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Kinderschänder Kinski: Das Böse bleibt
DPA

Nach den Missbrauchsvorwürfen seiner Tochter Pola wird deutlich: Die Fans Klaus Kinskis haben einen Kriminellen vergöttert. Das Böse, das er als Leinwandstar nur spielte, wird nachträglich beglaubigt durch seine Niedertracht im wahren Leben.

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feuercaro1 10.01.2013, 20:15
10. Wortwahl!

Liebe Leute, NIEMALS sollten Missbraucher, Vergewaltiger, Triebtäter "Kinderschänder" genannt werden. Dies bedeutet nämlich, dass sie Schande über Kinder gebracht haben. Das glatte Gegenteil ist der Fall. Das Wort ist alt, typische Tätersprache und sollte aus unser aller Sprachgebrauch verschwinden.

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McMacaber 10.01.2013, 20:16
11.

.. und dann hört man sich ebenso von Vilon und gesprochen von Kinski die "Sommerballade von der armen Lovize" an, und nimmt das ganze Übel dieses Kerls wieder hin.

Natürlich ist es schlimm, wie seine Familie und Kollegen unter ihm leiden mussten, aber der Nachwelt bleibt doch primär sein Genius erhalten, imho.

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agztse 10.01.2013, 20:16
12. Politisch korrekter Artikel!

Was ein wenig einen schalen Beigeschmack beisteuert ist der Umstand das der Beschuldigte nicht zu den Vorwürfen - welche 22 Jahre nach seinem Ableben erhoben werden...-Stellung beziehen kann. Aber wie SPON richtig feststellt ist das eigentlich auch gar nicht nötig, denn wer böse mit den Augen rollt und ausserdem noch männlich ist kann eigentlich nur ein Vergewaltiger sein.

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K_Ranseier 10.01.2013, 20:17
13. hmm..?

Skandal, was für eine Story...
Auch sehr elegant jemanden zu beschuldigen der schon über 20 Jahre tot ist.
Aber dem ollen Kinski würde man (ich übrigens auch) das auch noch ohne weiteres zutrauen, oder?

Klingt für mich nach "Ich werde alt und brauche das Geld"

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mebschmw 10.01.2013, 20:17
14. Unschuldsvermutung gilt nicht bei SPON ???

Also man kann es ihm zutrauen, durchaus. Dennoch: In unserem Land gibt es das Rechtsprinzip der Unschuldsvermutung - bis zum Beweis des Gegenteils bzw. einer rechtskräftigen Verurteilung.

Würde Kinski noch leben, würde er erfolgreich degen die SPON-Überschriften vorgehen können:

"Kinderschänder Kinski"
"Die Fans Klaus Kinskis haben einen Kriminellen vergöttert."

Das sind Tatsachenbehauptungen, die unbewiesen sind!

Darf man über Verstorbene so titeln, ohne dass die Anschuldigungen bewiesen sind? Ich denke nein. Vielleicht ist er ein Kinderschänder gewesen, aber auch der Spiegel weiß es nicht und vermutet es nur. Das Andenken Verstorbener ist auch ein Rechtsgut. Und während seiner Lebzeiten hatte ihn niemand angezeigt, er konnte sich also nie verteidigen.

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t.wallace 10.01.2013, 20:18
15. optional

Die Unschuldsvermutung ist post mortem ausser Kraft gesetzt?

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spon-facebook-1561507748 10.01.2013, 20:19
16. Irgendwie bin ich ratlos bei diesem Artikel

Ich maße mir nicht an, der Tochter zu widersprechen. Das was Sie erlebt hat, ist unglaublich schlimm. Nur kann Kinski sich auch nicht mehr dazu äußern. Hier als Journalist einfach zu sagen: "Das war so" greift mE zu kurz.

Dieses "Der sah doch schon so aus, und jetzt stellt sich heraus, der war wirklich so, was man dem doch eigentlich schon immer ansehen konnte" im Artikel ist in meinen Augen echt übel. Soll man jetzt jedem, der sich gibt wie Kinski Kindesmissbrauch unterstellen? Ist anständiges sich Geben ein Hinweis auf ordentlichen Lebenswandel?

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lebenslang 10.01.2013, 20:19
17. kinski

von kinski wissen wir jetzt mehr.

wieviele kennen wir, von denen wir nicht wissen was sie wirklich im verborgenen treiben ?

das fängt bei verwandten an, geht über freunde bis hin zu personen des öffentlichen lebens.

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schaluppe 10.01.2013, 20:22
18. Erdbeermund

Zitat von garnienicht
von Ihm selbst zu lesen. ´Ich bin so wild auf deinen Erdbeermund´, vor gefühlten 30 Jahren gelesen. Die Schattenseite; und auch nicht schön zu reden bzw. schreiben.
Das ist der Anfang eines Gedichts des französischen Troubadours Francois Villon. Das darf JEDER öffentlich aufsagen, ohne deshalb ein Kinderschänder zu sein.

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benwade 10.01.2013, 20:24
19.

So zu tun, als hätte jeder wissen müssen, was Kinski seinen Kindern angetan hat, ist im Nachhinein natürlich sehr einfach. Gehe mal stark davon aus, dass der Autor vor einer Woche auch nicht davon ausgegangen wäre. Auch Verrückten kann man halt nur an den Kopf schauen. Und wenn man schon aus "Mein liebster Feind" zitiert, dann sollte man auch erwähnen, dass Herzog selbst versucht hat Kinski zu töten, indem er sein Haus ansteckte. Oder hat man den Film nur im Schnelldurchlauf gesehen?

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