Forum: Kultur
Kachelmann-Talk bei Maischberger: Freie Bahn für Schwarzer

Mal im Ernst: Wer wollte nach Jörg Kachelmanns Freispruch noch mal die bekannten Ansichten Alice Schwarzers hören? Selbst Sandra Maischberger*schien unglücklich über die Besetzung ihres Talks zu sein - doch sie hatte der thesenfreudigen Diskutantin wenig entgegenzusetzen.

Seite 7 von 54
Tamarind 01.06.2011, 11:12
60. "eheähnlich" ...

Zitat von sysop
Mal im Ernst: Wer wollte nach Jörg Kachelmanns Freispruch noch mal die bekannten Ansichten Alice Schwarzers hören? Selbst Sandra Maischberger*schien unglücklich über die Besetzung ihres Talks zu sein - doch sie hatte der thesenfreudigen Diskutantin wenig entgegenzusetzen.
Dass Frau Schwarzer bei den beiden Prozessparteien von einer "eheähnlichen" Beziehung spricht, wirft einen tiefen Blick auf ihre [feministische?] Konzeption der Ehe: Gelegentliche, eher seltene Treffs, meistens nur über eine Nacht, in elf Jahren nicht einmal gemeinsam Weihnachten oder Silvester gefeiert - so wurde die "Beziehung" in den Medien beschrieben ... Aber nur anhand dieser seltsamen Ehe-Konzeption kann sie den Fall mit der Vergewaltigung in einer Ehe vergleichen. Na ja, ich halte Herrn K. für einen unmöglichen Kerl, mochte ihn noch nie und bin nicht traurig, wenn er von der Bildfläche verschwindet, aber das ist eine andere Geschichte ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Maynemeinung 01.06.2011, 11:12
61. Gnadengesuch

Zitat von anoubi
Es reicht? Nach wie viel tausend Jahren Unterdrückung der Frauen?
Wenn ich Ihr Posting richtig verstehe, meinen Sie, dass die TV-Ominpräsenz von Alice Schwarzer als die gerechte Strafe für Jahrtausende der Unterdrückung von Frauen gedacht war. So hatte ich das zwar noch nicht gesehen, aber Ihr Ansatz ist sehr schlüssig.

Dennoch sollte auch hier ein Gnadengesuch möglich sein; Arbeitslager, Zuchthaus oder Galere sind eher zu ertragen als Alice Schwarzer im Geifermodus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fidel Castro 01.06.2011, 11:13
62. Man?

Zitat von mischamai
Beängstigend ist der Stellenwert von Frau Schwarzer,warum bietet man dieser Selbstdarstellerin ständig eine Plattform?Somit unterstützen die Medien eine unendliche Dummheit gefüllt von leeren Phrasen und Feindbildern gegen den Mann.
Das frage ich mich nicht erst seit dem gestrigen Auftritt der Schwarzer bei Maischberger.

Aber warum "man"?
Es war nicht "man", es waren die Maischberger und die Illner. Letztere wenigstens mit spürbarer Distanz zu dieser Person.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BlakesWort 01.06.2011, 11:13
63. ...

Die Sendungen von Maischberger (wie auch von Plasberg, Will, etc.) leiden daran, dass all die eingeladenen Personen die immer gleichen Statements durchkauen und vor einem überinformierten Publikum ausspucken. Bei den Moderatoren hat man einfach immer häufiger den Eindruck, sie selbst würden endlich auf eine erlösende Neuigkeit warten, die sich aber regelmäßig nicht einstellt.
Von Gästen wie Schwarzer erwartet man eine klare Position, von den Mitgästen ebenso und am Ende sollen sie sich in einer Meinungsschlacht bekämpfen. Aber alle sind mittlerweile so mit der Medienwelt und Aussenwirkung vertraut, dass sie keine Lust auf Diskussionen haben, da sie ja dann vielleicht ihre Meinung ändern müssten. Die Folge ist Stillstand und der Zuschauer regt sich auf, dass in ein oder zwei Stunden eigentlich nichts passiert ist, nichts wurde an Erkenntnis gewonnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jujo 01.06.2011, 11:17
64. unverständlich

Mir erschließt sich nicht, was die Schwarzer dazu treibt sich für das Busen, Softporno und Unterschichtenblatt in Stellung bringen zu lassen, ist es das Geld oder ist sie so opportunistisch?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sooner55 01.06.2011, 11:17
65. Aber aber

Zitat von servadbogdanov
Der eigentliche Punkt, den Frau Schwarzer an der ganzen Sache garnicht verknusen konnte wurde von Frau Steeger wunderschön offen gelegt, nämlich, dass das mutmaßliche Opfer doch aufgrund von 4 Treffen pro Jahr, an denen es in erster Linie ums Ficken ging, nicht ernsthaft annehmen konnte, dass hier die große Liebe samt balder Hochzeit vor der Tür stehen. Dass es Frauen gibt die so etwas mit sich machen lassen.
da ist doch bestimmt die patriarchale Gesellschaft schuld, die dieser armen Frau ein Rollenverständnis vermittelt hat, das es ihr gar nicht ermöglichte, das triebgesteuerte Verhalten eines Fersehfuzzies zu durchschauen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fidel Castro 01.06.2011, 11:17
66. Opferumkehr?

Zitat von Linus Haagedam
Die Frau hat doch vollkommen recht. Ich habe Alice Schwarzer oft und gern zugehört und eines ist doch klar: Sie weiß natürlich auch ganz genau, dass es in einem funktionierenden Rechtsstaat nur dieses Urteil geben konnte. Die Zweifel waren zu groß, die Indizien nicht ausreichend, Beweise fehlten. Kachelmann war freizusprechen. Punkt. Aber das betonen Andere oft genug. Sie vertritt (medial) die Seite des Opfers. Und das macht sie klug und gut. Es wäre doch jämmerlich, wenn in einer Diskussion alle seiten immer nur abwägend das Gleiche sagten. Medien brauchen Pole. Wer das nicht will, kann und soll abschalten. Zum Thema Kachelmann reicht es mir mit dem heutigen Tag im Übrigen auch. Ich werde jetzt keine Sendung mehr dazu anschauen, ob mit oder ohne die wunderbare Alice Schwarzer.
Die Schwarzer vertritt das Opfer?
Sie wissen also, dass der Kachelmann das Verbrechen zweifelsfrei begangen hat, dessen ihn die Ex-Geliebte samt Staatsanwaltschaft bezichtigen?
Dann wissen Sie mehr als alle anderen, außer vielleicht Kachelmann.

Ist es für Sie denkunmöglich, dass die Frau lügt?
Ja, dann kann nur sie das Opfer sein.
Für mich ist allerdings Kachelmann das weit wahrscheinlichere Opfer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jugo311 01.06.2011, 11:18
67. Sie meinen sicher ...

Zitat von wm2006
Vergewaltigung ist kein Pappenstil.
"Pappenstiel".
Stil hingegen ist das, was Ihre Verteidigung der totalitären Schwarzer nicht hat.

Mit freundlichen Grüßen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
whis42per 01.06.2011, 11:19
68. Es nervt!

Man kann zu Frau Schwarzer stehen wie man will.
Und sich als Reporterin ausgerechnet in den Dienst der Bild gestellt zu haben, mag zusätzlich ein gutes Argument gegen sie sein.

Warum allerdings ihre Haltung, sich auf die Seite des mutmaßlichen Opfers zu stellen, in der SpiegelLeserschaft, wie bei den Spiegelreportern von Anfang an auf solche mehr emotionale als rational begründete Ablehnung stieß und stößt,
das irritiert mich doch sehr!

Wenn in dieser Talkrunde jemand den OPFERN von Sexualstraftaten empfiehlt, immer die Wahrheit zu sagen, die käme ohnehin heraus,
dann ist das für mich - auch und gerade im Hinblick auf den Fall Kachelmann - einfach nur blanker Zynismus und verdiente eher eine kritische Würdigung als Frau Schwarzers eben bis zuletzt konsequent vertretener Standpunkt.

Für die Opfer von Sexualstraftaten nämlich, und da gebe ich Frau Schwarzer in ihrer Einschätzung uneingeschränkt recht,
war dieser Prozeß eine Katastrophe.

Man muß sich nur die Auslassungen der diversen Spiegelreporter(innen) zum Fall
und erst recht die Meinungen in den diversen diesbezüglichen Spiegelforen zu Gemüte führen,
um zu wissen, daß offenbar noch immer für die meisten Menschen ein Opfer sexueller Übergriffe irgendwie doch selber schuld ist. Und/oder eben nur eine rachsüchtige, alternativ geltungssüchtige Lügnerin.
Der sexuelle Übergriff selber scheint hingegen eher ein Kavaliersdeliktchen zu sein. Privatsache eben.
Im Zweifel für den mutmaßlichen Täter.
Und mit voller Häme gegen das mutmaßliche Opfer.

Da muß man nicht Frau Schwarzer sein und auch keine frustrierte Emanze, um das zum Kotzen zu finden.

Und daß dann die Frauen selber vor lauter Stutenbissigkeit und um nur ja nicht in den Verruf feministischen Gedankengutes zu geraten, ins gleiche widerliche Horn tuten,
macht die Sache nicht besser.

Es stimmt, den Prozeß Kachelmann hätte man sich sparen können.
Es war früh klar, daß er über Aussage gegen Aussage nicht hinauskommen würde.
Und man fragte sich schon manchmal, warum das mutmaßliche Opfer sich diesen Prozeß überhaupt angetan hat.
Wäre es der Frau nur um Rache an Kachelmann gegangen...das hätte sie mit ein paar lukrativen Zeitungsinterviews doch auch haben können. Ohne sich selber der ungebremsten Häme, unbeweisbaren Unterstellungen und öffentlicher Verurteilung aussetzen zu müssen.

So, wie mit ihr vor Gericht und in den Medien umgegangen wurde, wird sich jede Frau in Zukunft jedenfalls mehr als nur zweimal überlegen, ob sie eine Vergewaltigung zur Anzeige bringt.
Sie kann dabei eigentlich nur verlieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ColynCF 01.06.2011, 11:19
69. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit

Hahaha, der letzte Satz im Artikel war gut. Man sollte die Öffentlichkeit öfters von den Talkshows ausschließen, z.B. auch bei Anne Will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 54