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James-Simon-Galerie in Berlin: Chipperfield-Bau macht Museumsinsel komplett
Lisa Ducret/ DPA

Mit diesem Neubau ist die Museumsinsel in Berlin komplett: Am Freitag öffnet die James-Simon-Galerie, die Stararchitekt David Chipperfield entworfen hat. Der klassizistische Bau soll als Hauptportal der Museen dienen.

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Papazaca 11.07.2019, 15:25
1. Erinnert hoffentlich an den großen Menschen und Sammler James Simon

Moderner, formalistischer Bau, der gut zum Stil der Museumsinsel paßt. Die frühere Gründerbau-Architektur war auch nicht gerade der Hit.

Die Hintergrundgeschichte Simons ist hingegen traurig und zeigt, was die Nazis alles angerichtet haben.

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MichaelundNilma 11.07.2019, 15:45
2. Ich würde es sehr begrüßen

Wenn man aufhören würde Mäzene und sonstige herausragende Persönlichkeiten aus Deutschland, nicht der Religion wegen zu ehren, sondern für die gute Tat. Dann wäre schon viel gewonnen. Wer eine Parkbank stiftet, dessen Religion wird ja auch nicht daneben geschrieben. Gut, ich gebe zu, der Vergleich hinkt, aber dennoch bin ich der Meinung, daß alle Stifter und Helfer gleichbehandelt werden sollten. Im Text wird ja auf mehrere Stifter hingewiesen. Es klingt sonst immer nach Wiedergutmachung und nicht nach Würdigung. Das wäre schade, denn James Simon hat das Museum einiges zu verdanken, auch ohne Religionszusatz. Es gibt auch in anderen Ländern, besonders Amerika, große Kunstmäzene. Deren Wirken wird jedenfalls nicht an der Religion festgemacht, sondern am Nutzen für die Allgemeinheit.

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Papazaca 11.07.2019, 16:41
3. Sorry, was für eine deplatzierte Bemerkung

Zitat von MichaelundNilma
Wenn man aufhören würde Mäzene und sonstige herausragende Persönlichkeiten aus Deutschland, nicht der Religion wegen zu ehren, sondern für die gute Tat. Dann wäre schon viel gewonnen. Wer eine Parkbank stiftet, dessen Religion wird ja auch nicht daneben geschrieben. Gut, ich gebe zu, der Vergleich hinkt, aber dennoch bin ich der Meinung, daß alle Stifter und Helfer gleichbehandelt werden sollten. Im Text wird ja auf mehrere Stifter hingewiesen. Es klingt sonst immer nach Wiedergutmachung und nicht nach Würdigung. Das wäre schade, denn James Simon hat das Museum einiges zu verdanken, auch ohne Religionszusatz. Es gibt auch in anderen Ländern, besonders Amerika, große Kunstmäzene. Deren Wirken wird jedenfalls nicht an der Religion festgemacht, sondern am Nutzen für die Allgemeinheit.
Erstens, ich rede SPON nicht nach dem Mund, bin öfters anderer Meinung. Das Wort jüdischer Mäzen wurde einmal erwähnt, ich habe gar nicht darüber geschrieben.

Erstens hat Simon keine Parkbank gestiftet, sondern sich sehr um die Museen und Deutschland verdient gemacht. Zweitens unterstellen Sie, das deutsche Juden als Juden agiert hätten. In der Regel war das Gegenteil der Fall. Die meisten waren- wie Einstein an Religion nicht interessiert. Sie suggerieren hier einen Kontext, der in diesem Fall nicht besteht.

Was allerdings wahr ist: Viele unserer Besten waren Juden. Und Sie wurden benachteiligt, vertrieben und umgebracht. Und weil das so ist,
ist ihre "ach so säkulare Sichtweise im Kontext eine Frechheit und schlimmer".

im übrigen, weder bin ich ein großer Freund Israels noch ein Anhänger verordneter"politcal Correctnes". Nur ihr ach so "säkulare Ansatz" ist leider völlig daneben, aus Kalkül oder Nichtwissen, was letztlich egal ist.

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michaelneiss 11.07.2019, 18:26
4. Durchschnittliche Neubauten mit dem Charme einer öffentlichen Toilette

... sind das einzige, was dieser Chipperdale zustande bringt. Dieser Mann hat das Neue Museum für alle Zeiten versaut, welches vor seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg als Wunder von Berlin galt. Aber anstatt die Originalidéen des Architekten Stüler zu respektieren, hat Chipperdale eine durschschnittliche “kritische Rekonstruktion" hingerotzt, die man bereits zu Hauf in anderen deutschen Großstädten finden kann. Und dennoch applaudiert das pseudointellektuelle Bildungsbürgertum, das immer noch der Moderne fröhnt und dabei die faschistischen Wurzeln dieses Architekturstils verkennt. Der Irrglauben der Moderne, wonach sich "gute" Architektur immer nur vorwärts entwickeln darf, gilt in intellektuellen Kreisen bereits seit den 1980er Jahren als widerlegt. So zeigte man damals auf, daß der Modernitätskult unserer Architekten auf ein pseudobiologisches Denken zurückgeht, welches wiederum dem Sozialdarwinismus des 19. Jh. entstammt. Hier galten Rückfälle in die Vergangenheit als Degeneration. Ironischerweise lagen die Wurzeln von Faschismus und Nationalsozialismus in derselben Weltanschauung. Entgegen den Glaubenssätzen der Moderne unterliegt Architektur indes keinem biologischen Naturgesetz. Daher kann es auch nicht Aufgabe unserer Entscheidungsträger sein, den "Volkskörper" vor "ungebildeten" Rückfällen in die Vergangenheit zu bewahren. Leider ist diese Erkenntnis bislang nicht zu den Berliner Lokalpolitikern durchgesickert. Dies wiederum belegt einmal mehr, wie provinziell das geistige Klima in Berlin verblieben ist, trotz allen Jahren als Hauptstadt eines neuen Deutschlands.

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Papazaca 11.07.2019, 19:51
5. @ michaelneiss Krude Architekturkritik

Erstmal stellt sich die Frage, was für ein Stil Stüler realisierte. Ist jeder alte Bau per se eigenständig und das Maß aller Dinge?

Was aber sehr auffällt: Sie halten sich nicht mit einer stilistischen Analyse auf sondern schwingen in Ihrer Abhandlung unablässig die rhetorische Keule. Eine Kostprobe: Öffentliche Toilette, dahingerotzt,
pseudointellektuelles Bildungsbürgertum, Sozialdarwinismus, Degeneration, Faschismus, Nationalsozialismus, Volkskörper etc.

Und das alles beziehen Sie unmittelbar oder mittelbar auf Chipperfield's Bau. Lustigerweise sind Sie noch nicht mal in der Lage, seinen Namen richtig zu schreiben. Der Mann heißt nicht Chipperdale sondern Chipperfield.

Wenn man sich mit Architektur auseinandersetzt, sollte man in der Lage sein, Bauten stilistisch im Detail zu beurteilen. Das setzt Grundkenntnisse in der Architektur voraus. Das ist sehr viel mehr, als ein Schwall von sprachlichen Herabsetzung.

Erstmal müßte ich den Bau sehen. Auf den ersten Blick ist es nicht unbedingt mein Fall, aber er paßt für mich zu den älteren Bauten, die ich übrigen nicht als große Architektur bezeichnen würde, sondern als einen historischen Stilmix, besonders im Innenausbau (ägyptische Säulen).

Fazit: Architekt sind Sie wahrscheinlich nicht, dazu mangelt es Ihrer Kritik an fachlicher und stilistischer Substanz. Und Kulturtheoretiker noch weniger, bei diesem wahllosem Mix von Begriffen. Von Sprachgefühl will ich erst gar nicht reden. Über die gänzliche Abwesenheit von ironischer Distanz zu sich selbst und dem Mangel an Humor muß man sich deshalb auch nicht wundern.

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Hexavalentes Chrom 12.07.2019, 09:24
6. Käfigkunst

"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt. (...)"

Ein sehr deutsches Bauwerk. Ein Gefängnis.

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Papazaca 12.07.2019, 10:35
7. Eine Gleichung, die nicht auf geht.

Zitat von Hexavalentes Chrom
Ein sehr deutsches Bauwerk.
Ein sehr deutsches Bauwerk. Gebaut von einem Engländer.
Und wie lebt es sich so ganz ohne Pointe, werter Poet?

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Hexavalentes Chrom 12.07.2019, 10:43
8. Englisches Feigenblatt

Wenn Sie zwischen Bauherr und Architekt nicht differenzieren können, ist das bedauerlich. Der Engländer hat es designed. Mit dem englischen Feigenblatt konnte ganz ungeniert triumphiert werden. Ihre kindlichen Wahrnehmungen sind selbstverständlich süßlich wie ein südindisches Konfekt aus kondensierter Milch. Niedlich und mädchenhaft.

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Papazaca 12.07.2019, 11:10
9. @ H. Chrom - Fliegender Wechsel. Vom Knast nach Südindien

Der Bau entspricht ja auch nicht meinem Geschmack, aber Ihnen kostete der Bau die Pointe.

Und wie heißt das süßlich-klebrige Zeug aus Südindien, das sie mir andrehen wollen? Womit habe ich das nun verdient?

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