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Horst Seehofer und der Islam: Warum Glaube und Politik sich nicht vertragen
DPA

Der Islam gehöre nicht zu Deutschland, sagt Horst Seehofer. Das wirft Fragen nach dem generellen Verhältnis zwischen Politik und Religion auf.

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erdajo 18.03.2018, 13:36
30. An den Bundesinnenminister

Servus Horst,

es wäre sehr förderlich in Deutschland Religion zu Privatsache zu machen. Verbannt Kreuze in öffentlichen Gebäuden. Schafft den staatlichen Einzug der Kirchensteuer ab und lasst und alle miteinander und nicht nebeneinander Leben.

Gotteserfurcht oder Angst?
Lässt die Angst im Tempeln, Kirchen, Moscheen oder in Synagogen und treibt Sie nicht hinaus in die Welt. Des einzigen was Religion verbreiten ist Angst: vor der Hölle, vor Gott oder Göttern, vor Götzen oder sonst irgendwas. Es gibt immer nur Ge- oder Verbote.
Der größte Kriegstreiber: eine Religion

Lasst der größten Firma der Welt, der römisch-katholischen Kirche nicht noch mehr Macht.

Peace

erdajo

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info.berlinart 18.03.2018, 13:38
31.

Zitat von moistvonlipwik
Das einfachste wäre die Einführung eines harten Laizismus à la Francaise. Haken: das wollen die Konservativen nicht. Umgekehrt ist der staat zur Neutralität in Religionsdingen verpflichtet, und Neutralität bedeutet Äqudistanz: was für eine Religion gilt, muss für alle gelten. Das wollen sie auch nicht. Und daher bleibt es bei hilflosen Schlagworten
Und wie geht man als Laizist mit Menschen um, die sich dieser Weltanschauung aktiv wiedersetzen?
Schließt man sie dann als Mensch aus oder lieber ihre Institution oder lässt beides weiter nagen so wie in Frankreichs Vororten und schließt einfach seine Augen vor den entstehenden Rechtsbrüchen?

Es muss ganz klar sein:
Wenn der Islam von seinen Anhängern als demokratiefeindliche Institution gelebt wird, gehört diese Art von Islam nicht in eine Demokratie.
Das Unbehagen das ein Laizist dabei verspürt, kann ich sehr gut nachvollziehen.

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ghdh 18.03.2018, 13:44
32. Grundgesetzwidrige Religion

In unserem Grundgesetz ist die Religionsfreiheit garantiert. Zu dieser garantierten Religionsfreiheit gehört auch das Recht, nicht zu glauben, etwas anderes zu glauben, aus der Religionsgemeinschaft auszutreten oder einer anderen Religionsgemeinschaft beizutreten. Muslimen ist es nach dem Koran jedoch unter Androhung der Todesstrafe verboten, einer anderen Religionsgemeinschaft beizutreten und beispielsweise Christ zu werden. Der Islam ist deshalb mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren.

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sanibel123 18.03.2018, 13:48
33. Das Dilemma:

Unser Grundgesetz und der Koran sind in vielen Teilen nicht kompatibel. Und damit kann der Islam als Ideologie nicht zu Deutschland gehören. Aber selbstverständlich gehören alle Muslime, die hier leben oder geboren sind zu Deutschland. Schon der "Alte Fritz" (König der Preußen) hat in Bezug auf unterschiedlich Relegionen verfügt: Jeder soll nach seiner Fasson selig werden. Voraussetzung: es werden die staatlichen Regeln beachtet. So steht es auch im
Grundgesetz. Das hat also auch absolute Priorität. Wenn über den Islam diskutiert wird, geht es doch um die vielfach sichtbaren Konflkte, wie sie weltweit zu beobachten sind. Viele militärische Auseinandersetzungen in Staaten des nahen Ostens haben religöse Ideologien zum Anlass. Dschihad allenhalben. So etwas gehört nicht zu Deutschland.

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geranie.rose 18.03.2018, 14:01
34.

Zitat von MtSchiara
Zwischen 1945 und 1989 sind mehrere Millionen Menschen aus der Ostzone bzw. dann der DDR nach Westdeutschland geflohen, da sie das westdeutsche System wesentlich mehr überzeugte als der ostdeutsche Sozialismus. Seit den 50er Jahren fliehen Millionen von Menschen aus den muslimischen Kulturen in das christliche Abendland, da sie bei sich zu Hause in ihrer muslimischen Kultur wesentlich weniger Lebensperspektive sehen als in der westlich-christlichen Kultur. Bis zu diesem Punkt sind die beiden Sachverhalte sehr ähnlich und sehr vergleichbar. Aber dann gibt es einen gewaltigen Unterschied: die aus der DDR in den Westen geflohenen Menschen haben nicht im Westen eine West-SED gegründet und versucht, im Westen den Sozialismus einzuführen, wohingegen die Muslime direkt nach ihrer Ankunft damit beginnen, bei uns Moscheen zu bauen.
Ich finde, das ist eine sehr gute Beobachtung, die Sie da machen! Auch ich frage mich oft: Wie geht das? Wie kann es sein, daß Moslems, die aus ihren Ländern fliehen müssen, weil es dort keine Demokratie, keine Freiheit, keine unabhängige Justiz, keinen Frieden, keinen Wohlstand gibt, hier gleich wieder anfangen, die alten Muster zu reproduzieren, indem sie in die Moschee rennen und ihrem Imam lauschen, der ihnen was von der Einzigartigkeit des Islam erzählt und davor warnt, sich mit den Ungläubigen einzulassen. Wie groß der soziale Druck sein muß, den die Moscheen auf die Gläubigen ausüben, sich islam-konform zu verhalten (das heißt die schädlichen Muster zu reproduzieren, die zu Krieg und Elend in den Fluchtländern führen), kann man in Abdel-Samads biografischer Schrift nachlesen. Er beschreibt, wie schwierig es für ihn war, sich aus den Fängen der Religion zu lösen und ein freier Mensch zu werden.

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MtSchiara 18.03.2018, 14:07
35. für harten Laizismus sind die Menschen nicht reif genug

Zitat von moistvonlipwik
Das einfachste wäre die Einführung eines harten Laizismus à la Francaise.
Ein wirklicher, harter Laizismus (also weitergehend als in Frankreich) wäre sehr schwierig einzuführen denn dann müßten auch die beiden mit dem Deutschen Staate am stärksten verwobenen Religionen vom Staate getrennt werden. Da ist zum einen die de facto-Staatsreligion, der kapitalistische Calvinismus, bei der derjenige von Gott gesegnet ist, der von morgens bis abends arbeitet und wirtschaftlich erfolgreich ist, und da ist zum anderen die Klimakirche, der bisher alle zwangsweise insgesamt zwei Billionen Euro als Energiewende-Ablaß entrichtet haben, und der wir weitere Opfer in Form einer Stickoxid-Dieselbuße bringen sollen.

Für Gesellschaftsformen mit echtem und hartem Laizismus sind die Menschen im Moment wohl nicht reif genug.

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MichaelundNilma 18.03.2018, 14:07
36. Religion wider Freiheit

Am 16. Mai 1995 hat das BVG geurteilt, daß das Kruzifix in Schulen von der Wand genommen werden muß - Begründung: Der Staat habe nicht nur eine religiöse Neutralitätspflicht aus der Verfassung (Art. 4 GG und Art. 140 GG, Art. 137, er könne sich vielmehr nicht selbst auf Religionsfreiheit oder eine bestimmte Weltanschauung berufen da ein Staat keiner Religion angehöre. Der Islam selbst ist janusköpfig. Einerseits Religion, andererseits eine Kultur des gewaltsamen Zwangs zum Leben nach dem Koran oder Koranauslegeung nebst dem Rechtssystem der Scharia der islamischen Parallelgesellschaft. Der Islam ist Terror und Gewalt gegen jeden und jedermann, der sich ihm entgegenstellt oder nicht dessen Regeln übernimmt. So gesehen ist der Islam Verfassungsfeindlich und es darf bezweifelt werden, das der Schutz des Islam und seine Regeln als Religion Vorrang haben sollen vor der gewaltsamen Ausbreitung seiner Ideologie. Wieviel religiös motivierte Morde will und kann unsere Gesellschaft noch aushalten, wo doch die körperliche Unversehrtheit verfassungsrechtlich garantiert ist. Was will man einer sekulären Wertegemeinschaft noch zumuten, nur um die Fahne der Religionsfreiheit und alles was der mittelalterliche, rückwärtsgewandte Islam darunter versteht, bis zum Untergang unserer Gesellschaft hochhalten ? Die Kultur des Islam ist das Gegenteil von unserer Vorstellung von Zusammenleben und deswegen ist dieses auf Dauer Gefährdet. Die eigentliche Frage ist doch, wollen wir uns das wirklich antun ? Ich glaube nicht. Nur weil viele Muslime und damit der Islam zugewandert sind, gehören sie doch nicht automatisch zu Deutschland.

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burlei 18.03.2018, 14:10
37. Es mag ja sein ...

... dass Deutschland durch das Christentum geprägt wurde. Zumindest wurde es ihm mit Waffengewalt aufgezwungen. Allerdings distanziert sich ja die CDU schrittweise wieder vom Christentum, wie man hier in NRW gut sehen kann. Hier wird zwar auch noch das Wort in den Mund genommen, gleichzeitig aber kräftig daran gearbeitet, den (den Christen heiligen) Sonntag zum ganz gewöhnlichen Arbeitstag zu machen. Anders kann man die Verdopplung der verkaufsoffenen Sonntage ja nicht nennen. Dazu noch die christliche Art der Bevormundung der Frau durch konservative Männer, die CDU/CSU-spezifische soziale Kälte.... Vom Christentum schwadronieren und Christentum leben .... tja, das sind zwei völlig verschiedene Schuhe, die man eher auf Seiten der Linken als auf Seiten der Konservativen findet. Neben Spahn hat sich auch Seehofer nur Stunden nach der Vereidigung, bei der sie sich auch noch auf Gott berufen haben, völlig disqualifiziert.

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lupo49 18.03.2018, 14:14
38. Säkularer Staat

Würde hier die Trennung endgültig und vollständig durchgeführt sein, so hatten es die Väter des Grundgesetzes beabsichtigt, hätten wir mit keiner Religion ein Problem. Das wäre reine Privatsache und der Staat könnte beachtliche Kosten einsparen. Statt Religionsunterricht gäbe es nur Ethikunterricht, welcher dem Miteinander in der Gesellschaft dienlich wäre.

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squire0815 18.03.2018, 14:16
39. Stellvertreter- und Scheindebatte

Ob der Islam zu Deutschland gehört oder mit den Werten der westlichen Welt im Einklang steht ist nur wie vieles in diesem idiologieüberladen Umfeld eine Scheibdebatte. Es geht darum, ob der bereits mühsam in modernen Gesellschaften ausgehandelte Status Operandi zwischen aufgeklärter, demoktatischer Wissensgesellschaft und theokrarischen Machtidiologen unbedingt wieder vom neuen stattfinden muss. Wir als aufgeklärte Gesellschaft wissen schon das Bibel, Talmud und Koran geistige Einbahnstraßen sind, mit denen wir die aktuellen und neuen Probleme unserer Welt nicht human lösen können. Da Hilft es auch nicht den Rufen derer die sich auf die Unversehrtheit ihre "religiösen" Gefühle berufen mehr Rechte zu zugestehen als der gesunde Menschenverstand es erlauben würde, denn er ahnt es, dass diese Vintageideologien uns mehr schaden werden als Lösungen bringen wird...

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