Forum: Kultur
Jugend in Russland: Hauptsache Hass
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"Wir hassen Bullen", und "Schwuchteln" kommen in den "Ofen von Auschwitz" - als DJ Stalingrad hat der russische Aktivist Petr Silaev ein Buch über eine Jugend voller Punk, Gewalt und Wut geschrieben. Doch wie wurde der Autonome mit faschistoiden Phantasien zum Kämpfer für die gute Sache?

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Runner84 28.07.2013, 11:35
10.

Zitat von sysop
"Wir hassen Bullen", und "Schwuchteln" kommen in den "Ofen von Auschwitz" - als DJ Stalingrad hat der russische Aktivist Petr Silaev ein Buch über eine Jugend voller Punk, Gewalt und Wut geschrieben. Doch wie wurde der Autonome mit faschistoiden Phantasien zum Kämpfer für die gute Sache?
Ich kann nur jedem empfehlen selbst einmal nach Russland zu reisen. Land und Menschen sind viel offener als es die Medien oftmals behaupten. In Moskau habe ich beispielsweise zwischenmenschliche Nähe erfahren, die man hierzulande längst vergessen hat.

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testthewest 28.07.2013, 11:38
11.

Zitat von sysop
"Wir hassen Bullen", und "Schwuchteln" kommen in den "Ofen von Auschwitz" - als DJ Stalingrad hat der russische Aktivist Petr Silaev ein Buch über eine Jugend voller Punk, Gewalt und Wut geschrieben. Doch wie wurde der Autonome mit faschistoiden Phantasien zum Kämpfer für die gute Sache?
""Wir sind alle für den Krieg geboren, dafür, in Reih und Glied ins Blutbad zu ziehen. Direkt ins Maschinengewehrnest, direkt ins Minenfeld." "

Das ist also des Pudels Kern all der Gegner des "Systems", welches "keine Werte, die größer sind als sein individuelles Glück" kennt!

Da bin ich lieber individualistisch-neoliberal, will nur mein individuelles Glück, als diesen "höheren Zielen" zu dienen!
Attac, nein Danke!
Occupy, nein Danke!

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mustafa20 28.07.2013, 11:40
12.

Zitat von el-gato-lopez
Nun, der Mann ist also "links", marschiert aber bei der "Nationalbolschewistischen Partei Russlands" mit? Kleiner Typ, liebe Schreiberlinge, wenn ihr von der Politlandschaft eines Landes keine Ahnung habt, fragt doch euer Auslandsressort. Die NBP ist eine neofaschistische Partei, die u.a. ein slawisches "Weltreich" möchte. Die sind so links wie die NPD...
Die Nationalsozialisten hießen ja nicht umsonst so - und Sie werden zwischen der Linksextremen und der NPD so viele Gemeinsamkeiten finden, wie zwischen keinen anderen Parteien in Deutschland.
Beide wollen eine zentralistische Steuerung durch den Staat - Kindererziehung staatlich, Wirtschaftspolitik staatlich, Anti-Amerika, Pro-Iran, Anti-Israel.

Der einzige Unterschied ist die internationale Ausrichtung der Linken und die nationalistische der NPD - über die Steuerung der Bevölkerung durch die Staatsmacht und zwar in jedem Bereich des Lebens, sind sich NPD und Linke einig.

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mrchromeos 28.07.2013, 12:12
13. optional

Für mich sollte die Presse informieren. Hier in Deutschland betreibt die Presse nur Desinformation und Propaganda. Ich habe fast 20 Jahre in Russland gelebt und noch NIIEE einen so unerzogenen, jungen Mann wie diesen gesehen. Das ist überhaupt nicht typisch für Russland. Es gibt diese Leute, die am Rande der Gesellschaft sind. Nur ist Deutschland nicht auf diesem Niveau, wo man es sich leisten kann über diese Menschen zu berichten. Das deutsche Volk - und auch Journalisten - wissen über Russland gar nichts. Das wissen tangiert gegen den absoluten Nullpunkt, auch wenn es an Selbstüberschätzung nicht mangelt. Selbst hochgebildete Juristen oder sonstwas wissen gar nichts über Russland. Bei diesem Niveau sollte die deutsche Presse erstmal grundlegende Sachen beibringen. Welche Staatsform hat Russland, wo ist dieses Land, die Mentalität des Volkes, welche Bräuche gibt es dort, wie heißt die Hauptstadt. Schon damit wäre jeder zweiter überfordert. Man soll dieses Land beschreiben, wie das so ist. Man soll über das normale Volk sprechen. Über normale Stimmung im Land. Aber im Leben nicht Menschen zu Wort kommen, die am absoluten Rand der Gesellschaft sind. Das sind Ausnahmen. Und darüber berichtet man erst, wenn irgendein Wissen über das normale Volk besteht, was in Deutschland nun mal absolut nicht der Fall ist.

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every_day 28.07.2013, 12:35
14. ..

Zitat von lydisch
Falsch! Linke und Linksextreme in einem Zusammenhang zu erwähnen, zeugt nicht gerade von politischer Bildung, sondern von einem Diffamierungsversuch! Linksextreme sind auch was völlig anderes als Stalinisten, die am ehesten der NPD nahe stehen!
niedlerlicher Versuch die Linksextremen zu beschützen. Der Vorschreiber hat allerdings Recht: Die realen Unterschiede zwischen linksextrem und rechtsextrem sind nur marginal. Die einen ködern mit dem Arbeiterkampf, die anderen mit der nationalen Schiene.

Einzig, dass die linksextremen Ansichten einen besseren Leumund haben und sich eher naive und ungebildete Leute (so wie sie) finden, die sich schützend vor diese Verbrecher stellen. Das wiederzum findet sich in der Pubertät, wo für ein paar Jahren linkslastige Ansichten en vogue sind. Die meisten werden später wieder vernünftig, andere nicht unjd die glauben auch später lnoch, dass links sein etwas tolles sei. Dann reden sie sich ein, dass sie ja besonders intelligent wären und finden sich gut.

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atemlos9 28.07.2013, 13:15
15. Frommer Wunsch

Zitat von mrchromeos
Für mich sollte die Presse informieren. Hier in Deutschland betreibt die Presse nur Desinformation und Propaganda. Ich habe fast 20 Jahre in Russland gelebt und noch NIIEE einen so unerzogenen, jungen Mann wie diesen gesehen. Das ist überhaupt nicht typisch für Russland. Es gibt diese Leute, die am Rande der Gesellschaft sind. Nur ist Deutschland nicht auf diesem Niveau, wo man es sich leisten kann über diese Menschen zu berichten. Das deutsche Volk - und auch Journalisten - wissen über Russland gar nichts. Das wissen tangiert gegen den absoluten Nullpunkt, auch wenn es an Selbstüberschätzung nicht mangelt. Selbst hochgebildete Juristen oder sonstwas wissen gar nichts über Russland. Bei diesem Niveau sollte die deutsche Presse erstmal grundlegende Sachen beibringen. Welche Staatsform hat Russland, wo ist dieses Land, die Mentalität des Volkes, welche Bräuche gibt es dort, wie heißt die Hauptstadt. Schon damit wäre jeder zweiter überfordert. Man soll dieses Land beschreiben, wie das so ist. Man soll über das normale Volk sprechen. Über normale Stimmung im Land. Aber im Leben nicht Menschen zu Wort kommen, die am absoluten Rand der Gesellschaft sind. Das sind Ausnahmen. Und darüber berichtet man erst, wenn irgendein Wissen über das normale Volk besteht, was in Deutschland nun mal absolut nicht der Fall ist.

Danke für Ihren Beitrag!
Es geht darum, die positiven Kräfte zu stärken.
Das kann man zzt. von den Massenmedien noch nicht erwarten.
Irgendwann, wenn's unübersehbar ist, werden auch sie auf diesen Zug aufspringen.
Aber im Moment ist noch mit Chaosverbreitung mehr Kasse zu machen.
Man kann nur hoffen, dass sich die besonnen Menschen nicht verrückt machen lassen.

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n01 28.07.2013, 13:41
16. Er verkörpert sicher nicht Russland.

Zitat von atemlos9
Danke für Ihren Beitrag! Es geht darum, die positiven Kräfte zu stärken. Das kann man zzt. von den Massenmedien noch nicht erwarten. Irgendwann, wenn's unübersehbar ist, werden auch sie auf diesen Zug aufspringen. Aber im Moment ist noch mit Chaosverbreitung mehr Kasse zu machen. Man kann nur hoffen, dass sich die besonnen Menschen nicht verrückt machen lassen.
Es wäre sicher falsch, von diesem Jungen Mann auf das restliche Russland zu schließen. Er hat sich seinen persönlichen Frust von der Seele geschrieben, und gut ist es.

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mazzeltov 28.07.2013, 14:35
17. Spieglein, Spieglein an der Wand...

Zitat von every_day
...Einzig, dass die linksextremen Ansichten einen besseren Leumund haben und sich eher naive und ungebildete Leute (so wie sie) finden, die sich schützend vor diese Verbrecher stellen. Das wiederzum findet sich in der Pubertät, wo für ein paar Jahren linkslastige Ansichten en vogue sind. Die meisten werden später wieder vernünftig, andere nicht unjd die glauben auch später lnoch, dass links sein etwas tolles sei.
Die Gleichsetzung Linksextrem = Stalinist (meinetwegen auch Marxist/Leninist/Trotzkist etc.) = Verbrecher ist zwar bemerkenswert, zeugt aber leider nicht gerade von geschichtlicher Bildung. Es gab und gibt immer noch linke Utopien, die glauben, dass nicht mehr, sondern weniger Staat, nicht mehr, sondern weniger Macht und Gewalt erstrebenswert sind. Bevor man andere Foristen vorschnell als naiv und ungebildet diffamiert - erst mal einen prüfenden Blick in den Spiegel wagen.

Ihre gängige Floskel wer mit 18 kein Kommunist ist, hat kein Herz, wer es mit 30 noch ist, keinen Verstand - auch wenn Sie dies in andere Worte packen - ist altbekannt. Darin, dass nicht alles so einfach sein mag, wie wir uns das mit 18 noch erträumt haben, stimme ich noch überein. Darin, dass es nötig ist, mit 30 bereits kein Herz mehr zu haben, allerdings nicht. (Und ich habe die 30 bereits seit einiger Zeit überschritten.)

Aber wenn ich auf einen meiner anderen Vorredner hier verweisen darf: Es geht hier zunächst mal um ein Buch, nicht um Politik. Und aus dieser Schilderung einer Jugend lässt sich auch außerhalb von russischen Verhältnissen möglicherweise etwas lernen.

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linkslibero 28.07.2013, 15:10
18. exzessiv

Zitat von sysop
"Wir hassen Bullen", und "Schwuchteln" kommen in den "Ofen von Auschwitz" - als DJ Stalingrad hat der russische Aktivist Petr Silaev ein Buch über eine Jugend voller Punk, Gewalt und Wut geschrieben.
Das Gewaltniveau ist nicht nur innerhalb der Jugend, sondern leider generell in der russischen Gesellschaft erschreckend hoch.

Die Oxforder Demografin Margret Satterwate sieht einen Zusammenhang zwischen dem Phänomen exzessiver Sterblichkeit in Russland und der Gewalt in der Gesellschaft. Selbst nach der offiziellen Statistik liegt die Mordrate in Russland auf dem Niveau von Südafrika und Kolumbien. Im Homizid sei Russland seit 15 Jahren weltweit führend; die relative Zahl der Opfer der häuslichen Gewalt gegen Kinder und Frauen sei siebenmal höher als in Pakistan und 45 bis 70 mal höher als in Westeuropa. Die dramatische Ausbreitung der Gewalt führt Satterwate auf die Willkür der Rechtsschutzorgane zurück, welche Folter, Misshandlungen und unkontrollierbare Gewalt ausübten, die geradezu epidemische Ausmaße angenommen hätten und sich durch eine besondere Perversität und Brutalität selbst im Vergleich zu vielen Entwicklungsländern auszeichneten. Die Angehörigen dieser »paramilitärischen« Strukturen haben in der Regel in der Armee gedient und sind im Tschetschenienkrieg eingesetzt gewesen. http://www.oeko-net.de/kommune/

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Panslawist 28.07.2013, 15:38
19.

Zitat von linkslibero
Das Gewaltniveau ist nicht nur innerhalb der Jugend, sondern leider generell in der russischen Gesellschaft erschreckend hoch. Die Oxforder Demografin Margret Satterwate sieht einen Zusammenhang zwischen dem Phänomen exzessiver Sterblichkeit in Russland und der Gewalt in der Gesellschaft. Selbst nach der offiziellen Statistik liegt die Mordrate in Russland auf dem Niveau von Südafrika und Kolumbien. Im Homizid sei Russland seit 15 Jahren weltweit führend; die relative Zahl der Opfer der häuslichen Gewalt gegen Kinder und Frauen sei siebenmal höher als in Pakistan und 45 bis 70 mal höher als in Westeuropa. Die dramatische Ausbreitung der Gewalt führt Satterwate auf die Willkür der Rechtsschutzorgane zurück, welche Folter, Misshandlungen und unkontrollierbare Gewalt ausübten, die geradezu epidemische Ausmaße angenommen hätten und sich durch eine besondere Perversität und Brutalität selbst im Vergleich zu vielen Entwicklungsländern auszeichneten. Die Angehörigen dieser »paramilitärischen« Strukturen haben in der Regel in der Armee gedient und sind im Tschetschenienkrieg eingesetzt gewesen.
Von welchen paramilitärischen Strukturen ist dort die Rede? Sie haben offensichtlich wieder einmal einen Bericht manipuliert. Verlinken Sie ihn doch mal anständig.
Ansonsten, Nationalsozialisten wie Sie werden für das was kommt verantwortlich sein und es wird kein Zurück mehr geben.

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