Forum: Kultur
Jenseits des Hypes: Die wichtigsten Kunstschauen 2010

Darf's mal was anderes sein als aufwendig beworbene Massen-Ausstellungen? Von aufstrebenden Künstlern über Geburtstags-Retrospektiven verstorbener Größen bis hin zu echten Klassikern: Der KulturSPIEGEL stellt die sehenswertesten Schauen des kommenden Jahres vor.

moonoi 29.12.2009, 09:51
1. kunst

ist die faehigkeit
mit immer weniger immer mehr,
um am schluss mit nichts
alles zu verdienen

http://sehrgut.de

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Kunstfan 03.03.2010, 10:34
2. Berlinische Galerie vom Autor unterschätzt!

Die Empfehlung, um die Berlinische Galerie einen Bogen zu machen, kann ich mir nur durch eine mangelnde Kenntnis des Hauses durch den Autor erklären. Die Berlinische Galerie - Landesmuseum für zeitgenössische Kunst, Fotografie und Architektur gehört meiner Meinung nach zu einem der unterschätztesten der Berliner Museen für zeitgenössische Kunst. Das zeigt auch die Tatsache, dass dieses Haus im letzten Jahr seine Besucherzahlen um 40% steigern konnte, obwohl der Trend ansonsten in Berlin rückgängig war. Das Haus hat nicht nur eine hochspannende Sammlung über Kunst, die in Berlin entstanden ist, sondern verfügt mit Dr. Heinz Stahlhut über einen hervorragenden Kurator, der es trotz eines erbärmlichen Budgets schafft, die spannendsten Positionen der zeitgenössischen Kunst ins Haus zu bringen. Berlin ist ein armes Land. Hier ist wenig Geld für die Kultur übrig und dass die Berlinische Galerie sich Partner aus der Wirtschaft sucht, um ein hochkarätiges Ausstellungsprogramm zu sichern, halte ich bei der derzeitigen Haushaltslage für klug und notwendig. Der Vattenfall Contemporary 2010 wird immerhin an den international bekannten Video- und Medienkünstler Julian Rosefeldt verliehen, dem hiermit eine Einzelausstellung von Mai bis Oktober ermöglicht wird, die das Haus ohne die finanzielle Unterstützung von Vattenfall wahrscheinlich nicht hätte machen können. Es ärgert mich, dass es in Deutschland kategorisch immer noch - im Gegensatz zum englischsprachigen Raum - als negativ bewertet wird, wenn sich eine Kulturinstitution Partner in der Wirtschaft sucht. Wir werden uns bei den Haushalten der Länder daran gewöhnen müssen und sollten dankbar sein, wenn sich großzügige Partner in der Wirtschaft finden, die gerade jetzt in Zeiten der Finanzkrise bereit sind helfend einzuspringen. Dass damit natürlich auch Wunsch verbunden ist, ein wenig Glanz und Gloria der Kunstwelt auf das Firmenimage zu übertragen, halte ich für legitim.

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