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Internet-Debatte bei Illner: Wo Nazis lauern und Weisheit wartet

Hitler, Kinderschänder, Datenräuber: "Wie gefährlich ist das Internet?", fragte Maybrit Illner und hoffte auf eine brisante Debatte. Doch die Gäste konnten mit den Klischees erfreulich wenig anfangen - selbst vermeintliche Online-Kritiker wie FAZ-Herausgeber Schirrmacher bejubelten die Weisheit des Webs.

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frubi 09.04.2010, 10:33
1. Google ein Segen - Kiewel eine Qual.

Zitat von sysop
Hitler, Kinderschänder, Datenräuber: "Wie gefährlich ist das Internet?", fragte Maybrit Illner und hoffte auf eine brisante Debatte. Doch die Gäste konnten mit den Klischees erfreulich wenig anfangen - selbst vermeintliche Online-Kritiker wie FAZ-Herausgeber Schirrmacher bejubelten die Weisheit des Webs.
Mein Gott. Wer lädt solche Nasen wie die WW-Sondergesandte Kiewel ein? Aigner, Kunz und Illner haben die "Frauenrunde" bereichert aber Kiewel hat mit ein paar Sätzen alles eingerissen. Volkes Stimme? Eher nicht.

Ansonsten war es eigentlich eine gute Sendung. Das Google einen charmanten Pressemenschen schickt war absehbar. Ein bisschen mehr Druck hätte er ruhig vertragen können. Keiner hat allerdings angemerkt, wie gefährlich ein eventuelles Zusammenspiel zwischen Unternehmen wie Google und einem Staat sein kann. Google sitzt immerhin in den USA und die USA machen sich die Gesetze wie es ihnen gerade passt. Wenn der Staat an die Daten von Google kommen würde um damit die Menschen zu überwachen, dann könnte das ziemlich fatale Folgen haben. Frau Aigner hat es, glaube ich, ganz kurz angesprochen.

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ich_bins 09.04.2010, 10:59
2. Kein Titel

Nazi- und Terror-Seiten findet man nur, wenn man gezielt danach sucht. Kinderporno habe ich in den letzten 20 Jahren noch nicht gefunden, man stolpert auch nicht zufällig drüber. Und "Mein Kampf" kann man in England in jedem besseren Buchladen kaufen. Was also soll die Aufregung?

Ach so. Es ging dem Rentnersender mal wieder nur darum, die Sendezeit zu füllen und den "Kritikern an allem" nach dem Mund zu reden. Warum wird das nicht gleich gesagt?

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1postBenutzer 09.04.2010, 11:24
3. Guter Bericht von Spiegel, schlechter vom ZDF

Ich dachte bloß die ganze Zeit: Der Google Typ lacht sich doch danach ins Fäustchen.. Wem immernoch nicht klar ist das die ganzen Dienste im Internet *nicht kostenlos* sind, sondern man mit seinen Informationen bezahlt, braucht bei so einer Diskussion eigentlich nicht mit dabei zu sein.
Und die Zwischeneinblendung "Wie gefährlich ist das Internet" war ja wohl total lächerlich. Klar kann ich mir Mein Kampf und was weiß ich nicht ohne Probleme besorgen, aber da reichen nicht ganz "wenige Klicks" aus.

All die Probleme die das Internet heute hat kann man nicht durch "technische Barrieren" lösen - dafür ist es einfach zu Weltübergreifend und jedes Ziel ist erreichbar, wenn auch über Umwege. Nur Aufklärung hilft.

Das einzige Möglichkeit den riesigen Datenkraken den Hahn langsam abzudrehen wäre durch Korrumpierung der bestehenden Daten. Momentan können die doch alle davon ausgehen das vielleicht 90% der Daten (wenn nicht mehr) auch korrekt sind. Wie wärs? Fake Google, Twitter, MySpace, Facebook, StudiVZ etc. Accounts die stetig durch Bots betrieben werden und nicht von anderen Menschen unterscheidbar wären? Freiwillig hören die großen Datensammler doch nicht auf mit Speichern - aber wenn die hälfte davon wertlos ist?...

Warum kann ich nicht die meißten Dienste Anonym nutzen? Warum darf ich auch hier bei Spiegel nicht anonym posten? Ist ja nicht so als ob das nicht durch starke Captcha Technologie nicht möglich wäre...

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Chinasky 09.04.2010, 11:26
4. Anscheinend nix verpaßt

Hatte gestern abends noch überlegt, ob ich nicht mal via Zattoo reinschalten sollte in die Sendung. Mich dann aber entschieden, lieber die Zeit in informativeren Fach-Foren online zu verbringen. Denn daß in einer Talk-Show im ZDF nix Substantielles zum Thema zu erfahren sein werde, war abzusehen.

Tja - den SPON-Artikel überflogen und mich bestätigt gefühlt. Kritisiert werden sollten aber nicht einzelne dieser Illner&-Co-Sendungen, sondern das gesamte Format. Egal, zu welchem Thema diese Sendungen laufen - wenn man halbwegs selbst in der Materie drin steckt, kann man sicher sein, daß einem beim Angucken solcher Talk-Runden die Haare zu Berge stehen, entweder weil sachlicher Unsinn oder unerträglich langweiliger Stumpfsin darin ausgebreitet werden. Insbesondere, da der "Promi"-Faktor bei der Auswahl der Gäste regelmäßig schwerer zu wiegen scheint als deren Kompetenz. Wo immer in den öffentlich-rechtlichen Anstalten das Web auch nur ansatzweise thematisiert wird, darf man sich z.B. sicher sein, daß Herr Schirrmacher gleich um die Ecke kommt - um nur mal ein Beispiel zu bringen.

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marks & spencer 09.04.2010, 11:36
5. re

Es wundert mich, dass sich diese Blabla-Sendung überhaupt noch jemand anguckt.

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IGIT 09.04.2010, 11:52
6. Das Internet ist für die Mainstreammedien sehr gefährlich.

Für das Fernsehen ist das Internet natürlich sehr gefährlich.

Wird im Fernsehen seit jeher Meinungsmache im Sinne der Eliten gemacht, so findet im Internet eine freie Meinungsbildung statt.

Wenn das ersteinmal die Masse der Deutschen begriffen hat, ist es aus und vorbei mit dem Fernsehen.

PS.
Auch und gerade die politischen Talkshows, wie Christiansen, Will und Illner, werden von Politikern und anderen Eliten regelmäßig zu Propagandazwecken und zur Meinungsmanipulation missbraucht.

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RosaHasi 09.04.2010, 12:07
7. asdf

Zitat von 1postBenutzer
Ich dachte bloß die ganze Zeit: Der Google Typ lacht sich doch danach ins Fäustchen.. Wem immernoch nicht klar ist das die ganzen Dienste im Internet *nicht kostenlos* sind, sondern man mit seinen Informationen bezahlt, braucht bei so einer Diskussion eigentlich nicht mit dabei zu sein. Und die Zwischeneinblendung "Wie gefährlich ist das Internet" war ja wohl total lächerlich. Klar kann ich mir Mein Kampf und was weiß ich nicht ohne Probleme besorgen, aber da reichen nicht ganz "wenige Klicks" aus. All die Probleme die das Internet heute hat kann man nicht durch "technische Barrieren" lösen - dafür ist es einfach zu Weltübergreifend und jedes Ziel ist erreichbar, wenn auch über Umwege. Nur Aufklärung hilft. Das einzige Möglichkeit den riesigen Datenkraken den Hahn langsam abzudrehen wäre durch Korrumpierung der bestehenden Daten. Momentan können die doch alle davon ausgehen das vielleicht 90% der Daten (wenn nicht mehr) auch korrekt sind. Wie wärs? Fake Google, Twitter, MySpace, Facebook, StudiVZ etc. Accounts die stetig durch Bots betrieben werden und nicht von anderen Menschen unterscheidbar wären? Freiwillig hören die großen Datensammler doch nicht auf mit Speichern - aber wenn die hälfte davon wertlos ist?... Warum kann ich nicht die meißten Dienste Anonym nutzen? Warum darf ich auch hier bei Spiegel nicht anonym posten? Ist ja nicht so als ob das nicht durch starke Captcha Technologie nicht möglich wäre...

also da muss ich mal widersprechen :) mein kampf ist bei laufendem computer bei mir mit 2 klicks, eingabe "mein kampf" und einem erneuten klick runterzuladen.

also 3 klicks und der name :)

trotzdem ist die ganze aufregung totaler unfug. für wen soll das ganze gefährlich sein? einem volljährigen erwachsenen bevormundet man nicht und kinder sollten eltern haben die auch bei liberaler erziehung mal etwas mitdenken und nicht auf stur schalten nur weil sie das medium internet nicht verstehen. und in sachen kinderpornographie hat die bravo doch auch ganz gut vorschub geleistet. kaufbar für jeden und nacktaufnahmen von jugendlichen drin.
ist zwar definitionssache aber so in etwa sehe ich die sache. einfach mal ruhig bleiben und nicht versuchen alles kaputzuregulieren. unsere welt hat ganz andere probleme als mein kampf aus dem internet. ich wage mal stark zu behaupten das die meisten "neonazis" in deutschland nichtmal wissen worum es in hitlers buch so geht.

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ELIASS 09.04.2010, 12:24
8. Das Auto und sein Verkehr „...ein Gegenstand der Scheusslichkeiten und des ungezü

Mit Enttäuschung stelle ich fest, dass die meisten Teilnehmer, wie auch die üblichen Verdächtigen Kritiker des Netzes, intellektuell überfordert scheinen, die Reduktion ihrer eigenen Sichtweise zu erkennen.
Man stelle sich einmal vor, der Autoverkehr wäre erst vor ein paar Jahren eingeführt worden.
Die Mehrheit der Menschen kennt zwar diese Dinger, benutzt sie auch schon. Aber ist sich über deren Technik und Bedeutung für den Alltag noch nicht im klaren. So wie im Falle des Internets. Und nun melden sich Leute, die ihnen den Gebrauch des Autos plakativ auf diese reduzierte Sicht beschreiben:
Da gebe es z.B. Menschenfresser, die Frauen in ihr Auto locken, töten zersägen und deren Körperteile zu ihrer Kühltruhe transportieren. Selbstmordattentäter mit Sprendstoff im Kofferraum töten unschuldige Menschen. Die Mafia benutzt Autos, um ihre Drogen zu verteilen, oder Mordaufträge zu erfüllen. Betrunkene Autofahrer löschen ganze Familien aus. Raser fahren mit 100 Kmh durch geschlossene Ortschaften. Einbrecher transportieren ihr Diebesgut. Kinder und Frauen werden in Autos gezerrt und vergewaltigt. Autos haben auch eine neue Art von Kriminalität in die Welt gesetzt: den Autodiebstahl, Versicherungsbetrug, Bandenkriminalität, Schmugglerringe die vom Ausland operieren...usw.
Das Auto und sein Verkehr sei „...ein Gegenstand der Scheusslichkeiten und des ungezügelten Verbrechens“. könnte man annehmen, wie es Frau v.d. Leyen, Herr Bosbach und andere schon über das Internet behauptet haben.
Im Falle des Autos würde jedoch niemand diese Scheuslichkeiten als repräsentativ für dessen Existenz und Betriebs annehmen. Auf der ganzen Welt fahren Milliarden Menschen täglich mit einem Kraftfahrzeug, ohne irgend etwas Scheussliches zu tun. Ebenso verhält es sich mit dem Internet. Milliardenfach wird es täglich genutzt, ohne dabei geschädigt zu werden, oder jemanden schädigen zu wollen. Die normalen Anwender suchen Informationen, wollen kommunizieren und ihre Geschäfte erledigen.
Aber das Internet ist noch nicht so selbstverständlich wie das Auto, es ist zu neu und deshalb auch „geheimnisvoll“. Das läßt sich zur Zeit noch leicht einer naiven Bevölkerung als „Teufelszeug“ verkaufen. Die Menschen haben gelernt mit den Gefahren des Autoverkehrs umzugehen: Sie haben sich darauf eingestellt, dass es keine risikolose Gesellschaft bzw. Mobilität geben kann, und dass der Vorteil die Nachteile überwiegt. Sie werden es auch beim Gebrauch des Internets lernen, wenn dessen Kritiker ihnen Gelegenheit dazu geben.
Der Schutz der Kinder ist wichtig, aber es gibt noch mehr, das ebenso wichtig ist. Zum Beispiel deren Zukunft als Erwachsene in einer Gesellschaft mit informeller Selbstbestimmung und Informationsfreiheit. Und Terror bekämpft man besser, indem man die groben Ungerechtigkeiten der Wohlstandsverteilung etwas entschärft, anstelle die Menschen umfassend zu kontrollieren.

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herbert 09.04.2010, 12:30
9. Klamauk Sendungen bei Illner

Fast immer die gleichen sogenannten Experte. Abgedroschene Polemik und alles noch im Blödzeitungsstil !

Die Illner hätte bei dieser abgedroschenen Sendung noch ihre Lieblingstante Alice Schwarzer einladen können.
Damit alle Männer und Väter noch zu Tätern im Internet erklärt werden.
Die Illner Sendungen haben den Sinn, die graue, einfache Masse an Zuschauer geistig noch einfacher zu machen.
Illner mach den Laden dicht, aber dann hat das mittelalterliche ZDF nichts mehr zu bieten.

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