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Horrorfilm "Der letzte Exorzismus": Zum Teufel mit Blut

Betrug oder Beelzebub? Der subtile Horrorschocker "Der letzte Exorzismus" spielt geschickt mit den Mitteln des Dokumentarfilms. Gedreht hat den US-Überraschungserfolg ein junger deutscher Regisseur, der vor allem einer Verlockung widerstehen musste: die Blutpumpe einzusetzen.

specchio 30.09.2010, 11:45
1. Wahrhaft

Es fällt täglich auf's neue schwer, nicht an den Lichtbringer zu glauben. Nichts Transzendentes beweist sich derart häufig. Historische Beispiele kennt jeder. Mir fallen ad hoc hundert aktuelle Fälle ein. Keiner fällt mir aber ein, der als Gottes gutes Werk bezeichnet werden könnte. Höchstens vielleicht der, dass es die Menschen gibt, was viele für ziemlich göttlich halten. Ach nein, halt, da gibt es doch den Prediger Sarrazin, der wahrhaft Gutes tut, endlich mal.

Hat man in Guantanamo Gottesaustreibung betrieben oder Teufelsaustreibung? Die Bilder der Misshandlungen der Insassen legt den Verdacht sehr nahe. Sehr gruselig.

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Till Kraemer 30.09.2010, 12:08
2. Humor

Ich finde, der Film lebt vor allem auch von seinem großartigen Humor. Spoiler: Wenn der Exorzist beispielsweise vor Antritt seines Auftrags erstmal lässig sein Magnet-Fisch-Christensymbol aufs Auto pappt.

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herr schnitzelmann 30.09.2010, 12:42
3. Hab den Film zwar nicht gesehen,

mag es aber, wenn man sich grusel kann, und dabei nicht immer kurz vor der "kotzgrenze" steht.

Wenn der Film hält, was hier versprochen wird, dann lässt dieser Film den nötigen Freiraum, den die eigene Phantasie dann füllen kann, was ich sehr spannend finde.

Die platten bluttriefenden Horrorfilme der letzten Jahre, die allesamt mehr an Splatterfilme erinnerten, habe ich allesamt ignoriert u. mich dazu noch sehr gewundert, wer sich sowas gerne ansieht, denn schon die jeweiligen Trailer machten deutlich, dass es hierbei nur ums metzeln gehen sollte!

Hoffe, dass ich nach Motel endlich mal wieder einen Horrorfilm zu sehen bekomme, der mich anspricht u. nicht anekelt!

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Peter Werner 30.09.2010, 17:53
4. ...

Zitat von herr schnitzelmann
mag es aber, wenn man sich grusel kann, und dabei nicht immer kurz vor der "kotzgrenze" steht. Wenn der Film hält, was hier versprochen wird, dann lässt dieser Film den nötigen Freiraum, den die eigene Phantasie dann füllen kann, was ich sehr spannend finde. Die platten bluttriefenden Horrorfilme der letzten Jahre, die allesamt mehr an Splatterfilme erinnerten, habe ich allesamt ignoriert u. mich dazu noch sehr gewundert, wer sich sowas gerne ansieht, denn schon die jeweiligen Trailer machten deutlich, dass es hierbei nur ums metzeln gehen sollte!
Ich sehe eigentlich - wenns gut gemacht ist - beides gerne.
Im Kino fehlt hierzu leider in Deutschland auf Grund der restriktiven Zensurgesetzgebung die Möglichkeit.
Ohne Blut gehts natürlich auch (und bisweilen besser) - The Blair Witch Projekt z.B. halte ich für beängstigender als jeden noch so bluttriefenden Zombie-Schocker.
Wenn der Film im örtlichen Kino laufen sollte werde ich ihn mir jedenfalls anschauen.

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