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Junggesellenabschiede: Fake News übers Matriarchat
DPA

"Das wars. Jetzt hat sie die Macht." Solche T-Shirt-Botschaften tragen künftige Ehemänner beim Abschied vom Solo-Sein spazieren. Dabei ist die Ehe alles andere als das geheime Herrschaftsparadies der Frauen.

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Sinderion 26.02.2019, 20:05
20. Falsch durchdacht

Ich glaube, die Autorin hat den Sinn hinter den übertriebenen Sprüchen auf den Shirts nicht erfasst. Im Grunde gehen die Träger ja von einer richtigen Ehe aus, in der man glücklich für immer zusammenbleibt. Was allerdings auch einhergeht mit Kompromissen und einem teils fremdbestimmten Leben, umso mehr wenn noch Kinder gewünscht sind. Das alles bleibt dem Junggesellen erspart. Dieses Leben ist dann mit der Heirat eigentlich vorbei. Außer man lebt im Zeitgeist der Retouren und gibt den Ehepartner wieder zurück.
Soweit ich weiß stammt die Tradition auch aus einer Zeit, in der der Heiratsantrag noch den Beginn der Beziehung markierte. Auch so betrachtet ergeben die Sprüche mehr Sinn.
Zuletzt sei noch gesagt - wirklich kein Mann denkt so, wie das auf den Shirts steht und würde sich nur ansatzweise so pikiert darüber echauffieren, sollten Frauen so feiern und rumlaufen, wie die Autorin es tut. Es ist dieses angestrengt verbohrte, humorlose und feindliche Wesen, was die Ultra-Feministen so unerträglich macht. Helfen tun sie der Sache meiner Meinung nach auch nicht.

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irek.zablocki 26.02.2019, 20:27
21.

"Bis 1997 war Vergewaltigung in der Ehe erlaubt"

Sie wissen schon, dass es vor 1991 zwei Strafgesetzbücher in Deutschland gab? Oder ist das Thema nicht gender-genug?

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NauMax 26.02.2019, 20:35
22.

Zitat von mfgkw
Ein Teil der Männer benimmt sich daneben (leider, zugegebenermaßen), ein Teil nicht. Ein Teil der Frauen benimmt sich daneben, ein Teil nicht. -> Bei Männern gaanz schlecht, bei Frauen "ihr gutes Recht". Im Schnitt werden Männer mit den Jahren fetter, Frauen auch. -> Bei Männern gaanz schlecht, bei Frauen darf man sowas nicht erwähnen, weil man da ja kein Schönheitsideal anwenden darf - da wäre das irgendwie Unterdrückung und Reduktion auf ein Objekt. Besoffene Männer sind ekelhaft (das sehe ich auch so), besoffene Frauen - ach, Schwamm drüber; ist ja dann wohl progressiv. Daß bei Männern alles viel schlimmer ist, beruht dann auf einer "persönlichen Statistik". Laut meiner persönlichen Statistik gibt es bei Männern derartige Peinlichkeiten auch nicht, zumindest nicht in meinem engeren Bekanntenkreis. Statistiken sind immer ein Totschlagargument, also kommt man dann zwanglos zu 98% Gewalt von Männern (als ob 98% der Männer gewalttätig wären). Hauptsache "die Männer" sind an allem schuld... Differenziertes Argumentieren sieht anders aus. Mit so einem gefrusteten Stuss tut man der Emanzipation wohl keinen Gefallen. Wie es halt so geht in dieser Kolumne...
Zumal heute viele Frauen ebenfalls ihren "Junggesellinnenabschied" feiern und es dabei oftmals viel wilder zugeht als bei den Herren. Oder anders: Wir haben uns damals auch nicht verkleidet und mit Prosecco an den Rand der Besinnungslosigkeit gesoffen und sind dann in der Stadt willkürlich irgendwelchen Frauen um den Hals gefallen, weil sie zufällig eine Polizeiuniform trugen o.ä. (man stelle sich das Echo dazu auch gleich mal vor). Alles in allem unterschreibe ich Ihre Aussagen aber sofort. Ich muss mich nicht als Macho abstempeln lassen, weil ich mit meinen Freunden ein letztes Mal "in Freiheit" feiern gegangen bin. während meine Zukünftige dieses Recht selbstverständlich für sich reservieren und dabei natürlich völlig über die Stränge schlagen darf.

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yor 26.02.2019, 20:44
23. Hertha, das Ei ist hart

Nach meinen eigenen streng repräsentativen Beobachtungen hat die feministische Bewegung zwar noch nicht dazu geführt, dass Frauen gleich bezahlt werden, die gleiche Anzahl an Nobelpreisen bekommen und genau so oft Gewalt ausüben wie Männer, aber zumindest auf einem Gebiet stark aufgeholt haben: Im Komasaufen. Wer zu dieser Jahreszeit Köln oder zu einer anderen München besucht, kann diesbezüglich eindrucksvolle Feldstudien machen. Im übrigen sind Junggesellenabschiede Altherrenwitze; auch das Hochfest männlicher Interaktion, der Vatertag (über den Margarete heuer garantiert auch wieder spaßbremst) ist ein solcher. Aber die Zeiten ändern sich: Letztes Jahr gab‘s am Vatertag in München eine Demo gegen das Polizeiaufgabengesetz, womit man gleich das Gute mit dem Geselligen verbunden hat. Ein Tipp an die Junggesellen: Saufen für oder gegen etwas, schon ist man kein tumber XY mehr, sondern ein Politaktivist und geil wie Justin Trudeau. Was Altherrenwitze betrifft: Keiner hat die Ehehölle so schön beschrieben wie Loriot im Eiersketch; heute allerdings würde Mann sich sein Ei zum Low-Carb-Müsli selber Kochen, und für den Schlussatz - „Morgen bringe ich sie um“ - würde Margarete Loriot zu Recht die Ohren langziehen. Fortschritt halt.

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Sibylle1969 26.02.2019, 20:49
24.

Die Botschaft auf T-Shirts, die auf Junggesellenabschieden getragen werden, würde ich mal nicht so ernst nehmen. Da werden nur Klischees mit mehr oder weniger Witz aufs Korn genommen. Manche finden das witzig, andere nicht.

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cum infamia 26.02.2019, 20:58
25. rechnen müßte man könnnen

Zitat von inajk
Nur 180 tote Frauen im Jahr, die von ihren (Ex-)Partnern ermordet wurden, wen stört's? Stellen Sie sich mal kurz vor, was passieren würde, wenn in Deutschland 180 Menschen im Jahr von einer bestimmten Gruppe ermordet würden... von Islamisten, linken Anarchisten, wem auch immer. Die Hölle wäre los, es gäbe einen Wust an Gesetzesänderungen, um dieses grauenvolle Problem in den Griff zu kriegen. Aber 180 Frauen, ermordet von Männern bei denen sie sich eigentlich sicher fühlen sollten? Gähn... egal... ist ja unwahrscheinlicher als ein Lottogewinn... GENAU solche Kommentare zeigen, wie dringend nötig ein feministischer Blick ist. Weiter so, Margarete!
180 tote Frauen bei ca.30 Millionen erwachsen Männern. WIeviel vpn der "bestimmtem Gruppe " leben hier ? Also bitte erst rechnen und dann aufregen. Danke.

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Ventoux72- 26.02.2019, 20:59
26. Liebe Frau Stokowski

Leider konnte ich auf die Schnelle (Wikipedia) nicht herausfinden, ob Sie verheiratet sind. Wenn nein: Lassen Sie es unbedingt bleiben, wenn ja: zz (zelbst zschuld). Gut zu wissen: Das Leben geht weiter, und die Leute amüsieren sich einfach - auch ohne Sie. m46

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jufo 26.02.2019, 21:03
27. Wortreiche Beschreibung des Offensichtlichen

Himmel, Jungesellenabschiede m/w sind in der Regel grauenhaft, das weiß beinahe jeder. Die Ehe hingegen dient rechtlich der Absicherung der materiell schlechter gestellten Partei, das ist in der Regel die Frau. Und wie eine Ehe gelebt wird und ob es eine nennenswerte Änderung zum Zustand davor gibt ist wohl individuell verschieden

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poppi 26.02.2019, 21:04
28. Kaum zu fassen

Junggesellenundinnenabschiede sind so ziemlich die sinnfreiste, nervigste Veranstaltung unter der Sonne. Geschlechterübergreifend. Dass tatsächlich aber jemand das Drumrum ernst nimmt, ist kaum zu fassen.

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sysiphos@work 26.02.2019, 21:37
29. Gibt‘s auch in weiblich!

Ich lebe in einer Stadt, in die regelmäßig Rudel junge Britinnen einfallen, um ihre Form des Junggesellenabschiedes feiern, die sogenannte ‚hen party‘. Ich kann versichern, dass diese Sauftouren in Vulgarität, Peinlichkeit und Sexismus ihren männlichen Pendants nicht im geringsten nachstehen. Nächstes Thema.

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