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Kanye West besucht Donald Trump: Der doppelte Egotrip
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Donald Trump lud den Rapper Kanye West ins Weiße Hause ein, doch aus der geplanten PR-Show wurde ein Desaster. Es ist der Beweis, wie tief die politische Debatte in den USA gesunken ist.

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remixbeb 12.10.2018, 10:04
30. @ Leser161

Aua.. Das meinen Sie aber nicht im Ernst, oder?! Wenn jemand nicht in der Lage ist, sich seine eigene Meinung zu bilden, unabhängig davon, was ein Star äußert, dann liegt das Problem ganz sicher nicht an der Äußerung des Stars, sondern am beschränkten Konsumenten. Ich frage mich langsam echt, ob wir gerade Zeitzeugen eines "Evolutions"schrittes sind: Der Mensch versteht nur noch vereinfachte und vorgekaute, möglichst reißerische Schlagzeilen und glaubt nur noch, was er glauben möchte.

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Beat Adler 12.10.2018, 10:20
31. 60% der US Einwohner beziehen ihre Infos von facebook.

Zitat von remixbeb
Aua.. Das meinen Sie aber nicht im Ernst, oder?! Wenn jemand nicht in der Lage ist, sich seine eigene Meinung zu bilden, unabhängig davon, was ein Star äußert, dann liegt das Problem ganz sicher nicht an der Äußerung des Stars, sondern am beschränkten Konsumenten. Ich frage mich langsam echt, ob wir gerade Zeitzeugen eines "Evolutions"schrittes sind: Der Mensch versteht nur noch vereinfachte und vorgekaute, möglichst reißerische Schlagzeilen und glaubt nur noch, was er glauben möchte.
60% der US Einwohner beziehen ihre Infos von facebook. Der Trend ist weiter zunehmend. Klassische Medien haben schon verloren.

Wer Informationen, die FREIWILLIG von Milliarden Menschen ins Netz gestellt werden, zu verarbeiten weiss, damit diese Milliarden in deren Meinung manipulieren kann, gewinnt die Weltherrschaft. Wer braucht noch Demokratie oder sowas wie freie und faire wahlen? Antwort: Niemand.
mfG Beat

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acitapple 12.10.2018, 10:20
32.

Zitat von Leser161
Weil sie Ihre Prominenz benutzen um die Meinung anderer zu beeinflussen. Ich finde man sollte sich eine Meinung bilden weil man sich mit dem Thema beschäftigt hat und nicht weil jemand dessen Musik man gut findet eine Meinung vertritt. Der Prominente darf natürlich seine Meinung äussern. Man muss dem nur nicht noch ein übertriebenes Maß an Gewicht geben in dem man allüberall verbreitet "Kanye/Talyor/Beyonce hat gesagt". Argumente, nicht Fantum, sollten die Grundlage der Demokratie sein.
Ach bitte, als hätten sich die Republikaner jemals gegen Unterstützung von Schwarzenegger, John Voigt oder Chuck Norris gewehrt. Vom Propagandasender Fox wollen wir erst gar nicht anfangen. Mit Argumenten haben die nicht viel am Hut. Ich erinnere da an die schäbige Darstellung Dänemarks ("keiner beendet die Schule") - ungestraft glatt gelogen.

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Leser161 12.10.2018, 10:23
33.

Zitat von Beat Adler
... Damit gehoeren Aussagen in der Oeffentlichkeit von Prominenten zum demokratischen Prozess dazu, genauso wie der bizarre Auftritt von Kayne mit Trump im Oval Office. Beides ist vollkommen demokratisch, ohne wenn und aber! ...
Natürlich. Darum sagte ich ja auch "sollten" und nicht das Promiaussagen per se undemokratisch sind. Sie sind halt nur leider dieselbe Stufe wie Populismus der auch zur Demokratie gehört (Ich unterstütz wen, den ich gut find, ohne mich mit den komplizierten Realitäten zu belasten). Womit wir bei meinem Eingangspost wären.

Ich denke das wir zu besseren Lösungen kommen wenn wir auf Promis, Populisten und Stimmungsmache verzichten (bzw. indem wir solchen Sachen kein unnötiges Gewicht zumessen). Solche Sachen können nämlich aus dem demokratischen Prozess heraus in die Diktatur führen.

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Papazaca 12.10.2018, 10:30
34. Weil Trump sich gegenüber Schwarzen offen rassistisch verhält

Zitat von treime
Und warum sollte die afroamerikanische Gemeinde nicht genauso gespalten sein, wie die "weisse".
Und das schon seit langem. Zur Erinnerung: In NYC wollte er keine schwarzen Mieter in seinen Wohnungen. Nur per Klage wurde Trump gezwungen, schwarze Mieter zu akzeptieren. Afrika als "Shithole Countries" zu bezeichnen zeugt auch nicht gerade von Respekt für Schwarze. Die Liste ist zu lang, um sie hier vollständig aufzuführen.

Aber Trumps Rassismus, Ausgrenzung und Ablehnung bestimmter Bevölkerungsgruppen wird sich bei den Wahlen zeigen: Frauen, Schwarze, Puerto Ricaner, Mexikaner und viele andere werden sich bei den Wahlen bei Trump dafür "bedanken".

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Leser161 12.10.2018, 10:32
35.

Zitat von remixbeb
Aua.. Das meinen Sie aber nicht im Ernst, oder?! Wenn jemand nicht in der Lage ist, sich seine eigene Meinung zu bilden, unabhängig davon, was ein Star äußert, dann liegt das Problem ganz sicher nicht an der Äußerung des Stars, sondern am beschränkten Konsumenten. Ich frage mich langsam echt, ob wir gerade Zeitzeugen eines "Evolutions"schrittes sind: Der Mensch versteht nur noch vereinfachte und vorgekaute, möglichst reißerische Schlagzeilen und glaubt nur noch, was er glauben möchte.
Wer ist verantwortlich - der der die Schwäche hat oder der sie ausnutzt? Bzgl. des "Evolutionsschrittes". Nein ich denke nicht das wir das erleben, ich denke das das schon immer so war ("Die Ernte bleibt aus, lasst uns eine Hexe verbrennen") und ich denke das das Internet das es jedem erlaubt eine Meinung (gefahrlos) zu äussern und nicht nur denen die Gewinn aus ihrer Meinung ziehen können ("Der Kirchenvertreter der sich von der Hexe in seiner Macht gefährdet sieht")... Äh ja also das das Internet uns erlaubt diese Problematik zu überwinden.

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Leser161 12.10.2018, 10:36
36.

Zitat von acitapple
Ach bitte, als hätten sich die Republikaner jemals gegen Unterstützung von Schwarzenegger, John Voigt oder Chuck Norris gewehrt. Vom Propagandasender Fox wollen wir erst gar nicht anfangen. Mit Argumenten haben die nicht viel am Hut. Ich erinnere da an die schäbige Darstellung Dänemarks ("keiner beendet die Schule") - ungestraft glatt gelogen.
Ich habe mich generell gegen Starunterstützung ausgesprochen, die Republikaner sind mir genauso unsympathisch wie die Demokraten. Trump halte ich für einen besonders prächtiges Beispiel dessen was in einer Demokratie nicht passieren sollte (sic!) und hoffe das er uns die Augen öffnet bevor es zu spät ist. Das wird aber nicht passieren wenn man Trumps Mittel zur Trumpbekämpfung verwendet. Weshalb erster Satz.

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spiegerlguckerl 12.10.2018, 10:36
37. Politische Debatte in USA

ist schon, nach Kurt Andersen (Autor des Bestsellers "Fantasyland. How America went haywire. A 500-year history") längst zur bodenlosen Unterhaltung verkommen. Kanye und Donald sind nur die jüngsten Ergüsse.

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Beat Adler 12.10.2018, 10:45
38. Es ist genau umgekehrt: Erzwungenes Schweigen fuehrt zur Diktatur!

Zitat von Leser161
Natürlich. Darum sagte ich ja auch "sollten" und nicht das Promiaussagen per se undemokratisch sind. Sie sind halt nur leider dieselbe Stufe wie Populismus der auch zur Demokratie gehört (Ich unterstütz wen, den ich gut find, ohne mich mit den komplizierten Realitäten zu belasten). Womit wir bei meinem Eingangspost wären. Ich denke das wir zu besseren Lösungen kommen wenn wir auf Promis, Populisten und Stimmungsmache verzichten (bzw. indem wir solchen Sachen kein unnötiges Gewicht zumessen). Solche Sachen können nämlich aus dem demokratischen Prozess heraus in die Diktatur führen.
Es ist genau umgekehrt: Erzwungenes Schweigen fuehrt zur Diktatur!

"Ich denke das wir zu besseren Lösungen kommen wenn wir auf Promis, Populisten und Stimmungsmache verzichten (bzw. indem wir solchen Sachen kein unnötiges Gewicht zumessen). Solche Sachen können nämlich aus dem demokratischen Prozess heraus in die Diktatur führen."

Wer Stimmen zum Schweigen bringt, zwingt die Bewohner in die Diktatur! es spielt keine Rolle welche Stimmen, ob von gewoehnlichen Menschen, Prominenten, Journalisten, Poltikern, Firmenbosse, etc.

Zur Demokratie gehoert, OHNE JEGLICHES WENN UND ABER die freie Meinungsaeusserung! In den USA ist das im 1. Verfassungszusatz so geregelt. Zum Glueck ist es so! Auch wenn Trump Journalisten als Feinde des Volkes bezeichnet. Fuer diese Aussage riskiert er eine Gefaengnisstrafe! Es braucht nur noch einen Klaeger;-)
mfG Beat

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Leser161 12.10.2018, 10:54
39.

Zitat von Beat Adler
Es ist genau umgekehrt: Erzwungenes Schweigen fuehrt zur Diktatur! ...
Ich will niemandem zum Schweigen bringen. Ich will nur das nicht manche Stimmen weit lauter sind als andere. Und ich will das jeder reflektiert: Messe ich dieser Meinung jetzt besonderes Gewicht bei, weil ich denjenigen mag oder weil die Meinung so schön einfach ist oder weil sie mich einfach bestätigt?

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