Forum: Kultur
Ivanka Trump: Der Bullshit-Feminismus
AFP

Als würde sie eine Prise Feenstaub über einen Güllekanal streuen: Eine Unternehmerin, die reiche Frauen noch reicher machen will und arme Frauen für ihre Modelinie ausbeutet, nennt sich Feministin. Geht`s noch?

Seite 2 von 17
rudi_m 02.05.2017, 17:16
10. Arbeiterinnen?

Frau Stokowski, wo haben sie denn die Information her, dass in der Fabrik hauptsächlich Frauen arbeiten? Nähen und Stricken ist halt Frauenarbeit, oder wie?

Beitrag melden
runesmith 02.05.2017, 17:18
11. Verstaendnisfrage

Im Artikel steht: Die "First Daughter" hat weiß Gott einen harten Job - aber keinen so harten, wie die Frauen, die sie für sich arbeiten lässt. Wie die "Washington Post" berichtet, lässt die Ivanka-Modelinie Produkte von Arbeiterinnen in China nähen, die unter Mindestlohn bezahlt werden, bei extrem langen Arbeitszeiten und größtenteils ohne Versicherung oder Sicherheitsstandards.

Kann man nur weil man andere Menschen ausbeutet keine Feministin sein? Da koennen ja auch maennliche Naeher beschaeftigt werden, oder? Ich sehe nicht, was das eine notwendigerweise mit dem anderen zu tun hat.

Beitrag melden
sponer59 02.05.2017, 17:18
12. Volle Zustimmung

Als ansonsten feministischen Themen nicht immer wohlgesonnenen Mann (dieses Geschlechter-Hauptströmen, fürchterlich!) kann ich nur sagen: genau auf den Punkt, Frau Stokowski!

Beitrag melden
Actionscript 02.05.2017, 17:26
13. Ich sehe nicht, wie I. Trump....

Zitat von G. Samsa
Frau Stokowski gelingt es nicht so recht, Ivanka Trump einen logischen Widerspruch nachzuweisen. Wenn Feminismus bedeutet, "sich dafür einzusetzen, dass alle Menschen die gleichen Rechte und Freiheiten haben sollen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Sexualität und ihrem Körper" - wo verstößt nun Frau Trump gegen diesen Grundsatz? Dass sie chinesische Arbeiterinnen unter Mindestlohn ausbeutet, nennt man Kapitalismus. Und ja, dieses System perpetuiert die ungleiche Einkommensverteilung. Aber weshalb folgt daraus der besagte "Bullshit-Feminismus"?
....eine Feministin ist. Sie sitzt im gemachten Nest und ist des Vater's liebste Tochter ungleich ihrer Halbschwester, von der man nur wenig hört. Und als "Feministin" hat sie sich ihrem Mann ergeben, als ihr Vater ins weisse Haus eingezogen ist und wollte genau wie Konservative es von einer Frau erwarten, am Herd stehen und Kinder erziehen, während ihr Mann den Berater von D.T. abgibt.

Eine echte Feministin ist die Nummer 261 Boston Marathonläuferin und andere Frauen, die mit harter Arbeit und Aufopferung etwas für die Frauen und ihre Rechte getan haben. Zu denen zählt I. Trump jedoch bestimmt nicht. Guter Artikel Frau Stokowski.

Beitrag melden
Freier.Buerger 02.05.2017, 17:28
14. Fragen über Fragen

Zitat von GinaBe
Da haben Sie aber fein jene Pseudo- Feministin- Ansage der amerikanischen Neureich-Präsidententochter in den Boden gestampft, Frau Stokowski! Wenn das alles nicht so überaus traurig, da simpel unsäglich falsch wäre,....würde ich lachen! DAS sind Zeiten, wo fake-news und offensichtliche Begriffsverdrehungen über alle Medien- Kanäle schießen, und kaum jemand greift diese Vorkommnisse auf, um deren hohle Infantilität zum Vorschein zu bringen. Gut, daß sie da sind und Ihnen etwas an der wahrheit liegt, der Wahrheit, was Feminismus heißt, mit welchen Federn sich Feministinnen schmücken könnten, um als solche wahrgenommen und erkannt zu werden, etwa. Nein, Ivanka Trump hat keineswegs ein schweres Leben! Sie wird gehypt und ist privilegiert, in der Elite erster Reihe mitzutanzen. Welch paradoxe Situation war doch die Szene , wo Invanka und Frau Lagarde und Angela Merkel nebeneinander saßen...und ausgerechnet über Feminismus reden mussten. Meine Hühner sind in bei dieser Karikatur vor Lachen gestorben und tot von der Stange gefallen. Jedes legte -aber- noch ein Ei..., soviel Feminismus klebte an dieser Passage.
Zerstört Erfolg oder Elitenzugehörigkeit den Feminismus?
Dürfen sich Aufsichtsrätinnen noch Feministen nennen und fürchten Sie eine Erosion beim Basispersonal des Feminismus durch die baldige exponetielle Nutzung der Karriereleiter?

Beitrag melden
waynekennste 02.05.2017, 17:28
15. warum

darf werte frau autor*IN ihre feminismus-kanone über eine solche plattform dauernd abfeuern? warum heißt es eigentlich feminismus wenn es doch um alle Geschlechter gehen soll? der girls-day könnte hierzulande genauso abgeschafft werden. das ziel ist längst erreicht. zwar verstehe ich dass man IT-studiengänge nur für Frauen einrichtet, denn sonst säße dort eine unter 200 männern im lesesaal, aber eine konsequente übervorteilung kann eine frau jetzt auch nicht mit stolz erfüllen wenn sie der alleinige grund ihres erfolges ist. wir haben gleiche rechte und ein respektvolles miteinander erreicht. der punkt der männerdiskriminierung ist erreicht. btw: so sehr wie die feministINNEN ihre weiblichkeit betonen ist es schon peinlich mit anzusehen. man stelle sich vor hier gebe es blogs mit ständigen männerthemen. machos wäre das schlagwort um sie abzustempeln. was ist die autorin jetzt? ein fem-proll*in?

Beitrag melden
petrapanther 02.05.2017, 17:31
16.

Zitat von G. Samsa
Frau Stokowski gelingt es nicht so recht, Ivanka Trump einen logischen Widerspruch nachzuweisen. Wenn Feminismus bedeutet, "sich dafür einzusetzen, dass alle Menschen die gleichen Rechte und Freiheiten haben sollen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Sexualität und ihrem Körper" - wo verstößt nun Frau Trump gegen diesen Grundsatz? Dass sie chinesische Arbeiterinnen unter Mindestlohn ausbeutet, nennt man Kapitalismus. Und ja, dieses System perpetuiert die ungleiche Einkommensverteilung. Aber weshalb folgt daraus der besagte "Bullshit-Feminismus"?
Der Widerspruch besteht darin, dass die Tochter von Trump sich zwar als Feministin bezeichnet, mit Feminismus aber offenbar gar nichts am Hut hat. Im Gegenteil, sie trägt anscheinend sogar aktiv zur Ausbeutung von Frauen in Asien bei.

Das ist ungefähr so, als würde ich mich als Kaninchenzüchter bezeichnen, obwohl der einzige Bezug zu den Viechern darin besteht, dass ich mal eines verspeist habe.

Beitrag melden
Spiegelsicher 02.05.2017, 17:31
17. Sorry, but this ist nothing else as ...

... Stutenbeisserei, in seiner evidentsten und unverbrämtesten Form. Auf der einen Seite die fast ikonograpische first daugther, Unternehmerin, glücklich verheiratet und Mutter zweier Kinder etc. etc. und auf der anderen Seite? Die Frau Stokowski.

Selten in solcher Offenkundigkeit erlebt, dass der Topos des "Feminismus" als reiner Kampfbegriff zur Distinktion und Diskriminierung gebraucht wird - wohlgemerkt gerade gegen andere Frauen, denen frau vorschreiben möchte, wie man sich zu verhalten und geben hat.

Beitrag melden
Bronko 02.05.2017, 17:34
18. Frage

ist doch, wie bereits angemerkt, wo genau der Widerspruch liegen soll? Sie ist keine Feministin, weil sie zu priviligiert/Tochter von Trump/"First Daughter"/ Kapitalistin ist? Irgendwie was von alledem? Sie einfach eine Person ist, die dem schönen Ruf von "Feminismus" abträglich ist und sie es deswegen nicht sein darf? Aber dennoch wird zugestanden, dass der Begriff der Feministin mittlerweile nahezu undefinierbar, da zu aufgeweicht, ist. Gleichzeitig wird zunächst kritisiert, dass Ivanka doch gar keine demokratische Legitimation hat (natürlich kritisch zu betrachten), sondern nur qua Tochtereigenschaft bekannt ist, während explizit eine Errungenschaft von Mrs. Obama, qua Ehefraueneigenschaft bekannt, gewürdigt wird.
M.M.n. sind die Beiträge dieser Kolumne qualitativ deutlich unter denen anderer Kolumnisten, da hier, unabhängig von der vertretenen Meinung, selten eine konsequente innere Logik vorherrscht, sondern gerade die oftmals bemängelte mäandernde gefühlte Überzeugungen ins Blaue hinein niedergeschrieben wird.

Beitrag melden
adamk 02.05.2017, 17:46
19.

Heute muss ich ihnen sogar einmal zustimmen. - Der Begriff Feminismus wird momentan halt etwas arg überstrapaziert. Ist irgendwie beliebig geworden. Kein Wunder das die First Doughter, da auch etwas für sich findet.

Beitrag melden
Seite 2 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!