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Jauch-Talk zum Germanwings-Absturz: "Im Cockpit kann man sich keine Unehrlichkeit lei
DPA

Die nächste Talkshow, dasselbe Thema: Die Debatte zum Germanwings-Absturz bei Günther Jauch lieferte zwar kaum neue Erkenntnisse, aber die Gäste bemühten sich immerhin um Differenzierung.

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wolly21 30.03.2015, 15:33
110.

Zitat von arvin
Die wichtigste Frage die hätte gestellt werden müssen wäre, warum hat keiner der den kranken Piloten betreuten Psychologen und Neurologen der Fluggesellschaft etwas mitgeteilt- ärztliche Schweigepflicht lass ich in diesem Fall nicht gelten.
Die Frage wurde schon gestellt, jedenfalls antwotrtete Jurist Baum einmal, daß die ärztliche Schweigepflicht sogar über den Tod des Patienten hinaus gilt.
Außerdem kennt der behandelnde Arzt nicht immer den Arbeitgeber. Und nach der geltenden Gesetzeslage, DARF der Arzt gerade dem Arbeitgeber nichts über die Krankheit seines Patienten mitteilen.
Außerdem mußte keiner der Ärzte die Suizidgefahr - noch dazu während der Pilot am Steuer einer mit Passagieren besetzten Maschine saß - erkennen.
Es ist auch durchaus vorstellbar, daß der Pilot in dem Moment, als der Chefpilot das Cockpit verließ, einen besonderen "Depressionsschub" erlitt, seine Umwelt überhaupt nicht mehr realistisch wahrnahm, und so den Absturz auslöste.

Wir müssen diesen Absturz einfach als durch eine (menschliche) Naturkatastrophe ausgelöst hinnehmen, wie einen Blitzschlag, ein Luftloch, ein.....?

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Demokrator2007 30.03.2015, 16:22
111. Und wenn es doch ganz anders war?

Zitat von cafecreme
sollten alle Spekulationen entfallen, bis der 2. Flugschreiber gefunden wurde. Ich finde es furchtbar, dass Andreas L. verurteilt wird, obwohl noch nicht vollständig ermittelt werden konnte. Überhaupt, hätten die Informationen zurückgehalten werden müssen und nur den Angehörigen mitgeteilt werden dürfen. Unsere Gesellschaft ist gierig nach (Sensationen), ich wünsche, dass es ein technischer Defekt war, dann können alle Toten des Absturzes vielleicht in Frieden ruhen.
Dem kann ich mich nur anschließen und als jemand der Depressionen kennt, die sich in Wut,Angst, Verzweifelung,Traurigkeit aber auch Übermut,Hysterie und Selbstüberschätzung äußern können fände ich es besser wenn unsere Gesellschaft sich weniger gierig nach Sensationen und Skandalen zeigen würde sondern das Interesse am Schicksal von Opfern und Hinterbliebenen wg echter Anteilnahme vorhanden wäre.

Schon jetzt kann ich erahnen was passieren wird sollte sich das Unglück doch als eine Verkettung unglücklicher Umstände herausstellen in der der Co-Pilot einfach nur überfordert oder handlungsunfähig gewesen war.

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saparot 20.04.2015, 09:53
112. Schon einmal nachgedacht?

Alle die die LH nun kritisieren, von wegen 2 Personen Pflicht im Cockpit, sollten sich mal fragen, ob sie ihrem Busfahrer vertrauen können, der sie zur Arbeit oder sonstwo hinfährt. Evtl hat der ja auch gleichartige Probleme und wartet nur auf den passenden Moment, sich mitsamt Fahrgästen und Bus von einer Brücke zu stürzen, gegen eine Hauswand zu rasen?

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