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In eigener Sache: "Finis Germania" und die SPIEGEL-Bestsellerliste

Viele diskutieren, warum die Chefredaktion des SPIEGEL den Titel "Finis Germania" aus der SPIEGEL-Bestsellerliste genommen hat - hier erklärt die stellvertretende Chefredakteurin Susanne Beyer den Vorgang.

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rascher 25.07.2017, 18:17
1. Armselig

Armselig, einfach nur armselig.
Mehr ist dazu nicht zu sagen.

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isi-dor 25.07.2017, 18:18
2.

Ist absolut in Ordnung, diesen Quark von der Liste zu nehmen. Latein kann der Autor ja auch nicht, denn zweifellos muss man den Genitiv verwenden, also "Finis Germaniae", so wie auch Stresemanns Biographie nach dessen berühmten Ausspruch hieß.

Finis Germania (Ende Deutschland), ist semantisch und inhaltlich Quark. Wer's kaufen will, kann es auch ohne Empfehlung tun.

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olfreddy 25.07.2017, 18:23
3. Zensur

Habe ich es richtig verstanden, dass ihr zukünftig eine Bestsellerliste, welche sich aus Verkaufszahlen zusammensetzt, manipulieren wollt. Damit stellt ihr klar, dass ihr eine Lügenpresse seit.

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sozialismusfürreiche 25.07.2017, 18:25
4. mir schon klar woher die Nachfragen kommen

Es ist mir völlig klar woher die Nachfragen zum Verbleib des Buches plötzlich kommen. In einem Hetzartikel auf pi-news wird das thematisiert. Hätte es eine unkommentierte Auflage von "Mein Kampf" auf die Bestsellerliste geschafft würden die gleichen Leute die Nachfrage starten, warum das Buch gestrichen wird.

Ich finde diese nachfragenden Leute armselig, einfach nur armselig. Mehr ist zu diesen Leuten nichts zu sagen.

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_Livia_ 25.07.2017, 18:34
5.

Wird der SPIEGEL eigentlich inzwischen vom Antaios-Verlag für seine Werbemaßnahmen bezahlt? Das ist ja Gold wert, was Sie hier so treiben und wäre von einem Kleinverlag niemals zu leisten.

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isi-dor 25.07.2017, 18:34
6.

Die Bibel, der Struwwelpeter, das Evangelische Gesangbuch, Warrior Cats" und "Der kleine Häwelmann" stehen auch nicht auf der Liste, obwohl sie viel viel öfter verkauft werden, als die meisten anderen Bücher. Darum geht es nicht. Es geht um eine Buchempfehlung und rechte Hetze kann man nun mal nicht empfehlen.

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deb2011 25.07.2017, 18:35
7. Schwach

Ich habe das Buch gelesen - es hat nichts, rein gar nichts zu tun mit rechtsextremem Gedankengut. Es ist eine Zumutung, ja, Sieferle war ein streitbarer Autor, der sich sehr deutlich zu den Verwerfungen dieser Zeit geäußert hat. Daran ist er selbst zerbrochen, was aber gar nichts über dieses sehr, sehr schmerzhafte, sehr ehrliche Buch aussag. Unbedingt lesen - egal ob auf Bestsellerliste oder nicht.

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luziferx 25.07.2017, 18:36
8. Sehen sie nun

Wutbürger in der Diskussionsspalte. "Lügenpresse und Zensur", jaja. Der Spiegel hat hier eine ehrliche Stellungsnahme abgegeben, ich weiß nicht wo da die Lüge ist. Und Zensur erst recht nicht, jeder kann das Buch noch kaufen, der Spiegel will es nur wegen des Antisemitischen bzw rassistischen Inhalts nichtmehr "empfehlen". Aber wer sonst nix zu tun hat kann sich ja drüber aufregen. Den meisten wäre es wahrscheinlich ohne diesen Artikel nichtmal aufgefallen.

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Snyder 25.07.2017, 18:41
9. Undredlichkeit

Mit dieser Instrumentalisierung der Bestsellerliste befördert ihr euch nur weiter unter die Käseglocke. Ich empfinde euer Verhalten schlicht als unredlich. Man "tilgt" kein Buch aus einer Bestsellerliste, ganz gleich wie es dort hin gelangt ist, nur weil den Funktionären der Inhalt nicht gefällt. So läuft das nicht.

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