Forum: Kultur
Hollywood-Produzent Jerry Bruckheimer: "Das Geschäft macht mir Angst"

In den Achtzigern verdiente Jerry Bruckheimer mit Filmen wie "Beverly Hills Cop" das Vierzigfache der Produktionskosten. Heute undenkbar, sagt der Star-Produzent*- und erzählt,*warum er den ersten Milliarden-Dollar-Film fürchtet und weshalb Hollywood mächtiger ist denn je.

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brain0naut 05.01.2011, 13:13
1. meine fresse...

...der mann ist wirklich so widerlich, wie ich immer dachte;
was für ein entlarvendes interview, ekelhaft, diese bwl-mentalität...

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Motorpsycho 05.01.2011, 13:36
2.

Man bekommt beim Lesen des Interviews schon ein wenig den Eindruck, dass diesen Mann Filme wohl nicht sonderlich interessieren. Viel Geld mit wenig Geld verdienen und dabei noch staatliche Subventionen abgreifen, das scheint ihm wohl wichtiger zu sein. Warum steht dieses Interview eigentlich unter "Kultur" und nicht unter "Wirtschaft"?

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BadTicket 05.01.2011, 13:37
3. Geld...

Zitat von brain0naut
...der mann ist wirklich so widerlich, wie ich immer dachte; was für ein entlarvendes interview, ekelhaft, diese bwl-mentalität...
Das ist doch Geldmacherei wie an vielen Orten. Das sieht man auch den heutigen Filmen an, man hört es in der Musik und die Stars sind gleich auch so: Grosse Klappe, nichts dahinter.
An der Anzahl Leute die sich diesen Kommerz aber rein ziehen erkennt man was aus unserer Gesellschaft geworden ist.

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chrome_koran 05.01.2011, 13:40
4.

Zitat von brain0naut
was für ein entlarvendes interview, ekelhaft, diese bwl-mentalität...
Was ist Ihrer Meinung nach "ekelhaft" und "entlarvend"? Dass Filme machen viel Geld kostet? Ist ja nun wirklich eine epochale Entdeckung. Und ohne "BWL-Mentalität" kriegen Sie kein Wirtschaftsunterfangen hin. Was ist hierbei genau Ihr Problem?

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der_durden 05.01.2011, 13:58
5. Sie haben recht.

Zitat von chrome_koran
Was ist Ihrer Meinung nach "ekelhaft" und "entlarvend"? Dass Filme machen viel Geld kostet? Ist ja nun wirklich eine epochale Entdeckung. Und ohne "BWL-Mentalität" kriegen Sie kein Wirtschaftsunterfangen hin. Was ist hierbei genau Ihr Problem?
Das habe ich mich beim Lesen des Posts auch gefragt. Hätte Bruckheimer nicht diese - hier abwertend angewandte - BWL-Mentalität, wie zur Hölle soll er einen Film wie Fluch der Karibik produzieren können? Er ist kein Schauspieler, er ist Produzent! Und selbst Star-Schauspieler in den USA sind mittlerweile kleine Super-Unternehmen mit hohen Umsätzen.

Klar, man kann natürlich alles ekelhaft finden. Dann ist auch der Bau eines Flugzeuges ekelhaft, oder der eines Schiffes. Kostet alles zig Millionen und "spielt" noch mehr ein....

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Cyres 05.01.2011, 14:01
6. 40-fach, 1/4, ...

Warum ist dieser Artikel so formuliert, als ob es der Filmindustrie heute schlechter geht als zuvor?
Auch wenn Beverly Hills Cop das 40-fache eingespielt hat. Mit Fluch der Karibik hat man mit dem dreifachen Ertrag trotzdem 600 Millionen verdient, anstatt der 300 Millionen beim Beverly Hills Cop. Genauso die Phrase das die Kinoerträge in den USA nur noch 1/4 ausmachen. Das bedeutet wohl eher das die internationalen Märkte größer geworden sind. Natürlich jetzt kann man sagen, dass die Gefahr größer ist ein großes Verlustgeschäft zu machen bei 300 Millionen Einsatz. Da sich aber mittlerweile die Filmindustrie hier gegen Verluste versichert, fällt es mir schwer dad Mitleid zu haben.

Warum bekommt Bruckheimer eigentlich Zuschüsse? Sollten damit nicht eher Low-Budget Produktionen mit künstlerischer Intention gefördert werden? Aber was wundere ich mich, Uwe Boll bedient sich da ja auch regelmäßig.

Zum Schluss frage ich mich warum die Filmindustrie nicht ihren "Partner" Internet fördert, in dem sie sich zum Beispiel international für flächendeckende Breitband-Anschlüsse einsetzt. Anstatt eine Zensur-Infrastruktur voran zu treiben und die Internetanbieter mit Haftungsvorderungen zu überhäufen.

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don_omar 05.01.2011, 14:04
7. bliupp

Zitat von chrome_koran
Was ist Ihrer Meinung nach "ekelhaft" und "entlarvend"? Dass Filme machen viel Geld kostet? Ist ja nun wirklich eine epochale Entdeckung. Und ohne "BWL-Mentalität" kriegen Sie kein Wirtschaftsunterfangen hin. Was ist hierbei genau Ihr Problem?
Da fühlt sich wohl einer in den Schwanz gebissen. Es geht darum, was Motorpsycho oben so schön treffend beschrieben hat.

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göpgöp 05.01.2011, 14:06
8. wer

so nen Schrott wie Bruckheimer produziert muss natürlich seinen Stars hinterherjagen. Seine Filme leben ja nur von der Besetzung und den Effekten

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pompelmo 05.01.2011, 14:10
9. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von brain0naut
...der mann ist wirklich so widerlich, wie ich immer dachte; was für ein entlarvendes interview, ekelhaft, diese bwl-mentalität...
Ich kann Bruckheimer auch nicht leiden, aber diese "BWL-Mentalität" ist für einen Filmproduzenten nun mal notwendig. Filme machen kostet Geld, viel Geld sogar, und niemand investiert in einen Film, wenn er keine Gewinne erwarten kann. Dass ein Film gewinnchancen hat und folglich ein ausreichendes Budget bekommt, dafür ist der Produzent zuständig. Sprich: ohne "BWL-Mentalität" keine Filme, das betrifft nicht nur Hollywood sondern auch das Independent-Kino. Auch die wollen mit ihren Filmen Geld verdienen.
Natürlich könnte man erwarten, dass ein Produzent bei einem 500-Millionen Budget auch nach einer innovativen Story sucht, aber wenn sich mit dem immer gleichen Käse mehr verdienen lässt, macht er eben doch lieber "Avatar", oder "Fluch der Karabik 4". Daran ist aber nicht Jerry Bruckheimer schuld, sondern das Publikum, das sich die Filme anschaut. Weder am Qualitätsverfall noch am Größenwahn Hollywoods sind die Produzenten schuld, sondern immer noch das Publikum, das die Einnahmen sichert. Produziert wird eben das, was gewünscht wird. Und wenn das Publikum sich Müll wünscht, bekommt es Müll. So traurig das nun mal ist.

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