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In eigener Sache: "Finis Germania" und die SPIEGEL-Bestsellerliste

Viele diskutieren, warum die Chefredaktion des SPIEGEL den Titel "Finis Germania" aus der SPIEGEL-Bestsellerliste genommen hat - hier erklärt die stellvertretende Chefredakteurin Susanne Beyer den Vorgang.

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Zaunsfeld 26.07.2017, 10:43
210.

Zitat von claudiaberlin
Da das Buch nur deshalb auf die Bestsellerliste gekommen ist, weil es zuvor eine Empfehlung als "Sachbuch des Monats" durch den SPIEGEL-Journalisten Johannes Saltzwedel gegeben hat (die dann umfangreich skandalisiert wurde) ist diese Entfernung ein echter Sonderfall. Ich finde den Vowurf der "Zensur" hier nicht gerechtfertigt, da nur versucht wird, die selbst angerichtete Verzerrung der Nachfrage wieder zurück zu nehmen.
Ihr Argument ist Quatsch. Denn wenn Sie bei diesem Buch schreiben, dass es nur auf die Bestseller-Liste gekommen ist, weil es zuvor auf der Liste der Sachbücher des Monats empfohlen wurde, dann müssen Sie natürlich auch alle anderen Bücher aus der Bestseller-Liste entfernen, die auf der Liste der Sachbücher des Monats empfohlen werden. Und diese beiden Listen überschneiden sich zu großen Teilen.
Dieses Argument ist also nur an den Haaren herbei gezogen.

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felsen2000 26.07.2017, 10:47
211. Die Regeln sind veröffentlicht

Jeder kann die Regeln lesen. Und gemäß Regeln sind redaktionelle Eingriffe zum Schutz des Lesers vor bösen Meinungen nicht möglich. Ivh wiederhol das gern noch mal: die veröffentlichten Regeln sehen redaktionelle Ausschlüsse von Büchern nicht vor.
Spon behauptet aber, die Regeln würden das erlauben. Wie nennt man eine solche Aussage von Spon?

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Lasset und beten! 26.07.2017, 10:49
212. Die Wahrheit ist die Verantwort eines Qualitätsmediums

Frau Beyer spricht in ihrer Entschuldigungsschrift von "Verantwortung". Das ist hochanständig - aber leider hat sie etwas missverstanden.

Die Verantwotrung eines Qualitätsmediums liegt darin, die Fakten korrekt darzustellen und die einzig relevanten Fakten einer Bestsellerlise sind die Verkaufszahlen. Wenn sich der Spiegel, wie Frau Beyer weiter ausführt, als Medium der Aufklärung versteht, aber glaubt, die eigenen Lesern vor der möglichen Lektüre eines Buches schützen zu müssen, dann ist das geradezu ein Ausweis der Verachtung der Leserschaft seitens der Redaktion.

Ich kann nur raten, diese Entscheidung zu revidieren, da ansonsten niemand mehr sicher sein kann, ob der Spiegel versucht, faktentreu zu berichten, oder ob er seine Berichterstattung einem propagandistischen Zweck unterordnet.

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marcus_tullius 26.07.2017, 10:51
213. Das Buch ist unwichtig, der Spiegel nicht

Zitat von _Zardoz_
Eigentlich hätte ich die Bestsellerliste keinerlei Aufmerksamkeit gewidmet aber nachdem nicht nur die New York Times, sondern auch weitere Medien wie die Süddeutsche und die Welt drüber berichten, ist es kaum mehr zu übersehen. Ich habe das Buch jetzt auch bei Amazon bestellt ...
Ich würde nun jetzt kein Buch kaufen, nur weil der Spiegel es NICHT empfiehlt. Das ist eine kindische Trotzreaktion.
Ich habe das Buch nicht gelesen, lese es gerade nicht und werde es auch nie lesen. Das Buch ist mir völlig egal. Aber ich lese seit Jahrzehnten den Spiegel, und der ist mir nicht egal. Ich habe den Spiegel vor einem Chefredakteur Brinkbäumer gelesen, ich lese ihn derzeit (mit abnehmender Begeisterung), und ich werde ihn auch noch lesen, wenn der jetzige Chefredakteur längst nur noch eine Fußnote in der Zeitungswissenschaft sein wird.
Was mir nicht egal ist und auch der Öffentlichkeit in Deutschland nicht egal sein sollte: wie hier eine wichtige publizistische Marke leichtfertig beschädigt wird. Man steht fassungslos vor diesem journalistischen Kindergarten, der noch nicht einmal begreift, was er da gerade dabei ist zu zerdeppern.

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ROBIN7 26.07.2017, 10:57
214. Richtig

rechtsradikaler Dreck hat auf keiner Bestsellerliste etwas zu suchen.
Sonst steht dort irgendwann auch wieder "Mein Kampf" !

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Hörbört 26.07.2017, 11:00
215. Streitbar und sturmerprobt - seit 70 Jahren

https://magazin.spiegel.de/SP/2017/1/home/images/co-sp-2017-001-0001-ipad.ebed562.jpg

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santoku03 26.07.2017, 11:05
216.

Zitat von Zaunsfeld
Naja. Der Autor des Buches war ordentlicher Professor für Geschichte an einer angesehenen Universität. Man sollte wohl meinen, dass er als Professor für Geschichte des Lateins durchaus mehr als mächtig war und dass er sich ganz bewusst für diesen Titel entschieden hat - aus welchen Gründen auch immer.
Klar, wahrscheinlich weil seine Zielgruppe über korrektes Latein gestolpert wäre (Ich so: Hääää?) ;)

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santoku03 26.07.2017, 11:10
217.

Zitat von hajomei
Das Vorgehen des SPIEGEL ist nichts anderes als ZENSUR, lupenreine ZENSUR!
Sie habe keine Ahnung, was Zensur bedeutet.
"Zensur (lateinisch censura) ist der Versuch der Kontrolle der Information. Durch restriktive Verfahren – in der Regel durch staatliche Stellen – sollen Massenmedien oder persönlicher Informationsverkehr kontrolliert werden, um die Verbreitung unerwünschter oder ungesetzlicher Inhalte zu unterdrücken oder zu verhindern." Quelle Wikipedia, können sie aber auch woanders nachlesen.

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peritrast 26.07.2017, 11:21
218. Werden auch andere Listen und Aufstellungen "bereinigt" dargestellt?

Bereinigt die Spiegel-Redaktion auch andere Aufstellungen von nicht "förderungswürdigen" Posten?? Ich zögere, was ich dem Magazin überhaupt noch glauben soll.

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PeaceNow 26.07.2017, 11:22
219. @Susanne Beyer

Habe das Buch gekauft und nun komplett selbst gelesen.
Das was Sie hier behaupten ist Rufmord, üble Nachrede, schlich falsch und nachweisbar unwahr.
Zu allem Überfluss auch noch gegenüber einem Ator der letztes Jahr verstorben ist und keine Chance hat sich zu erklären oder gar zu verteidigen.
Ihre Behauptungen belegen Sie mit keinen Beweisen, Quellen oder Zitaten, warum ist offensichtlich.
Weil im Buch nichts rechtsradikales oder gar antisemitisches steht und Sie vor jedem Gericht damit kläglich scheitern würden.
Somit ist dies eigentlich ein Fall für eine guten Anwalt.
Ganz abgesehen davon das der Spiegel hiermit das bischen an verbliebener Glaubwürdigkeit und Ansehen restlos vernichtet, was sich in weiter sinkenden Leser- und Abonnementenzahlen zeigen wird.

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