Forum: Kultur
Kinderfilm: Die Magie des Nasenbärs
Farbfilm

Manchmal herrscht der schiere Wahnsinn: Das wilde Kinderspektakel "Quatsch und die Nasenbär-Bande" erinnert daran, wie viel das Kino der kindlichen Fantasie verdankt.

Eckensteher 06.11.2014, 19:45
1.

So in Mist wird natürlich durch ein Haufen öffentlicher Gelder gefördert damit untalentierte deutsche Schauspieler ja nicht verhungern müssen. Ich würde mir mit meinen Kindern niemals so eine Grütze ansehen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luclo74 06.11.2014, 21:16
2. Danke

An dieser Stelle möchte ich von Herzen schreiben, dass ich seit Jahren auf einen Film warte, in dem ein Nasenbär eine ausschlaggebende Rolle spielt. Dass dieser Film sogar in den deutschen Kinos anläuft ist ein Zeichen dafür, dass Nasenbären besonders im aktiven Sprachgebrauch erwähnt werden, was ich persönlich nur gutheißen kann.
An dieser Stelle einen großen Dank an "Léòn den Nasenbären"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schema F 07.11.2014, 14:01
3. Bunt und Blass

Der Film kommt sehr kindlich bis kindisch daher, alles ist quietschbunt und sehr ungezogen, er bedient sich mit großer Freude an Klassikern wie Astrid Lindgren oder Michael Ende. Soweit okay.
Dann handelt die Geschichte von ziemlich erwachsenen Problemen: Work-Life-Balance, Konsumkritik, Abschiebung von Alten ins Altersheim. Die Kinder im Saal interessiert das wenig, sie freuen sich höchstens über den Nasenbären, die Mechaniken und Erdbeermilch im Schwimmbad.
Was aber wirklich unschön ist, ist das Bedienen von Stereotypen: Kinder sind cool, Politiker sind korrupt, der Böse Konsumforscher spricht mit schwäbischem Akzent, die Eltern sind naiv und engstirnig, die Großeltern wiederum sind alle fit und liebevoll. Frauen kümmern sich um ihre Haare, Männer um Maschinen. Und zwischendurch- damit die Väter im Saal auch was zu gucken haben - springen noch knackige junge Chearleaderinnen und Schwimmerinnen durchs Bild. Plattüden wohin man blickt, die Figuren bleiben so wie sie sind, blass trotz all der bunten Farben. Schade...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Luxinsilvae 08.11.2014, 12:11
4. Ein schöner Film in der Nachfolge Kästners ...

... und es verwundert nicht, dass er hier so böse gewettert wird, da er doch klarstellt, dass es eben nicht normal ist, die Großeltern ins Heim, danach im Friedwald verstreuen, die Kinder mit 10 Monaten in den Hort und dann in den Ganztagskindergarten zu stecken. Alles nur, weil es bequem und effizient ist, und den Mittdreißigern die Möglichkeit gibt, sich noch mehr im Arbeitsmarkt ausbeuten zu lassen. Klar, dass hier einige schreiben. Und wie gesagt: Ein schöner Film ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Charlie Whiting 08.11.2014, 17:03
5. ist das nicht...

...der Film bei dem die vielgezeigte Tiertrainerin Nicolle Müller aus "Hund-Katze-Maus" den Nasenbären (eigentlich 2) trainiert?

Ansonsten scheint der Film wohl eher die ganz jungen ansprechen zu wollen. Ein Familienfilm ist das sicher nicht. Da müssen die Eltern etc. halt durch.

Und ich glaube anstatt des Nasenbären war ursprünglich ein anderes Tier vorgesehen (Kapuzineräffchen?).

Beitrag melden Antworten / Zitieren