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Journalismus in der Krise: Das Ende des Medienmonopols

Die alten Gewissheiten der journalistischen Meinungsführer geraten ins Wanken: Nicht nur die ökonomische Basis ist bedroht, auch Glaubwürdigkeit und Deutungshoheit. Wer überleben will, braucht intelligente Ideen.

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wolle0601 03.01.2015, 07:40
70. Na ja, Promet,

wenn das die Wahl wäre - Glorifizieren oder auch nur Propagieren von "leistungslosem Einkommen" oder 10% Auflagenrückgang - wäre die Entscheidung nicht schwer. Zum Glück ist es nicht so simpel. Da hilft es auch nichts, wenn Sie diesen wunderbaren Kampfbegriff "neoliberal" noch ein paarmal öfter verwenden.

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Jamesteakirk 03.01.2015, 08:22
71. Kleiner Tip

Kleiner Tip an den "Spiegel" und alle anderen Mainstream-Medien. Wenn ihr wieder mehr Auflage haben wollt, traut euch, die Pathologien der heutigen Gesellschaft zu kritisieren, auch wenn diese von Links verursacht sind. Berichtet kritisch über Feminismus und Männerfeindlichkeit, über Gender- und Homo-Ideologie. Hört auf mit der dümmlichen Hetze gegen Pegida. Zur Beruhigung: Ich bin Grün-Wähler. Und finde Pegida gut, auch wenn dort nicht nur Waisenknaben mitlaufen. Was soll diese dumme Hetze? Schaut euch einfach mal um auf den kritischen Blogs im Internet. Lest PI-News, Genderama und vieles mehr. Traut euch doch auch mal Fragen zu stellen, die nicht politisch korrekt sind. Einige meiner kritischen Kommentare zu Pegida-Artikeln hier auf SPON wurden nicht freigeschaltet, weil dort einfach die bittere Wahrheit drin stand. Wer solch eine verklemmte Kommentarmoderation fährt, muß sich über Vertrauensverlust nicht wundern. Der "Spiegel" war in den 50ern und 60ern "dat Schmutzblatt". Die Zeiten ändern sich, heute kann man nur "dat Schmutzblatt" sein, wenn man sachlich und fair über Pegida berichtet, feministischen Chauvinismus wie den Quotenterror kritisiert etc. Man muß sich einfach mal trauen, auch von Linken als Schmutzblatt bezeichnet zu werden. So einfach ist das. Lieber "Spiegel", ihr seid kein Schmutzblatt mehr, und darüber solltet ihr euch ernsthaft Sorgen machen.

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ron.ronin 03.01.2015, 08:26
72. Oh Man...

glaubt es kaum, PEGIDA bringt ja doch etwas...

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papayu 03.01.2015, 08:30
73. Warum schreibt denn Keiner ueber Probleme

die durch die katholische Kirche entstanden und immer noch entstehen?? Warum schreibt man nicht ueber die Uberbevoelkerung, nur weil diese Kirche die Verhuetung verbietet, warum gibt es jetzt keine kinderschaendenden
Pfaffen mehr? Sie die Alle aufgeknuepft worden.Nein, es ist wichtiger ueber den Beckenbruch der Kanzlerin zu schreiben, die die Kruecken so handhabt, als waere nichts geschehen, war wahrscheinlich .....

Seit meiner Kindheit sind Hunderte von Berufen verschwunden, sie wurden automatisiert oder weggeworfen. Bald werden auch die Schreiberlinge dabei sein. Frau Burmester ist ja auch schon verschwunden. War wohl zu ehrlich.
Also ich guck mir lieber TOM & JERRY, da wird die Wahrheit gezeigt, wenn auch ueberspitzt.

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Jamesteakirk 03.01.2015, 08:37
74. Noch ein Tip

Mir fällt gerade auf, daß dieser Jammer-Artikel ausgerechnet von Diez stammt, der einmal völlig grundlos einen Schriftsteller beschuldigte, "der Türsteher der rechten Gedanken" zu sein. Es war wohl Christian Kracht und sein Roman "Imperium". Ohne daß ich Details kannte, war mir bei dieser Affäre sofort klar, daß dieser Vorwurf Bullshit sein muß, wie es sich später auch herausstellte. Die Medien sind leider voll mit solch paranoiden Linken wie Diez, die nur einen sehr eingeschränkten Horizont haben. Die haben ein festgefügtes klassisch links-folkloristisches Weltbild, und alles, was darüber hinaus weist, wird mit dem Etikett "rechtsextrem" belegt. Ausgerechnet Diez schreibt über die Medienkrise. Für solche "Linke" ist z.B. der Bau des Berliner Stadtschlosses ganz schlimm reaktionär. Wir haben heutzutage leider quasi einen linken Medienstalinismus. Und das schreibe ich hier als Stammwähler einer linken Partei. Man kann durchaus auch reflektiert und selbstkritisch links sein und Politik nicht als Religion praktizieren. Aber davon sind unsere Medien meilenweit entfernt. Ich frage mich sowieso, warum die Macher vom "Spiegel" nicht einfach mal gucken, warum ein Henryk M. Broder oder Harald Martenstein so viele positive Kommentare bekommt. Einfach mal ein bißchen den Verstand einschalten und DDR 2.0 absagen. Dann seid ihr der Lösung der Medienkrise schon ein ganzes Stück näher.

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happytobealive50 03.01.2015, 08:54
75. Sehr motivierend

Aus Sicht eines guten oder zumindest ambitionierten Bloggers oder Youtubers zeigt der Text sehr schön, wo die großartigen Chancen dieses Umbruchs liegen. Diese Zeit ist ähnlich spannend wie die Industrielle Revolution.

Den Beitrag drucke ich mir als Motivationshilfe aus.

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tomrobert 03.01.2015, 09:14
76. Verlorene SChlacht!

Die Presse hat sich damit in eine schwere Krise gebracht
und mit ihr die politische Elite , ja das ganze System.
In Krisenzeiten wird es deutlich: Wessen Brot ich esse,
dessen Lied ich sing.
Da ist gar keine offene Zensur mehr notwendig um alles auf eine Linie zu bringen.
Im Internet wurde versucht , eben diese Linie aufrecht zu erhalten. Durch die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation , worunter auch die offene Ablehnung ja die Nichtbeachtung zur Kenntnis gelangt, ist das bisherige Monopol der Deutungshoheit gestürzt.
Nachrichten zu deuten, gar zu verschweigen, ist erheblich schwieriger geworden.
Das die Presse das in Anbetracht des Internets ignoriert hat , bleibt ihr größtes Versagen und gereicht dem System als eine wesentlich verlorene Schlacht zum Nachteil, wenn nicht zum Sturz! Durchsetzen wird sich nicht der mit
mehr Geld und Marktmacht, sondern der Intellekt.

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habenix 03.01.2015, 09:20
77.

Die Medien, und zwar ausnahmslos alle etablierten Medien berichten seit Jahren immer weiter an der Lebensrealität der Durchschnittsbürger vorbei, dazu kommt sie informieren bei vielen Themen nicht neutral sondern sagen uns wie wir die Welt gefälligst zu sehen haben, z.b. Euro Krise, Ukraine Krise, PEGIDA, AfD...

viele Leute auch mich interessiert das nicht mehr, oder wir wenden uns ab wenn bei einer Fernsehdiskussion wieder mal 5 Leute auf einen AfDler eindreschen, oder wenn uns wieder mal erklärt wird die ganzen Nordafrikaner wären alle traumatisierte Kriegsflüchtlinge, oder wenn wieder mal Putin zum "Gott sei bei uns" erklärt wird während der Nahe Osten dank der Politik eines Friedensnobelpreisträgers und seines Vorgängers zum Schlachthaus wird.

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Tafelkreide 03.01.2015, 09:23
78. Ganz schön frech

"sie suchen sich im Internet ihre eigene Welt und wirken froh, wie sie da so symbolisch das ganze Projekt der Aufklärung über Bord werfen." Die Frage ist, ob die Leute lieber aussschließlich Staatsfunk und NSA-unterwanderte Redaktionen abonnieren sollten? Die Aufklärung läßt ja sowieso schon lange auf sich warten
; )

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emil_sinclair73 03.01.2015, 09:37
79. Hervorragende Analyse aber...

"Wie aber reagieren die Menschen auf so einen Schock der Erkenntnis? Die einen rufen "Lügenpresse, auf die Fresse" und sind für ein Abendland, das es so nie gab; sie suchen sich im Internet ihre eigene Welt und wirken froh, wie sie da so symbolisch das ganze Projekt der Aufklärung über Bord werfen."

auch Herr Diez unterliegt offenbar dem Irrglauben, dass die Medienkritiker wahlweise mit Pegida oder einem unappetitlichen rechten oder linken Rand gleichzusetzen sind.

Wäre das so, gäbe es kein Problem. Es ist aber die Mitte der Gesellschaft, der man in 2014 den Glauben an die jahrzehntelang akzeptierte Redlichkeit und Qualität des deutschen Journalismus genommen hat. Das wiegt weitaus schwerer.

Und dieser Glaube wurde nicht durch radikale Kräfte oder gar gesteuerte Propagandisten genommen sondern allein durch einseitige Parteinahme, bewusstes Weglassen und Stimmungsmache in bisher unvorstellbarem Maß ("Stoppt! Putin! Jetzt!").

Das sich jetzt Radikale berufen fühlen jeden Unsinn lautstark zu vertreten, zeugt von einer tief verunsicherten Gesellschaft ohne den kleinsten gesellschaftlichen Konsens.

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