Forum: Kultur
Junggesellenabschiede: Fake News übers Matriarchat
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"Das wars. Jetzt hat sie die Macht." Solche T-Shirt-Botschaften tragen künftige Ehemänner beim Abschied vom Solo-Sein spazieren. Dabei ist die Ehe alles andere als das geheime Herrschaftsparadies der Frauen.

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Igelnatz 27.02.2019, 06:46
40. seltsame Debatte

Wenn mich Junggeselinnen und Junggesellen bei ihrem Abschied nerven, geh ich nicht in Gebiete wo die stattfinden. Ich persönlich finde Ruhestörer aller Art, Leute, die ihre Kinder nicht erziehen können, Mediengetriebene Smartphonegucker im Auto, Fahrrad, am Zebrastreifen als Fußgänger, Hundehalter, die sich nicht an Regeln halten, Leute, die ihre Füße im ÖPNV auf Sitze legen viel schlimmer! Und Heiraten ist immer noch freiwillig. Scheiden lassen kann man sich auch. Ein selbstbestimmtes Leben führen auch. Wen mich Leute nerven, kann ich versuchen auszuweichen. Wo ist das Problem? Keiner zwingt die Autorin zu heiraten und gegenüber anderen Sichtweisen und Gebräuchen erwarte ich von ihr als Linksintellektuelle - zumindest hält sie sich dafür - auch Toleranz! Sie sollte auch aufpassen, nicht an militante Nichtraucher zu geraten. Prost!

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mr_stagger_lee 27.02.2019, 06:53
41. Juhu!

Ich denke die Sprüche auf JGA Tshirts (m,w) sind eher so was wie "Hals und Beinbruch"-Wünschen. Ich wünsche mir aber mehr Kolumnen zum Karneval (am besten weltweit und wie sexistisch das alles ist), Apres-Ski, Schlagerparties, Ballermann, Fussballstadien etc. und dahingehende Verbote. Das muss nämlich alles weg für eine bessere Welt!

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shekina_niko 27.02.2019, 07:42
42. Ach ja die Bayern,

die sind halt rückständig, jedenfalls immer noch viele. Stellen doch die Spezln einem Paar, das länger unverheiratet zusammenlebt, schon mal ein aus Müll zusammengepfriemeltes Ding in den Garten (vorzugsweise mit alter Kloschüssel). Das soll aussagen, dass sie doch endlich in den "heiligen Bund der Ehe" treten sollen. Wenn dann ihre neu geborenen Babies weiblich sind, wird wiederum gebastelt: da steht dann gut sichtbar vor dem Haus ein Schild mit dem Hinweis, dass hier ein "Büchsenmacher" wohnt. Gerne dekoriert mit alten Konservendosen. Man muss sich das mal vorstellen, kleine Mädchen werden auf ihr Geschlechtsteil reduziert, welches dann auch noch mit einer abwertenden Bezeichnung versehen wird. Klar soll damit der Kindesvater gefoppt werden, der "nur" ein Mädchen zustande gebracht hat. Ich verstehe trotzdem nicht, weshalb die Mütter sich nicht gegen so eine ekelhafte "Tradition" wehren. Vielleicht weil sie sich dann vergegenwärtigen müssen, welches Frauenbild hier vermittelt wird, und dass sie selbst auch davon betroffen sind?

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im_ernst_56 27.02.2019, 07:51
43. Es gibt noch viel zu tun

Nimmt sich die Kolumnistin jetzt das gesamte Brauchtum vor, Junggesell/innen-Abschiede, Karneval, Schützenfeste und dergleichen? Auch im regionalen Brauchtum gibt es noch viel unter die feministische Lupe zu nehmen. Und wann kommt endlich etwas über Fußball? Die unterschiedlichen Zuschauerzahlen im Männer- und im Frauenfußball sind ein Skandal!

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norgejenta 27.02.2019, 08:06
44. naja ich hab

schon einige junggesellenabschiede für die Mädels gesehen.... da gings auch bös zur Sache.... die standen den jungs in nichts nach.. aber was erzähl ich da. frau stokowski weiss das sicher...

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hoppelkaktus 27.02.2019, 08:08
45. Geht s o w a s noch als Feminismus durch?

Nun, Frau Stokowski ist Berufsfeministin und sie verdient somit also ihren Lebensunterhalt mit der Art von publiziertem Feminismus, wie sie ihn uns in schöner Regelmäßigkeit angedeihen lässt. Daraus ergibt sich ganz natürlich, dass sie unter jedem Stein, den sie umdreht, irgend eine Art von gegen Frauen gerichtetes Unrecht entdecken muss; denn die kontrafaktische Drohkulisse (plus Feindbild) der in unserer Gesellschaft vermeintlich allgegenwärtigen Unterdrückungsmaschine eines Frauen immerzu benachteiligenden, knechtenden und beutelnden Patriarchats, muss ja vom professionalisierten Feminismus aufrecht erhalten werden - es gilt für die daraus ihre Einkünfte Generierenden schließlich beiläufig auch um die Sicherung ihrer eigenen wirtschaftlichen Existenz. Und deshalb wohl auch die beklagenswerte Wahllosigkeit und kleinkarierte Spitzfindigkeit, mit der uns Frau Stokowski ein um's andere Mal ihre Themen, Thesen und Tiraden um die Ohren haut. Die Hauptsache bei der Wahl eines geeigneten Sujets scheint für Frau Stokowski allzu häufig vor allem darin zu bestehen, bloß irgendwas zum vorgeblich feministisch motivierten Drüber-Schreiben aufzutun, Hauptsache, das Ding klingt und/oder liest sich, wie die angebrachte Entrüstung einer leidenschaftlichen Gerechtigkeitsgladiatorin über n o c h so eine männergemachte frauenfeindliche Kalamität. Dabei rutschen ihr dann gerne auch mal absurde Verdrehungen von Wahrheit und Wirklichkeit heraus, wie etwa die lächerliche und zugleich absolut verantwortungslose Behauptung, in Deutschland sei Vergewaltigung in der Ehe bis 1997 e r l a u b t gewesen. Und selbstverständlich gelingt ihr, hübsch beiläufig, sogar ganz mühelos die effektheischende, groteske, degutante thematische Verknüpfung von bierselig krawalligen Junggesellenabschieden mit einer Statistik über von ihren Partnern getöteten Frauen in Deutschland. Solche Vergleiche und Parallelen an- und herzustellen bedarf schon einer kolossalen Dreistigkeit - und zeugt von einem kläglichen Mangel an Gespür für's rechte Maß, wie ich finde.

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RobertSchuman 27.02.2019, 08:50
46. Aussagekraft zweifelhaft

Wie so häufig werden hier Korrelation und Kausalität verwechselt:
Verheiratete Männer leben länger, heisst nicht, dass sie wegen der Ehe länger leben. Möglich (und sehr wahrscheinlich) ist, dass nur Männer in gutem gesundheitlichen Zusatnd heiraten. Dies ist deswegen wahrscheinlich weil nach wie vor Frauen sozial "nach oben" heiraten. Das heisst, dass Männer mit geringem sozialen Status (Geld, Gesundheit, etc.) gar nicht für die Ehe in Frage kommen.
Das ist auch nicht gerade gerecht, wenn man schon über Ungerechtigkeiten der Geschlechter redet.

Der Gewalt-Aspekt ist ohnehin so verzerrt, da in der Öffentlichkeit nur noch über Gewalt in Beziehung gesprochen wird, da Frauen stärker betroffen sind. Das aber insgesamt 75% bis 80% der Mordopfer Männer sind, weil Gewalt eben nicht nur in Beziehungen besteht, ist aus der öffentlichen Diskussion verrdrängt worden. Die Anliegen, welche nur Frauen betreffen sind natürlich wichtig, aber mittlerweile wäre ich dankbar wenn man sich ab und zu den Problemen widmet, die uns alle betreffen.

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Tom77 27.02.2019, 09:10
47. Typischer Feministinnenbeitrag

Ich frage mich immer, wie es Feministinnen immer schaffen, Offensichtliches auszublenden und nur das zu sehen, was ihre Thesen stützt. Nahezu bei allen, die ich kenne, die lange verheiratet sind, sind die Frauen diejenigen, die das eigentliche Sagen in der Ehe haben und die Männer sind kleinlaut und geradezu unterwürfig. Je länger ein Paar zusammen ist und je älter sie sind, desto offensichtlicher wird es, dass die Männer immer unselbständiger werden, kaum eigene Entscheidungen mehr treffen und die Frau das Heft des Handels in der Hand hält. Und das ist noch nicht einmal ein Phänomen der Neuzeit. Das galt auch schon früher. Nicht umsonst sagt man, dass hinter jedem starken Mann eine starke Frau steht, die vielleicht nicht offen sichtbar ist, aber sehr wohl ihre Fäden spinnt. Aber bei Frau Stokowski ist natürlich immer nur die Frau das Opfer, das durch Männer unterdrückt wird - ein sich wiederholendes Bild bei Feministinnen. Und zu dem Thema Name: Wenn jemand heute noch diesen eigentlich total sinnlosen alten Brauch der Ehe folgt, der kann auch den Brauch des Namen übernehmens annehmen. Und hier hat nun einmal die Frau den Namen des Mannes angenommen. Ehe braucht in unserer Gesellschaft heute niemand mehr. Keiner steht gesellschaftlich schlechter da, wenn er unverheiratet ist. Unverheirateten Frauen hängt kein gesellschaftlicher Makel an. Was also ist das Problem, wenn eine Frau heiratet und den Namen des Mannes annimmt? Für Feministinnen ist das natürlich ein Zeichen der Unterdrückung. Dafür gibt's aber eine einfache Lösung: Dann heiratet eben nicht! Niemand zwingt euch. Zwangsehen gibt es bei uns nicht. Also bitte mal die Kirche im Dorf lassen Frau Stokowski. Und vielleicht noch eine Sache: Feministinnen finden ja heute alles, was typisch männlich ist, toxisch - also z.B. auch Abenteuerlust, Wagemut, Risiko, Kräfte messen, der Beste sein wollen etc. Wenn Männer nicht aufgrund ihrer Biologie so sind wie sind, würden die Menschen heute noch als Affen auf Bäumen sitzen, denn keiner hätte sich getraut, den sicheren Baum zu verlassen und es mal auf zwei Beinen auf dem Boden zu versuchen. Abgesehen davon gäbe es keinerlei technischen Fortschritt wenn Männer so gewesen wären wie Frauen sie haben wollen. Denn keiner hätte Riskiken eingegangen, um eine Dampfmaschine zu entwickeln, niemand hätte der Beste sein oder Ruhm ernten wollen. Amerika wäre nicht entdeckt worden und wir würden in der Steinzeit leben.

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chaosimall 27.02.2019, 09:11
48. Liebe Frau Stokowski, was soll

dieser Quatsch. Das taugt weder zu Satire noch zu Beschreibung. Bitte werden Sie nicht zur Fleischhauerin des kritischen Feminismus. Man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Ich habe als Student als Taxifahrer betrunkene Frauengruppen durch die Stadt gefahren, deren Notgeilheit genauso unsympathisch war wie die von Männertagswanderern. Ihr Urteil: sollen Sie doch. Machen Männer vernünftige Sachen: lieb (wenn nett die kleine Schwester von Scheisse ist, von was bitte ist denn lieb die kleine Schwester?!) Eine ernsthafte Betrachtung hätten die Macht- und Beziehungsstrukturen innerhalb einer Ehe verdient. Das, was sich hinter den zutreffenden und bedauerlichen Statistiken verbirgt. Da sollten wir uns ehrlicher machen, genauer hinsehen und miteinander reden. Aber bitte nicht diese hingeschmierte Aneinanderreihung von Klischees, aufhübscht mit „privaten Studien“ à la Fleischhauer.

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fx33 27.02.2019, 09:19
49. Ich habe...

Ich habe ja schon manche - jetzt drücke ich es mal euphemistisch aus - merkwürdige Kolumne von Frau Stokowski gelesen, aber auch viele gute, in der ihre Ironie und ihr Sarkasmus voll zur Geltung kamen, ohne den Blick auf das kritisch betrachtete Thema zu verstellen. Dieser gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Hey, ein Lob von mir! Ausdrucken und an den Spiegel klemmen :)

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