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Homophobie-Vorwürfe gegen Kevin Hart: Selbst schuld?
REUTERS

Vor Jahren riss Kevin Hart homophobe Witze, jetzt kosten sie ihn die Oscar-Moderation. Der Fall zeigt: Der Shitstorm kennt kein differenziertes Menschenbild - sondern nur Opfer. Willkommen im totalitären Netz!

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mwroer 08.12.2018, 18:31
40.

Zitat von horst_müller
Hieß es nicht noch vor ein paar Tagen, dass die Aktionen der ZPS im Internet richtig sind (auch wenn später, der Einführungssatz zu dem Artikel von ihnen geändert wurde)? Und jetzt ist der Twitter Pranger doch nicht so toll? Was wollen Sie uns mit den beiden gegensätzlichen Kolumnen eigentlich sagen Herr Frank?
Das es keine Rolle spielt WAS man macht solange es gegen die, aus der eigenen Sicht, richtigen geht.

Darunter kommt dann Regel 2: Wichtig ist auch WER gegen wen ist.

Beispiel: Wenn Rechte gegen Merkel sind, sind es Proleten und Ahnungslose abgehängte die alles nachplappern was die AfD vorgibt. Linke die gegen Merkel sind, sind Demokraten die den Geist der Veränderung in die politische Landschaft bringen wollen um Gutes für die Menschen zu tun.

Ausnahme von allen Regeln: Gegen Trump ist *immer und ohne Ausnahme* richtig. Das ist die einzige Konstante in dem ganzen schwachsinnigen Zirkus.

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h.hass 08.12.2018, 18:34
41.

Zitat von Darwins Affe
1) Viele Witze (und fast jede Meinungsäusserung) sind gegen irgendjemand oder irgendetwas diskriminierend.
Eben nicht. Menschen wegen ihrer angeborenen sexuellen Orientierung herabzusetzen, DAS ist diskriminierend.

Es ist dagegen NICHT diskriminierend, wenn man Menschen wegen ihrer Standpunkte, Meinungen, Lebensauffassungen mit satirischen Überspitzungen angreift. Das ist ein Teil des öffentlichen Diskurses, den jeder von uns aushalten muss.

Für das, wozu man sich frei entschieden hat, muss man auch Kritik - in welcher Form auch immer - einstecken können. Mit Diskriminierung hat das nichts zu tun. Wenn ich mich dazu entschließe, katholisch zu sein, dann muss ich es beispielsweise aushalten können, wenn sich andere über den Katholizismus lustig machen.

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heino.dengel 08.12.2018, 18:36
42.

Ja so ist das, weniger schreiben ist manchmal besser. Er hätte ja trotzdem moderieren können, Kritik hin oder her

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funkstörung 08.12.2018, 18:41
43. konsequenzen

das ganze erinnert an das johlen der marktweiber auf dem place de la revolution 1793 wenn jemand - den man nicht kannte und der einem perönlich nichts getan hat - auf die guilkotine steigen mußte und minuten später sein abgeschlagene kopf in die höhe gehalten wurde.

es geht meiner meinung nach eher um die lust und das vermögen jemanden fertig zu machen, eher um moralische selbstbefriedigung, getragen von einem erbärmlichen denunzianten- und würstchentum.

im konkreten beispiel ist ein einziger satz der vor einem jahrzehnt getätigt wurde und null konsequenzen für irgendjemanden gehabt hat, der ausreicht um unter gejohle jemanden medial über die klinge springen zu lassen.

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mwroer 08.12.2018, 18:41
44.

Zitat von ichliebeeuchdochalle
1. Die Recherche ergibt, daß der Mann über viele Jahre homosexuelle Menschen herabwürdigt und in menschenverachtender Weise .. also entgegen der Menschenrechts-Charta verunglimpft. Bereits daraus ergibt sich, daß er entgegen ihrer Aussage "etwas gegen Schwule hat". 2. Diese Aussage beruht auf mangelndem Wissen über den Herrn.
Mal ganz dumm gefragt: Mit welchem Recht wollen Sie Menschen vorschreiben wen oder was diese zu mögen und nicht zu mögen haben?

Und bevor Sie antworten überlegen Sie besser wie oft Sie gegen Artikel 2 "verstoßen" .. wo übrigens, aber das nur pro forma, die sexuelle Orientierung *keine* Erwähnung findet.

Also der Mann hat bestenfalls gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen aber nicht gegen die Charta der Menschenrechte.

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ichliebeeuchdochalle 08.12.2018, 18:48
45.

Zitat von Das dazu
1) Richtig ist, das auch sie nicht die Moral aboniert haben und entscheiden dürfen, was richtig und was falsch sein darf. 2) Genau darum geht es, anderen Meinungen aufzuzwingen. 3) Wenn Hart froh ist, das sein Sohn nicht schwul ist, dann ist das so. 4) Da machen sie gar nichts daran. 5) Einem Komiker vorzuwerfen, das er Witze reißt, ist lächerlich. 6) Ich dachte, wir leben in einer freien Welt, in der auch schlechte Witze gerissen werden dürfen. Beispiele gäbe es genug.
1. Die Aussagen hat der Autor erfunden, um darauf seine Theorie aufzubauen. Sie sind objektiv falsch. 2. Es geht nicht um Meinung, der Autor erfindet angebliche Fakten. 3. Das ist sein gutes Recht, daß ich ihm nicht abspreche. 4. siehe Ziffer 3. 5. Erkläre ich gerne: Wenn ein Witz die Menschenwürde des Adressaten herabsetzt, ist es kein Witz. Auch für Witzemacher gelten alle rechtlichen Einschränkungen. Und sowieso die ethisch-moralischen. 6. Schlechte Witze ist etwas anderes als menschenverachtende Aussagen.

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RDetzer 08.12.2018, 18:56
46. Mainstream gleich Shitstorm

Dank der IT kann jeder einen beliebigen Fakt der Netzwelt entnehmen, daraus einen weltweiten Shitstorm kreieren. Wenn der Shitstorm anwächst, wird das zum Mainstream. Mainstream garantiert, daß eine mehrheitliche Position vorhanden ist. Wir sollten uns dahingehend bemühen, daß Aussagen einer Person immer noch Aussagen einer geschützten Person sind. Leider ist das nicht der Fall, wie man am Umgang mit dem Regelwerk (Demokratie) und der erreichten Rechtslage (Rechtsystem) ersehen kann. Wenn jemand keine positive Einstellung zur homosexuellen Einstellung hat, ist er nicht gleich homophob. Die Totalität des Veurteilungswesens ist in sich gesehen nichts wert, weil es eben Totalität ist.

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ichliebeeuchdochalle 08.12.2018, 18:59
47.

Zitat von mwroer
1. Mal ganz dumm gefragt: Mit welchem Recht wollen Sie Menschen vorschreiben wen oder was diese zu mögen und nicht zu mögen haben? 2) Und bevor Sie antworten überlegen Sie besser wie oft Sie gegen Artikel 2 "verstoßen" .. wo übrigens, aber das nur pro forma, die sexuelle Orientierung *keine* Erwähnung findet. 3) Also der Mann hat bestenfalls gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen aber nicht gegen die Charta der Menschenrechte.
1. Ich kann den Bezug zu meiner Aussage nicht erkennen. Wenn Sie das erläutern mögen, bitte ... 2. Im Gegensatz zu Ihnen verstehe ich unter andferem, was in 1 und 2 steht. Ich habe eben das Glück gehabt, richtig guten Deutsch-Unterricht gehabt zu haben. 3. als falsch in Ziffer 1 und 2 entlarvt.

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fareast 08.12.2018, 19:05
48. Kann man schon

"Auf Twitter kann ich den Meinungen anderer Leute selbst dann nicht entgehen, wenn sie mir völlig fremd sind." Wie waere es, auf Twitter oder FB einfach zu verzichten? Wenn man daran nicht teilnimmt, kann man auch nicht davon belaestigt werden.

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DerBlicker 08.12.2018, 19:12
49. ganz einfach

Zitat von Das dazu
Richtig ist, das auch sie nicht die Moral aboniert haben und entscheiden dürfen, was richtig und was falsch sein darf. Genau darum geht es, anderen Meinungen aufzuzwingen. Wenn Hart froh ist, das sein Sohn nicht schwul ist, dann ist das so. Da machen sie gar nichts daran.
Stellen Sie sich mal vor, er wäre weiß und er hätte gesagt, er sei froh, dass sein Sohn nicht schwarz ist. Er wäre zurecht als Rassist gebrandmarkt worden.

Nein, er ist nicht wegen der Schwulenwitze an den Pranger egstellt worden, sondern wegen seiner tatsächlichen Einstellung zur Homosexulität, für die er sich auch nach Jahren nicht entschuldigen will. Wer nicht lernfähig ist, der muss mit den Konsequenzen leben.

Zumindest in Hollywood haben Rassisten oder Homophobe keine Chance mehr, und das ist auch gut so.

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