Forum: Kultur
Journalismus: "Okay, Frau Merkel, das schreib ich so!"
DPA

.. und wer legt fest, was in der Zeitung steht? - Wie Journalisten arbeiten, ist vielen Menschen nicht klar, deshalb vertrauen sie Medien nicht mehr. Dabei hat sie die Demokratie so dringend nötig.

Seite 40 von 57
mastrophy 07.02.2017, 21:41
390. Medien in Deutschland

Das Problem ist, dass für den Konsumenten von Informationen alles irgendwie in Richtung gebürstet aussieht. Kein TV-Sender, kein Radio-Sender und fast keine Journalisten im Print-Bereich tanzen aus der Reihe. Ganz typisch ist das am Beispiel Russlands zu sehen. Die Russen mit ihrem Putin sind nach wie vor und immer die "Bösen"- James Bond lässt grüßen. Es gibt nur 2 Möglichkeiten: Entweder es wird sich nach Vorgaben gerichtet ( da braucht es nicht unbedingt Zensur, in Deutschland reicht da die Macht des Geldes ) oder man ist zu feige oder uninformiert, um Berichte gegen den Mainstram zu veröffentlichen !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahrsager26 07.02.2017, 21:47
391. An 780. Nr 385

Sie haben sich bemüht,Fehlentwicklungen in der Diskussion zwischen rechts und links darzustellen .Sie beklagen auch,wie 'eingefahren die rechte Seite ist.Das muss man nicht bestreiten...aber sagen Sue mir bitte:Macht das die Gegenseite nicht? Oder Sie nicht und andere doch?Wie verhält sich das zueinander ?Wenn Sie sich mit dem Nationalsozialismus beschäftigt haben,was sehr gut ist,haben Sie das auch mit der Zeit davor getan?Ich habe so eine die Ahnung,dass Sie weniger im Lagerdenken verhaftet sein sollten,sondern lieber darüber nachdenken müssten,ob unserem Land nicht eine ausgewogene Mischung aus links und rechts gut täte?Sie wissen schon:Ich meine die Grautöne-nicht nur schwarz/weiß denken...Danke

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hollalodrian 07.02.2017, 21:52
392.

Tja Frau Stokowski. Was soll man sagen? "Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht." Spiegel Online will doch von der Zielgruppe und Klickzahlen eher in die Kategorie des Unterhaltung- und weniger des Informationsjournalismus. Informieren tut doch heutzutage jeder auf seine Weise. Die Möglichkeiten sind fast uneingeschränkt und oft kostenlos! Wenn ich dann noch daran denke, dass die Journallie auf dem absteigenden Ast sitzt und stetig mehr an selbigem sägt muss ich leider sagen, dass wir mit Sicherheit NICHT mehr zentralisierten Journalismus benötigen. Eine Mischung aus Twitter, Facebook, ein paar einschlägigen nicht jedem bekannten Seiten, bekannte unzensierte Foren und die "klassischen Informationsquellen" wie Spiegel, Focus und Wendy und man ist bestens informiert (und dank letztgenannter auch bestens unterhalten)!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
780 07.02.2017, 21:57
393. @ halbstark

Zitat von halbstark
Wenn man der Meinung ist, die AfD sei "rechtsextrem", so sollte man das argumentativ belegen.
Doch das kann man belegen, dass die AfD rechtsextreme, nationalsozialistische Inhalte verbreiten und das wurde ja schon oft getan. An Hand von unzähligen Äußerungen von Petri und v. Storch, denen dann allerdings die Maus ausgerutscht ist.
Man erinnert sich noch an die Forderung der AfD auf Flüchtlinge zu schießen.
Aber besonders kann man das nachweisen an Hand der Inhalte und der Rhetorik von Höcke:

Zitat:
Es scheint ganz so, als hätte sich Höcke von der Nazi-Legende „inspirieren“ lassen. Auch Goebbels behauptete damals, „das Volk“ zu repräsentieren, auch Goebbels drohte damals vor einer Gefahr für „das Abendland“ – und selbst die „Lügenpresse“ ist keine Erfindung der AfD.

Doch vor allem diese Zitate aus dem Video sorgen für Gänsehaut. Goebbels: „Das Abendland ist in Gefahr. Das deutsche Volk und seine Führung sind nicht gewillt, sich dieser Gefahr auch nur versuchsweise preiszugeben.“ Höcke: „1000 Jahre Deutschland – ich gebe euch nicht her.“ Zitat Ende

http://www.huffingtonpost.de/2015/10/22/hocke-goebbels-reden_n_8354330.html

Von diesen rechtsradikalen Brandstiftern wird Deutschland allerdings bedroht, und nicht nur Deutschland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
retterdernation 07.02.2017, 21:58
394. Eine Legende ...

erzähle ich Euch mal an dieser Stelle - um Euch das Problem des Journalismus zu verdeutlichen - denn wer die falsche Frage stellt ist weg im Polit-Geschäft - das wissen eigentlich alle - derer - die darüber berichten. Damals also - vor etwa 20 Jahren - also in der Zeit der alten Bonner Republik - damals durfte ich als junger Beobachter an einem einwöchigen "round up" in der alten BundesHauptstadt teilhaben. Egal was ich in dieser Zeit dort, unter dem "kohlregime" sah, ließ mich einfach nur verzweifeln. Schon damals ging es den Politikern in meinen Augen mehr um den Schein, als um das Sein. Die Spitze dieser Real-Satire erlebte ich dann im alten Kanzleramt, also der sogenannten Rostlaube. Mit 49 anderen Jung-Beobachtern saß ich dort - an diesem langen Tisch, um den sonst Kanzler Kohl und seine Minister saßen. Begleitet von einem halben duzend Mitarbeitern des Bundes-Presse Amtes. Dann tauchte der vermeintliche Star der Veranstaltung auf, Kanzleramtsminister Bohl. Nach einer kurzen und formalen Begrüßung - sagte Bohl - also stellen sie bitte Fragen. Und alle schwiegen - wie die Lämmer! Nun gut dachte ich mir, einer muss ja anfangen - Herr Kanzleramtsminister Bohl - was sind Ihre Antworten auf folgende drei Fragen: 1. was wollen Sie gegen die höchste Staatsverschuldung in der Geschichte der BRD Unternehmen. 2. wie wollen sie die höchste Arbeitslosigkeit in der Geschichte der Bundes Republik bekämpfen. 3. wie soll die Wirtschaftsleistung wieder erhöht werden. Für mich waren das damals die Fragen der Zeit. Mit den Reaktionen die jetzt eintraten hatte ich allerdings nicht gerechnet. Meinen 49 Mitbeobachtern stand der Schrecken im Gesicht. Den Mitarbeitern der Bundespressekonferenz das Entsetzen - das ihre Kinnladen den Boden trafen. Und Der Kanzleramtsminister - tja - der schaute mich an. Und - sagte nichts. Etwa 90 Sekunden war das Schweigen im Raum, das Einzige was passierte. Und die ganze Zeit schaute mich Bohl - seine Mitarbeiter und alle anderen im Raum an - als ob ich ein Außerirdischer bin ... so - oder so - ist also Journalismus

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bernhard.e.fuchs 07.02.2017, 22:00
395. Erst wenn der Spiegel verboten...

...und Compact als einziges verbliebenes Medium in Deutschland objektiv, ausgewogen und warheitsgemäß berichtet, werden die ewigen Lügenpresse-Hetzer zufrieden sein. Ein Gutes wird das Ganze immerhin haben: Fakebook ist auch offline.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
agua 07.02.2017, 22:00
396. an#380 outspoken

Sehen Sie,so macht ein Forist aus einem Forenbeitrag etwas, was der Forist , der ihn geschrieben hat, nicht gemeint hat.In den Foren geht es um Auseinandersetzung.Zu dieser Auseinandersetzung sind einige Foristen nicht bereit.Sie beantworten keine Fragen, werfen Foristen, die eine andere Meinung vertreten undemokratisches Verhalten vor und oft werden sie beleidigend.Es gibt Grenzen, auch in der Meinungsäusserung, auch in einer Demokratie,das hat auch mit Respekt zu tun , ebenfalls in verbalen Diskussionen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dio_genes 07.02.2017, 22:01
397. Konsequenz

Kritik an den Medien gibt es in vielerlei Hinsicht.

Die Einseitigkeit ist echt nervig und für aufgeklärte, informierte Bürger eine Zumutung.
Die Beeinflussung (Meinungs- und Stimmungsmache) ist so schlimm wie nie vorher.
Die Arroganz und Verlogenheit (wir sind ach so sachlich und objektiv und nur unsere Meinung ist wertvoll - alle anderen stecken wir pauschal in eine Schublade und stellen sie als dumm und ignorant dar) ist mittlerweile schon peinlich.
Klar sollen wir mit emotionalen Bildern erzogen und beeinflusst werden. Nicht nur durch - je nachdem wie man es gerade benötigt - lachende oder weinende Kinderbilder. Unliebsame Personen werden immer unvorteilhaft dargestellt. Politiker, die man protegieren will immer vorteilhaft.
Mir ist nur nicht klar, ob die Medien so dumm sind, und das nicht erkennen, oder ob wie weiterhin so tun, als wäre die vielfache und anhaltende Kritik unberechtigt.

Die Methode einen nicht existenten (oder marginalen) Vorwurf selber herbeizureden und mich daran abzuarbeiten (alle Kritiker kritisieren nur, weil sie den Unterschied zwischen zensieren und redigieren nicht kennen - alle Kritiker glauben, dass Frau Merkel uns täglich anweist) ist ein weiteres Phänomen. So gut wie niemand (oder niemand) behauptet das, aber man schreibt in einer Kolumne lieber über eine nicht vorhandene Kritik (damit man pseudomäßig alles als Unfug wegwischen kann), anstatt sich mit den tatsächlich erhobenen Vorwürfen zu befassen.

Auch das trägt nicht zum Vertrauen der Medien bei.

Das von Ihnen gewählte Beispiel ist gelungen. Die heute beschlossene Siedlungslegitimation (Annexion) wird von der deutschen Regierung als bedauerlich kommentiert. Der Annexion der Krim dagegen wird mit Wort und Tat deutlich schärfer entgegnet. Auch sonst ist die Regierung oft widersprüchlich. Ein paar Tausend Kosovaren dürfen Staat spielen. Anderen wird das verwehrt. Schlimm, dass wir verlogene Politiker*innen haben. Besonder schlimm, wenn dies regierungstreu von den Medien unkritisch begleitet wird. Als ob es bei solchen schwierigen Themen nur eine Meinung gäbe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dio_genes 07.02.2017, 22:02
398. Konsequenz

Kritik an den Medien gibt es in vielerlei Hinsicht.

Die Einseitigkeit ist echt nervig und für aufgeklärte, informierte Bürger eine Zumutung.
Die Beeinflussung (Meinungs- und Stimmungsmache) ist so schlimm wie nie vorher.
Die Arroganz und Verlogenheit (wir sind ach so sachlich und objektiv und nur unsere Meinung ist wertvoll - alle anderen stecken wir pauschal in eine Schublade und stellen sie als dumm und ignorant dar) ist mittlerweile schon peinlich.
Klar sollen wir mit emotionalen Bildern erzogen und beeinflusst werden. Nicht nur durch - je nachdem wie man es gerade benötigt - lachende oder weinende Kinderbilder. Unliebsame Personen werden immer unvorteilhaft dargestellt. Politiker, die man protegieren will immer vorteilhaft.
Mir ist nur nicht klar, ob die Medien so dumm sind, und das nicht erkennen, oder ob wie weiterhin so tun, als wäre die vielfache und anhaltende Kritik unberechtigt.

Die Methode einen nicht existenten (oder marginalen) Vorwurf selber herbeizureden und mich daran abzuarbeiten (alle Kritiker kritisieren nur, weil sie den Unterschied zwischen zensieren und redigieren nicht kennen - alle Kritiker glauben, dass Frau Merkel uns täglich anweist) ist ein weiteres Phänomen. So gut wie niemand (oder niemand) behauptet das, aber man schreibt in einer Kolumne lieber über eine nicht vorhandene Kritik (damit man pseudomäßig alles als Unfug wegwischen kann), anstatt sich mit den tatsächlich erhobenen Vorwürfen zu befassen.

Auch das trägt nicht zum Vertrauen der Medien bei.

Das von Ihnen gewählte Beispiel ist gelungen. Die heute beschlossene Siedlungslegitimation (Annexion) wird von der deutschen Regierung als bedauerlich kommentiert. Der Annexion der Krim dagegen wird mit Wort und Tat deutlich schärfer entgegnet. Auch sonst ist die Regierung oft widersprüchlich. Ein paar Tausend Kosovaren dürfen Staat spielen. Anderen wird das verwehrt. Schlimm, dass wir verlogene Politiker*innen haben. Besonder schlimm, wenn dies regierungstreu von den Medien unkritisch begleitet wird. Als ob es bei solchen schwierigen Themen nur eine Meinung gäbe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
D. Brock 07.02.2017, 22:12
399. Also es tut mir furchtbar leid, aber ...

Zitat von Dio_genes
Die Relevanz liegt darin, dass diese Themen momentan brisant sind. Der beschriebene Einzelfall mag unwichtig erscheinen. Aber dann sollte man auch konsequent in beide Richtungen sein. Überspitzt gesagt, wird ja auch jede Schmiererei an einer Aufnahmeeinrichtung sofort tagelang als Mordanschlag umgedeutet und darüber berichtet. Die Einseitigkeit der Berichterstattung, das war mein Thema. Und bei den Vorfällen in Braunschweig handelte es sich eben nicht um einen Einzelfall, sondern um eine Vielzahl von Taten, die von der Behörde vertuscht wurden. Das ist schon bedeutsam für das Vertrauen in unseren Staat. Im Gegenzug wird z. B. über den Prozess einer Freundin von zwei Mördern in jeder Einzelheit berichtet. In einem Prozess der schon länger dauert als der Jahrhundertprozess gegen tausende Angeklagte mit Millionen Toten. Die Verhältnismäßigkeit kann man da schon mal thematisieren.
... Ihre Aussagen sind m. E. deutlich verbesserungswürdig.
Statt:
"Die Relevanz besteht darin, dass die Themen momentan brisant sind."
hätte Sie auch schreiben können:
"Die Brisanz besteht darin, dass die Themen momentan relevant sind."
Mit anderen Worten Sie halten etwas für relevant, was Sie für relevant halten. Aber das - mit Verlaub - ist doch Ihr Problem! Sie können doch für relevant halten, was Sie wollen. Dann versuchen Sie doch nicht anderen Vorzuschreiben, was sie für relevant zu halten haben.

Sie können sich heutzutage über alles informieren.
Nebenbei nochmal extra als Sonderservice: Informieren bedeutet, dass man sich NICHT auf eine Quelle beruft, sondern viele unabhängige Quellen heranzieht. Wenn Sie "Informationen" nur von einer Quelle haben, sind es eben keine Informationen!

Das ist eine Frage der Nachvollziehbarkeit.

Ihre "Freundin von zwei Mördern" ist nachweislich eine Angehörige einer terroristischen Vereinigung, die systematisch Mordserien begangen hat, übrigens einer Nazi-Vereinigung! Darüber soll Ihrer Meinung nach also NICHT berichtet werden? Also, wenn etwas von bundesweiter Bedeutung ist, dann ja wohl das. War da nicht mal was?
Das setzen Sie in der Bedeutung gleich mit einem Einzelfall eines Einzeltäters? Tja in der Tat sollten Sie sich da über die Verhältnismäßigkeit noch einmal Gedanken machen.
... Weia!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 40 von 57