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Kachelmann-Urteil: Die verlorene Ehre des Jörg K.
REUTERS

Der Springer-Konzern soll eine Rekordentschädigung an Jörg Kachelmann zahlen - gut so. Kachelmanns Verletzungen werden davon zwar nicht heilen. Boulevardmedien aber werden nun vorsichtiger sein, bevor sie Verleumdungskampagnen starten.

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_gimli_ 30.09.2015, 16:39
10.

Das Urteil erging eben nicht wegen Verleumdung, sondern wegen Verletzung der Intimsphäre, des informellen Selbstbestimmungsrechts und der Verletzung des Rechts am eigenen Bild.

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comfortzone 30.09.2015, 16:40
11. Immerhin

ist Kachelmann durch die inkriminierte Berichterstattung demaskiert worden. Ich bin schon der Auffassung, dass das Publikum ein Recht darauf besitzt, die zwischen der eigenen Außendarstellung Kachelmanns als Biedermann und der Realität liegende Divergenz kontrastierend vor Augen geführt zu bekommen. Das hat auch etwas mit Wahrheitsanspruch zu tun. Sachlich falsch war die Berichterstattung bei Springer/Burda nur in den wenigstens Fällen.

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P.Delalande 30.09.2015, 16:40
12.

Wenn "BILD" in Revision geht, dann sollte die nächste Instanz noch eine Schippe drauflegen und die Entschädigung für Kachelmann verdoppelt.
Schade dass Frau Schwarzer wohl ungeschoren davonkommt.

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solna 30.09.2015, 16:41
13. Danke, Frau Friedrichsen

Vorzüglicher Beitrag, Karl Kraus wäre stolz auf Sie.

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crewmitglied27 30.09.2015, 16:43
14. Ich wünsche Herrn Kachelmann,

dass er über dieses Sache nicht krank wird, sondern von denen, die ihm Schaden zugefügt haben, entschädigt werden muß. Der Zeitung mit den 4 Buchstaben wünsche ich, dass das OLG Köln das Urteil zu Gunsten Kachelmanns erheblich korrigiert und der Frau wünsche ich einfach nur, mit dieser weiteren Gerichtsverhandlung ähnlich wie Kachelmann an die Öffentlichkeit gezerrt zu werden und mit der Häme aller klar denkenden Frauen überkübelt zu werden. Sie hat allen Frauen einen Bärendienst erwiesen. Und bei Frau Schwarzer würde schon reichen, wenn wir sie nicht mehr ertragen müßten weil sie in die Schweiz gezogen ist und dort von ihren nicht gezahlten Steuern lebt.

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moonriver1000 30.09.2015, 16:43
15. Recht so...

Gratuliere Frau Friedichsen zu diesem Kommentar. Klare Worte in Richtung Bild und A.Sch. Beides in Kombination ein hochgradiges Giftgemisch. Und ich hoffe, Herrn Kachelmann bleibt die Kraft erhalten, dagegen vorzugehen. Bleibt die Frage, wer emittelt gegen die Justiz in solchen Fällen?!

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Modest 30.09.2015, 16:43
16. Wo bleibt die Vernuft

Es ist doch widerlich, diese Medientratscherei die weder von Vernuft noch von Souveränität gebildet ist. Dabei spielt das Recht oder Unrecht eine ganz andere Blickrichtung. Der Charakter anderer Leute in der Öffentlichkeit Sünden zu beklatschen ist absolut abstoßend. Wenn nun die Hintermänner von Kachelmann dabei den Reibach mit einkalkuiliert haben, dann zeigt dies wie verdroben unser Gesellschaftklima ist.

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tiefenrausch1968 30.09.2015, 16:45
17. Zweifelhaft

Kachelmann Querulantentum resultiert eventuell auch aus dem Umstand, dass es ein Freispruch mangels Beweisen war. Natürlich ist eine Vergewaltigung ohne Zeugen quasi nicht zu beweisen. Und in Deutschland kommen auch viele Vergewaltiger davon, wenn die Beweislage deutlicher ist. Nur eine Minderheit wird verurteilt, ein Unding, dass auch an unserer Täterjustiz liegt. Herr Kachelmann hat sich eventuell nicht der Vergewaltigung schuldig, aber durch seinen Umgang mit Frauen angreifbar gemacht. Schuld sind jetzt alle anderen, außer Kachelmann. Sich hier als Beispiel für die angeblich vielen armen unschuldig der Vergewaltigung bezichtigten Männer zu inszenieren passt zum Gesamtbild. Als öffentliche Person muss man deutlich mehr aufpassen, wie man sich gegenüber Dritten verhält. Es gibt eben Aufmerksamkeit und einen Haufen Geld nicht nur für ein bisschen Wettervorhersage, sondern auch für Seriosität.

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Narvan 30.09.2015, 16:46
18. Gut so Herr kachelmann!

leider kann man der bild keinen maulkorb anlegen. ihren verblödungsjournalismus darf man leider nicht verbieten. wer die bild sich auch nur anschaut der merkt wie sein IQ absinkt

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PsyDyn 30.09.2015, 16:46
19. Danke für die klaren, differenzierten Worte

Die soziale Ächtung — bis hin zur fast erfolgten sozialen Vernichtung — von Herrn Kachelmann durch den Boulevard der BLÖD, dies im Verbund mit einer entgrenzten, fanatisierten und mental eher schlichten Ideologin des umgekehrten Sexismus, ist ein besonders bedrückendes, widerwärtiges und beschämendes Beispiel für die unkontrollierte Macht von manchen Medien. Ebenso unfaßbar war die Inszenierung seiner Verhaftung und öffentlichen Vorführung. So etwas könnte man vielleicht bei manch tatsächlichem Großverbrecher für angemessen halten. Aber Jörg Kachelmann wurde in einer Weise durchwühlt und beschädigt, die reale Sexualstraftäter kaum je erfahren. Es war, als hätten die Medien ihren partiellen Suizid inszeniert und brachten lustvoll einen der Ihren als Opfer dar.

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