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Jugendgewalt-Debatte bei Illner: Eine Favela namens Deutschland

Um Zivilcourage sollte es gehen bei Maybrit Illners Runde nach der tödlichen Attacke auf einem Münchener S-Bahnhof. Nach zwanzig Minuten war die gute Absicht vergessen. Dann drehte sich alles um Angstmache, Alarmismus und Forderungen nach mehr Knast, mehr Fußfesseln, mehr Polizei.

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Auswahlaxiom 18.09.2009, 11:11
10. Weglaufen

Zitat von denkmal!
Zivilcourage...? Gibt es da irgend ein Deutsches Wort bitte?
Weglaufen.

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tatix 18.09.2009, 11:12
11. so geht´s nicht

Ganz mieser und tendenziöser Artikel, Herr Twickel.

Es zeugt lediglich von Ihrem Gesinnungsjournalismus, der es anscheinend nötig hat, Richterin Heisig in die rechte Ecke zu stellen und das Thema insgesamt zum "rechten Rentnerschreck"
zu banalisieren.
Dabei ist es schon eine Binse, daß der Großteil der Gewaltdelikte in Berlin auf das Konto einschlägiger Migranten und linksextremer Chaoten geht.

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Lehrer 18.09.2009, 11:15
12. Zivilcourage, nein danke

Zitat von Ede_Wolf
Nein, weil es keine Tugend ist die in Deutschland in relevantem Umfang vorhanden ist. Man muss einfach versuchen, das Konzept abstrakt zu begreifen... trotz der fehlenden deutschen Vokabel. ;-)
Warum sollte es dafür auch ein deutsches Wort geben?
Zivilcourage ist nichts anderes als das Abwälzen von Staatsaufgaben auf den Bürger.
Der Staat wird durch Steuern und Abgaben dafür bezahlt seine Bürger zu schützen. Dieser Aufgabe kommt der Staat aber nicht nach, das Geld wird für Kokolores ausgegeben.

Jetzt soll der Bürger es selbst richten (natürlich unentgeltlich!). Dabei wird im aber auch noch verboten sich adequat für diese Aufgabe auszurüsten, sprich zu bewaffnen.
Also, wenn ihr mich fragt: Zivilcourage, da stimmt was nicht!
Und was ist ein Rechtssystem wert, das nicht funktioniert?

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Wolfghar 18.09.2009, 11:19
13. Bürgermut

Zitat von denkmal!
Zivilcourage...? Gibt es da irgend ein Deutsches Wort bitte?
Wie wärs mit sowas wie Bürgermut.

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Buureremmel 18.09.2009, 11:20
14. Lieber Herr Twickel,

eine Richterin ist keine "Justizbeamtin", ebenso wenig ist ein Gefängnisarzt "Gerichtsmediziner". Gewiss, das sind Petitessen, aber leider eiert Ihr Artikel insgesamt. Wer hat denn ernsthaft erwartet, dass das Thema Zivilcourage losgelöst vom aktuellen Anlass - und damit vom Kern des Problems - diskutiert werden könnte. Und was hätte das bringen sollen?

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Apologet 18.09.2009, 11:23
15. Lächerlich

Zitat von
Um Zivilcourage sollte es gehen bei Maybrit Illners Runde nach der tödlichen Attacke auf einem Münchener S-Bahnhof. Nach 20 Minuten war die gute Absicht vergessen. Danach drehte sich alles um Angstmache, Alarmismus und Forderungen nach mehr Knast, mehr Fußfesseln, mehr Polizei.
Also zuerst lassen die deutschen Gerichte systematisch seit Jahren Räuber und Gewaltäter wieder auf die Gesellschaft los, statt sie hart zu bestrafen, wie es die Gerechtigkeit fordert, unternehmen nichts gegen den sich rasant ausbreitenden illegalen Waffenbesitz, und dann werden wir von den gleichen Politikern, die in gepanzerten Karossen sitzen und Bodyguards haben, noch dazu angehalten, Zivilcourage zu zeigen.
Denken die eigentlich wir sind blöd?
Wie das endet hat man ja gesehen.
Davon sollte man tunlichst die Finger lassen. Das ist lebensgefährlich.

Es ist - und hier wiederhole ich eine Selbstverständlichkeit - die Aufgabe des STAATES für INNERE SICHERHEIT zu sorgen, nicht die der Bürger.

WOZU bekommt der eigentlich seine STEUERN? Wenn der mal seine Aufgabe machen würde, anstatt seine Bürger nach Wunsch und Ideologie umzuerziehen, dann hätten wir die Probleme nicht.

Doch so langsam beschleicht mich der Verdacht, dass die Regierung das gar nicht will. Denn ein verunsichertes Volk lässt sich leichter beherrschen.

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shopgirl1 18.09.2009, 11:25
16. x

Zitat von Lehrer
Warum sollte es dafür auch ein deutsches Wort geben? Zivilcourage ist nichts anderes als das Abwälzen von Staatsaufgaben auf den Bürger.
Und Vorsicht, Zivilcourage kann ganz schnell nach hinten losgehen, wenn der couragierte zivile Buerger als Sieger aus dem Zwischenfall hervorgeht und der Angreifer Blessuren davon getragen hat. Egal, wie kriminell Letzterer auch sei.

Da kann es schon mal zu einer Verurteilung des Zivilcouragierten kommen, da der Notwehrpragraph von dem einen oder anderen Richter sehr gedehnt wird.

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tombel 18.09.2009, 11:26
17. Jugendgewalt nimmt zu

Ich kann den Autor des Artikels nicht verstehen, der nichts anderes tut, als diese Dinge zu verharmlosen.
Der Mann der dazwischenging ist tot, er wurde bestialisch ermordet. Das ist der Fakt.
Für solche Täter kann es keines wegs um die Problematik einer Resozialisierung nach verbüßter Strafe gehen.
Wer dies, wie geschehen, in solcher Weise macht hat sein Leben verwirkt; er kann niemals mehr zu einem brauchbaren Teil der Gesellschaft werden.
Es stellt sich die Frage nicht, die Antwort ist eindeutig:
Diese Leute gehören für immer weggesperrt, und die Bedingungen dieser Hafe müssen sich an der Sühne der Tat orientieren und nicht bam Alter Der Täter.

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Cupseller 18.09.2009, 11:27
18. Werte

Zitat von sysop
Um Zivilcourage sollte es gehen bei Maybrit Illners Runde nach der tödlichen Attacke auf einem Münchener S-Bahnhof. Nach zwanzig Minuten war die gute Absicht vergessen. Dann drehte sich alles um Angstmache, Alarmismus und Forderungen nach mehr Knast, mehr Fußfesseln, mehr Polizei.
Die gesellschaftlich Aussortierten üben den Aufstand gegen Schwächere. Junge Leute, die in ihrer unfertigen Sozialisation durch das von arroganten Beamten geflochtene Raster fallen und keine Erziehung mehr haben dürfen, weil Mama und Papa vollkommen verunsichert und selber hilflos und überfordert sind, spielen die Starken bis zum Ende durch. Im "3.Reich" wurden diese Raufbolde in die SS kaserniert und instrumentalisiert, in den 50er/60er-Jahren prügelte sich die Kirmesrocker mit der Polizei, nachdem sie vorher schon einige andere vermöbelt hatten und zwar mit Fahrradketten und Schlagringen. In den 70/80ern war dann etwas Ruhe, durch die Hippiebewegung und Gewalt entlud sich eruptiv politisch motiviert, oder in Fußballstadien. Jetzt ist es mehrfach passiert, dass ältere Menschen von Gewalttätern totgetreten wurden. Der eine war ein renitenter alter Mann, der sich das Rauchen im öffentlichen Raum lauthals verbat, der andere offenbar ein Held, der aber die Gewaltbereitschaft der Jugendlichen unterschätzt hatte.

Die Grenze zwischen Mut und Dummheit ist immer ganz eng und auch emotional geprägt. Immer hauen diese Jugendliche auf die etablierte Gesellschaft, die sie längst hat fallen lassen und deren Spielregeln sie nie gelernt haben- hier gilt es den Hebel anzusetzen: Jedem seine Chance! Nicht Aussortieren nach unten, sondern Fördern nach oben. Das kostet Geld und Umdenken in den Werten der fast rein kapitalistisch geprägten Gesellschaft in der in Wahrheit das Recht des "Stärkeren" vorgemacht wird und sei es mit dem Scheckbuch oder dem Titel.

Neue Werte braucht das Land, von unten nach oben.

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shopgirl1 18.09.2009, 11:31
19. x

Zitat von Buureremmel
eine Richterin ist keine "Justizbeamtin", ebenso wenig ist ein Gefängnisarzt "Gerichtsmediziner". Gewiss, das sind Petitessen, aber leider eiert Ihr Artikel insgesamt. Wer hat denn ernsthaft erwartet, dass das Thema Zivilcourage losgelöst vom aktuellen Anlass - und damit vom Kern des Problems - diskutiert werden könnte. Und was hätte das bringen sollen?
Geeenau.
Und dass er den Namen des Toten aus Solln nicht mal richtig recherchiert hat, spricht auch Baende ueber die Qualitaet des Artikels. Spiegel online hat schwer nachgelassen.

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