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Italienischer Schriftsteller: Umberto Eco ist tot
AFP

Er war einer der erfolgreichsten Schriftsteller Italiens. Mit dem Roman "Der Name der Rose" erlangte er Weltruhm. Seither galt er als einer der großen Intellektuellen der Zeitgeschichte. Nun ist Umberto Eco im Alter von 84 Jahren gestorben.

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Anthiliel 20.02.2016, 10:05
20.

Zitat von Eppelein von Gailingen
Es fällt auf, gerade solche Menschen sterben vorzeitig, selbst wie Eco im Alter von 84, weil sie an der Geißel Krebs erkranken. Ob Roger Willemsen, oder Dieter Hildebrandt, selbst Rademann der Umtriebige. Das Aufzählen könnte man beliebig fortsetzen
Wobei aus dem Artikel nicht ersichtlich wird, ob er nun aufgrund des Krebses gestorben ist, oder einfach nur mit Krebs gestorben ist.

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eldoloroso 20.02.2016, 10:20
21. Unvergesslich

Tach,

Ein wirklich trauriger Tag. Eco stand auf meiner Liste von Leuten, mit denen ich liebend gerne im Lift steckenbliebe, stets im ersten Rang.

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syracusa 20.02.2016, 10:22
22.

Zitat von michael1971
2015 haben uns schon viele großartige Menschen verlassen, mit 2016 scheint ein weiteres Schicksalsjahr zu folgen.
Das liegt nicht daran, dass plötzlich alle großartigen Menschen wegsterben, sondern dass Sie selbst älter werden. Da kommen die Menschen, die durch ihre Werke und Reden Sie beeinflusst haben, nun mal in das Alter, in dem die Leute wegsterben. Sie werden sehen: das werden immer mehr, je älter Sie werden.

Umberto Ecco hat auch mich geprägt. Der Satz "Ich werde ihn vermissen" bedeutet, dass mir Ecco noch viel hätte sagen können. Jeder Tod eines Menschen vernichtet ein ganzes Universum. So viel vernetztes Wissen, so viel Empathie, so viel Intellekt zerfällt nun sinnlos zu Staub.

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Greggi 20.02.2016, 10:38
23. Martin Luther hätte es so geschrieben:

Zitat von martin58.
„Stat rosa pristina nomine, nomina nuda tenemus.“
"Die Rose von einst steht nur noch als Name, uns bleiben nur nackte Namen."

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Mondaugen 20.02.2016, 10:48
24. Keiner

Keiner schaffte es wie Umberto Eco, die Kraft der Literatur darzustellen. Dafür wird gemordet, verurteilt und gehenkt. Diese subversive Kraft ist auch in den Zeiten des Internets noch wichtig und zeitgemäß.

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oberfranke 20.02.2016, 11:01
25. Bücher sind meist besser als Filme

Aber im Fall "Der Name der Rose" bin ich mir nicht sicher. Habe das Buch mehrfach gelesen und konnte mich nicht sattentdecken. Und das war in deutscher Sprache! Aber die Verfilmung mit Qualtinger. Ich wünsche Herrn Eco ein beschwingtes Treffen mit diesem Herrn im Paradies.

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blinblin 20.02.2016, 11:09
26. Vernetztes Wissen

Zitat von syracusa
Umberto Ecco hat auch mich geprägt. Der Satz "Ich werde ihn vermissen" bedeutet, dass mir Ecco noch viel hätte sagen können. Jeder Tod eines Menschen vernichtet ein ganzes Universum. So viel vernetztes Wissen, so viel Empathie, so viel Intellekt zerfällt nun sinnlos zu Staub.
Wenn er Sie tatsächlich so geprägt hat, sollten Sie sich wenigstens die Mühe machen, seinen Namen richtig zu schreiben.

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Edelstoffl 20.02.2016, 11:26
27. Einer der Besten...

Irgendwie bezeichnend für unsere Zeit, wie ein kluger und kreativer Kopf nach dem anderen, welcher unsere Kultur nachhaltig geprägt hat, das Zeitliche segnet.
Es scheint so, als würden Vernunft und Verstand immer mehr Ideologien und Antiliberalimsus weichen.
Ich hoffe, stark, das scheint wirklich nur so...
Wenn ich mir in den Medien - auch hier auf SPON- so ansehe, wie aktuell der gesellschaftliche Diskurs geführt wird und jeder Ansatz kritischen Denkens mit der Sprache der Ideologien unterdrückt und die betreffende Person - oder gar dessen ganze Gruppe - diffamiert und verunglimpft wird, könnte einem schlecht werden.
Solche freien Denker wie Eco und Co. werden uns schmerzlich fehlen..

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1qwert1 20.02.2016, 11:27
28. Rip

Für mich einer der größten Schriftsteller aller Zeiten.

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laale 20.02.2016, 11:29
29. Ein Mensch der Renaissance

war er, ein Universalgelehrter. Er war einer von denen die nur einmal pro Jahrhundert geboren werden. Einer, der in tristen Zeiten von goldenen Kälber, von Effizienz als Selbstzweck und von Gewinnmaximierung das Licht der Kultur hochgehalten hat, in diese unseren Zeiten in denen er eigentlich so gar nicht gepasst hat. Der Pseudowissenschaft Marketing hat er Kunst entgegengehalten, dem gedächtnislosen, ‚modernen‘ Menschen die nie vergänglichen Werte, dem ideenlosen angelsächsischen Puritanismus die wahrhaftige, verspielte Abendländische Kultur, dem Verfall und der neuen Barbarei, das Wichtige. Ein freier Mensch ist von uns gegangen, denn frei von Idiotie und Beliebigkeit war er, und doch wird er bei uns bleiben, denn er hat uns so unfassbar sehr bereichert.

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