Forum: Kultur
Kachelmann-Urteil: Die verlorene Ehre des Jörg K.
REUTERS

Der Springer-Konzern soll eine Rekordentschädigung an Jörg Kachelmann zahlen - gut so. Kachelmanns Verletzungen werden davon zwar nicht heilen. Boulevardmedien aber werden nun vorsichtiger sein, bevor sie Verleumdungskampagnen starten.

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walter kuckertz 30.09.2015, 18:01
100. Nachhaltig

Gratulation! Hoffentlich wirkt es -nachhaltig. Herr Wulff lässt nämlich auch herzlich grüßen, Herr Kachelmann.

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silverhair 30.09.2015, 18:01
101. Vorsicht mit Behauptungen die man nicht beweisen kann

Zitat von d-c-r
... nach den wenigen sachlichen Dingen, die man im Prozessverlauf (nicht von Bild) gehört hat, will ich den Typ nie mehr im TV sehen. Außer natürlich im werbefinanzierten Bereich. Leider hat's nicht zu seiner Verurteilung gereicht.
Ich denke mal sie haben überhaupt nichts erfahren , ausser Verleumdungen aus der Presse - den nichts was da veröffentlicht wurde hätte jemals irgendwo gedruckt werden dürfen!

Und ob sie jemand sehen wollen oder Nicht ist egal, H.Kachelmann hat sich nichts , aber auch nichts zuschulden kommen lassen was ihm hätte bewiesen werden können, also ist das schlicht und einfach nicht passiert was sie ihm da unterstellen!

Seien sie vorsichtig mit solchen Äusserungen .. sie gehören wenn sie diese öffentlich verbreiten zum Bereich des Rufmordes und der Verleumdung, wie alles was sie nicht beweisen können, und das kann sie ganz schnell sogar als kleine Person einige 100.000 Euro kosten ..

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Abel Frühstück 30.09.2015, 18:02
102.

Zitat von derblaueplanet
Der Kommentar geht völlig an der Sache vorbei. Zum einen, wie der Vorredner (s.o.) richtig bemerkt, ging es nicht um die Frage, hat er es getan oder nicht. Zweitens war der Freispruch de facto (de jure gibt es das in Deutschland nicht) ein Freispruch zweiter Klasse: Es konnte ihm nicht nachgewiesen werden! Läßt nicht der ductus des Beitrags vielmehr auf großen Frust der Autorin schließen, der sich da etwas rachsüchtig entlädt, geschuldet einem Ereignis, wo eine bekanntere und profiliertere Frau in "ihrem" ureignen Revier gewildert hat?
Das ist so nicht richtig. Das Gericht besaß "begründete Zweifel an der Schuld" und hat es auch so in seinem Urteil formuliert. Der Rest ist Privatmeinung und Waschküche.

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Thomas Schnitzer 30.09.2015, 18:03
103.

Zitat von pefete
Und wer gibt der missbrauchten Frau die Ehre wieder?
Nach Auffassung des Gerichts ist die Frau nicht mißbraucht worden, sondern hat dies nur fälschlicherweise behauptet. Demnach hat sie nach juristischer Auffassung keinen Ehrverlust erlitten.

Und noch ein kleiner Tipp: So wie sie das formuliert haben, könnte Kachelmann sie m.E. auf Unterlassung verklagen.

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Celestine 30.09.2015, 18:04
104.

Das Übelste am Kapitalismus der Berliner Art ist, dass die Gewinner des Systems idR mit Seidenhandschuhen angefasst werden, doch bei der Entschädigung der Opfer in der Konstellation Schwach gegen Mächtige die Justiz Stacheldraht in der Tasche hat.

Meine Vermutung wäre, dass ähnliche Fälle, in welchen das Opfer kein Prominenter ist, von den Gerichten nicht einmal angenommen werden.

Ich habe damals die Geschichte ziemlich genau verfolgt. Die vielen Ungereimtheiten, die seitens des vermeintlichen Opfers zutage kamen, wurden in der Öffentlichkeit weitgehend ignoriert. Die BILD betrieb Meinungsmache, Alice Schwarzer schien quasi die Hoheitsrechte für die Meinungsbildung zu besitzen, welche sie nicht nur in Blöd, sondern in den Talkshows der Nation fleißig geltend machte. Im Gericht wurde ein Freispruch 2. Klasse erreicht; wäre das Opfer mittellos gewesen und hätte keine erstklassigen Anwälte sich leisten können, wäre er vermutlich verurteilt worden.

In Kachelmanns Fall wird der Schaden mehrmals größer gewesen sein. Dass Springer sich sogar dagegen wehrt, ist absurd.

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müllers 30.09.2015, 18:07
105. Recht so:

Zitat von derblaueplanet
Der Kommentar geht völlig an der Sache vorbei. Zum einen, wie der Vorredner (s.o.) richtig bemerkt, ging es nicht um die Frage, hat er es getan oder nicht. Zweitens war der Freispruch de facto (de jure gibt es das in Deutschland nicht) ein Freispruch zweiter Klasse: Es konnte ihm nicht nachgewiesen werden! Läßt nicht der ductus des Beitrags vielmehr auf großen Frust der Autorin schließen, der sich da etwas rachsüchtig entlädt, geschuldet einem Ereignis, wo eine bekanntere und profiliertere Frau in "ihrem" ureignen Revier gewildert hat?
Die Idee, dass es einen Freispruch zweiter Klasse besteht, und es daher erlaubt wäre, den Freigesprochenen immer noch wie einen Täter zu behandeln, GEHT AN DER SACHE VORBEI, besser gesagt: am Rechtsstaat. Es ist nur die Hintertür für Leute, die ein wenig vorbei Lynchjustiz übern wollen. Nicht wahr? @-gumli?

Von der Webseite einer Anwaltskanzlei:

Häufig wird ein Freispruch aus Mangel an Beweisen als Freispruch zweiter Klasse tituliert.
In der deutschen Strafprozessordnung ist jedoch ein Freispruch erster oder auch zweiter Klasse nicht vorgesehen.

Wenn sich in der Hauptverhandlung herausstellt, dass die Beweise gegen einen Angeklagten nicht ausreichend sind, gilt der Grundsatz „in dubio pro reo“ - im Zweifel für den Angeklagten. Der Angeklagte wird dann freigesprochen, weil ihm eine Straftat nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann.

Ist das Gericht nach Abschluss der Beweisaufnahme zweifelsfrei von der Unschuld des Angeklagten überzeugt, wird er ebenfalls freigesprochen. Einen qualitativen Unterschied gibt es zwischen diesen Varianten nicht.

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nobby_l 30.09.2015, 18:10
106. Tja,

Zitat von d-c-r
... nach den wenigen sachlichen Dingen, die man im Prozessverlauf (nicht von Bild) gehört hat, will ich den Typ nie mehr im TV sehen. Außer natürlich im werbefinanzierten Bereich. Leider hat's nicht zu seiner Verurteilung gereicht.
schalten Sie einfach nicht ein.

Sie hielten es also für richtiger, jemanden trotz fehlende Beweise zu verurteilen? Interessant.

Hoffe für Sie, dass Sie niemals ungerechtfertigt verdächtigt werden und in U-Haft gelangen.

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nim 30.09.2015, 18:10
107. Der Fall Kachelmann ist neben ...

... dem Fall Emma Sulkovicz und Julian Ansange einer der drei dreistestens in Bezug auf die feministische Vergewaltigungslüge. - - Die Feministin darf bis heute vor Gericht in Deutschland Lügen - ohne irgendwelche Konsequenzen zu befürchten. Das ist der absolute Skandal!

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silverhair 30.09.2015, 18:13
108. Tatsachen gibt es nur ein einziges Mal ..

Zitat von hman2
Falsch. Es gibt auch die "erwiesene Unschuld". Das ist im Sprachgebrauch, aber nicht dem Gesetz nach, der "richtige Freispruch", im Gegensatz zum Freispruch "mangels Beweis der Schuld".
Sie können einen solchen Rechtsgrundsatz im Gesetz belegen? Werden sie kaum finden!
Diese Unterschiede werden zwar in der Gerichtbegründung von Gerichten vorgetragen, sind aber keine Rechtsgrundsätze, und wiedersprechen auch den Grundsätzen der Gerichtsbarkeit , die letztlich sogar Zweifel an der Unabhängigkeit des Gerichtes bei einem Revisionverfahren begründen können!

Ein Gericht hat Beweise zu prüfen, und wenn es keine Findet dann ist keine Beweisbarkeit gegeben, sprich, diese unterstellte Handlung ist nie passiert .. und nur das kann ein Gericht überhaupt feststellen!

Richter versuchen oft hier , unterschwellig ihre eigene -Persönliche Meinung zu präsentieren .. die Zweifel an der Unabhängigkeit des Verfahrens dann durchaus begründen , den ist ist eben nicht aufgabe eines Gerichtes Beweise zu finden oder zu unterstellen wenn keine da sind!

Tatsachen gibt es nur ein einziges Mal , es gibt keine "Tatsachen die nicht beweisbar" sind .. auch wenn das manchen Leuten nicht passen mag!

Wir könnten ALLE Gesetze ohne diesen Grundsatz einfach aufgeben, den wenn man immer unterstellt es gibt Beweise die man nicht Beweisen kann, dann brauchts auch keine Beweise mehr, und jede Beschuldigung wäre identisch mit der Verurteilung ..hatten wir schon bei Hexenprozessen und bei den dt. Volksgerichtshöfen..

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oidahund 30.09.2015, 18:20
109.

Zitat von whitemouse
Wer in der Öffentlichkeit steht, muss sich mehr Berichterstattung und Kommentierung gefallen lassen als ein Durchschnittsbürger. Und wenn ein Strafprozes das Intimleben betrifft und der Betroffene eben ein abstruses Doppelleben an den Tag legt, dann hat die Öffentlichkeit einen Anspruch, davon zu erfahren. Da gilt schlicht die Pressefreiheit. Frau Friedrichsens Kommentare kann ich ohnehin in den seltensten Fällen nachvollziehen, da waren die Kommentare von Mauz von ganz anderer Sachkenntnis und Sachlichkeit getragen.
Kachelmann war Wettermoderator und nicht Moralapostel, Fernsehprediger oder eine Daniela-Katzeberger-des-Wetters. Sein Privatleben hat die Öffentlichkeit nur insoweit zu interessieren, wie es seine Wetterberichterstattung betrifft. Hätte er seine Moderation einfach so gemacht, ohne meterologische Daten, dann wäre es von Interesse gewesen. Wie er aber zum Koitus kmmt oder nicht, das ist ausschließlich seine Privatsache! - Wer hier mit Pressefreiheit argumentiert hat das Wesen der Presssefreiheit nicht verstanden! - Die Pressefreiheit wird gewährleistet zB bei Schmiergeldzahlungen - darüber soll und muss die Presse berichten, sie darf nicht zum Willkürlichen Spielball der Mächtigen werden. Der Einzelne muss aber davor geschützt werden zum willkürlichen Spielball einer nach Sensation heischenden Unterhaltungspresse zu werden.

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