge, es geht ungebrochen weiter.Und um Großkonzernen und Politikern, die Gesetze mißachten, Paroli bieten zu können, kann es nicht immer gesetzestreue Lösungen geben! Also: Raus auf die Strasse! Raus aus der Komfortzone! Über Alters- und gesellschaftliche Grenzen hinweg! Hambi lebt -auch in den Köpfen!

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